Turm der Herrscher

Die Festung ist das eigentliche Herzstück von White Hall und thront über dem inneren und äußeren Stadtring. Sie ist das Heim der Brandoris.

Turm der Herrscher

Beitragvon Der Schreiber » Donnerstag 7. Februar 2013, 16:10

Der Turm der Herrscher ist ein wenig höher als der Weiße Dorn, er hat 13 Stockwerke, und um einiges breiter. In ihm waren früher die Kaserne, das Richtzimmer und die Wohn- und Schlafräume der Herrscherfamilie untergebracht. Im Keller findet man einen riesigen Kerker, der die Grundfläche des Turmes um einiges übersteigt. Im Turm der Herrscher findet man auch die große Küche und einen riesigen Essenssaal, in dem früher die Magier und die Soldaten verköstigt wurden. Die Herrscherfamilie speiste meist in ihren eigenen Räumen, nur zu Festen und Feierlichkeiten begab sie sich in den großen Essenssaal. Das Personal fand unterhalb der Herrscherräume Platz.
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Re: Turm der Herrscher

Beitragvon Rogon » Donnerstag 14. Februar 2013, 21:15

Die Ironie des Schicksals machte selbst vor Rogon nicht halt! Nur einem einzigen Menschen hatte er sich anvertraut, von seiner Vergangenheit erzählt und was tat dieser Mensch? Er ging, um das zu finden, was er einst verlassen hatte. Und da war er also wieder, alleine! Sein Leben war erfüllt vom Halbgott Brando-Rân mit dem ihn ein unsichtbares Band vereinte, aber Storm hatte eindeutig eine Lücke hinterlassen. Er war kein Ohadu mehr, er war kein Mensch und er war auch kein Brandoris, er hatte seine ganz eigene Bestimmung, er war nach Zûl der älteste Bewohner Auroraes. All dies machte ihn weiterhin zum Einzelgänger.
Er pflegte regen Kontakt mit Yazre, aber nur um sie unter Kontrolle zu halten. Die Macht hatte ihren Geist geschwächt und oft fragte sich Rogon, ob sie dem Irrsinn schon verfallen wäre. Doch solange Kâthar oder Brando-Rân nicht einschritten, würde er es auch nicht tun. Sollte sie nur ihre Spiele mit den Brandoris spielen, ihn betraf das nicht und aus einem unbekannten Grund ließ sie ihn in Ruhe.

Oft beobachtete er stundenlang die neue Eismagierin Aislinn, die sich nun liebevoll um den Drachen kümmerte, wie es zuvor Storm getan hatte. Doch Aislinn fehlte die Wärme des Herzens, also genau das was ihn an Storm so fasziniert hatte. Storm war klug, umsichtig, einfühlsam und dennoch ehrgeizig und zielstrebig. Sie war wie der Wind und keine Grenze konnte sie halten... Ob sie es geschafft hatte und Aurorae verlassen konnte? Vielleicht würde sie eines Tages wieder über die Berge kommen und unglaubliche Geschichten erzählen. Wer konnte das schon wissen! Aber Rogon hatte Zeit, viel Zeit zum Warten.

Wie immer ging auf dem Turm der Herrscher ein rauer kalter Wind. Er verfing sich in Rogons Kleidung und zerrte an ihm. Er liebte diesen Platz im 13 Stock. Nur niedrige Felsquader trennten ihn vom Himmel und den Bergen. Ihm fielen Storms Worte ein und er musste grinsen:

"Von den Angeln, von denen du erzählst, habe ich noch nie gehört. Und ich bin noch nie jemandem begegnet, der nicht aus Aurorae kommt. Die meisten Menschen sagen, dass niemand das Gebirge überqueren kann. Ein altes Waschweib aus Patria hat sogar immer behauptet, die Welt höre hinter den Bergen einfach auf zu existieren. Ich habe oft auf das Gebirge geschaut und mich gefragt, was wohl dahinter liegt. Ob es dort genauso aussieht wie in Aurorae, oder ob es ganz anders ist. Wenn du willst, kannst du mir ja irgendwann davon erzählen."

Er wusste was dahinter lag... und er war sich sehr sicher, dass Storm es nun auch wusste.
Das Individuum ist einzigartig im Kosmos und dennoch verbunden mit ihm wie ein Wassertropfen im Meer.
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