Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Tauche ein in die Welt von Aurorae!

Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Jouren » Samstag 20. Juli 2013, 15:46

Kavitas "Achso" kam einen Tick zu schnell und Jouren spürte wie dieses Wort ihr einen Stich ins Herz versetzte.
Erst viel später hatte sie erfahren, dass andere Menschen den Tag an dem sie geboren wurden jedes Jahr aufs Neue feierten. Jouren verschloss sich der Sinn darin, aber alleine die Tatsache, dass sie dies nicht konnte, machte das Mädchen traurig. Estemar hatte ihr mal vorgeschlagen einfach einen Tag auszusuchen, der ihr besonders gut gefiel, aber Jouren gefiel kein Tag besser als der andere. Somit war es bei diesem guten Ratschlag geblieben. Aber was interessierte es Jouren schon. Es gab einen Anfang und es gab ein Ende. Irgendwo dazwischen war sie. Nicht selten stellte sie sich die Frage, warum so viele andere gestorben waren und sie immer noch lebte.
Mit traurigen Augen blickte sie zu Kavita und es dauerte bis Kavitas Worte zu ihr durchdrangen. "Ein Blatt ja, das klingt gut.", murmelte sie und stiefelte los, geradewegs auf die Bäume zu. Schweigend suchte sie die Bäume ab ohne etwas zu sehen, erst die Schritte von Kavita hinter ihr, rissen sie in die Wirklichkeit zurück und sie gab sich einen Ruck. Sie hatten einen Auftrag. Sie wollte Freismer nicht schon wieder enttäuschen.

"Schau dieses Blatt ist schon groß genug!", rief sie ein bisschen zu freudig und zeigte auf die Pflanze vor sich. Sie nahm ihren Dolch und trennte das Blatt sauber ab. Sie nahm noch einige Blätter mehr mit, denn die brauchten sie ja auch. Es lagen auch genügend Äste herum, nun mussten sie nur die geraden und stabilen heraus suchen. Während Kavita sich dieser Aufgabe widmete, untersuchte Jouren die Bäume und kratze das harte Wachs von den Nadelbäumen. Das mit dem Blatt funktionierte gut und Jouren war dankbar, dass sie Kavita bei sich hatte. Ihre Aufgabe vertrieb auch die düsteren Gedanken. Nun fehlte nur noch die Baumrinde.
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Omando » Dienstag 23. Juli 2013, 16:30

Om hatte eine Amazone zum Lachen gebracht. Ja, du bist clever, tönte Ton. Den ganzen Weg erfreute er sich am Kichern der starken Kriegerin. Bei jedem Schritt wuchs sein Selbstvertrauen. Anfangs dachte er noch, dass diese Foxane ihn nicht leiden konnte oder so. Und als sie ihm mit einem Poltergeist in Verbindung brachte, sah es gar nicht gut aus. Darunter gelitten hätte er gewiss nicht, denn diese Amazone entsprach nicht ganz seinem Beuteschema. Aber als Kumpane oder ältere Schwester könnte daraus etwas Wunderbares entstehen.

Auch Omando legte eine kurze Pause ein. Die Schlepperei, das Auf- und Abhieven sowie das unfreiwillige Bad hinterließen auch bei einem Jüngling kleine Erschöpfungsspuren. Aber er saß nicht lange beim Gorsak. Sein Magen knurrte und dagegen tat er etwas. Er holte die zwei letzten Trockenfische aus dem Beutel und brach sie in vier Teile. Das Fleisch, das seit gestern zum Trocknen in einer Nebenhöhle hing, war noch nicht so weit. Aus einem anderen Beutel nahm er eine Hand voll duftender Kräuter und rieb die Fischteile damit ein. Der Zwerg und Freismer waren nicht zu sehen. Also würden die Fischteile für die hier Anwesenden reichen. Foxane, die noch schlief, dieser Pero, der am Eingang herumhing und natürlich für Om + Ton. Er zeigte Pero an, dass er sich gern ein Stück nehmen kann. Er selbst stopfte zuerst das Pfeifchen. Das hatte er verdient. Für ihn war das die beste Vorspeise und sowieso der köstlichste Nachtisch.
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Kavita » Samstag 27. Juli 2013, 08:29

Jouren wirkte plötzlich abwesend und traurig, aber Kavi wusste auch nicht, was sie jetzt tun sollte. Sie kannten sich kaum, deswegen wollte sie auch nicht fragen - früher hätte sie so etwas getan, aber irgendwann hatte sie gelernt, wann es für solche Fragen zu früh war. Außerdem reagierte das Mädchen im nächsten Moment wieder total anders… vielleicht hatte sie sich also auch geirrt und es war gar nichts.
Ein Blatt war also schnell gefunden und Kavi freute es, dass ihre Idee doch besser als erwartet gewesen war. Und glücklicherweise kümmerte sich auch Jouren um das Harz und sie selbst konnte der Aufgabe nachgehen, von der sie sich am meisten zutraute, sie zu meistern: Äste suchen. Ja, das würde sogar sie hinbekommen.
In einem nicht allzu großen Kreis um Jouren herum suchte Kavi also den Waldboden nach geeigneten Hölzern ab – zwar stabil, aber nicht so schwer, dass sie keiner mehr lange tragen konnte. Dabei hielt sie öfter inne und lauschte, aber sie konnte nichts hören. Gut, das hatte nichts zu sagen, es könnte trotzdem jemand in der Nähe sein, aber die beiden hatten Glück und alles blieb still und friedlich.
Als sie genug Äste gesammelt hatte, ging sie zurück zu Jouren und diese war ebenfalls fertig. Kavi besah sich das Harz auf dem Blatt.
„Ach, so geht das. Das hätte ich nicht gewusst. Gut, dass du das gemacht hast, Jouren.“ Sie lachte.
„So, was fehlt noch? Blätter, Harz, Äste… was war das vierte? Achso, Rinde!“ An den meisten Bäumen war die Rinde sowieso schon aufgebrochen dank dem furchtbaren Wetter die letzten Wochen, sodass das wohl kein großes Problem darstellen würde. Aber da war immer noch Kavis Angst vor Krabbelviechern, die trotz allen Geschehnissen immer noch bestand.
Egal! Todesmutig begann sie, am nächstbesten Baum an der Rinde rumzufummeln, nur um im nächsten Moment drei Schritte rückwärts zu springen als ihr mehrere Käfer entgegen kamen.
„Bäääh!“, quietschte sie und schüttelte ihre Hand aus.
„Ähm, Jouren, vielleicht, äh… würde es dir was ausmachen, wenn… du das machst?“
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Jouren » Sonntag 28. Juli 2013, 13:23

Jouren musterte Kavita mit einem fragenden Blick. Die junge Frau wirkte so viel reifer als sie selbst, ja schon fast erwachsen. In ihren Augen konnte man den Schrecken ablesen, den sie in den letzten Monaten in dieser Welt durchlebt hatte und trotzdem strahlte sie eine Heiterkeit aus. Und wie sie lachte! Ein so helles, sorgenfreies Lachen, es schmeichelte ihrem Gesicht sehr. Auch Jouren musste schief grinsen, es wirkte ansteckend. Ohne auf eine Antwort zu warten, ging sie schon zum nächsten Baum. Mit geschickten Fingern hantierte sie an der Rinde herum, nur um erschrocken zurück zu springen. Nun war es an Jouren herzhaft zu lachen. Sie musste sich sogar den Bauch halten. Aber das hielt nur einen Augenblick an, den schon kurz darauf sah sie erschrocken auf. Hätte sie nicht lachen sollen? Schließlich war es doch reine Schadenfreue und sie wollte Kavita nicht in Verlegenheit bringen.

"Entschuldige bitte, das Lachen war nicht böse gemeint, es sah nur so lustig aus!" Jouren ging nun ebenfalls zu dem Baum und fing einen Käfer mit ihrer Hand auf. Sie sah ihm zu wie er über ihre Haut krabbelte, was sie zu einem leises Kichern brachte. "Der hier ist ganz harmlos. Er überwintert unter der Rinde und kommt erst heraus, wenn es warm genug ist und er auch hier draußen genug Nahrung findet. Schau dir diesen armen Käfer nur an! Ob er es überlebt und schon jetzt etwas findet? Oder sollten wir ihn wieder auf den Baum setzen und er findet sich allein zurecht?" Jourens Gesicht zeigte einen sehr besorgten Gesichtsausdruck. Ihr wurde mit einem Mal klar, dass ihr einges Übeleben nicht selten damit zusammen hing, dass man anderes Leben nahm. Das war eigentlich nicht anders als im Krieg, auch dort hieß es er oder ich.
Ohne eine Antwort abzuwarten, setzte Jouren den kleinen Käfer auf den Baum und schweren Herzens zog sie die Rinde, die Kavita zuvor schon gelöst hatte, ganz ab und genauso machte sie es noch dutzende Mal, aber nicht nur von einem Baum, sondern mehreren. Sogar die Bäume taten ihr in diesem Moment leid. Raubte man ihnen nicht die schützende Hülle? Zwischendrin drückte sie Kavita das Blatt mit dem Harz in die Hand, sonst hätte sie nicht die ganze Rinde halten können und das wollte sie Kavita nicht antun, ganz bestimmt saßen noch einige Käfer darin.

"Ich glaube wir haben nun alles für die Fackeln. Freismer wird sich freuen!", doch nicht nur Freismer freut sich, sondern Jouren auch. Sie hatte es tatsächlich geschafft. Die beiden Frauen machten sich auf den Rückweg und Jouren begann sehr offen über ihr Leben im Clan zu sprechen. Sie erzählte Kavita wie sie, wenn die Sonne wieder Licht spendete, ihr Lager abbrachen und sich in ihr Sommerlager aufmachten. Was die Arbeiten der Frauen waren und wie sie selbst dazu beigetragen hatte. Jouren erzählte alles mit sehr blumigen Worten und natürlich wurde das eine oder andere ein bisschen mehr ausgeschmückt.
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Foxane » Sonntag 28. Juli 2013, 17:23

Foxane schlief tief oder döste aber träumte. Ein vertrauter Duft stieg ihr in die Nase. Seit langer Zeit, mag es auch nur einige Tage her sein, sah sie ihre Schwester Gifna, die wie immer eine rauchte. Foxane saß neben ihr im Gras und sie blickten von der tiefgrünen Anhöhe auf Patria hinab.
Gifna schaute sie verschmitzt an und polterte, also erzählte, in ihrer ganz speziellen Art vom Bogenschießen, vom Gefängnis……. Was sie sagte, konnte Foxi nicht verstehen. Sie war einfach nur glücklich, sie wiederzusehen und einige Augenblicke bei ihr zu verweilen. Der Tabakduft wurde immer schwächer, verschwand ganz, die Bilder verblassten allmählich und etwas anderes kitzelte ihre Nase.

Als sie erwachte, blickte sie auf den Waldläufer. Er lehnte einige Nim entfernt am Baum und zog an einer Pfeife. Zwischen ihnen war auf einem großen Blatt etwas Essbares angerichtet. Es roch nach Fisch. Dieser Omando überraschte sie schon wieder. Er lächelte sie an, zeigte mit der Pfeife auf das Blatt und paffte weiter. Vom Traum noch etwas benebelt, grinste sie zurück und griff nach einem Stück. Der Hunger trieb es hinunter. Wären die Kräuter nicht gewesen, würde sie sagen: Der Fisch war ranzig.
Nach dem Sonnenstand zu urteilen, konnte sie nicht lange geruht haben. Gorsi graste entspannt an derselben Stelle. Foxane konnte die Wasserfässer nirgends entdecken und kombinierte, dass sie in der Höhle waren. Sie entschied erst etwas später hineinzugehen, um zu sehen, was dort gearbeitet wurde. Dort könnte Frau es bestimmt noch etwas komfortabler einrichten.
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Kavita » Freitag 9. August 2013, 13:17

Kavita hatte sich noch nicht von dem Käferschock erholt, da fing Jouren schon an schallend zu lachen. Verwundert sah sie junge Zauberin das Mädchen an: Was war mit all den Leuten los? Korgal und sein komisches Feuerproblem, Omando, der ja vermeintlich ein Spanner war, und Jouren hatte offenbar Stimmungsschwankungen. Nun ja, zumindest letztere waren ihr von Shanna noch vertraut genug. Und eine lachende Jouren war ihr tausend Mal lieber als eine geknickte Jouren.
Daher beschloss sie, es nicht persönlich zu nehmen und die darauffolgende Entschuldigung zeigte ihr, dass sie damit die richtige Entscheidung getroffen hatte.
„Haha, das glaube ich gern.“, antwortete sie, um zu zeigen, dass sie nicht böse war, aber ihr Gesichtsausdruck blieb ein bisschen verkniffen. Vorallem, als sie sah, wie Jouren diese Viecher auch noch freiwillig anfasste. Sicherheitshalber trat sie noch ein paar Schritte zurück und brachte genügend Abstand zwischen sich auf der einen Seite und Jouren und den Baum auf der anderen Seite.
Jouren Erklärung hörte sie hingegen genauer zu. Solche Dinge fand sie immer interessant und sie bewunderte Jouren um ihr Wissen. Zwar hatte sie selbst einige Zeit im Wald verbracht, aber mit solchen Sachen kannte sie sich leider nicht aus.
„Ach, bestimmt findet er was.“, erwiderte sie und ließ den Baum nicht aus den Augen. Natürlich tat es ihr leid und sie wollte keinem von diesen Viechern etwas böses, aber sie sollten sie in Ruhe lassen.
Jouren drückte ihr das schließlich das Blatt mit dem Harz in die Hand und Kavi nahm es mit spitzen Fingern an. Erst, als sie festgestellt hatte, dass es garantiert käferlos war entspannte sie sich und sah dann zu, wie das Mädchen sich um die Rinde kümmerte. Sie selbst hingegen ließ ihren Blick öfter mal über die Umgebung schweifen, aber alles war ruhig und friedlich soweit sie es beurteilen konnte.

Dann hatten sie endlich alles zusammen und die beiden machten sich auf den Weg zurück in die Höhle. Überraschenderweise taute Jouren doch noch auf und Kavi lauschte ihren Geschichten interessierte. Diese Clanwelt faszinierte sie irgendwie, das Leben dort musste so ganz anders sein, als sie es kannte. Sie zogen weiter und hatten keinen festen Platz wie sie ihn in den Katakomben gehabt hatte. Ach, wenn sie sich das nur mal hätte anschauen können! Aber jetzt gab es vermutlich nicht mehr genug Clans. Es war einfach schlimm, aber sie drängte die schlechten Gedanken entschlossen weg.
Langsam kam die Höhle in Sichtweite. Sie beschlossen, schon von weitem zu rufen um die anderen nicht zu erschrecken, aber besonders viele konnten sie nicht erkennen. Gut, Korgal und Kendra waren ja unterwegs, aber auch Freismer konnte sie nicht erkennen. Nur Omando, die gute Foxane und – juchuuuu – Pero saßen davor.
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Omando » Samstag 10. August 2013, 16:40

Bis zum letzten Zug genoss der Waldläufer sein Holzpfeifchen. Er stellte fest, dass das mit den Maids doch nicht so lief, wie er sich das vorgestellt hatte. Woran lag das bloß? Sein alter Ziehvater hatte gesagt, dass er ein ganz passables Bürschchen sei. Also am Aussehen konnte es nicht liegen. Omando gab einfach der ungünstigen Zeit die Schuld und dachte laut: Verschieben wir es auf morgen.
Dann wusste er nicht so recht was er tun sollte. Doch, ich werde nach Kräutern, jungen Trieben und den ersten essbaren Blüten suchen. Ton meckerte: Du denkst nur an Maids, Rauchen und Futtern. Halt den Rand. Wir sind jetzt viele Mägen und da brauchst halt mehr.

Gerade wollte er los, er stand schon, da hörte er Rufe, Schritte und dann sah er die zwei Maids. Das hebelte ihn glatt um. Boah, wie zwei Knospen im Frühling stolzierten sie daher. Er setzte sich wieder hin, bevor die weich werdenden Knie das für ihn taten. Emsig kramte er in seinen Beutelchen. Also war er schwer beschäftigt. Om lächelte beide an. Kavita schenkte er ein offenes und breites Lächeln. Der anderen namens Jouren bzw. ‚Die-mit-dem-lauten-Mund‘ wagte er nur kurz mit einem Blick zu streifen, aber immerhin mit einem Lächeln. Nie im Leben würde er jetzt auch nur ein Wort hervorbringen. Inständig hoffte er, dass ihn keine ansprechen würde. Da flüsterte Ton: Denk an den Ziehvater, der sagte: Manche Frauen wollen erobert werden. Sie tun so als ob du Luft wärest. Aber in Wirklichkeit warten sie auf dich und deine Aktion. Wie nun, was nun? Om wurde ganz schwindelig. Und vor allem, tönte es in seinem Kopf: ….vor allem ist der Zeitpunkt wichtig!

Ein cleverer Kerl wie er einer war atmete auf und wusste Bescheid. Der Zeitpunkt! Genau und den bestimmt der Om allein. Oder? Darauf und nach diesen tiefgreifenden Erkenntnissen brauchte er noch ein Pfeifchen. Er stopfte, qualmte und grinste.
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Pero » Sonntag 11. August 2013, 18:29

Der hässliche kleine Zwerg neben ihm, dessen Düfte sich in die Luft erhoben wie ein alles einhüllender Rauch, der einem das Atem erschwerte, kam leider nicht mehr zum Antworten. Es wurde wieder voll im Lager, sehr zum Ärgernis von Pero, der gerne noch länger Lobhymnen über Kathâr von sich gegeben hätte. Aber der Trubel hinderte ihn nicht am Denken. Die Menschen liefen emsig an ihm vorbei und er saß dort, die Augen in die Ferne gerichtet und hinter seiner Schädeldecke qualmte es. Wenn er denn Freismer davon überzeugen könnte, dass die Zwerge gerettet werden müssten, dann... ja dann, würde sich das Blatt vielleicht wenden. Ein Mann wie Freismer musste doch einfach den Nutzen an der Sache erkennen und klug handeln. Diese Gedanken waren für Pero nur mehr als logisch. Der Gestank des Zwerges verschwand ganz plötzlich und an dessen Stelle trat ein beissender Rauch. Erst jetzt bemerkte Pero das Fehlen des Zwerges und sah den Waldläufer mit der mächtigen Frau nicht unweit entfernt. Er qualmte wieder einen dieser Giftstengel und schien sich prächtig zu amüsieren. Wohin war der Zwerg gegangen? Pero kratzte sich am Kinn und sah sich um. Es ertönte die Stimme der Zauberin und schon kurz darauf schälten sich zwei Silhouetten aus dem Wald, die Zauberin und die kleine Göre.
Pero sah ungeniert den beiden Frauen entgegen und musterte sie. Auch er war nur ein Mann! Wenn auch ein Mann Kathârs. Das Wort seines Gottes hallte wieder, als hätte jemand den Gong geschlagen und er wusste was zu tun war. Er stand auf, fast in dem Moment als die beiden Frauen das Lager erreichten. Sie kreuzten seinen Weg, womit er stehen blieb und sein Blick blieb auf der Zauberin haften, die ihn ebenfalls ansah. Peros Mundwinkel zuckten und er grinste schief.

"Schön zu sehen, dass ihr wieder sicher im Lager gelandet seid!", säuselte er der Zauberin entgegen, auch wenn er überhaupt keine Ahnung hatte wo die zwei Frauen sich aufgehalten hatten oder was sie überhaupt veranlasst hatte zu gehen. Sein Blick fiel auf die Stöcke, die Rinde und ein Blatt mit irgendwas. "Kommt, ich nehme euch die Stöcke ab!" Kaum ausgesprochen nahm er der Zauberin auch schon die Stöcke aus der Hand und grinste noch breiter. Nicht, dass er glücklich war etwas tun zu müssen, doch diese Zauberin war eine echte Schönheit. Warum hatte er das vorher nicht bemerkt? Wahrscheinlich war er einfach zu sehr um seine Aufgabe bedacht.
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Jouren » Sonntag 11. August 2013, 19:06

Durch das Erzählen merkte Jouren gar nicht wie die Zeit verflog, sie wunderte sich nur, als sie das Lager fast erreicht hatten und Kavita sie ankündigte. Jouren verstand den Sinn nicht ganz, aber sie zweifelte nicht dran. Nächstes Mal würde sie es genauso machen. Sie erreichten ihr neues zu Hause und dieser blöde Sakussi von Mann, den sie eh nicht mochte, stellte sich ihnen fast in den Weg. Er trug ein dümmliches Grinsen zur Schau und irgnorierte sie vollständig. Nicht, dass sie Wert darauf gelegt hätte beachtet zu werden... Mit einem lauten Schnauben schlug sie einen Haken und ging an den beiden vorbei. Sie wollte ja nicht "stören"!

Und da stand sie nun, die Hände voller Zeug. Wohin damit? Jouren blickte sich hilfesuchend um, aber es war kein Freismer zu sehen. Sicherlich war er in der Höhle und machte etwas Sinnvolles oder er war auf die Jagd gegangen. Er war doch immer schon ein guter Jäger gewesen. Sie war einem tiefen Seufzer nah, unterdrückte ihn aber und ging weiter. Hauptsache weg von den beiden, wenn sie das Gerede hörte, wurde ihr noch schlecht. Sie nickte Foxane zu und beachtete den Waldläufer nicht und ging weiter in die Höhle hinein. Dort konnte sie etwas hören und ein leises Fluchen. Sie ging tiefer hinein und entdeckte schließlich Freismer, der an einem Tisch handwerkte. Es war ihr unerklärlich warum er das hier im Halbdunkeln tat und nicht draußen im Sonnenlicht. Wie immer öffnete sich ihr Mund erst, bevor sie dachte...

"Warum arbeitest du hier drin! Hier siehst du doch nichts! Wir haben alles gesammelt was wir für die Fackeln brauchen. Haben wir den Draht?" Freismer drehte sich zu ihr um und der Blick irritierte Jouren. Hatte sie etwas Falsches gesagt? Er sah sie mit einer Mischung aus Erstaunen, Wut und Verständnislosigkeit an. Jouren schrumpfte auf die Größe einer Ratte zusammen und am liebsten wäre sie im Erdboden versunken.
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Freismer » Sonntag 11. August 2013, 20:01

Korgals Vorschläge ließen sich sehr gut umsetzen und Freismer war begeistert. Stück für Stück schaffte er es den Tisch zu reparieren doch dann kurz bevor er mit seiner Arbeit fertig war und er hatten wirklich überhaupt keine Lust mehr, brach ihm der Stiel vom Hammer ab und das Metall krachte auf seinen Daumen. Das Ergebnis war ein roter dicker Daumen, der bei jeder Bewegung pochte. Der Stiel des Hammers musste schon morsch gewesen sein. Der Zwerg war nirgendwo zu finden, was Freismer fast zur Raserei brachte. Vor seinem geistigen Auge sah er den Zwerg schon wieder neben einem Bierfass völlig betrunken. Er hatte zwei Möglichkeiten, entweder er ging auf die Suche nach einem neuen Hammer, was sehr lange dauern konnte oder aber er nahm das Metallstück und versuchte die restlichen Nägel, es waren nicht mehr viele, so einzuschlagen. Er entschied sich natürlich für die zweite Möglichkeit und kam ganz schön ins Schwitzen. Er war kein Handwerker und das zeigte sich nun sehr deutlich.

Er hörte Schritte und dann die Stimme von Jouren. Er hielt in seiner Arbeit inne und drehte sich sehr verstört zu dem Mädchen um. Erst als er ihren Blick sah, wurde ihm bewusst wie er sie wohl angesehen haben musste. Er konnte gar nicht anders und grinste breit. Da musste erst ein Mädchen kommen und ihm sagen, wie es leichter ging.

"Entschuldige Jouren! Natürlich du hast recht. Ich habe überhaupt nicht daran gedacht, dass ich es bei Tageslicht vielleicht einfacher haben könnte. Nun ist es sowieso schon egal, ich bin gleich fertig." Er sah auf die Ausbeute auf ihrem Arm und nickte. "Bringe es ruhig nach draußen. Ich werde nach dem Zwerg suchen und schauen ob er schon den Draht für uns gefunden hat oder zumindest die Materialien, um welchen zu machen." Freismer klopfte leicht auf Jourens Schulter, die immer noch ein bisschen verdutzt aussah, dann nahm er eine Fackel aus der Halterung und ging tiefer hinein.
Wenn zwei Falken auf einem Baum sitzen und ein Schwarm Wildenten fliegt vorbei, dann sagt auch nicht ein Falke zum andern: "Schau, da fliegt die Mehrheit, das muss der richtige Weg sein, schließen wir uns an!" Sie werden weiterhin als Falken dem Weg der Falken folgen.

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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Foxane » Freitag 16. August 2013, 18:21

Die beiden Fackelbauerinnen kehrten endlich wieder zurück und Foxane war erleichtert. Dieser Pero baute sich sofort vor Kavita auf. War ja klar, dachte die Amazone. Die beiden boten einen schönen Anblick. Ja und Jouren nickte ihr immerhin zu, sie hatte wohl ihre Trotzphase gut verarbeitet und verschwand flux in der Höhle. Wo steckte eigentlich der Zwerg? Man hörte und roch ihn auch nicht.

Irgendwie fehlte ihr die Motivation zum Arbeiten. Aber die Idee, eine persönliche Nische einzurichten, baute sie wieder auf. Sie wollte sich aus Ästen eine Art Unterbodenschutz zimmern, eben ein Feldbett, wie es Amazonen lieben.
Biegsame Äste waren schnell gefunden, einige frische Weidenäste brach sie vorsichtig ab und legte alle nebeneinander. Im Orden hatten sie für diese Arbeiten entsprechendes Personal gehabt. Nun hoffte sie, dass sie sich nicht zu dämlich anstellte. Der Waldläufer guckte schon ganz verdächtig. Ein Wort von ihm und er wäre diesmal fällig. Auch Freismer werkelte fleissig in der Höhle, es war nicht zu überhören. Wollte er nicht einen Tisch bauen? Wenn es mit dem Bettgestell nicht klappen sollte, könnte daraus eine Sitzgelegenheit für alle werden. Sie spuckte in die Hände und legte los. Aus den längsten und stärksten Ästen bildete sie ein Rechteck und legte sich der Länge nach hinein. Das Maß war genommen. Mit langen Gräsern flechtete und verknotete sie die Äste und versank über die Handarbeit in Gedanken. Sie dachte an Korgal und die Kriegerin. Wo sie jetzt wohl gerade waren? Brachten sie gute Nachrichten mit?

Die Arbeit lief bisher wie geschmiert und das beflügelte Foxane. Leise fing sie an zu singen, ein Lieblingslied von Gifna:

Aus grauer Städte Mauern
ziehn wir durch Wald und Feld.
Wer bleibt, der mag versauern,
wir fahren in die Welt.......

Dann summte sie nur, denn der Text war ihr entfallen.
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Omando » Montag 19. August 2013, 18:34

Omando beobachtete die Amazone ganz genau. Was trieb sie da nur? Als sie sich hinlegte, dämmerte es ihm. Es wird wohl eine Gestell werden. Boah und singen kann sie auch noch. Er stand auf und ging auf sie zu. Gerade wollte er etwas sagen, da donnerte sie ihn an. Hast du nichts Besseres zu tun? Auf mach dich nützlich und fertige einige Hocker an. Om dachte sich seinen Teil und antwortete: "Das wollte ich gerade vorschlagen. Ich habe nicht weit von hier einige Baumscheiben gesehen, die genau für uns passen. Die glätte ich oberhalb und schon hat man Schemelchen."
Foxane reagierte kaum, nickte nur kurz und Om wollte eine 180-Grad-Drehung machen, da verfing er sich mit dem Fuß in dem Gestell der Amazone. Es kam wie es kommen musste: Der Widerstand der Äste brachte Omando zu Fall. Schnell war er wieder auf den Beinen und entwirrte die Schlingen vom Fuß. Noch bevor Foxane losdonnern konnte, rief er: "Ni…nix passiert. Du hast sehr stabil gebaut. Guck, alles ist an seinem Platz."
Da hast du wieder eine Show hingelegt, raunte Ton. Halt den Rand, gab Om zurück.

So schnell er konnte lief er in die Richtung, wo er die Baumstämme vermutete. Es dauerte nicht lang und er entdeckte die Stelle. Er dachte, dass bestimmt ein Unwetter den Stamm in Scheiben zerlegt hatte oder andere Schaffer hatten vor grauer Zeit daran gearbeitet. Egal, die Teile waren perfekt und er hatte kaum Arbeit. Om musste die Scheiben nur noch bis zur Höhle rollen. Oh, was für ein Akt. Und da er immer nur zwei Stück bewegen konnte, musste er wohl öfters laufen. Nun gut. Ein gebückter Omando, der mit jeder Hand ein Stück Baum anschob und rollte, kam der Höhle wieder langsam nahe.
Und was die Amazone kann, konnte Om schon lange. So schmetterte er fröhlich, sehr gedämpft aber im tiefsten Bass sein Lied!
Du sollst nicht länger bleiben hier
in diesem grünen Laubrevier.
Bleib du bei mir
als meine Jägerin!
Du strahlenäugig Mägdelein,
bleib du bei mir als meine Maid.
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Kavita » Samstag 24. August 2013, 09:23

Kaum waren sie angekommen, strahlte Omando sie schon an – Kavi grinste zurück. Sie waren noch nicht an ihm vorbei, stand Pero plötzlich neben ihnen und als Kavi ihn ansah, lächelte er ebenfalls! Meine Güte, dachte sie und wollte schnell vorbei, als er sie ansprach. Ihr Herz blieb vor Schreck fast stehen, damit hatte sie nun so gar nicht gerechnet. Im nächsten Moment nahm er ihr hilfsbereit die Stöcke aus der Hand und Kavi lief knallrot an.
„Oooh, danke, wie freundlich.“, sagte sie artig und ein bisschen hochgestochen, während Jouren an ihnen vorbeirauschte. Die Launen des Mädchens machten Kavi ganz irre, aber sie konnte eh nichts daran ändern, daher beschloss sie nichts zu sagen. War ja auch müßig, Jouren war nunmal wie sie war und immerhin hatte Kavi mittlerweile verstanden, dass es nichts mit ihr zu tun hatte. Also wandte sie sich lieber an Pero – er war wirklich ein echter Gentleman, so gepflegt und freundlich und… edel! Freismer konnte sie nirgendwo erkennen, daher nickte sie zum Höhleneingang.
„Legen wir die Stöcke einfach dorthin, dann findet Freismer sie auf jeden Fall.“, sagte sie und ging dann mit Pero hinüber, wo er die Stöcke ablegte.
„Habt ihr heute Nacht denn gut geschlafen?“, erkundigte sie sich dann, weil sie auf keinen Fall wollte, dass das Gespräch schon zuende war. Jetzt hatte sie einmal die Chance, mit ihm zu reden und die würde sie nicht einfach verstreichen lassen. Mehr aus den Augenwinkeln nahm sie wahr, dass Foxane irgendwas ausbrütete und Omando ihr Gesellschaft leistete. Eigentlich wäre sie neugierig gewesen, aber momentan stand ihr nicht der Sinn danach, sich zu erkundigen. Sie stand hier mit Pero und war erstmal vollkommen zufrieden. Ob er ihr jetzt mal erzählen würde, was dieses White Hall eigentlich war?
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Pero » Montag 2. September 2013, 18:02

Diese Zauberin konnte sich wirklich sehr gut ausdrücken, wie Pero freudig bemerkte. Noch mehr stieg seine Laune, als er erfuhr, dass er die Stöcke nur ein paar Meter weit tragen musste. Das ging ja noch, was ein Glück! Er ging neben der Zauberin her und freute sich über die Nachfrage. Langsam und bedächtig, sehr darauf achtend sich nicht dreckig zu machen, legte Pero die Äste vor den Höhleneingang, die anderen ignorierte er gekonnt. Er machte eine einladende Bewegung zu dem Baumstamm, wo er schon zuvor mit dem Zwerg gesessen hatte. Das war doch ein hervorragender Ort, um sich näher mit der Zauberin zu beschäftigen. Er wagte nicht weiter darüber nachzudenken, dass er gerade im Begriff war seine eigentliche Aufgabe hinten an zu stellen. Er war ja auch nur ein Mann und vor ihm eine sehr hübsche Frau, das würde doch sein Gott sicherlich verstehen.

Er wartete bis die Zauberin sich neben ihn setzte. Er drehte sich ihr zu, damit er sie besser sehen konnte. Sein Blick glitt zu ihren zarten Händen, die in ihrem Schoß lagen und dann wieder zu ihren Augen zurück. "Danke für die Nachfrage, ich habe den Umständen entsprechend gut geschlafen. Ich muss gestehen, dass ich mir in der Wildnis damit ein wenig schwer tue. Ich bin die weichen Betten in White Hall gewöhnt.", er grinste schief und zwinkerte der Zauberin zu, so dass es ihr frei stand seine Aussage zu glauben oder es als Scherz abzutun. Natürlich entsprach es der Wahrheit, aber er war auch ein Mann und Schwächen gestand man sich nicht so gern ein. "Und ihr? Wie habt ihr nur all das Schreckliche der letzten Monate überlebt? Ihr strahlt als hättet ihr in eurem Leben nichts Schlimmes gesehen." Ausnahmsweise meinte er das sogar ehrlich. Es überstieg seine Vorstellungskraft wie dieses zarte Persönchen einen Krieg hatte überleben können und heute noch lächeln konnte. Er verspürte ein seltsames Gefühl von Anerkennung gegenüber der Zauberin.
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Jouren » Donnerstag 5. September 2013, 20:53

Jouren war mehr als nur erleichtert, dass Freismers Reaktion nicht böse gemeint war. Noch mehr Reibereien konnte sie sich kaum leisten. Eigentlich gab es niemanden mehr, außer Kavita, der nicht böse auf sie war. Ayla hatte sie auch ziemlich schräg angeschaut und von Foxane mal ganz zu schweigen. Freismer bat sie die Stöcke nach draußen zu legen. Das hörte sich nicht schlimm an, aber Jouren hätte sich eigentlich am liebsten in der Höhle verkrochen. Sie sah Freismer noch einen Moment hinterher, bevor sie sich in Bewegung setzte. Sie hörte Stimmen von draußen und es sang jemand.
"Bleib du bei mir
als meine Jägerin!
Du strahlenäugig Mägdelein,
bleib du bei mir als meine Maid."
Hörte sie gerade, als sie aus der Höhle trat. So ein Blödmann! Sie kannte diese Stimme mittlerweile, auch wenn sie ihn nicht sehen konnte. Dieser Typ Mann war sicherlich genau so einer, den sich manche andere Männer gerne nehmen würden! Dieser Gedanke trieb ihr ein kurzes Grinsen auf das Gesicht, ihr tat es aber auch im gleichen Moment leid. Wie kam sie dazu, dass sie sich über so etwas Grausames das einem Anderen geschehen konnte, amüsierte? Wenn sie so etwas tat, war sie keinen Nim besser als ihre Mutter.

Wie Freismer sie gebeten hatte, legte sie alles vor die Höhle, wo auch schon Kavita ihre Sachen hingelegt hatte. Sie ließ ihren Blick schweifen und entdeckte die Zauberin mit diesem komischen Gelehrten. Die beiden gaben ein netten Bild ab, musste sie sich eingestehen. Foxane hantierte an etwas herum, dass wie ein Lager aussah. Ayla war nirgendwo zu sehen. Jouren verspürte ein Hungergefühl, achtete aber nicht weiter darauf. Vielleicht sollte sie sich auch mal Gedanken machen worauf sie die folgenden Nächte verbringen wollte! Das was Foxane zimmerte sah ihr allerdings zu hart aus. Wenn dann bräuchte sie etwas Weicheres. Altes Laub war mehr als genug da, aber worin sollte sie es stopfen? Gedankenverloren ging Jouren wieder in die Höhle zurück, auf der Suche nach etwas Brauchbarem.
Man wird am ehesten betrogen, wenn man sich für klüger als die anderen hält.
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Foxane » Samstag 7. September 2013, 16:16

Das Feldbett war fast fertig und Foxane war mächtig stolz auf ihre Arbeit. Da stolperte der Waldläufer heran und hätte fast das Meisterwerk zerstört. Wie kann man nur so tollpatschig sein und über seine eigenen Gebeine stolpern? Zum Glück nahm Omando gleich Ausreiß und blieb hoffentlich länger fort.
Aber ein Grinsen löste die Situation doch aus. Foxane dachte, dass dieses Kerlchen eigentlich ein perfekter Sklaventyp sei. Ja, das waren noch Zeiten, als man diese Mannswesen massenhaft halten durfte. Man ließ sie ordentlich schuften und konnte mit ihnen alles anstellen, wonach einem der Sinn stand. Prompt sah Foxane ihre Schwester vor sich, die mit Hingabe diese Mannswesen auspeitschte, bis sie um Gnade winselten.

Foxane schüttelte den Kopf und rügte sich selbst. Wollte sie nicht mehr so viele Gedanken an die Vergangenheit verschwenden? Aber es ist doch wahr, dass es heute mehr Weicheier, also Männer, als früher gab. Besonders im Heerlager war es ihr aufgefallen. Haufenweise wimmelte es dort von Männern. Und wer hatte sich am laufenden Band beschwert und moserte lautstark über Dieses und Jenes? Natürlich die Mannsbilder.
Ein tiefer Atemzug und ein paar Dehnübungen beruhigten die Amazone. Hier gab es immerhin zweieinhalb starke Männer! Genau und das waren Freismer, Korgal sowie das halbe Teilchen von Zwerg.

Dann blickte sie zum Baumstamm, wo Kavita und Pero angeregt plauderten. Optisch wirkte dieses Bild der zwei jungen Leute ja ganz passabel. Aber dieser Pero ……...
Was war das? Jouren kam aus der Höhle, hielt kurz inne und verschwand wieder darin. Was die Kleine wohl wieder ausbrütete? Und dann hörte Foxane jemanden singen. Der Waldläufer war wieder in der Nähe.
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Omando » Mittwoch 11. September 2013, 18:20

Nun war es schon sein zweiter Gang und er rollte noch gekonnter sowie ganz lässig die Teile vor sich her. Diese Baumscheiben waren allerdings fast doppelt so dick als die ersten. Omando kam leicht ins Schwitzen. Wie gewohnt, wenn er schwer arbeiten musste, lenkte er sich mit lieblichen Gedanken ab. Soll es Kavita oder doch Jouren sein?, fragte er sich und natürlich auch Ton. Dieser blieb stumm. Om kam ins Grübeln und wog ab. Kavita war eine stille Schönheit. Jouren war eine quirlige Struppigkeit. Beide wirkten mehr als anziehend auf einen Mann. Vom äußeren Standpunkt aus punktete eindeutig Kavita. Ja, so würden die meisten Männer denken. Om aber wusste, dass gerade die Kratzbürsten die besseren Maids sein könnten. So schob er fleißig weiter und sinnierte vor sich hin.
Bisher ging es immer der Geraden nach nur mit ein wenig Anhöhe. Jedoch kurz vor der Mine ging es ein wenig bergab. Beim ersten Mal musste Omando die beiden Baumstücke dann von vorne etwas abbremsen. Aber da er jetzt an die Maids dachte, entging ihm diese kleine aber wichtige Tatsache. So fingen die Baumscheiben langsam an von alleine zu rollen. Omando grinste und dankte dem Waldgeist für diese Erleichterung. Eine lange Weile in gebückter Haltung zu schieben und zu laufen, war auch für einen Jüngling etwas ermüdend.

Allerdings rollten nun die Baumscheiben immer schneller und er hatte Mühe mitzuhalten. Er grinste und rief: "Boah, ein kleines Wettrennen gefällig? Om wird der Sieger sein!" Da hatte er die Wette ohne die abschüssige Schwerkraft gemacht, denn die Scheiben rollten immer schneller. Auch Om legte seinen Turbolauf ein und jodelte vor Freude. Vergebens. Er verhedderte sich in eine Schlingpflanze, kam kaum vorwärts und nur schwer wieder auf die Beine. Die Scheiben rollten und waren uneinholbar.
Der Höhleneingang lag jetzt klar vor ihm. Kein Ast oder sonstiges Hindernis lenkten die schweren Dinger in eine andere Richtung. Omando ahnte Fürchterliches. "Ton, mach doch etwas," schrie er. Doch Ton blieb tonlos und Om sprachlos.

Und so kam es, wie es kommen musste. Eine der rollenden, jetzt schon fast hüpfenden Baumscheibe, peilte als Ziel die Amazone an. Foxane stand mit dem Rücken zu ihm und trug ihr selbstgebasteltes Feldbett unterm Arm. Omando hielt die Hand vor Augen und sah nicht, wie die Amazone vom Aufprall in die Knie knickte, hochgehoben wurde, im weiten Bogen nach hinten stürzte und das Feldbett im hohen Bogen nach vorne flog.
Omando nahm die Hand weg und sah, dass Foxane zappelte. Sie lebte.

Die zweite Scheibe nahm ihr Ziel in Angriff: Pero und Kavita. Nein! Om wollte schreien. Aber kein Ton, nicht sein Ton noch der ‚Ton‘ kam über seine Lippen. Seine Stimme war vor Schock einfach weg. Und so knallte die zweite Baumscheibe direkt zwischen Pero und Kavita in den Baumstamm, auf dem sie saßen. Diesmal war das Ziel massiver und es gab einen lauten Knall. Omando schaute kaum hin, sah aber, dass die Scheibe vom Baumstamm abprallte und Richtung Höhleneingang rollte. "Oh nein. Du Waldgeist, was hab ich dir getan?" Seine Stimme war wieder da.
Bäume, Pflanzen und Getier.
Solang sie da sind, bleib ich hier.
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Kavita » Donnerstag 12. September 2013, 11:13

Nachdem Pero die Hände wieder frei hatte, machte er eine unmissverständliche Geste zu dem Baumstamm hinüber. Meine Güte, der will sich hinsetzen!, dachte Kavi und lief schnell hinter ihm her, um sich neben ihm niederzulassen. Das war ja unglaublich. Während sie darauf wartete, dass er ihre Frage beantwortete, fummelte sie ein bisschen verlegen an ihren Haaren herum. Dann beherrschte sie sich aber wieder, faltete ihre Hände zusammen und legte sie in ihren Schoß.
Dass Pero hier draußen nicht so gut schlief, verstand sie voll und ganz. Jemand wie er war natürlich besseres gewöhnt. Der ärmste. Aber ha, da war wieder das Stichwort. White Hall!
„Das freut mich doch. Ja, ein weiches Bett würde ich jetzt auch vorziehen.“, entgegnete sie und wollte eigentlich gerade nachhaken, als ihre Gedanken zu den Katakomben abschweiften. Ach, wie sie ihr Zimmerchen dort manchmal vermisste.
Dann sprach er weiter und Kavi fühlte sich plötzlich, als wäre sie gegen eine Wand gerannt oder als hätte Pero ihr einen Zinnkrug übergezogen. Immer wieder das leidige Thema, der Krieg, wie hatte man überlebt, was hatte man durchgemacht, blabla. Sie konnte es langsam nicht mehr hören. Natürlich hatten alle ein Redebedürfnis, sie verstand das ja, aber sie wollte einfach nicht drüber reden. Das brachte ihr auch nichts mehr. Sie würde das Thema einfach totschweigen und weitermachen wie bisher.
„Ach, ich hab eigentlich ganz gut geschlafen.“, antwortete sie und überhörte seine zwei Fragen. Immerhin hatte sie Korgals Bärenfell gehabt, das kam zwar nicht an ein Bett heran, aber es war eine gute Alternative.
Oh, er hatte gesagt, sie würde strahlen. Das war ja ein richtiges Kompliment. Schade, dass sie auch das überhören musste.
„Wo liegt White Hall eigentlich? Seid ihr dort aufgewachsen? Ich muss leider gestehen, dass ich davon noch nie gehört habe, aber wenn man euch so ansieht muss es eine prächtige Stadt sein.“ Sie musterte ihn neugierig. Endlich hatte sie die Frage gestellt, die ihr schon seit gestern auf der Zunge lag. War White Hall überhaupt eine Stadt? Sie hatte keine Ahnung, aber gleich würde sie es wissen.

Doch plötzlicher Trubel lenkte sie von Pero ab. Sie hatte nicht mehr auf Omando und die anderen geachtet, aber es ertönte ein dumpfes Geräusch – war jemand gestürzt? – und ehe Kavi sich umsehen konnte, sah sie etwas anderes. Irgendwas kam auf Pero und sie zu, aber sie konnte es in dem Moment nicht richtig erkennen. Sie sprang instinktiv auf und zur Seite und sah aus den Augenwinkeln, wie Pero das gleiche tat. Das Etwas knallte dort, wo sie gerade gesessen hatten, auf den Baumstamm und Kavi entfuhr ein kleiner Schrei. Es war ein… Stück Baum?
Die Hand aufs Herz gepresst sah sie sich um, aber sie konnte keine weitere Gefahr erkennen, daher sah sie zu Pero.
„Alles in Ordnung bei Euch?“, fragte sie besorgt.
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Foxane » Freitag 13. September 2013, 17:14

"Braver Junge", ermunterte Foxane den Waldläufer als er das zweite Mal loslief, um die Naturholzhocker zu holen. Sie ging zum Gorsak, um nachzusehen, ob es genug zum Grasen hatte. Dem war so. Sie klemmte sich das Feldbett unterm Arm und wollte gerade zur Höhle, als sie ein leichtes Poltern unter ihren Füßen spürte. Gorsaks oder eine wilde Meute Monster?, war ihr erster Gedanke. Zum zweiten kam sie nicht mehr, denn etwas krachte von hinten in sie hinein und Sekunden später befand sie sich auf dem Boden liegend. Ihr Kopf schnellte nach oben, der restliche Körper brauchte etwas länger. Das Korpus Delikte erkannte sie, als es gegen den Baumstamm knallte und Kavita mit einem Schrei zur Seite sprang.

"Was zum Henker"……., polterte sie los, als der Waldläufer plötzlich hechelnd neben ihr auftauchte und ihren Körper von oben bis unten begrapschte. "Nimm die Hände weg"! Sie stieß ihn hart von sich, so dass er einige Nim stolperte, bevor er auf seinem Hintern landete. Stotternd entschuldigte er sich und laberte Unzusammenhängendes. Wie der Jüngling da so verzweifelt und leichenblass im Gras hockte, konnte er einem fast leidtun. Schnell erkannte die Amazone, dass nichts Gravierendes passiert war. Sein Glück. Wieder einmal so ein dämliches männertypisches Kräftemessen. Von wegen Wettrennen und so weiter......
Erst jetzt schaute sie nach dem Feldbett. Ihr Meisterwerk. Es hatte den Flug überstanden, war nur leicht verzogen und gleich darauf wieder gerade gedreht. "Eben echte Amazonenarbeit", lobte sie sich laut.
"Du kannst von Glück sagen, dass kein Schaden entstanden ist. Ansonsten hätte die Peitsche auf dir getanzt." Schimpfe hatte dieses Om verdient.

Dass der Baumstamm auch noch in die Höhle gerollt war, setzte dem allen die Krönung auf. Foxane rieb sich die Hände, verzog das Gesicht, grinste und bekam einen lauten Lachanfall. Die Situation war wirklich zu komisch. Mit diesem Früchtchen von Omando würden sie noch viel Spaß haben.
"Auf an die Arbeit, du Lümmel", scheuchte sie den Waldläufer hoch. "Schmiergel die Sitzoberflächen von den Stämmen ordentlich ab, damit es unsere Hinterteile bequem haben." Erneut klemmte sie das Feldbett unterm Arm und ging zur Höhle. Ein leises Poltern drang von dort an ihr Ohr.
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Pero » Dienstag 17. September 2013, 16:47

Pero war einfach gefangen von ihrem liebreizenden Anblick. Das war einer jeder seltenen Momente wo er einem anderen Menschen lieber zugehört hätte, als selbst zu reden. Er wäre in ihrem Anblick versunken, wenn das Schicksal nicht wieder dazwischen gefunkt hätte. Schicksal? Pero sah nur wie Kavita erschrocken aufsprang und aus einem Instinkt heraus tat er das gleiche. Er hörte Kavita schreien und war zu allem entschlossen, sollte ihr jemand Leid antun. Wie von selbst hoben sich seine Hände, bereit einen Zauber zu formen doch im gleichen Moment erkannte er das Holz, das am Baumstamm abprallte und seinen Kurs änderte. Natürlich rollte so ein großes Stück nicht von alleine durch die Gegend und der Waldläufer erschien. Pero kochte vor Wut. Seiner Kavita hätte etwas passieren können oder noch schlimmer, ihm selbst! Seine Lippen formten einen lautlosen Fluch, das sollte dieser stumpfsinnige Waldläufer noch bitter bereuen. Rache war bekanntlich süß!

Kavitas Worte holten ihn in die Wirklichkeit zurück. Er nickte, immer noch wütend. "Zum Glück ist euch nichts passiert. So ein Tolpatsch!", seine Worte klangen im Gegensatz zu seinen Gedanken noch sehr nett. Der Waldläufer blieb in der Nähe von der Amazone, doch die Amazone schien Anstalten zu machen in die Höhle zu gehen. NUN war der Waldläufer alleine vor dem Eingang. Jetzt musste er nur noch für einen Moment die Zauberin ablenken. "Och ich glaube ich habe mein Buch verloren. Helft mir doch bitte es wieder zu finden." Er benahm sich ziemlich panisch, was nun auch die Zauberin veranlasste die Suche aufzunehmen. Sobald sie sich gebückt hatte, flogen Peros Hände nur so durch die Luft und wie aus dem Nichts formten sich plötzlich in der Nähe von Omando kleine Nebel, die ihn schnell erreicht hatten.
"Oh schaut nur, hier ist das Buch!", rief Pero freudig aus und zog geschickt das Buch aus seinem Umhang hervor, so dass Kavita es nicht sehen konnte. "Es ist unbeschädigt, beim Kâthar!" Aus den Augenwinkeln sah er wie der Waldläufer anfing zu röcheln, als sich die Nebel um seinen Hals legten. "Wollen wir unser nettes Gespräch fortführen? Ich würde euch gern von White Hall erzählen!" Peros Augen glänzten. Auf Kavita musste es den Eindruck haben, dass sie wegen White Hall so strahlten. In Wahrheit waren es Omandos Qualen, die ihn so entzückten.

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Gezaubert auf Omando: 3 Lebende Nebel
Wie aus dem Nichts entstehen plötzlich kleine Nebelschwaden, die sich um die Gegner legen und ihm im wahrsten Sinne die Luft abschnüren oder sie halten ihn fest, dass er sich nicht bewegen kann. Doch ist ihre Daseinsform nicht von Dauer. So schnell wie sie kamen, verschwinden sie auch wieder. Es können bis zu drei Nebelschwaden auf einmal gezaubert werden.
Wer Narben lacht, der Wunden nie gefühlt.
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