Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Tauche ein in die Welt von Aurorae!

Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Foxane » Donnerstag 23. Mai 2013, 16:32

Jouren war über das schaumige Wurfgeschoss nicht sehr erfreut und verkrümelte sich sofort. Lachend aber doch etwas grübelnd stand Foxane bei Gorsi und sondierte die Umgebung. Alles war ruhig bis auf die planschenden Frauen.
Die Amazone kam zu dem Schluss, dass Jouren wohl selten, wenn überhaupt in ihrer Kindheit unbeschwert spielen oder gar herumtollen konnte. All die Reaktionen der letzten Tage von der Kleinen ließen darauf schließen. Eigentlich hätte sie es besser wissen müssen.

Sie wollte gerade nach Jouren schauen, da kam sie schon und ging an ihr vorbei. "Na, alles im Lot?", rief sie ihr nach und schnallte ihren Gürtel um. Aus dem Seitenwinkel sah sie wie Jouren plötzlich anfing zu rennen. Dabei schnappte sie nach den Kleidungsstücken von Kavita und Ayla. Foxane grinste und dachte: Sie kann und will ja doch spielen. Die Badenden erkannten die Situation. Ayla, die in Windeseile aus dem Wasser stieg, war entsetzt und bat um Hilfe. Zuerst lächelte Foxane noch ein Weilchen, dann antwortete sie: "Jouren zeigt uns, dass sie Humor hat. Klar, ich presche sofort hinterher." Gesagt und getan. Gorsi legte sich mächtig ins Zeug und galoppierte los.
Nach ein paar Biegungen konnte man Jouren schon sehen. Foxane beschleunigte erneut, galoppierte eine leichte Kurve ins Unterholz bevor sie wieder auf dem Weg genau vor Jouren zum Stehen kam. Sie dribbelte das Tier so aus, dass Jouren unmöglich vorbei konnte.

"Der Schabernack ist dir wahrlich gelungen. Du hast mich und die anderen gut ausgetrickst." Sie ließ die Worte wirken, bevor sie drängte. "Bringst du die Kleider selbst zurück? Oder sitz auf und wir reiten gemeinsam zurück." Ihr war klar, dass Jouren nie mehr alleine reiten würde. Foxane streckte ihr die Hand entgegen. "Also, was ist? Die zwei am Wasser frieren sich noch etwas ab."
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Jouren » Freitag 24. Mai 2013, 20:04

Wenn Jouren eines konnte, dann rennen. Sie rannte als ginge es um ihr Leben und sie hatte Spaß dabei. Sie spürte wie ihr Blut durch die Adern schoss, wie sich ihre Muskeln anspannten und sie Meter um Meter in einer enormen Geschwindigkeit vorwärts brachten. Natürlich war ihr klar, dass Foxane ihr auf dem Gorsak folgen würde, also war sie auch nicht überrascht, als sie plötzlich hinter sich das schwere Tier hörte. Sie umrundete Jouren und blieb vor ihr stehen. Jouren konnte gerade noch so stehen bleiben, um genug Abstand zu Foxane zu haben. Spitzbübisch schaute sie die Amazone an. Was erwartete diese? Das sie wirklich jetzt brav zurück ging und die Kleider rausrückte? Wer hatte denn bitte schön mit den Streichen angefangen?

"Aber natürlich gehen wir jetzt zurück und sind lieb!" Jouren lachte kurz auf, drückte die Kleidung ganz fest gegen die Brust, rannte auf Foxane zu, machte eine gekonnte Rolle vorwärts und rollte sich mitten durch Gorsis Beine durch und kam auf der anderen Seite wieder raus. All das war so schnell passiert, dass weder Foxane oder der Gorsak eine Chance gehabt hätten zu reagieren. Anstatt nun aber wie vorher geradeaus zu laufen, schlug Jouren jetzt Haken und immer zwischen die Bäumen durch. So hatte Foxane bestimmt schweres Spiel mit ihr. Ihr Gorsak war nicht so wendig. Es war nicht mehr weit bis zur Mine!
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Foxane » Samstag 25. Mai 2013, 16:21

Foxane sah es gelassen und wartete. Jouren kam schnell zur Ruhe und kapitulierte. Ja, so sah es jedenfalls aus für einen Moment. Die Kleine ging zwar auf Foxanes ausgestrecktem Arm zu aber dann war sie weg. Die Amazone konnte nur verblüfft feststellen, dass Jouren schon wieder trickste. Sie hatte sich unterm Gorsak davon in den Wald gestohlen. Das ging alles so rasend schnell. "Wauh, dieses Biest," prustete sie und Gorsi gab einen Zungenschnalzer als Echo dazu. Da die Kleine über Stock und Stein, quer durch Büsche und um Bäume lief, würde es eine etwas längere Verfolgungsjagd geben.

Der anfängliche Humor verging Foxane sehr schnell als sie beobachtete, wie unbesorgt und mit welcher Wildheit dieses junge ungestüme Ding durch den Wald hechtete. In normalen Zeiten wäre das ein feines Spielchen gewesen. Foxane blieb aber stur auf dem Weg und ließ den Gorsak gerade so schnell laufen, solange sie Jouren stets im Blickfeld hatte. Ein einziges verdammtes Monster in der Nähe von der Kleinen und aus wäre es mit dem Rennen für immer. Da es nur noch Sekunden waren, die letzte Biegung zur Mine hatte sie geschafft, rief sie: "Haltet das Rennwiesel Jouren fest."

Und schon preschte Foxane auf den Mineneingang zu, stoppte, wendete fast auf der Stelle und blickte der heran stürmenden Diebin fest sowie streng in die Augen. Vorerst wäre jedes Wort verschwendet und wirkungslos.
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Omando » Samstag 25. Mai 2013, 17:13

Kaum war diese Jouren unter ihm vorbei geflitzt, da kam die Amazone mit dem Gorsak angerauscht. Ah und gleich darauf wurde diese 'Die-mit-den-donnernden-Worten' ausgebremst. Om verstand jedes Wort und grinste. Auch als die Maid wieder davon flitzte und die Amazone wieder hinterher. Als sie außer Sichtweite gerieten, kombinierte Omando. He Ton, das ist eine echte Notlage. Die zwei hübschen Maids sind ganz alleine und etwa unbekleidet an der Quelle? Nix wie hin, du Träumer. Das ist deine Chance.

Omando nahm mehr als nur die Beine in die Hände. Er flitzte, was die Beine hergaben und erreichte die Quelle im Nu. Er musste ja nur den Spuren folgen. Und da sah er die Maids. Omando ging nun langsamer und fing an zu pfeifen. Er hatte von früher in Erinnerung, dass man sich Maids lieber etwas geräuschvoller nähern sollte. Aus schmerzvollen Erfahrungen lernte Om am besten. Als er bemerkte, dass eine von ihnen ihn erspähte, drehte er sich um und ging ganz langsam rückwärts. Also Om näherte sich den Frauen mit seiner Rückseite. Während er so weiterging, lag natürlich ein kleiner runder Stein sehr ungünstig im Weg. Es kam wie es kommen musste. Beim nächsten Schritt traf Om den Stein mittig im Fuß und er landete hart auf seinen Allerwertesten.
Er blieb einfach so sitzen. "Nix passiert" rief er und zog das lange Tuch, das er mehrmals um seine Taille gewickelt trug hervor. Om hielt es stolz hoch und sprach im tiefsten Bass: "Eine von euch kann das bestimmt gebrauchen. Hm, könnte auch für zwei reichen."
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Ayla » Sonntag 26. Mai 2013, 12:56

Foxane preschte der Kleinen hinterher auf ihrem Gorsak und Ayla lehnte sich entspannt etwas zurück, um der Sonne auch ihre Vorderseite anzubieten. Die Rückseite hatte sie schon vollkommen gewärmt und getrocknet. Die Zauberin sagte nichts und die Geweihte genoss diese Stille. Natürlich achtete sie nun wieder schärfer auf Geräusche, jetzt wo sie nur noch zu zweit waren. Aber es erschien alles friedlich, Vögel, die ihr Lied zwitscherten und das sanfte Rauschen der Blätter hoch oben in den Bäumen. Es machte sie zunehmend schlummrig. Ayla legte sich auf den Rücken und blickte zufrieden in den klarblauen Himmel. Nicht ein Wölkchen war dort zu finden.
"Perfekt" flüsterte sie mehr zu sich selbst.
Die Idylle wurde durch ein Pfeifen gestört. Ayla setzte sich sofort intuitiv auf und ging in Deckung indem sie ihren Oberkörper näher zum Boden brachte. Sie selbst war in die Hocke gesprungen, bereit sofort loszulaufen. Ihre Muskeln waren gespannt. In der nächsten Sekunde entspannte sie sich jedoch sofort wieder. Einen Ohadu, der so ein fröhliche Weise pfiff, war unwahrscheinlich. Sie kam sich dumm vor. Ihr Blick fiel auf die Zauberin neben ihr. Die jedoch genauso angespannt lauerte. Ayla grinste ihr zu.
"Ich tippe auf unseren Neuzugang."
Und da tauchte er schon auf. Anständig den Rücken ihnen zugekehrt, um sogleich tapsig zu stolpern und auf sein Hinterteil zu landen. Aylas Grinsen verbreitete sich. Er konnte es ja nicht sehen, ansonsten hätte sie es sich verkniffen. Dann zückte der junge Mann ein großes Tuch und reichte den Damen es. Ayla griff erleichtert danach, nahm das eine Ende und reichte Kavita das andere. Es reichte bis zu ihren Fußspitzen und erfüllte vollkommen seinen Zweck.
"Woher wusstest du von unsere Mißlage? Du kannst dich umdrehen, vielen Dank für das Leinen."

Was die zwei Frauen nicht eranten, dass sie Sonnenstrahlen durch den Stoff fielen und diesen nicht blickdicht machten. All zu viel war nicht zu sehen. Zumal beide ihre Unterkleider trugen, aber ihre weiblichen Konturen zeichneten sich deutlich ab.
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Grabul En´Ogrim » Sonntag 26. Mai 2013, 13:10

Grabul brachte auch den Rest der Fässer vor den Ausgang und ließ diese fallen. Die Höhle vertärkte den Ton hallend. Er wischte sich mit dem Ärmel über die Stirn. Nicht das der Zwerg schwitzte, Da war er ganz andere körperliche Arbeiten mit dem Hammer gewohnt und am Feuer. Es war mehr so eine Unart von Herrn Grabul. Kurz verweilte er und nahm nun erst einen Fremden wahr. Sogleich stiefelte er hin. Seine buschigen Augenbrauen berührten sich fast in der Mitte, so gerunzelt war sein Stirn.
"Hey du da, beim Kathâr, wer bist du denn?"
Verächtlich rümpfter er seine Nase kraus. Der las in einem Buch! Und genau so aufgräumt sah er auch aus! Grabul hielt nichts von Büchern. Und wer darin las, war unweigerlich ein Weichei, schlüpfriger und glibbriger wie jede Höhlenschnecke. So wie der hier aussah, hatte er noch nie in seinem verächtlich unnützen Leben zugepackt. Grabul blieb kurz vor ihm stehen und stemmte seine Arme in die Hüfte. Nun waren beide auf gleicher Augenhöhe.
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Freismer » Sonntag 26. Mai 2013, 13:42

Es dauerte eine Weile bis Freismer seinen Blutdruck wieder runter gefahren hatte. Dass seine Worte Wirkung zeigten und der Zwerg seinen faulen Hintern hoch bekam, trug sicherlich dazu bei. Er hörte seine kleinen Schritte im Höhleninneren.
Freismer selbst blieb natürlich auch nicht untätig. Er untersuchte das Höhleninnere nach brauchbaren Gegenständen. Er fand Schaufeln, Spitzhacken, anderes Werkzeug. In einer Ecke stand sogar noch ein alter Lastkarren, aber der war festgerostet und zu schwer für ihn alleine. Einen Tisch fand er noch, der einigermaßen in Ordnung war, den räumte er leer und brachte ihn nach vorne. Er kontrollierte die Beine und die Platte, mit einigen Ausbesserungen wäre er wieder wie neu. Er ging also dem Zwerg nach, nach draußen und nickte den beiden zu. Es sah ziemlich lustig aus, wie der Zwerg sich aufgebaut hatte.

Freismer musste nicht weit gehen bis er einen geeigneten Baum fand. Er hatte eine Hacke dabei und mit einigen kurzen Schlägen hatte er den dünnen Baum gefällt. Er hackte dann noch die Äste ab und den Stamm selbst in vier gleich lange Teile, die er sich auf die Schulter stemmte und damit zur Mine zurück wackelte. Er nahm an dem alten Tisch Maß und fertigte aus dem Stamm vier neue Füße für den Tisch. Etwas ratlos stand er dann vor dem Tisch und stemmte die Fäuste in die Hüfte. Nun musste er zum einen überlegen wie er die Füße anbrachte, dass sie auch wirklich hielten und zum anderen wie er die Tischplatte verstärkte. Alles Arbeiten die er bis jetzt nicht verrichtet hatte. Am besten würde es sein bei den anderen nach Rat zu fragen, bevor er selbst Hand anlegte und es dann nichts wurde!
Wenn zwei Falken auf einem Baum sitzen und ein Schwarm Wildenten fliegt vorbei, dann sagt auch nicht ein Falke zum andern: "Schau, da fliegt die Mehrheit, das muss der richtige Weg sein, schließen wir uns an!" Sie werden weiterhin als Falken dem Weg der Falken folgen.

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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Kavita » Sonntag 26. Mai 2013, 14:12

Kavi konnte wirklich nicht glauben, dass Jouren samt ihren Kleidern verschwunden war! Im ersten Moment war sie wütend, aber das Gefühl verflog ziemlich schnell wieder. Foxane würde sich schon darum kümmern und sie hatten ja noch ihre Unterkleider an.
Ayla begann gleich, sich in der Sonne zu trocknen, während Kavi die Gelegenheit nutzte, ihr anderes Kleid gründlich auszuspülen und über einen Ast zu hängen, damit es nicht wieder schmutzig wurde. Nachher würde sie es vor die Höhle zum Trocknen hängen. Die beiden Frauen verbrachten die Wartezeit eher schweigend, aber es war ein angenehmes Schweiges. Irgendwie hegte sie für Ayla tiefe Sympathien. Schon allein wegen der Magiebegabung fühlte sie sich mit der Geweihten verbunden. Es war eben doch etwas, was die anderen nicht verstehen konnten.

Dann ertönte ein Pfeifen. Kavita zuckte zusammen und blickte sich verdutzt um. Ein Feind? Na, der sollte nur kommen, sie würde ihn einfach grillen! Aber dann konnte sie erkennen, dass es ein Mensch war. Sie sah zu ihm hin.
„Ich dachte, die Zeiten in denen man beim Baden angepfiffen wird sind vorbei.“, kommentierte sie trocken in Richtung Ayla, löste ihre Anspannung aber noch nicht ganz auf. Sie musste an den Tag denken, den sie mit Nicnevin im Badehaus verbracht hatte. Ihre Freundin war auf der Flucht vor einem Lüstling durch das halbe Badehaus gestolpert. Kavi grinste, obwohl die Situation eher ungeeignet war.
Aber Ayla hatte recht, es handelte sich nur um Omando und er brachte ihnen sogar ein Tuch mit. Sehr nett, genau wie er ihr gestern die Schnur gereicht hatte. Ayla und sie wickelten sich ein.
„Danke Omando. Du bist wirklich hilfsbereit!“, sagte sie und strahlte den jungen Mann an.
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Omando » Sonntag 26. Mai 2013, 15:58

'Hast du das gehört? Ton, ich kann mich umdrehen. Ja!' Omando drehte sich um und war einfach platt vom Anblick der Maids oder besser ausgedrückt vom Durchblick. Das, was er da sehen konnte, haute ihn fast um. Seine weichen Knie gaben ein wenig nach und er wankte leicht als er näher zu ihnen ging. Nach einer gefühlten Ewigkeit für ihn war er wieder einigermaßen stabil im Schritt. Verlegen kratzte er seinen Kopf und grinste: "Aaachchch, ich bekam da so Einiges mit im Wald und mir war alles klar und so bin ich eben hier."

Sein Puls raste und seine Hose vollführte blöde Beulen. Was war das? Peinlich Om, wirklich, tönte Ton. Atme mehrmals tief durch und dann denke erst weiter und spreche nur wenn nötig. Aber genau das, was er da anblickte oder durchblickte, haute ihn fast aus den Schuhen. Diese Frauen waren einfach der Hammer. Das Tuch, eben genau seines, war nur ein grob gewebtes Leinen und ließ alles durchschimmern. Diese Rundungen oberhalb vom Bauchnabel und diese unterhalb……boah, boah. Omando schwankte erneut und rang nach Luft. Das, was da mit ihm geschah, kannte er noch nicht und konnte es nicht einordnen. Niemand hatte ihn darauf vorbereitet. Er schaute auf seine einseitig verbeulte Hose und fluchte leise: "Hoho, was zum Bitterschimmelpilz soll das?" Flehend hielt er die Arme empor: "Waldgeist, hilf mir!"

Eine Antwort erhielt er noch nicht. Aber die Frauen hatten etwas gesagt und wollten etwas wissen. Verlegend und seine Hose in Form ziehend, antwortete er: "Om war eben im Baum und hat alles gesehen".
Prima das hatte er gerade noch geschafft. Es gab aber noch etwas zu erledigen. Omando wollte unbedingt baden, denn er stank, sogar für seine sensible robuste Nase. Ganz schnell brauchte er das kalte Wasser und sprang hinein.
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Pero » Montag 27. Mai 2013, 13:20

Es brachte Pero inneren Frieden, als er in seinem Buch las. Alles um ihn herum war ruhig, nachdem dieser Waldläufer endlich mit seinem stinkenden Kraut weg war. Er hörte nur das Rauschen der Blätter, das Singen der Vögel und die Sonne wärmte langsam die Luft auf. Es war einfach ein göttlicher Tag.
Natürlich bemerkte er den abgebrochenen Zwerg, als sich dieser ihm näherte. Aber wie zum Trotz blickte er nicht auf, in der Hoffnung er würde ihn einfach in Ruhe lassen. Doch dies war wohl zu viel verlangt. Die zuvor so herrlich frische Luft, trübte sich ein und es blieb ein leicht abgestandener Geruch von Alkohol, Schweiß und etwas Undefinierbarem. Als er schließlich aufblickte stand der Zwerg genau vor ihm, Aug in Aug sahen sie sich an. Und dann passierte etwas Unvorhergesehenes. Der Name seines Gottes wurde genannt: Kathâr! Peros Miene hellte sich mit einem Schlag auf und die Welt war wieder in Ordnung. Natürlich wusste er, dass die Zwerge Kathâr anbeteten, schließlich war er belesen, aber es kam einfach zu überraschend.

"Seid gegrüßt beim Kathâr!", Pero ließ den Namen seines Gottes auf der Zunge zergehen. "Es ist so schön endlich jemanden zu sehen, der die Größe und Weisheit Kathârs zu schätzen weiß! Mein Name ist Pero und ich komme aus White Hall, tief in den Bergen. Auch wir beten zu Kathâr und ehren ihn! Ihr müsst wissen, bei uns lebt sein Sohn." Die letzten Worte hatte er nur geflüstert, als hätte er Angst die Vögel könnten seine Worte davon tragen. "Und wie ist euer Name?" Natürlich kannte er den Namen des Zwerges, der sich erst zwei Tage zuvor die Haut versengt hatte. Und in dem Moment wusste er auch den dritten Geruch einzuordnen. Er stank nach verbrannter Haut. Dies schmälerte jedoch nicht den Wert des gerade hinzugewonnenen Freundes!
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Grabul En´Ogrim » Dienstag 28. Mai 2013, 06:36

Er war wie vom Donner getroffen. Dieser Mensch betete zu Kathâr?! Seine Knie wurden etwas weich. Sehnsuchtsvolle Heimatgefühle überwältigten den Zwergen, schlugen wie eine überdimensional große Welle über ihm zusammen und er wurde davon im ersten Moment umgehaun. Doch schnell wurde die Information verarbeitet und er grinste den Fremden selig an.
"Ich bin Grabul, ehemals Meisterschmied für Rüstungen aus dem Gormatagebirge. Ich habe noch nie von Menschenkindern gehört, die den dunklen Gott verehren. Die beten doch immer nur die Göttin an. Und was ist das mit dem Sohn?"
Immer weitere Fragen eröffneten sich in Grabuls Kopf. Von einem White Hall hatte er auch noch nichts gehört. Entsprach das eigentlich alles der Wahrheit? Wie paarte sich eigentlich ein Gott? Grabul nahm Bilder wahr, die schon gotteslästerlich waren. Schnell schüttelte er sich. Vielleicht paarten sich Götter ja auch nicht und sie erschufen ihn einfach. Das war Grabul die angenehmste Variation.
"Wie sieht er denn aus und wie ist das Leben bei euch mit einem wahrhaften Gott?"
Denn dies musste er ja dann sein. Grabul rückte näher an Pero heran. Gab ihm seitlich einen leichten Schubs und setzte sich neben ihn, in erwartungsvoller Erregung über das, was der Mensch gleich erzählen würde.
Zuletzt geändert von Grabul En´Ogrim am Donnerstag 30. Mai 2013, 07:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Ayla » Dienstag 28. Mai 2013, 06:54

Kavita gefiel ihr immer mehr mit ihrem Humor. Solch spitze Bemerkungen zur richtigen Zeit, zeugte von einem hellen Verstand. Ayla konnte sich einen kleinen Lacher nicht verkneifen.
Der arme Kerl war sichtlich verwirrt und auch 'angetan' von ihnen. Geschockt blickte er an sich herunter zu seiner ausgeweiteten Mitte. Es war zu urkomisch. Dann sprang er blitzschnell an ihnen vorbei direkt ins eiskalte Wasser. Jetzt erst drangen die gesagten Worte seinerseits in Aylas Kopf.
"Om war eben im Baum und hat alles gesehen??!!"
Entsetzt sah sie zu Kavita. Ihre Augen weiteten sich.
"Was soll das heißen?! Saß er die ganze Zeit da oben und hat sich uns seelenruhig angeschaut?!"
Aus Aylas Gesicht wich sämtliche Farbe. War dieser Om ein Spanner?! Wut kroch herauf und bekam die Geweihte fest in seinen Griff. Wäre der Waldläufer noch in ihrer Nähe gewesen, hätte er sich mit Sicherheit eine eingefangen von Ayla. Was dies betraf war sie sehr leidenschaftlich, schon immer gewesen. Freismer konnte davon ein Liedchen singen und so manche blaue Stellen danach vorweisen.
So stampfte sie näher an den Tümpel heran, zerrte Kavita im Tuch mit sich und postierte sich in voller Größe auf.
"WAS SOLL DAS HEIßEN, du hast ALLES gesehen?!"
Die Geweihte funkelte ihn an. Solche Typen kannte sie noch recht gut, die einen beglotzten und dann auf ehrenwerten Helden machten, um noch Ruhm und Dank zu ernten. MIt dem hier war sie jedenfalls fertig.
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Kavita » Dienstag 28. Mai 2013, 20:24

Himmel, was war denn mit dem los? Omando stotterte nur noch wirres Zeug vor sich hin und an seiner Hose zeigten sich plötzlich mysteriöse Beulen. Fast sofort wandte Kavi den Kopf ab und starrte angestrengt seitwärts. Besonders bewandert war sie in Mann/Frau Dingen nicht, aber was das bedeutete, wusste wohl jeder und es war ihr ziemlich unangenehm, sodass sie gleich mal rot anlief. Nichtmal baden konnte man, ohne dass dieser Typ Hintergedanken bekam! Gerade eben hatte sie ihn noch nett gefunden, und jetzt das! Es war so unsagbar peinlich für sie alle! In dieser Sekunde konnte sie den Männerhass der Amazonen ziemlich gut verstehen. Sie dachten hier nichts böses und brauchten Hilfe und dieser Typ… ! Also wirklich!

„Ngngr, Ayla, mach was! Was ist das denn?!“, nuschelte sie der Geweihten zu. Naja, eigentlich wollte sie es so genau gar nicht wissen. Sie konnte nicht verstehen, wie Ayla so gelassen bleiben konnte. Es machte fast den Anschein, als würde sie sich amüsieren.
Dann stürzte Omando sich ins Wasser. Ja, das war wohl auch das Beste, dachte Kavi erleichtert, und wollte sich gerade entfernen, als Ayla nun doch noch loslegte.

Kavi klappte bei ihren Worten der Mund auf. Daran hatte sie gar nicht gedacht. Nein, das hätte er nicht gewagt! Oder doch? Was war mit dieser Gruppe los? Erst Korgal, jetzt der da? Im nächsten Moment wurde sie schon von dem Tuch mitgerissen, denn Ayla marschierte auf den Tümpel zu, um Omando ordentlich anzumachen. Oha, die hatte Feuer! Das hatte Kavi gar nicht erwartet, aber umso besser. Sie blieb schräg hinter Ayla stehen und ließ sie erstmal ausreden.
„Tja, ich würde auch mal gerne wissen, was du damit meinst.“, fügte sie dann pikiert hinzu und warf ihm einen abschätzenden Blick zu. Hatte er oder hatte er nicht? Noch glaubte sie an seinen guten Kern!
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Omando » Dienstag 28. Mai 2013, 20:35

Nicht prima! Mit diesen unguten Worten im Ohr war Omando ins Wasser gesprungen. Nur den Rucksack, den Gürtel mitsamt den befestigten Kräuterbeutelchen und seine Schuhe hatte Omando am Ufer zurückgelassen. Seine Kleidung behielt er praktischerweise an. Als er wieder auftauchte standen plötzlich die Geweihte und die Zauberin da. Beide Frauen fragten gar nicht freundlich genau darüber nach, worauf die Worte ‚Nicht prima‘ mehr als nur passten. Das hast du nun davon. Du mit deinen kurzen, abgehackten Sätzen. Totales Wortschlamassel. Jetzt erklär das mal und zwar fix!, tönte Ton.

Om kratzte sich am Kopf. Errötend, leicht verlegen und stotternd, schossen die Worte heraus: "Nnnnein und nö, nicht so wie ihr denkt. Ich sah diese Jouren, die mit Kleidern unterm Arm unter mir vorbei flitzte. Da war Om auf dem Baum und etwa auf halber Strecke von hier. Dann kam die berittene Amazone, die die Kleider wollte. Die die 'Die-mit-den-donnernden-Worten' aber rannte wieder los quer in den Wald und die Amazone hinterher. So kombinierte Om, dass ihr Hilfe brauchtet."

Er klatschte mit den Händen aufs Wasser und holte lautstark Luft, wankte leicht, denn er hatte die Sätze ohne zu atmen ganz schnell herunter gespult.
Boah, das war aber jetzt ein Wortverbrauch, der sonst für einen oder gar zwei Monate ausreichte. Zufrieden, du Ton? Na ja, schon besser.
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Ayla » Mittwoch 29. Mai 2013, 07:36

Ayla beäugte den jungen Mann sehr skeptisch mit zusammengekniffenen Augen. Langsam drangen seine Worte in ihren Verstand und sie entschärften die Wut nach und nach und die Geweihte entspannte sich zunehmend. Natürlich verband sie sein Gesagtes mit dem gesamten Erscheinungsbild und er wirkte alles andere als abgebrüht. Seine stammelnden Worte, sein hochroter Kopf und fahrige Körperhaltung ließen eher darauf schließen, dass er noch nicht sehr viel Kontakt mit Frauen bisher hatte, aber sein Körper nun darauf drängte, was ganz normal war. Ayla richtete sich wieder auf und lächelte ihm aufmunternd zu.
"Also gut, ich will dir glauben."
Die Geweihte streckte ihm ihre Hand entgegen, um ihm beim hinausklettern behilflich zu sein und als Wiedergutmachungsgeste. Der Waldmann ergriff sie auch und Ayla zog ihn mit seiner Hilfe fast bis ganz hinaus, um ihm dann laut lachend einen Schubs zu geben und zurück ins Wasser zu befördern.
Ayla lachte, als er wieder auftauchte und erwiderte in freundlichem Ton.
"Entschuldige es war zu verlockend. Lass dir das eine Warnung sein, Frauen können durchaus auch anders. Na komm, jetzt helfe ich dir wirklich hinaus..ganz ohne Tricks."
Sie reichte ihm erneut ihre Hand und war gespannt, ob er ihr erneut vertraute. Sie zeigte Om ihr vertrauensseligstes Lächeln.
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Jouren » Mittwoch 29. Mai 2013, 09:00

Tatsächlich war es so, wie sie vermutet hatte, Foxane kam auf ihrem Tier in den Bäumen nicht nach. Natürlich war an der Mine Schluß, dass war Jouren klar. Was sie nur irritierte war Foxanes Blick. Er sagte ihr ganz deutlich "Du hast einen Fehler gemacht!". Sie kannte solche Blicke von ihrer Mutter. Foxanes Gesicht verzog sich nun zu der Fratze ihrer Mutter und sie hörte ihre Stimme "Wo kommst du her, du Ausgeburt eines stinkenden Sakussi"? Jouren blieb ausdruckslos vor Foxane stehen und reichte ihr die Sachen, dann drehte sie sofort ab und ließ Foxane wortlos stehen. Ein Schwall von Gefühlen übermannten sie und machte sie fast ohnmächtig. Sie tat so als würde sie in die Mine gehen, aber im letzten Moment ging sie am Höhleneingang rechts vorbei, so dass es niemand sehen konnte. Sie drängte sich durchs Unterholz am Fels entlang und suchte eine geeignete Stelle zum Hochklettern. Es dauerte ein bisschen, dann fand sie eine und dort kletterte sie dann hinauf, so hoch wie es das Gelände zuließ. Der Ausblick von hier oben war einfach traumhaft, aber das sah Jouren gar nicht. In ihren Augen standen die Tränen, die in dicken Tropfen herabfielen, als sie blinzelte. Ganz leise begann sie ein Lied zu singen, dass die Alten früher im Clan oft gesungen haben.
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Pero » Mittwoch 29. Mai 2013, 09:31

Das Buch war plötzlich unwichtig und Pero legte es einfach unbeachtet neben sich. "Oh ein Meisterschmied! Es ist mir eine Ehre. Ich habe schon von euren legendären Arbeiten gehört, nur leider noch nie welche gesehen. Bei uns gibt es auch Schmiede, aber sicherlich kann es niemand mit euch aufnehmen.
Yazre, unsere Herrin und Mutter des Halbgottes Brando-Rân, hat uns auf White Hall ein sicheres zu Hause geschaffen. Kathâr hat sie auserwählt, musst du wissen! Er pflanzte ihr den Samen der Göttlichkeit ein und nur kurze Zeit später gebar sie seinen Sohn. Er ist wahrhaftig ein Halbgott. Innerhalb eines Jahres wuchs er so schnell heran, wie andere Kinder in sechs Jahren. Niemand ist so klug wie er. Er weiß alles, er sieht dir in die Augen und du bist ein offenes Buch. Er ist gütig und furcherregend zugleich."
Pero merkte wie er ins Schwärmen geriet und wechselte lieber das Thema. "White Hall ist eine alte Festung im Drakan Gebirge, die wir zu neuem Leben erweckt haben. Sie ist uneinnehmbar. Als wir von dem Schicksal der Menschen und natürlich auch Zwerge im Tal erfuhren, schickte mich meine Herrin aus, um die letzten Überlebenden in Sicherheit zu holen. Aber nun ja, was soll ich sagen. Ich kann ihnen ja schlecht von Kathâr erzählen. Jeder Mensch würde mich steinigen. Sie verstehen das einfach nicht!" Pero machte eine Geste der Hilflosigkeit. "Aber sag... was ist mit den Zwergen passiert? Und den Zwergenhöhlen?

Pero kam von einer Sekunde auf die nächste die Erleuchtung. Warum war seine Herrin nur nicht darauf gekommen? Die Zwerge waren der Schlüssel! Sie beteten auch zu Kathâr, verehrten ihn, liebten ihn. Warum nicht die Zwerge mit ins Boot holen. Sie hatten Zûl schon einmal gefangenen genommen. Der Kreis schloss sich und Pero musste kurz lächeln. Das war der Grund warum Kathâr ihn auf diese Gruppe hatte stoßen lassen! Dieser kleine stinkende Zwerg. Wer hätte das gedacht...
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Foxane » Mittwoch 29. Mai 2013, 19:00

Wie Jouren so vor ihr stand, nichts sagte und keinerlei Mimik zeigen wollte, entdeckte Foxane doch und nur ganz kurz zwei Gesichtszuckungen. Ein tief trauriger Zucker sowie zugleich ein trotzig wütender Ausdruck. Dieser nur Millisekunden dauernde Ausdruck, erschreckte Foxane und sie wäre fast schwach geworden. Sie fühlte plötzlich das Bedürfnis die Kleine in den Arm zu nehmen. Aber daraus wurde nichts, denn Jouren gab ihr dazu keine Zeit. Sie drückte ihr die Kleidungsstücke in den Arm und lief wie vom Gorsak getreten davon.

Foxane ließ sie aber nicht wortlos davon flitzen. Kurz und laut genug, dass Jouren es nicht überhören konnte, rief sie ihr nach: "Darüber reden wird noch. Ob ich die Fackeln mit dir baue, wer weiß? Wir sehen uns später."

Wirklich besser fühlte die Amazone sich nicht. Gerne hätte sie Jouren zur Seite genommen und ihr Dieses und Jenes erklärt oder ihr einfach nur zugehört. So stand sie jetzt da und schrie ihr hinterher. Foxane schüttelte betrübt den Kopf. Frau muss der Kleinen klar machen, welche Gefahren sie sich selbst und die beiden anderen ausgesetzt hatte. Aber das musste wohl warten. Soll Jouren nur motzen und lang genug nachdenken. Vielleicht ging ihr ja ein Licht dabei auf. Wenn nicht, Foxane würde sie auf jeden Fall suchen! Sie verstaute schnell die Kleidungsstücke, schwang sich auf Gorsi und preschte los zur Quelle.
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Omando » Mittwoch 29. Mai 2013, 20:44

Noch ganz schwindelig vom vielen Sprechen, grinste Omando übers ganze Gesicht. Sie glaubt mir! Uff, das war knapp. Und ihr Lächeln war so bezaubernd. Om versuchte ebenso lieblich zu lächeln. Er musste es richtig gemacht haben, denn es wirkte. Die Maid reichte ihm die Hand. Immer noch lächelnd legte er seine Hand in die ihre. Boah, was für ein tolles Gefühl. Ihre Hand war so winzig zart und doch hatte sie genau den richtigen Druck. Eine Maid, die zupacken kann. Das gefiel Om. Auch schaute er diesmal nur in die Gesichter der Frauen. Der andere bös drängende Kerl wollte tiefer schauen, aber das ließ Omando nicht zu! Schau dir diese Gesichter an. So bezaubernd und hübsch. Da will Om nichts anderes …. nimmermehr.

Glückselig vor Freude summte es in seinem Kopf: Sie mag mich, mag mich, mag …. SIE mag Om! Beim letzten ‚Sie-mag-mich‘ aber glitt die Hand der Geweihten aus seiner. Er plumpste zurück ins Wasser. Etwas irritiert tauchte er wieder auf und blickte nur in ihr lachendes Gesicht. Boah, diese grünen Augen! Jetzt war Om nicht mehr zu halten. Vor lauter Freude, dass Ayla ‚Die-mit-den-waldgrünen-Augen‘ mit ihm scherzte, sprang er übermütig immer wieder auf und ab. Das Wasser spritzte nur so nach allen Seiten. Dabei lachte er lauthals. Erschrocken über sein eigenes Lachen, hielt er die Hand vor den Mund. Beim Waldgeist. Wie lange drang aus dieser Kehle kein Lacher mehr? Zu lange, wenn man darüber erschreckt, tönte Ton.

Dann wurde er von ihrer Hand förmlich an- und mitgezogen. So elegant wie möglich stieg er aus dem Wasser. Frauen können auch anders sein! Ja und wie sie recht hatte. Sie fand ihn verlockend? Boah, so nahe stand Omando noch bei keiner Frau. Er empfand es als nicht schicklich, denn Frauen können ja auch anders. Schnell entfernte er sich einige Nims von den Maids. So zirka drei Schritte. Er bedankte sich, grinste über alle Backen und tönte: "Mmmuss mich mal entwässern hinter dem Busch da." Er zeigte auf den Dornbusch und ging langsam darauf zu. Ton schrie wie wild: Oh Mann! Stell das mit dem Entwässern sofort richtig, sonst hagelt es wieder. Schnell drehte Omando sich zu den Maids um: "Äähm, ich meinte meine Kleider entwässern, äähm ausdrücken und so. Bin gleich wieder da!" …..und verschwand hinterm Busch
Bäume, Pflanzen und Getier.
Solang sie da sind, bleib ich hier.
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Grabul En´Ogrim » Donnerstag 30. Mai 2013, 08:14

Grabuls Brust schwoll an bei des Menschleins Lobrede und Hochachtung seiner Schmiedekunst. Auch den Rest des Gesagten saugte er in sich auf. Ein Halbgott also und der Gott selbst hatte ihn ihr eingepflanzt. Wie eigentlich? Selbige Bilder erschienen sogleich und der Schmied drängte sie ebenfalls zurück. Kathâr war ein dunkler Gott, ein Gott des Kampfes und des Feuers und sicher würde er niemals sich solch einer Schweinerei hingeben. Darüber war er erhaben!
Im Drakangebirgszug also lebten sie und der Halbgott unter ihnen. Grabul selbst war noch nie dort gewesen. Expeditionen gab es natürlich dorthin, aber an eine Burg erinnerte er sich nicht. Was jedoch nicht weiter verwunderlich gewesen war. Den Schmied interssierte nachhaltig nur Informationen über mögliche Funde von Erzminen oder Edelmetallen, Edelsteinen etc.
Grabul brummte zustimmend bei der Erwähnung der Göttin und der Menschen Leidenschaft zu derer.
"So manch Langbeiniger reagiert verhalten, wenn sie hören, dass ich den dunklen Gott verehre, obwohl dies nun wirklich allseits bekannt ist. Von einem Menschen mit dem richtig wirklich wahren Glauben habe ich noch nie gehört. Ich will mir gar nicht ausmalen, wie die Reaktion deinesgleichen ausfällt."
Der Schmied lachte in seinen Bart hinein.
"Und die Zwerge..." Grabuls Schultern zuckten kurz nach oben "..viele von uns zogen aus, um sich erneut den widerwärtigen Geschöpfen Zûls entgegen zu werfen und sie vernichtend zu schlagen. Unser König rief keine Armee aus, es beruhte auf freiwilliger Basis. Ich schloss mich ihnen an und kämpfte wahrlich tapfer, viele starben unter meiner Waffe."
Was natürlich durchweg gelogen war. Grabul hatte nicht einen von ihnen getötet, aber das konnte er ja schließlich nicht erzählen!
"Doch dann streckte mich eine Übermacht nieder. Ich verlor für unbestimmte Zeit die Besinnung und wachte in einem See voller Toten und Blut auf. Niemand der Meinen war noch da, entweder abgeschlachtet oder weiter gezogen. Ich fand niemand mehr."
Auch dies war eine glatte Lüge. Bei der ersten Schlacht war der Schmied panisch dovongelaufen, gegen einen tiefhängenden Ast gerannt und beim Stolpern einen Abhnag hinuntergerutscht mitten in ein dorniges Gestrüpp. Dort hatte er tatsächlich die Besinnung verloren.
"Ich wollte zurück zu den Zwergenhöhlen, um dort dem König zu berichten. Aber der Eingang war verschüttet von Steinmassen. Ich versuchte mich durchzuarbeiten. Es war unmöglich"
Grabuls Stimme wurde leiser. Er sah noch immer überdeutlich das Bild.
"Ich glaube Kathâr, wollte seine Kinder so schützen und ließ das Gebirge erzittern und den Zugang einstürzen. Es muß eine gewaltige Macht dahinter gesteckt haben unmöglich von sterblicher oder untoter Hand herbeigeführt."
Schwermütiger Glanz überzog seine Augen.
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