'Anklage' von Treán

Geschichten aus dem Amazonenwald.

'Anklage' von Treán

Beitragvon Der Schreiber » Montag 4. Februar 2013, 15:46

Anklage

Wenn die alten Bäume sich im Winde wiegen,
du schweigend verbleibst,
die Leben versiegen,
du unbekümmert schreibst,
die Bücher dieser Welt.

Wenn sich Blut und Wasser mischt,
du schweigend verbleibst,
das Leben erlischt,
der Wind unbekümmert über die Dächer streift.

Dann wird dort ein Junge stehen,
schweigend die Tode sehen.
Die Haare fliegend im Wind,
der sich nicht kümmert um das Kind.

Es sind die alten Bäume,
die sich seiner annehmen,
doch seine dunklen Träume,
können sie ihm nicht nehmen.
Dies kannst nur du,
doch tust es nicht.

Wenn die Nächte kalt,
du schweigend verbleibst,
die Stimme schon lange verhallt,
die Einsamkeit im Herzen,
die Seele voller Schmerzen.

Wenn die Tage trist,
du schweigend verbleibst,
das Leben sinnlos ist,
die Zeit verstrichen,
die Rechnung unbeglichen.

Dann wird der Junge kein Junge mehr sein.
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