Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Tauche ein in die Welt von Aurorae!

Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Der Schreiber » Dienstag 29. Januar 2013, 08:35

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Die Erzmine von Aurorae liegt im Verbotenen Tal. Seit ewigen Zeiten liegt sie dort unberührt, von den Amazonen fast vergessen. Sie beherrbert das einzige Vorkommen an Erz, sie ist für die Frauen aus Patria äusserst wichtig, deshalb zogen einige tapfere Frauen aus, um sie zu finden und das Verbotene Tal seit Jahrtausenden wieder zu betreten.

Bei einer Expediton der Amazonen im Jahre 1017 n.Q. fand man in den Minen die Leiche Quendors und ein mysteriöses Buch, das Buch der Offenbarung.
(Link: http://www.numen-aldor.de/amazonenwald/ ... wtopic=360 )

Vor und in Quendors Grabkammer:

Der Gang geradeaus sah wie geleckt aus. Die Wände waren ungewöhnlich glatt, fast wie poliert. Ebenso der Boden. In einiger Entfernung war wieder eine Tür. Hier hing ein Schild und hinter der Tür stand man in einem Raum, der bedeckt war mit Wandmalereien. Diese schienen Warnungen darzustellen. Man sah Feuer, Dunkel, Tot und eine Menge Rauch. Wesen starrten einen an, die keine Augen mehr zu haben schienen. Im Fußboden, war ein riesiges Ornament eingearbeitet und beim näheren Hinsehen konnte man einen Spalt erahnen: Quendors Sarkophag.
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Pero » Samstag 30. März 2013, 11:22

Pero kommt aus dem Verbotenen Tal
___________________

Das war nicht sein Ding! Völlig außer Atem, japsend kam Pero an der Mine an. Er hatte sie tatsächlich gleich gefunden. Die Gruppe oder deren Führer hatte eine gute Orientierung. Er stützte sich an einem Baum ab und stand leicht über gebeugt. Er hatte ein bisschen Vorsprung herausgearbeitet, aber lang würde es nicht dauern, bis die anderen hier waren. Bis dahin musste er wieder zu Atem kommen! Ein flacher Stein lud zum Sitzen ein und Pero ließ sich darauf nieder. Er fächerte sich Luft zu und trocknete seine schweißnasse Stirn. Bei Kâthar, was er nicht alles auf sich nahm!

Er holte seinen Wasserschlauch heraus, ein bisschen was zu essen und verteilte es auf dem Stein, dass es so aussah, als würde er hier ein gemütliches Päuschen machen. Zu guter Letzt noch ein Buch. Er schlug es auf und begann - jedenfalls tat er so - zu lesen. Es war ein Buch über die Vegetation Auroraes. Wirklich sehr interessant, unter normalen Umständen. Doch jetzt pochte sein Herz immer noch wild. Er schloss die Augen, atmete ganz bewusst langsam und brachte sich damit nach und nach zur Ruhe. Seine Atmung wurde flacher und ruhiger.

Als er die Augen wieder öffnete, bemerkte er die nahende Dämmerung. Nicht mehr lange und der Abend würde kommen. Die Aussicht auf ein wärmendes Feuer und menschliche Gesellschaft - möge sie auch noch so geistlos sein - stimmte ihn fast fröhlich!
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Foxane » Sonntag 31. März 2013, 17:43

Foxane plauderte noch ein wenig mit Kavita. Sie erzählte ihr, dass sie öfters mit Shanna gefrühstückt hatte. Denn sie war genau wie sie selbst eine Frühaufsteherin. Es gab nichts Schöneres als mit dem Gorsak in den Sonnenaufgang zu reiten.

Aber hier dämmerte es gerade. Herr Grabul, der immer noch vor Foxane her hüpfte, kündigte es ganz richtig an. "Ja, wir sind bei der Erzmine. Noch eine kleine Biegung." Der Zwerg stand auf einmal wie versteinert da. Bevor er lospoltern konnte, schob sich Foxane an ihm vorbei und zog gleichzeitig ihr Schwert.

"Achtung!, rief sie laut und nach hinten. Ein Fremdling in Sicht." Dort saß ein Mann, aß in aller Seelenruhe und las ein Buch. Sehr merkwürdig und sehr verdächtig, dachte sie. Entweder ist er taub oder schwerhörig. Zumindest hätte jeder normale Mensch in diesen Zeiten erst mal irgendwo Schutz gesucht. Leise hatte sich die Truppe nicht genähert. Er trug gute und gepflegte Kleidung. Eine Waffe konnte sie nicht ausmachen.

Sie ging ein paar Schritte auf ihn zu. "He, du da und Mahlzeit. Geb dich zu erkennen und bei der Göttin, was treibst du hier?"
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Korgal » Montag 1. April 2013, 20:37

Foxane leitete die Gruppe zu der Mine. Korgal verhielt sich durchgängig ruhig. Er war mit sich selbst beschäftigt. Irgend etwas an Kendras Aussage hatte ihn stutzig gemacht. Aber er kam selbst nicht darauf. Grübelnd ging er einfach an der Seite der Kriegerin. Ihre Erwiderung quittierte er einfach mit einen freundlichen „Das wirst du sicherlich auch irgendwann könne. Mach dir da mal keinen Kopf drum“. Der Hüne war erschöpft, jedoch nur mental. Er hätte noch einen ganzen Tagesmarsch durchführen können bevor ihn seine Kondition verlassen hätte. Aber sein Kopf spielte ihm Streiche. Es waren so viele Eindrücke in alleine den letzten vier Tagen, die ihm von der einen in die andere Gefühlslage geworfen hatten. Sein Kopf schien am zerbersten zu sein. Da er so wie so nicht derjenige war der die ganze Zeit sprach würde es den anderen nicht auffallen und wehleidig war so wie so kein Charterzug der zu ihm passen würde.

Kaum wahren sie in der Mine angekommen rief Foxane sie zur Achtung auf. Ein Fremdling? Das war nichts neues. Aber dieser hier wirkte irgendwie deplatziert. Als gehörte er irgendwo anders hin und nicht in die Wildnis. Zu gut gekleidet, ein Buch lesend und alles in allen ein gepflegten Eindruck. Normalerweise nichts was dem Bärenkrieger argwöhnen ließ. Aber in den heutigen Zeiten? Er wirkte als hätte er nichts erlebt, keine Strapazen gehabt und den Krieg nie kennen gelernt.

Korgal blickte sich um und schaute in die Gesichter der anderen als könnte er auf diese weise erahnen was sie denken.
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Pero » Dienstag 2. April 2013, 14:25

Sein Herz schlug wieder ruhig und sein Atem ging so flach, als hätte er schon länger hier gesessen und da waren sie auch schon. Dieser Plan war ganz wunderbar aufgegangen. Pero war beruhigt, dass wenigstens etwas funktionierte. Die Frau mit dem Tier sah ihn zuerst und Pero legte das Buch weg und hielt die Hände in die Luft.

"Grüße! Grüße! Ich bin kein Feind!", rief er der Gruppe zu und ging einige Schritte auf sie zu. Der riesige Krieger machte ihm ein bisschen Angst. Ein einziger Schlag von ihm und Pero würde nichts tun können, ohne sich zu verraten. Das war das Wagnis, dass er eingehen musste. Nun war er ihnen ausgeliefert, vorerst jedenfalls.
"Ich habe hier ausgeruht vom langen Weg. Der Tag geht gleich zu Ende und... Es ist schön endlich mal wieder Menschen und einen Zwerg zu treffen.", sagte er freundlich und nickte dem Zwerg und der Gruppe zu. "Ich trage keine Waffen, ich bin kein Feind. Ich bin eigentlich nur auf der Durchreise."

Na wenn das nicht reichen sollte, dann wusste er auch nicht weiter. Er klopfte sich den Dreck von dem Stein aus der Kleidung. Die reizende Zauberin war auch da und ihr schenkte er ein extra Lächeln.
Aus der Höhle war plötzlich etwas zu hören, dass Pero zusammen zucken ließ und drehte sich schnell um und ging rückwärts zur Gruppe. Sie hätten vielleicht nicht so laut sein sollen...
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Freismer » Dienstag 2. April 2013, 14:47

Freismer war stolz auf Jouren. Er hatte sie zwar gar nicht direkt gefragt, aber sie antwortete prompt und richtig. Er ahnte schon woher dieses Wissen kam, denn auch er hatte als Kind gern am Lagerfeuer verbracht und Estemar, sein Ziehvater, hatte sich nie lumpen lassen. Die Lagerfeuergeschichten erfüllten in den Clans einen sehr wichtigen Zweck, nämlich das die Geschichte von Generation zu Generation weiter getragen wurde. Wer würde in Zukunft diese Geschichten zum Besten geben? Er vielleicht? Er müsste über diesen Gedanken schmunzeln.

"Sehr gut, Jouren! Wie Ayla schon sagt, hätten niemand es besser sagen können. Und dieser dunkle Magier hatte in seinem Grab ein Buch. Und ich bin mir ganz sicher, dass dieses Buch etwas sehr wichtiges enthält, denn warum sonst hätte es mit ihm begraben werden sollen? Sicherlich war man davon ausgegangen, dass niemand so schnell dieses Grab finden würde. Nun haben die Amazonen aber genau das getan und nun muss dieses Buch irgendwo in Patria sein."

Der Zwerg und Ayla rissen ihn aus seinen Tagträumen und er hob den Blick. Sie hatten es tatsächlich geschafft, die Mine! Doch die Amazone schlug Alarm und jetzt sah auch Freismer den Fremden. Er packte seinen Speer fester und der Fremde erklärte sich sogleich. Er sah tatsächlich nicht wie ein Ohadu aus oder ein Streuner, Plünderer. Er war sehr gut gekleidet, war sauber und machte auch sonst den guten Eindruck. Seltsam auf so einen Menschen hier zu treffen. Welch Ironie!
Sein Blick traf sich mit dem von Korgal und er wirkte genauso verwirrt. Freismer löste sich von Ayla und ging vor. Er lauschte den Worten des Mannes und überlegte, ob er vielleicht ein Händler wäre, als aus der Mine Geräusche zu hören waren. Sie klangen nicht bedrohlich, aber sie waren nicht allein! Der Fremde hörte es wohl auch, denn er drehte ihnen nun den Rücken zu, was noch einmal zeigte, dass er ihnen vertraute. Nun war sich Freismer so gut wie sicher, dass dieser Mann den Krieg nicht miterlebt hatte. Er schüttelte den Kopf und bleib neben Korgal stehen.

"Die Höhle scheint bewohnt! Wir sollten vielleicht mal nachsehen? Kavita war Zauberin oder? Vielleicht kann sie mit uns gehen." Drei sollten hoffentlich reichen, er wollte den Rest der Gruppe nicht unbewacht hier draußen lassen, erst recht nicht mit dem Fremden. Es gab heutzutage Niemandem dem man trauen konnte!
Wenn zwei Falken auf einem Baum sitzen und ein Schwarm Wildenten fliegt vorbei, dann sagt auch nicht ein Falke zum andern: "Schau, da fliegt die Mehrheit, das muss der richtige Weg sein, schließen wir uns an!" Sie werden weiterhin als Falken dem Weg der Falken folgen.

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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Jouren » Dienstag 2. April 2013, 15:07

Jouren war sehr stolz auf so viel Lob von Ayla und Freismer. Sie erlaubte es sich zwar nicht offen zu lächeln, aber innerlich schlug sie Purzelbäume. In Gedanken ging sie noch mal Estemars ganze Geschichten durch und hoffte sich an noch mehr zu erinnern. Es war schon komisch, als Kind waren das immer Geschichten oder besser Legenden gewesen, die vor so langer Zeit sich zugetragen hatten, dass man eigentlich glaubte sie wären nicht passiert. Und nun fand sie sich in genauso einer Geschichte wieder. In dieser Mine war dieser böse dunkle Magier begraben gewesen und Foxane hatte dabei geholfen ihn zu finden. Das war schon ein bisschen gruselig und Jouren wusste nicht so recht, ob sie sich noch auf die Mine freuen sollte oder nicht. Sie sollte dort schlafen, wo die Erde von böser Magie verseucht war? Sie atmete tief aus und bekam nur am Rande mit wie Freismer plötzlich vorging.

Sie hörte eine unbekannte Stimme und sah erst jetzt den komischen Mann. Er sah lustig aus. Er war groß, hatte ein sehr freundliches Gesicht und was Jouren faszinierend fand, er trug ganz saubere Kleidung. Wie hatte er das gemacht? Wären Männer ihr nicht von Natur aus suspekt, hätte sie ihn das wohl gefragt, aber so versteckte sie sich halb hinter Ayla und beobachtete das Spiel.
Die Aufmerksamkeit von allen wurde jedoch von dem Mann abgezogen, als man Geräusche hörte. Naja, es wäre doch auch zu schön gewesen, wenn Jouren sich hätte ausruhen können. Wer wusste schon wie lange es nun dauern würde bis ein Feuer brannte. Frustriert ließ sie sich direkt hier ins Gras plumpsen. Sie zog ihren Wasserschlauch hervor und trank einen Schluck. Sie war so kraftlos, was sich auch in ihrer kompletten Körperhaltung widerspiegelte. Freismer hatte seine Rucksäcke da gelassen und Jouren griff ohne weiter zu überlegen hinein. Sie beherrschte nur ein Gedanke: HUNGER!
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Kavita » Dienstag 2. April 2013, 21:16

Kaum hatten sie die Mine erreicht, tauchte auch schon ein neuer Mensch in ihrer Mitte auf. Foxane sah ihn zuerst und so war Kavi gewarnt. Aber als sie ihn schließlich sah, dachte sie sofort, dass es gar keinen Grund zur Warnung gab. Er saß dort in aller Ruhe und war offensichtlich dabei, seine Pause zu genießen. Er war groß, gutaussehend und außerodentlich gut gekleidet. Unglaublich! Wo hatte er so saubere Kleidung her? Irgendwie schien es, als wären die letzten Monate vollkommen an ihm vorbei gezogen. Wo kam er her? Lebte er vielleicht alleine und hatte nichts mitbekommen? Und er hatte ein Buch! Am liebsten hätte sie sich zu ihm gesetzt und nett geplaudert.
Kavi gingen ziemlich viele Gedanken durch den Kopf. Einer der hartnäckigsten war, dass sie glücklicherweise vor zwei Tagen noch ihr Kleid und ihre Haare gewaschen hatte und so insgesamt auch einen ganz guten Eindruck machen musste. Diese Normalität, die der Fremde an den Tag legte, beeindruckte sie ungemein. Als wäre einfach nichts geschehen. Hach, wenn sie auch ein Buch hätte!

Foxane verlangte auch sogleich eine Erklärung von dem Fremden. Seine Worte erleichterten Kavi, denn augenscheinlich war er ihnen nicht feindlich gesinnt. Und dann lächelte er sie an! Ziemlich lange sogar!
Kavi blinzelte verstört und ihre Gesichtsfarbe wechselte. Im nächsten Moment ertönte ein seltsamer Lärm aus der Höhle und schreckte sie alle auf. Freismer schlug sofort vor, nachzuschauen und neben Korgal nannte er ihren Namen. Ui, das war ja toll! Früher hatte sie bei solchen Gelegenheiten immer zurück bleiben müssen, aber hier wurde ihr offenbar etwas zugetraut. Plötzlich war sie so euphorisch und voller Tatendrang, dass sie sicher war, dass sie alle Feuerbälle der Welt schleudern könnte. Ja, los, auf in die Höhle!

Dann fiel ihr Blick wieder auf den Fremden. Komisch, dass er gar keine Waffen hatte. Wie hatte er sich denn verteidigt? Oder hatte er sich nicht verteidigen müssen? Oder aber… was, wenn seine Komplizen mit den Waffen in der Höhle warteten? Und wenn das ein Hinterhalt war? Er sah einfach viel zu ordentlich aus, um wahr zu sein.
Kavi seufzte, aber sie behielt ihre Bedenken lieber für sich. Wenn sowas wahrscheinlich war, hätten Freismer und Korgal das bestimmt schon bemerkt und sie vertraute den beiden Kriegern.

„Gut, gehen wir hinein.“, sagte sie zu den beiden und trat hervor. Gleichzeitig ließ sie auf ihrer rechten Handfläche ein Flämmchen aufleuchten, das ihnen den Weg erhellen sollte. Sie war noch nie in einer Mine gewesen und konnte sich nicht allzu viel darunter vorstellen, aber bestimmt war es dunkel darin.
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Korgal » Mittwoch 3. April 2013, 01:49

Es waren weniger die Worte von des Fremden als die Reaktionen seiner Begleiter, die Korgal ein wenig entspannen ließen. Sie sahen in ihm keine Bedrohung, auch wenn Freismer offenbar das Ganze wie er mit ein wenig Argwohn betrachteten. Wie jemand der auch noch offen zu gab, unbewaffnet zu sein, mitten in der Wildnis überleben konnte, war ihm ein Rätsel. Und was sucht er ausgerechnet hier? Ein Buch hätte die Gestalt sicherlich auch an einen wesentlich gemütlicheren Ort lesen können als den Eingang einer Mine in der ein dunkler Magier begraben war.

Korgals Gedankengang wurde jedoch hinfällig als aus dem Inneren der Mine Geräusche drangen. Da war jemand oder etwas. Fast automatisch zog der Bärenkrieger eine seiner Stahläxte aus ihrer Halterung am Gurt und nahm das große, runde Holzschild vom Rücken. „Ist in Ordnung Freismer. Wir gehen lieber kampfbereit tiefer rein. Nicht das wir dort nicht auf 'jemanden' sondern auf 'etwas' stoßen.“ Diese Vorstellung gefiel dem Hünen gar nicht, aber er sprach diese lieber aus, bevor er sie für sich alleine behielt. Wenn etwas in den tiefen der Mine sich verbarg und dabei kein Licht entzündet hatte konnte es vieles sein aber auf keinen Fall ein Mensch. „Vielleicht können ja die anderen in der Zwischenzeit den Namen des Bücherwurms herausfinden.“ Der sie zwar freundlich Begrüßt hatte, jedoch seinen Namen nicht genannt. Jemanden seinen Namen nicht zu nennen, war in Korgals Augen eine der größten Unhöflichkeiten, die man begehen konnte. Namen verrieten Herkunft und Stand und unterschieden sie von den wilden Tieren. Abgesehen natürlich von Haustieren, die meist eher Familienmitglieder waren.

„Kavita wenn du deine Kräfte schonen möchtest, findest du in meiner Tasche eine Fackel und ein faustgroßes Tongefäß mit Öl.“
Korgal hatte seine Tasche nicht wie die anderen den Gorsak aufgeladen, da ihn das zusätzliche Gewicht nicht störte. Zu dem Falkenkrieger gewannt meinte er leise so das nur er es hören konnte „Ich hoffe tiefer in der Höhle brennt Licht. Ich bezweifele das Menschen in absoluter Dunkelheit hausen.“

Der Hüne blickte zur Decke der Mine und hoffte das sie tiefer immer noch so hoch war. In gebückter Haltung zu kämpfen war eine zusätzliche Einschränkung die er nicht gebrauchen konnte.
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Foxane » Mittwoch 3. April 2013, 15:07

Was hatte er gesagt? Foxane wiederholte leise die Worte des Fremden: "Ich bin kein Feind!", "ich habe hier ausgeruht vom langen Weg...... eigentlich nur auf der Durchreise." Ein Blick auf seine Schuhe reichte ihr.

Bevor sie ihm die Meinung geigen würde, erklärte sie den beiden Kriegern und Kavita noch, dass die Höhle nach etwa 15 Fuß sehr hochräumig wurde und nach weiteren 30 Fuß die Abzweigungen begannen und noch viel mehr, das sie ihnen aber zuflüsterte. "Wir werden hier draußen wachen und uns gegebenenfalls kampfbereit machen." In der Höhle vermutete sie entweder ein Tier oder Menschen, die Schutz gesucht hatten.

Sie ging zu Ayla und Jouren und besprach sich mit Ihnen. Dann drehte sie sich um und sprach lauter aber nicht mehr ganz so nett: "Für einen, der einen langen Fußmarsch hinter sich hat, sind deine Schuhe verdammt sauber. Zu sauber, wenn du verstehst? Gehörst du einem Clan oder einem Orden an? Und woher kommst du und wohin willst du?" Feiner Humbug, wetterte Gifna, ja, gib ihm Saures. Seit sie die Gedankenwelt ihrer toten Schwester mit sich trug oder besser ausgedrückt, die Gifna-Welt in ihre Gedanken eindrang, änderte sich auch allmählich aber stetig Foxanes Sichtweite. Sie wurde schneller jähzornig, ungeduldig und war eben nicht mehr so blauäugig wie früher. Ob ihr das nun gefiel wusste sie noch nicht. Sie ließ es einfach geschehen und fuhr bisher sehr gut damit.

Jedenfalls ließ sie keinen Zweifel daran, dass sie diesem gewienerten Kerl nicht traute. Da stinkt etwas ganz gewaltig zum Himmel. Zu Ayla und Jouren, aber laut genug, dass er es auch hören konnte: "Gut er trägt keine Waffen mit sich. Aber vielleicht besitzt er magische Kräfte oder irgendeine Zauberei." Das könnte vielleicht Ayla heraus finden.

Dann bemerkte sie den sehnsüchtigen Blick von Jouren, der auf das Essen des Fremden gerichtet war. "Kann die Kleine was von eurem Essen bekommen?", fragte sie ihn direkt.
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Freismer » Donnerstag 4. April 2013, 08:28

Dank Foxane wussten sie nun ungefähr was sie in der Höhle erwartete. Am liebsten hätte Freismer sie dabei gehabt, aber die Gruppe draußen brauchte jemanden wie sie und sie schien sich mit diesem Fremden ja herrlich zu amüsieren. Korgal war ein wandelndes Wunder, er hatte sogar Fackeln dabei, doch Freismer war das recht, so konnte Kavita ihre Kräfte schonen. Niemand wusste was sie in dieser Mine erwarten würde! Kavita nahm dankend die Fackeln an und entzündete sie. Freismer versuchte verzweifelt etwas in der Mine zu sehen, aber es war einfach zu dunkel.

"Es ist unwahrscheinlich, ja, aber ... der Clan der hier vor dem Krieg lebte war sehr, sagen wir mal zurück gezogen. Man kann es nicht wissen, vielleicht haben sie nur die Lichter gelöscht, als dieser Kerl hier aufgekreuzt ist. Wir sollten vorsichtig sein und die Waffen nur gebrauchen, wenn wir sicher sind.", wandte sich Freismer an Korgal. Alle waren bereit und sie gingen langsam ins Dunkle. Korgal sicherte die linke Seite und Freismer die rechte, Kavita hielt sich bei Korgal.
Die ersten Fuß war der Gang ganz gerade, doch dank der Fackel konnte man sehen, dass er schon bald eine Kurve machte und dank Foxane wusste sie, dass es nach rechts war und weiter rechts eine Sackgasse und links ging es weiter. Es war totenstill in der Mine. Die Biegung kam näher und Freismer wartete am Ende seiner rechten Wand, bis Korgal den Bogen gelaufen war. Erst als sie alle drei das Ende erreicht hatten und Kavita genug Licht brachte, wagte Freismer nach rechts zu schauen.

Plötzlich gab es ein grelles Kreischen und einige Kobolde und Grottenschrate kamen auf sie zugerannt. Sie hatten sich in der rechten Sackgasse versteckt. Freismer konnte auf den ersten Blick nicht sagen wie viele, aber es waren mindestens 6 Stück!
Freismer riss seinen Speer nach oben und packte ihn mit der zweiten Hand. Den ersten Kobold, der für einen Stich schon zu nah war, schleuderte er mit dem Speer nach oben weg. Den Zweiten, der nun unter dem Speer abgetaucht war, trat er in die Brust und einen dritten erwischte er mit dem Speer direkt in den Bauch. Es gab ein ungutes Geräusch, als er den Speer wieder herauszog. Mit einem kurzen Seitenblick sah er besorgt zu den anderen beiden.

In dem Moment leuchtete es hell auf und Freismer sah einen großen Feuerball mitten in die Feinde fliegen. Es wurde für kurze Zeit sehr hell und erleichtert bemerkte Freismer, dass von links keine Feinde mehr kamen. Der Feuerball traf einen mit voller Wucht und streifte zwei andere.

____________________
4 Kobolde und 3 Grottenschrate kommen auf die Gruppe zu.
2 Grottenschrat sind tot und 2 Kobolde ist vom Feuer verletzt.
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Kendra » Dienstag 9. April 2013, 06:56

Schnell war alles in Bewegung und nach dem Kendra Korgal noch ein hoffnungsvolles Grinsen geschenkt hatte, hatte sie sich mehr auf den Weg konzentriert als auf irgendwelche Gespräche. Stattdessen brachte Korgals Anwesenheit und das Versprechen oder mindestens die Andeutung wieder mit ihr zu trainieren beflügelte sie. Was wäre, wenn der Krieg nicht begonnen hätte? Wenn sie nach diesem Jahr einfach zum Clan zurückgekehrt wäre? Hätte man sie wieder aufgenommen? So wie Korgal, mit offenen Armen? Oder hatte Freismer Recht und es war der Göttin willen, dass dies Alles geschehen war. Dass der Clan gerade sie weggeschickt hatte, damit sie überlebte und diese Gruppe fand. Sie schüttelte den Kopf um den Gedanken abzuschütteln. Blödsinn. Sie war nur ein einfaches, störrisches Mädchen und mit dem Gedanken kam die Gruppe zum Halten.
Ein Fremder oder besser noch ein Fremder. Auch wenn dieser Teil der Gruppe bereits so etwas wie einen losen Zusammenhalt hatte, so kannte Kendra doch eigentlich niemand genauer, abgesehen von Korgal auch mit ihm hatte sie für einen Bären wenig zu tun gehabt in der Vergangenheit. Das würde sie in Zukunft ändern. Sie würde mit den Leuten reden. Sie wollte wissen wer hier mitlief, nicht nur vom Sehen her.

So wandte sie recht neugierig den Blick nach vorne und lauschte den anderen. Kurz war etwas aus der Höhle zu hören und während die drei hinein gingen, zog auch Kendra ihre Axt und positionierte sich schräg zum Eingang. Nur für den Fall. So hatte sie es doch mal gelernt, wenn auch vielleicht nicht mit Höhlen. So viele dieser gab es nicht im Amarantsumpf.
Die Worte der Amazone klangen einleuchtend. Er sah wirklich sehr sauber aus. Und er konnte ein Buch lesen. Nagut, vielleicht war das nicht so eine ausserordentliche Leistung und Kendra konnte es auch… wenn sie sich anstrengte… und viel Zeit hatte.
Auffordernd blickte sie also ebenfalls den Fremden an, ohne aber erst mal was zu sagen.

Ein plötzliches Kreischen mit unmenschlicher Stimme liess ihren Blick zu der Höhle fahren und ihre Waffe fester in Griff nehmen. Doch sie blieb auf ihrem Platz. Sie hatte eine Aufgabe – wenn sie auch nur indirekt gestellt bekommen hatte.
Sie hatte eine Aufgabe. Wiederholte sie, wie ein inneres Mantra in ihren Gedanken.
Willst du die Göttin amüsieren? Erzähl ihr von deinen Plänen.
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Pero » Dienstag 9. April 2013, 08:21

Die Gruppe reagierte seltsam auf ihn und das wo er sich doch solche Mühe gegeben hatte nett zu sein! Bücherwurm! Und was verdammt hatten seine Schuhe damit zu tun? Pero blickte verwundert auf seine Schuhe hinab, als die anderen die Höhle betraten. Dann sah er zu den Schuhen der Amazone und für einen sehr kurzen Augenblick sah man einen mitleidigen Ausdruck auf seinem Gesicht.

"Das mit euren Schuhen tut mir sehr leid, verehrte Dame! Und wuh, ganz schön viele Fragen auf einmal. Darf ich mich vorstellen, man ruft mich Pero und ich komme aus dem Drakan Gebirgszug, um genau zu sein White Hall. Wir hörten von diesem schrecklichen Krieg, der im Tal tobte und meine Herrin schickte mich aus, um Überlebende zu suchen. Bisher leider ohne Erfolg, aber nun sieh sich das hier einer an!"
Pero machte eine ausladende Handbewegung und auf seinem Gesicht spiegelte sich Freude wider. Er erwartete nicht, dass diese primitiven Wesen White Hall kannten, aber sie würden schon danach fragen, wenn ihnen danach war!
Mit wenigen Blicken hatte er die Gruppe analysiert. Eine frustrierte Amazone, eine ambitionierte Zauberin, zwei Krieger die alles unter Kontrolle hatten, eine Kriegerin die das beste aus ihrer Situation machte, eine hungrige Göre, ein seltsamer Zwerg und diese andere Frau, von der er glaubte sie wäre Heilerin. Wirklich interessant waren für ihn nur die Zauberin und Heilerin. Naja, vielleicht noch die Göre, wobei sie derzeit noch keine Ansätze für Magie zeigte. Somit schenkte er der Heilerin ein besonders nettes Lächeln.

"Habt ihr vielleicht Hunger? Ich teile gern mit euch meine Reste!", versuchte er einen erneuten Anlauf, um das beste aus der Situation zu machen. Sein Buch stopfte er in seinen Beutel. "Was treibt ihr hier? Wolltet ihr in der Höhle das Nachtlager aufschlagen? Also ich hab mich ja nicht getraut dort rein zu gehen!" Oft ließen sich primitive Leute mit einer einfachen Plauderei ablenken, also versuchte es Pero auch hier. Er tat ganz natürlich und unbefangen, als wäre es das Normalste der Welt, dass sie ihn hier getroffen hatten.
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Foxane » Dienstag 9. April 2013, 15:52

Dass Kendra aufmerksam die Höhle beobachtete, entging der Amazone nicht. Sie nickte der Kriegerin zu. Sie war gewiss eine Kämpferin der Tat. Das gefiel Foxane. Sie selbst behielt den Eingang ebenfalls im Blickfeld.

Als der Fremdling sprach, werkelte sie am Gorsak herum, hörte aber aufmerksam zu. Für heute hatte sie mehr als genug gesprochen. Ihre Kiefermuskeln schmerzten leicht. Sie war es einfach nicht mehr gewohnt mit so vielen Menschen zusammen, dazu mit so unterschiedlichen und ganz besonders mit eindeutig zu vielen Mannswesen. Jetzt kam dieser geschniegelte Typ noch dazu. Das war zu viel!

Was er von sich gab, überraschte sie keineswegs. Jedenfalls was seinen Namen betraf..... Pero ......klar ein typisch ausländischer Name. Nein, von dem Land White Hall hatte sie noch nie etwas gehört. Aber äußerst sympathisch war, dass dort eine Herrin zu herrschen schien. Immerhin ein Pluspunkt. Der Höflichkeit halber stellte sie sich kurz vor. Sollten die anderen sich mit ihm beschäftigen. Es entging ihr nicht, dass er Ayla ziemlich lange anstarrte.

Foxane befreite Gorsi schnell von seiner Last. Sie nahm den Beutel mit dem Trockenfleisch und legte ihn geöffnet neben die Sachen von Pero auf den Stein. Sie blinzelte und zwinkerte zu Jouren. Nun hatte der Wildfang eine kleine Auswahl zum Essen. Dann nahm sie eine handvoll Trockenfleisch, ging zu Kendra, bot ihr vom Fleisch an und blickte zum Höhleneingang. Kampfgeräusche drangen nach außen. Allerdings konnte man gut heraus hören, dass es Schreie von kleinwüchsigen Wesen waren. "Da drinnen geht es hart zur Sache." Sie rammte ihren Speer leicht schräg in die Erde, griffbereit für den Fall aller Fälle.
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Jouren » Mittwoch 10. April 2013, 12:44

Nun wo Jourens erster Hunger gestillt war und es so viel Essen gab und man von überall Essen angeboten bekam, hatte Jouren auch mal Zeit für anderes, zum Beispiel diesen neuen Mann zu begutachten. So einen Mann hatte sie noch nie gesehen. Sie kannte Kämpfer, Waldläufer, Druiden, auch noch Schamanen, aber das? Was war er? Dunkel erinnerte sich Jouren an eine Gaucklergruppe, die den Clan mal besucht hatte, aber da war kein Mann vorgekommen, der ihm ähndelte. Er war so sauber und so gut und auch teuer - soweit Jouren das beurteilen konnte - gekleidet. Foxane hatte recht, seine Schuhe sahen aus als wären sie neu. Und dann hatte er so eine weibische Ader, vielleicht weil er so sauber aussah, wie es sonst nur Frauen taten. Eine weitere Besonderheit, er konnte lesen! Also fasste Jouren für sich zusammen, er war einfach von vorn bis hinten komischen! Ganz davon abgesehen was er hier tat. White Hall, das hatte sie noch nie gehört. Die anderen reagierten nicht auf seine Antwort, also ging sie davon aus, dass auch sie keine Ahnung hatten. Jouren wagte einen kurzen Seitenblick zu Ayla, die neben ihr saß. Auch sie zeigte mehr Interesse an anderen Dingen. Deshalb wagte Jouren den Vorstoß.

"Was ist White Hall und wer ist deine Herrin? Und warum bist du so fein angezogen? Was bist du für einer? Und warum sollst du nach Überlebenden suchen?"
Vielleicht lag White Hall gleich um die Ecke und sie könnten mal hingehen. Das würde immerhin auch seine sauberen Schuhe erklären. Komischerweise hatte Jouren keine Angst vor ihm, sondern nur gesunde Vorsicht. Er sah nicht wie ein Mann aus und wirkte auch nicht so. Außerdem war Ayla da, falls er ihr was tun wollte!
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Pero » Donnerstag 11. April 2013, 17:46

Natürlich war es die Göre, die auf ihn reagierte. Die Kriegerfrau ging von dannen, die vermeindliche Heilerin hatte anderweitig zu tun, der Zwerg war gerade außer Sichtweite, die anderen Kriegerin stand am Höhleneingang. Naja, dann sprach er mal mit der Kleinen! Vielleicht war sie doch klüger als sie aussah und das Gespräch wurde amüsant. Hoffen durfte man!

"White Hall liegt, wie schon erwähnt, im Drakan Gebirgszug und ist ein alter heiliger Ort. Dort lebten früher die Eismagier, die riesige Eisdrachen hatten! Hast du schon mal von diesen Geschichten gehört? Naja wie auch immer, White Hall liegt weit oben im Gebirge, sicher vor dem Krieg. Wir haben alles was man zum Leben braucht und wir waren beschämt, als wir von den Flüchtlingen hörten, wie schlecht es den Menschen hier unten geht, also schickte man mich aus, die Überlebenden zu finden, um ihnen zu sagen, dass sie auf White Hall ein sicheres neues zu Hause finden können. Jeder ist uns Willkommen. Und meine Herrin... nun...", ein verträumter Blick lag in Peros Augen, "... ist wohl die schönste, klügste Zauberin, die es in Aurorae gibt! Sie ist Mutter eines Jungen, eines ganz prachtvollen Jungen. Naja wie auch immer, so ist es!"
Pero nickte noch einmal und langte selbst bei seinem Essen zu. Nicht, dass sie alles weg aßen und nichts mehr für ihn blieb! "Und du kleines Mächchen? Woher kommst du und bist du auch eine große Zauberin wie meine Herrin?", fragte er nebensächlich während er kaute.
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Korgal » Freitag 12. April 2013, 02:59

All zu lange hatte es nicht gedauert bis sich bis sie in der ehemaligen Mine auf Probleme gestoßen waren. Die Kobolde mochten zwar keinen besonders gefährlich Eindruck im Vergleich zu den Gegnern und Strapazen des zurückliegenden Krieges machen. Jedoch war Korgal nicht am Leben geblieben weil er dazu neigte Gegner zu unterschätzen. Im Kampf war jeder Feind gefährlich, wenn er durch Fanatismus oder Verzweiflung getrieben war. Es war sinnvoll sie schnellst möglich auszuschalten bevor sie in ihren Wahnsinn jemanden ohne Selbsterhaltungstrieb angriffen.

Die Axt die er in der Hand hielt war seine Wurfaxt. Mit einer schellen geübten Bewegung änderte er den Griff und hielt sie am unteren Ende des Holzes. Er schätze die Entfernung und Geschwindigkeit seines Zieles im Bruchteil einer Sekunde ein und schleuderte die mächtige Waffe einen der Kobolde entgegen. Der stählerne Tod machte exakt eine Umdrehung in der Luft und schlug mit Wucht, mit der Schneide voran in den Brustkorb des einen Angreifers ein. Der Kobold wurde durch die Gewalt, die hinter Schlag steckte, zurückgeworfen. Er gab ein gurgelndes des Geräusch von sich und blieb regungslos mit der Axt im Brustkorb steckend liegen. Noch ehe Korgal seine zweite Waffe ziehen konnte hatte der Kumpan des Angreifers ihn erreicht. Doch damit hatte er gerechnet. Er legte sein Gewicht hinter den Schild und rammte damit den kleinwüchsigen Gegner. Dieser taumelte benommen zurück und Korgal hatte die notwendige Zeit seine Kampfaxt zu ziehen. Sowohl Korgal als auch der Kobold brüllten auf als sie erneut aufeinander los gingen. Die Axt blitze kurz auf und wie ein Donnerkeil kam sie schlagartig vom oben auf das kleine Wesen herab. Dieser machte den entschiedenen Fehler und wollte den Schlag mit seinen kleinen Schwert parieren an statt auszuweichen. Stahl traf auf Stahl, doch es war steht ein eine unkluge Wahl zu versuchen eine Axt zu parieren. Ein Schwerte verteilte seine Kraft über die komplette Klinge während eine Axt alle Kraft im Kopfe konzentrierte. Wie zu erwarten Brach das Schwert und der Axtkopf fraß sich tief in die Schulter des Kobolds. Knochen brachen und Sehnen wurden durchgetrennt. Die zerbrochene Klinge landete auf den Boden und die Augen des Wesens wurden glasig. Mit einen tritt gegen den Kobold bereite der Bärenkrieger seine Waffe und sah sich nach dem nächsten Gegner um der Stahl schmecken wollte.

Korgal war mit Blut verschmiert und langsam überkam ihn die Kampfesslust. Selbst auf Verbündete machte er hierbei einen bedrohlichen Eindruck. Der Hüne musste sich selbst bremsen sonst wäre er dem Kampfrausch verfallen. Seine Adern pulsierten von seinen eigenen Herzschlag und Adrenalin berauschte seinen Körper. Jegliche Müdigkeit war verflogen und er genoss dieses Gefühl der Lebendigkeit welches man und im Kampf um Leben und Tod verspürte. Mochte er sonst wie ein ruhiger Bär im Winterschlaf, wirken war er im Kampf ein wütender Grizzlybär.
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Freismer » Samstag 13. April 2013, 20:13

Korgal richtete neben ihm ein richtiges Gemetzel an. Koboldblut spitzte herum und Freismer musste sich auf etwas anderes konzentrieren, denn sofort waren wieder Bilder der letzten Schlacht vor seinem geistigen Auge. Aber es war nicht die Zeit barmherzig zu sein, wenn sie überleben wollten. Aus Wut über dieses Abschlachten, die Brutalität mit der er seit einem Jahr leben musste, gab auch Freismer einen Kampfschrei von sich und ging auf den Grottenschrat los, der ihm am nächsten war. Die volle Wucht seiner Muskeln ließ seinen Speer vorschnellen und die Klinge versank tief im Inneren des Grottenschrates. Aus dem Augenwinkel sah er wieder einen Feuerball, der einen bereits verletzten Kobald endgültig dahinstreckte und plötzlich herrschte Ruhe. Freismer zog seine Klinge aus der Brust seines Gegners und er wischte das Blut auf seinem Opfer ab. Um sie herum lagen sieben tote Körper, teilweise krotesk verrenkt. Kavita nahm die Fackel wieder auf und mit der Deckung von Korgal sicherten sie den rechten Gang. Er war nicht sehr tief und endete dort. Man konnte sehen, dass diese Kreaturen hier gehaust hatten.
Sie machten wieder kehrt und es ging weiter in die Mine hinein. Sie kamen an eine weitere Abzweigung und gingen erstmal nach rechts. Foxane hatte gesagt, dass hier noch mal 3 Gänge abgingen. Nicht lang, aber tiefer als der kleine zuvor. Es fühlte sich wie eine Ewigkeit an, bis sie auch diese drei Gänge ohne weitere Vorkomnisse erkundet hatten. Und tatsächlich war es wie Foxane gesagt hatte. Überall sah man noch die Spuren der Menschen, die hier mal gearbeitet hatten. Ganz bestimmt Sklaven, also Männer! Durch das Klima in der Mine, war sogar das Metall noch sehr gut erhalten. Das würde den Zwerg bestimmt freuen.
Sie erreichten wieder den ursprünglichen Ausgangspunkt und gingen dieses Mal geradeaus. Trotz dem Lärm, den sie veranstaltet haben, kamen keine Kobolde oder Grottenschrate mehr nach. Entweder waren das alle gewesen und aber ein intelligenteres Wesen, zum Beispiel ein Ohadu, war noch bei ihnen. Sie ließen weiterhin größte Vorsicht walten und kamen um eine Kurve. Der Gang ging nun lange geradeaus und Freismer bat Kavita einen Feuerball hinein zu werfen. Gesagt, getan. Der Feuerball erleuchtete den Gang vor ihnen und prallte schließlich am Ende gegen die Mauer. Alles blieb ruhig, nichts regte sich. Die drei hielten sich an der rechten Seite und es ging tiefer hinein.

Es herrschte eine Grabesstille und Freismer spürte den kalten Schweiß auf der Stirn. Er hasste solche tiefen Höhlen und er war sich immer noch nicht sicher, ob es eine kluge Entscheidung gewesen war hierher zu kommen. Wie sollten sie diese riesige Höhle sichern? Sie würden immer jemanden am Eingang postieren müssen, ansonsten gab es genug Winkel für Feinde um sich zu verstecken und sie nachts hinterrücks zu ermorden. Sehnsüchtig dachte er an sein altes Lager zurück, unter freiem Himmel, mit Menschen die er kannte und liebte. Sogar Bella fehlte ihm! Was wohl aus ihr geworden war?

Sie hatten endlich den Gang des Grabes erreicht. Das Umfeld änderte sich vollkommen. Die Wände waren nun glatt wie in einem Haus, ebenso der Fußboden. Und dann kam die Tür am Ende. Freismer atmete auf. Nun nur noch diesen letzten Teil erkunden und dann ging es wieder zurück. Die Tür war offen und sie traten ein. Freismer entdeckte Malereien an den Wänden und er fragte sich warum die Amazonen sich so viel Mühe gegeben hatten dieses Scheusal von Quendor zu begraben! Das letzte Loch hätte auch gereicht. Auf dem Boden war der Stein, der die Grabkammer viele hundert Jahre verschlossen hatte, zur Seite geschoben. Kavita leuchtete hinein, aber hier war nichts mehr als ein leeres Loch. Sie hatten ihre Erkundung abgeschlossen und konnten zurück zu den anderen! Freismer nickte ihnen zu und atmete auf.

"Nichts wie raus hier, ich kann solche Minen nicht ausstehen! Wir sollten vielleicht den Eingang der Mine besser verstecken. Geröll heranschaffen, ein paar Hölzer...." Freismer hatte keine Ahnung von solchen Dingen. Wenn er das in die Hand nehmen würde, wüsste wahrscheinlich jeder, dass dort etwas war was versteckt werden sollte.
Wenn zwei Falken auf einem Baum sitzen und ein Schwarm Wildenten fliegt vorbei, dann sagt auch nicht ein Falke zum andern: "Schau, da fliegt die Mehrheit, das muss der richtige Weg sein, schließen wir uns an!" Sie werden weiterhin als Falken dem Weg der Falken folgen.

- Indianische Weisheit -
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Jouren » Samstag 13. April 2013, 20:28

Jouren war hin- und hergerissen zwischen Begeisterung, Vorsicht und Abneigung. Immer in dem Moment, wo sie diesen Mann lustig fand, sagte er etwas, dass ihre Stimmung umschlug. Dann begann er kurz, so wie Estemar früher, eine großartige Geschichte zu erzählen, aber sofort merkte man, dass er sie gar nicht erzählen wollte. Von den Drachen hätte sie gern mehr gehört! Am Ende war sie enttäuscht. White Hall lag weit weg, in den Bergen, wo es kalt war und diese Herrin interessierte sie auch gar nicht. Frustriert stopfte sie sich einen Bissen in den Mund. Mit noch vollem Mund drehte sie sich zu Ayla um, rammte ihr den Ellenbogen in die Seite und nuschelte mit vollem Mund: "Ayla! Ayla! Hast du zugehört? Was ist denn los mit dir?"

Man konnte Jouren ansehen, dass sie enttäuscht war, denn sie merkte ganz genau, dass Ayla wo ganz anders mit den Gedanken gewesen war. Sie schien so abwesend zu sein, dass der Kerl sie auch hätte verschleppen können u. diese doofe Sakussi hätte es nicht mal gemerkt.
Jouren sprang auf die Beine und sah noch einmal zu dem Fremden. "Nein, ich bin keine Zauberin!", warf sie ihm sauer entgegen und ging mit stampfenden Schritten davon und ließ Ayla links liegen. Die zwei könnten ihr gestohlen bleiben. Sie hatte ein Ziel vor Augen und das hieß Foxane.

Große Zauberin. Pah!! Wer wollte schon eine große Zauberin sein? Sie jedenfalls nicht. So ein Idiot! Und Heilerin wollte sie schon mal gar nicht sein. Blöde Ayla. Alle waren blöd. Jouren zog ihren Dolch heraus und gesellte sich zu Foxane. Die andere Kriegerin stand dort auch, aber die war ihr egal. Sie kannte sie ja noch nicht mal.
"Ich helf dir Foxane!", sagte sie zu ihr und setzte sich auf einen Stein. Sie starrte auf den Eingang zur Mine und fragte sich was dort drinnen grade passierte. Vielleicht hätte sie bald ein Problem weniger...
Man wird am ehesten betrogen, wenn man sich für klüger als die anderen hält.
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Foxane » Montag 15. April 2013, 21:27

Die Kampfesschreie hielten an und drangen immer tiefer aus der Höhle. Den größten Brüller, es war unverkennbar, stammte vom Krieger Korgal. Er wird doch nicht dem Kampfrausch verfallen? Nun, wenn es so war, würde kein einziges Wesen überleben. Die anderen Schreie, eben Todesschreie, mussten die von Gnome und Waldschrate sein. Jedenfalls hatten die beiden Krieger alles im Griff, sonst würden sie nach ihnen rufen. "Die Männer haben ihren Spaß, wie man hört", witzelte sie zu Kendra.

Pero redete mit Jouren und das nicht gerade leise. Was er erzählte war nicht uninteressant, bis er 'weit oben im Gebirge' erwähnte. Nein, da kriegen mich keine zehn Gorsaks hin, denn die schlauen Tiere meiden das spitzkantige Gebirge. Zu recht! Dann sprach er wieder das Wort ‚Zauberin‘ aus. In den letzten Minuten erwähnte er es einen Tick zu oft. Sie grinste als Jouren dem Fremden eine Art Abfuhr erteilte und zu ihnen kam.

Kaum saß die Kleine in ihrer Nähe, bot sie ihre Kampfbereitschaft an. „Du bist sehr mutig, du Dolch-Kind. Aber nach dem Gebrüll der beiden Männer vermute ich, dass sie für uns nichts mehr übriggelassen haben. Typisch Mannwesen. Hauptsache sie haben den Spaß.“
Nach einer Weile wurde es ruhig in der Höhle. Absolut still. Es war gut möglich, dass einige dieser Wiesel entkommen konnten. Dies hier war der einzige Ein- und Ausgang. Jouren war ein paar Nim von ihnen entfernt. Foxane gab ihr zu verstehen, dass sie dort bleiben sollte.
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