Die Erzmine [Verbotenen Tal]

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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Foxane » Sonntag 2. Juni 2013, 10:22

So schnell es der Waldweg und die Gegebenheiten zuließen, trieb Foxane den Gorsak an. Bei der Verfolgung von Jouren bemerkte sie schon, dass der Gorsak noch mehr an Tempo vertragen konnte. Als eine lange Gerade vor ihnen lag, spornte sie das Tier bis fast zur Höchstgeschwindigkeit an. Einige Minuten dauerte dieser herrliche Rausch des Tempos. Egal, ob Äste ihren Körper streiften oder schmerzhaft peitschten, dieses vertraute Gefühl tat mehr als gut.

Die letzte Teilstrecke vor der Quelle war kurvenreich. Gorsi verfiel sofort beim ersten Druck von Foxane in den Trab. Vor der letzten Biegung rief sie: "Ich bin es!" ....und preschte um die Biegung. Ayla und Kavita waren in ein Leinentuch gewickelt. Der Anblick war komisch aber ziemlich witzig. Wie zwei dünne Würstchen in Teig gedreht. Foxane wollte gerade fragen, da wurde sie von einem Geräusch abgelenkt. Seitlich von ihr bewegte sich etwas im Busch. Aber ein Blick zu den grinsenden Frauen genügte, um das Schwert wieder in die Scheide gleiten zu lassen. Sie spielte mit auch wenn sie nicht wusste, was genau hier ablief.
Zwinkernd zu den Frauen fragte sie kampfeslustig: "Wer auch immer da raschelt, zeige sich sofort, sonst spüre er Stahl!" Zuerst waren nur kupferfarbene Strähnen zu erkennen, dann schnellten der Kopf und ein durchnässter Körper hoch. Der Waldläufer. Was war hier bloß gelaufen? fragte sich Foxane. Ayla und Kavita nackt aber eingewickelt sowie anscheinend in bester Laune.

Die Amazone stieg ab und breitete die Kleidungsstücke auf einen großen Stein aus. "Habt ihr euch mit dem Mannswesen da gut amüsiert?" Die Vorstellung, dass die drei etwa mehr als nur Spaß hatten, war mehr als absurd. Oder? Foxane wollte so schnell wie möglich zurück zur Mine.
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Pero » Montag 3. Juni 2013, 09:42

"Der Eingang verschüttet...", brummelte Pero gedankenverloren vor sich hin. Das machte ihm natürlich einen Strich durch die Rechnung. Wäre ja auch zu gnädig von Kathâr gewesen, wenn ab nun alles einfach verlaufen wäre. Das was der Zwerg sagte, machte Sinn. Ganz bestimmt hatte Kathâr seine Kinder schützen wollen, aber wenn er das getan hat, dann würde es doch ganz bestimmt eine Möglichkeit geben in die Höhlen zu kommen. Auch Zwerge musste von irgendetwas leben. Irgendwann würden ihre Vorräte zuneige gehen. Oder? "Aber das ist ja schrecklich! Man muss sie dort raus holen. Irgendwann gehen doch ihre Vorräte zuneige. Hast du alle Möglichkeiten versucht hinein zu kommen? Vielleicht gibts einen Hinterweg, den keiner kennt?"

Peros Kopf rauchte und er erklärte es zu seinem ganz eigenen Problem. Er musste die Zwerge retten. Nicht auszudenken wie dankbar sie wären und dann könnte man ihm doch keinen Wunsch abschlagen oder? Sie hätten eine riesige Armee von Zwergen hinten sich zum Schutze Brando-Râns. Epische Bilder stiegen vor Peros geistigem Auge auf, begleitet von dramtatischer Musik und er selbst an der Seite des Halbgottes in goldener Kleidung. Er seufzte leise.

"Was für ein unglaublicher Gott. Ich meine welche Heldentaten hört man schon von der Göttin? Nein sie ist ein egozentrisches Weib, dass unseren Herrn einfach in den Abgrund stieß. Aber die Zeiten haben sich geändert, nun muss nur noch Zûl ins eine Schranken verwiesen werden und alles wird sich zum Guten wenden. Wenn man die Menschen doch nur überzeugen könnte..." Ein melancholischer Ausdruck blieb auf Peros Gesicht zurück und er sah den Zwerg an. Warum Kathâr wohl so unperfektes Leben geschaffen hatte? An diesen Zwergen gab es rein gar nichts Schönes.
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Kavita » Samstag 8. Juni 2013, 08:47

Glücklicherweise konnte Om die Zweifel an seinem Charakter doch umfassend ausräumen, was Kavita wirklich erleichterte. Irgendwie waren sie alle aufeinander angewiesen, da konnten sie keinen Spanner gebrauchen. Auch Ayla schien ihm zu glauben, aber nicht zu verzeihen, ohne nochmal deutlich zu machen, dass er sich nicht mit ihnen anlegen sollte. Kavi musste loslachen, als sie den armen Om wieder ins Wasser schubste, aber sie fand das auch ganz schön clever von der Geweihten. Es war ein Scherz, aber trotzdem lag eine Warnung darin. Der junge Kerl schien auch nicht eingeschnappt zu sein, sondern lachte fröhlich mit, was Kavi wiederum zum Kreischen veranlasste. Schnell wollte sie rückwärts, aber sie blieb mit dem Leinentuch an Ayla hängen. Jetzt waren sie gerade angetrocknet und schon bekamen sie es wieder ab. Resigniert seufzte sie, aber sie sagte nichts, letztlich war es ja nur Wasser und wenigstens waren sie guter Laune.
Über Oms gestammelte Worte, nachdem er es aus dem Wasser geschafft hatte, musste sie wieder kichern.
„Das ist ja einer!“, flüsterte sie Ayla zu und zog sie dann wieder ein Stück vom Wasser weg in die Sonne, sodass sie auch ein bisschen windgeschützter stehen konnten. Sie wollte gerade sagen, dass sie hoffte, dass Foxane bald zurück kam, als sie schon Gorsakschritte hörte.
Wie die strahlende Retterin erschien die Amazone mit ihren Kleidern! Sie legte alles auf einen Stein, aber vorher drückte sie Omando noch einen rein. Der arme bekam es heute aber auch wirklich ab.
„Ja, unglaublich.“, antwortete sie Foxane und sie und Ayla bewegten sich Richtung Kleidung. „Vielen Dank, Foxane! Wo ist Jouren?“, fragte sie weiter und in Richtung Omando rief sie:
„So, Omando, umdrehen, wir wollen uns anziehen!“ Foxane würde schon dafür sorgen, dass der junge Mann sich benahm.
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Ayla » Samstag 8. Juni 2013, 12:21

Und wie sie sich amüsiert hatten mit diesem Mannswesen! Vielleicht nur etwas anderes als es der ganz feine Unterton der Amazone vermuten ließ, aber Ayla würde sie mit Sicherheit nicht aufklären. Endlich war die Kleidung wieder da. Die Zauberin zog sich auch gleich an. Ayla wartete geduldig bis sie das Tuch ganz für sich allein beanspruchen konnte und wickelte es dann unter ihren Achseln fest, nahm ihre vor Dreck strotzende Kleider und begab sich zum Tümpel.
"Es tut mir leid, aber die zieh ich nicht nochmal ungewaschen über. Ich brauche noch etwas Zeit."
Ayla zerrieb erneut etwas Seifenkraut auf dem Stein, wobei sie darauf achtete nur die oberen Triebe und Blätter von der Pflanze zu nehmen, damit sie weiter wachsen konnte und sie nutzen. Dann steckte sie zunächst das eine Kleid unter Wasser, dann das andere. Nun wurden beide regelrecht eingeschäumt und gegenseitig gerubbelt. Es hatte schon etwas befreiendes, so wie es die Geweihte anging. Irgendwann war sie zufrieden und breitete beide kurz über einem Baum aus. So wie die Sone brannte, würden sie bald halbtrocken sein und Ayla konnte eins überziehen.
"Wie hast du eigentlich diese kleine Diebin erwischt? Hat sie die Sachen freiwillig herausgerückt?"
Die Geweihte lächelte Foxane neugierig an. Vermutlich würde sie nun im Schutz der Gruppe ganz neue Züge von Jouren kennenlernen. Sie hoffte sehr, daß sich ihre Angst und Abscheu bald bei dem Mädchen legen würde. Ihr Blick fiel unweigerlich kurz auf Om. Ob er dazu beitragen würde? Aber der war so unbeholfen und tolpatschig, vermutlich wird es zwischen ihnen mehr Missverständnisse geben.
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Foxane » Samstag 8. Juni 2013, 17:24

Die entspannte Stimmung hielt an. Es wurde gelacht und Kleider gewaschen. Foxane erzählte den Frauen von der Verfolgungsjagd mit Jouren. Dass sie sich an der Mine beleidigt verkrümelt hatte und dass sie von ihr wohl noch so einige Überraschungen zu erwarten hatten. Dieser Omando werkelte hinter dem Busch an und in seinen Sachen herum. Er war schlau genug vorerst nur seinen Rücken zu zeigen.

Foxane wartete bis Ayla in ihre halbtrockenen Kleider schlüpfte und das Wasser wieder klar wurde. Dann füllte sie alle Wasserschläuche voll, belud den Gorsak und verschnürte alles. "Lasst uns los zur Mine ziehen. Oder habt ihr noch etwas vor? Dort wartet Arbeit oder anderes auf uns." Sie erzählte von den leeren Bierfässern, die als Wasservorräte dienen würden. Also stand jetzt schon fest, dass sie und Gorsi heute den Quellenweg mehrmals erleben durften.

Da fiel ihr das Fackelbauen ein. Zu Kavita sagte sie, dass sie heute dafür keine Zeit haben würde. Sie schlug ihr vor, alleine mit Jouren das Fackelmachen zu versuchen. Erklärend schob sie noch nach, dass eine Jüngere im Moment bessere Karten bei dem sturen Wildfang hatte. "Und meine Geduld mit diesem Mädchen ist für heute verbraucht."
Foxane wandte sich zum Waldläufer, der jetzt verlegen grinsend neben dem Busch stand und polterte: "Du hälst mindestens vier Gorsaklängen Abstand und bleibst hinter uns."
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Omando » Montag 10. Juni 2013, 13:00

Da die Maids nichts mehr sagten als er hinterm Busch verschwand, musste Omando alles richtig gemacht haben. Ja, er war clever. Er überprüfte, ob der Busch auch blickdicht war. Ja, er war es! So zog er fix seine nassen Sachen aus, drückte sie aus und legte sie über die Buschzweige. Fast nackt wühlte er im kleinen Beutel nach bestimmten Kräutern, fand sie und rieb sich damit den Oberkörper ein. Es war eine seltene Art von Blütenblättern, die leicht ölhaltig waren und einen dezent herben Duft auf der Haut hinterließen. Om wird danach herrlich und männlich riechen.
Als er in die noch feuchte Hose schlüpfte, spürte er leichte Vibrationen unter seinen Füßen. Er lauschte und zählte leise: "Eins, zwei.....eins, zwei, drei..... usw.……und ihm war klar, dass es ein berittenes Tier sein musste. Gorsak mit Amazone, kombinierte Om scharf und exakt. Kurz darauf wurde das Trampeln stärker und die Amazone gab sich zu erkennen. Omando kicherte, er war immer noch beim Anziehen. Nasse Klamotten schnell anzuziehen war nicht leicht. Schon gar nicht, wenn man dabei beschimpft und bedroht wurde. Also zeigte Om der Amazone kurz seinen Kopf und diese hielt Ruhe. "Ach Ton, mit den Menschen ist’s wie mit den Tieren. Sind keine da, dann ist’s öde. Sind zu viele da, dann wird’s etwas stressig."

Fertig in voller Waldbekleidung lugte er um die Ecke, drehte sich aber gleich wieder um. Die Maids waren noch beim Anziehen. Gespannt lauschte Om der Amazone und was diese über Jouren berichtete. Ha, da haben wir es: Die donnert nicht nur mit dem Mund, sondern auch mit ihren Flitzegebeinen. Er kicherte leise und amüsierte sich darüber derart und wohl zu laut. Denn als er endlich eine 180-Grad-Drehung wagte, stand die Amazone vor ihm. Ein freundlicher Blick sah anders aus. Aber was sie ihm auftrug, versöhnte ihn sogleich. Sie will, dass ich die Maids von hinten absichere. Hast du das gehört, Ton? Om beschützt die Frauen! Ja, das gefällt mir.
Eifrig befestigte er den Gürtel mit allen Beutelchen am Körper und verschnürte es extra stark. Er schulterte den Kurzbogen, überprüfte den Sitz sowie die Griffigkeit seines Messers. Alles war an seinem Platz. Om war einsatzbereit und zeigte dies auch den Frauen. Laut zählend ging er rückwärts: "Eins, zwei, drei, vier, fünf……". Er nahm eine straffe Haltung ein und rief: "Bin bereit!"
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Freismer » Dienstag 11. Juni 2013, 21:10

Korgal war es, der Freismer auf einige gute Ideen wegen dem Tisch brachte. Ihr Gespräch vertiefte sich noch und sie besprachen ihre Situation. Sie beide waren sich eigentlich einig, dass sie nicht nur hier sitzen konnten und Däumchen drehen. Natürlich würden sie sich hier einrichten müssen und ein neues zu Hause aufbauen, aber ebenso durften sie die Welt dort draußen nicht vergessen, das Grauen. Wenn sie nicht Acht gaben, würde es sie einholen. Und vielleicht gab es noch mehr Überlebende. Freismer spürte Korgals innere Unruhe und er ahnte schon vorher was kommen würde. Und es dauerte nicht lange, dass Korgal sich anbot das Tal ausreichend zu erkunden und er bat Kendra mitnehmen zu dürfen. Freismer war froh, dass er sie wählte, die beiden hatten sich bestimmt viel zu erzählen. Es würde das Band stärken und Kendra sicherlich sehr viel bedeuten. Auch wenn es gefährlich war ohne die beiden erfahrenen Krieger, stimmte Freismer ihm zu. Korgal war schon mit Packen beschäftigt, als Freismer vor die Höhle trat. Der Zwerg und dieser Pero saßen zusammen wie die besten Freunde. Freismer traute seinen Augen kaum. Es gab in ihrer Gruppe wohl keine die unterschiedlicher waren als die zwei und sie unterhielten sich angeregt, wie zwei alte Freunde. Freismer zog nur verwundert die Augenbraue nach oben, als er schon die Frauen hörte. Er winkte ihnen zu und freute sich Ayla wieder zu sehen. Sie sah in diesem Morgenlicht einfach wunderschön aus. Das Kleid hing noch schwer an ihr, da es wohl noch feucht war. Er ging ein paar Schritte auf sie zu. Er sah Jouren nirgendwo.
Wenn zwei Falken auf einem Baum sitzen und ein Schwarm Wildenten fliegt vorbei, dann sagt auch nicht ein Falke zum andern: "Schau, da fliegt die Mehrheit, das muss der richtige Weg sein, schließen wir uns an!" Sie werden weiterhin als Falken dem Weg der Falken folgen.

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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Foxane » Mittwoch 19. Juni 2013, 14:18

Der Rückweg zur Mine kam Foxane diesmal sehr lang vor. Sie führte Gorsi am Zügel, denn das Tier war mit allen verfügbaren Wasserschläuchen beladen. Die Frauen unterhielten sich zwar eine Weile sehr angeregt, aber dann wurde es still. Nicht ganz, denn dieser Waldläufer, der hinter ihnen lief, schien Hummeln im Hintern und Quasselwasser geschluckt zu haben. Ständig flitzte er von einer zur anderen Seite und brabbelte etwas, zwar leise aber hörbar und somit störbar. Als er auch noch anfing zu summen, reichte es ihr. Sie drehte sich um: "Ich dachte Waldläufer seien leise und sanfte Menschen? Du gehörst eher zur Sorte der Poltergeister!" Seinen verdatterten Gesichtsausdruck ignorierend, ging Foxane weiter. Gleich darauf sahen sie schon die Mine und Freismer.

Vom fragenden Blick des Kriegers konnte sie es ablesen. Jouren! Bevor sich Ayla und er in die Arme fallen würden, vertieft in ein Gespräch verfielen oder sonst was anstellten, bemerkte sie kurz: "Jouren muss hier irgendwo sein. Sie rannte wie von der Tarantel gestochen weg. Eingeschnappt und dickköpfig wie immer. Ich gehe sie gleich suchen. Ayla und Kavita werden dir berichten."
Foxane seufzte leicht. Für einen Moment dachte sie, dass dieser Kelch an ihr vorüber gehen würde. Auf alles andere hatte sie mehr Lust als auf 'Trotzkopf-Jagd' zu gehen.

Sie band den Gorsak fest. Eigentlich brauchte sie das nicht, denn das Tier war mehr als anhänglich und treu geworden. Schnell lud sie die Wasserschläuche ab und legte sie ins Gras. Sollten die anderen sich darum kümmern. Bevor sie aber verschwand, zeigte sie auf die Fässer am Boden und informierte Freismer: "Die Fässer, die da herumliegen, werde ich nachher zur Quelle bringen, auf Dichtheit prüfen, füllen und so weiter." Mit dem Speer in der Hand wollte sie gerade los gehen, als ihr noch etwas einfiel: "Benutzen wir den Ruf des Waldkauzes für das Auffinden des Wildes....des Wildfangs? Ich bin für den Waldkauz!"

Irgendwie war die gute Stimmung zurückgekehrt. Warum? Weil es zur Jagd ging.
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Kavita » Freitag 28. Juni 2013, 11:07

Nachdem sie sich angezogen hatten, machten sie sich auf den Weg zurück zur Mine. Kavi dachte gerade, dass es ganz schön friedlich war, als Foxane Omando anblaffte. Sie musste sich ein Grinsen verkneifen und dann waren sie auch schon angekommen. Foxane erklärte zuerst, warum Jouren in ihrer Gruppe fehlte und wollte sich daran machen, sie zu suchen. Kavi tat das Mädchen leid – bestimmt hatte sie es nicht so gemeint und ihr kleiner Scherz war ein bisschen aus dem Ruder gelaufen. Dabei hatten sie doch die Fackeln bauen wollen. Eigentlich war Kavi auch immer noch fest entschlossen, Jouren dabei zu helfen, nur dazu müssten sie sie erstmal finden. Sie wollte das Mädchen nicht in einem schlechten Licht darstellen, aber sie wusste nicht, wie sie das anstellen sollte, wenn sie erzählte, dass Jouren ihre Kleider weggenommen hatte. Daher überließ sie es Ayla, zu erklären, was genau vorgefallen war. Dann allerdings fiel ihr noch etwas auf.

„Freismer, wo sind Korgal und die Kriegerin?“, fragte sie, da sie den Riesen nirgendwo erkennen konnte. Pero saß mit dem Zwerg herum und Kavi beäugte die beiden neugierig. Die schienen sich ja blendend zu verstehen. Dann ertönte Foxanes Stimme und sie sprach über die Fässer. Offenbar war die Amazone noch nicht losgezogen, um Jouren zu finden.

„Foxane!“, rief Kavi schnell und eilte auf sie zu.
„Kann ich mitkommen, wenn du Jouren suchst?“, fragte sie. „Wir wollten doch die Fackeln zusammen bauen. Sie hat’s bestimmt nicht böse gemeint.“
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Freismer » Sonntag 30. Juni 2013, 17:20

Bevor er auch nur fragen konnte, klärte ihn Foxane bereits auf. Jouren war weggelaufen? Er konnte sich einen leisen Stöhner nicht verkneifen. Das Mädchen eckte immer und überall an. Es gab bestimmt einen Grund warum sie das getan hatte, aber er wollte jetzt nicht danach fragen, weil Foxane auch gleich voller Tatkraft wieder losziehen wollte. Es ärgerte ihn ein wenig, dass die Gruppe nun wieder auseinander gerissen wurde, um auf die Suche nach Jouren zu gehen. Es gab hier noch genug zu tun und wusste schon wo sich die Kleine verstecken würde. Auf der anderen Seite machte er sich auch Sorgen. Korgal und Kendra waren zwar dort draußen unterwegs, aber das musste ja nichts heißen.

Er wandte sich an Kavita, die ihn nach den beiden Kriegern fragte. "Korgal und Kendra haben sich auf Erkundungstour gemacht. Korgal ist genauso unruhig wie ich und wollte die Gegend auskunschaften. Wir müssen einfach sichergehen, dass tiefer im Tal nicht noch ein Unheil auf uns lauert. Uns gegen alle Seiten zu sichern, würde schwer fallen. Ich bin dankbar, dass er diese Aufgabe übernommen hat.
Seid vorsichtig, wenn ihr nach Jouren sucht, nicht das sich noch einer verletzt. Im Notfall wird sie schon zurück kommen, wenn es dunkel wird, sie hat einen Dickkopf. Und ja, Waldkauz hört sich gut an. So machen wir es."


Die Fackeln, ja was wurde nun aus ihnen? Verließ er sich auf Jouren, stünden sie vielleicht später ganz ohne welche da. Da fiel ihm wieder ein, dass er den Zwerg um Draht gebeten hatte. Er drehte sich um uns sah zu den beiden. Bestimmt hatte er es vergessen. Er selbst musste nun notgedrungen bei der Mine bleiben. Etwas verstimmt wandte er sich wieder den Frauen zu.
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Foxane » Montag 8. Juli 2013, 17:08

......nicht, dass sich noch einer verletzt……, hallten die Worte von Freismer in ihren Ohren. Er hatte ja Recht und sie zeigte ihm den erhobenen Daumen. "Wir sehen uns gleich bzw. etwas später."

Foxane nickte zu Kavita und freute sich, dass die Zauberin sie begleitete. "Wie schon gesagt, das Fackelbauen würde ich lieber euch zwei jungen Frauen überlassen. Wenn wir Jouren finden, warte ich noch ab, in welchem Zustand sie ist. Dieses unberechenbare Ding. Was hältst du davon mit ihr zu plaudern? Vielleicht beim Fackelbauen oder so. Ihr seid altersmäßig nicht weit auseinander. Das klappt schon. Ich würde diesen Wildfang sonst nur übers Knie legen und ihr eine ordentliche Abreibung verpassen."
Sie schaute zwar ernst aber ein Grinsen konnte sie sich nicht verkneifen. Es klang einfach logisch. Die beiden würden zusammen etwas Positives erleben und ihr Werk später allen präsentieren.

Gar nicht weit von der Mine, ein paar Biegungen und schon hielt die Amazone inne. Sie meinte eine Melodie zu hören, mal leise, mal etwas lauter. "Da......., ruhig. Hörst du das?" Und schon bröckelte es vor ihnen und von oben. Klare Sache. Das war sie auf dem Berg. Die Amazone rief ziemlich monoton ohne jegliche Emotion. Das nennt man wohl Feindberuhigung.

"He Jouren. Kavita und ich sind hier. Ich gehe gleich zurück zur Mine, denn dort wartet viel Arbeit." Sie flüsterte zu Kavita: "Alles klar? Ich werde ganz langsam gehen." Sie klopfte leicht auf die Schulter der Zauberin.
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Jouren » Montag 8. Juli 2013, 19:31

Die Zeit verging und Jourens Tränen trockneten. Sie blinzelte mit den Lidern und rieb sich über die Augen. Das Weinen hatte ihre Augen ausgetrocknet und nun brannten sie. Erst jetzt offenbarte sich ihr die freie Sicht auf das Land, das nun ihre Heimat werden sollte. Alles lag dort in sattem Grün. Wie die Natur explodierte, wo endlich wieder die Sonne schien! Nur zu gut erinnerte sich Jouren an die Zeiten im Clan, wenn der Winter vorüber war und man alles im Winterlager zusammen raffte. Die Menschen waren guter Laune und einige sangen sogar. Die Kinder waren aufgeregt und hüpften ständig vor den Füßen der anderen umher. Ein jeder wusste was nun kam... ein warmer Sommer, mit Essen im Überfluss, baden im Fluß, Spiele im Lager, während die Männer auf der Jagd nach Wild oder Frauen waren. Sogar ihre Mutter hatte in diesen Tagen so etwas wie Frohmut vermittelt. Jouren lächelte leicht bei diesen schönen Gedanken und sie kam sich nun wieder ziemlich töricht vor, dass sie einfach weggelaufen war. Diese Menschen war gut, besser als alles was sie bisher gekannt hatte. Niemand wollte ihr etwas Böses, das wusste sie. Aus Scham hätte sie sich am liebsten den ganzen Sommer hier versteckt, aber sie erinnerte sich wieder an die Fackeln, die sie Freismer versprochen hatte zu bauen. Das war ihr Auftrag!

Einen Berg hinauf zu klettern war eine Sache, ihn wieder zu verlassen eine ganz andere wie sie nun feststellen musste! Die losen Steine rutschten unter ihren Sohlen weg und purzelten die Berg hinab. Jouren wusste, dass sie ebenso dort hinunter stürzen konnte, wenn sie nicht aufpasste. Zur Beruhigung begann sie wieder leise zu singen und es half ihr Stück für Stück nach unten zu kommen. Dann ganz plötzlich wie aus dem Nichts eine Stimme! Foxanes Stimme. Jouren hielt inne, aber es war schon zu spät. Foxane der Amazone konnte man nichts vormachen. Kavita und die Amazone. Nun es hätte sie schlimmer treffen können, mit Korgal zum Beispiel. Sie gab sich selbst einen großen Ruck und antwortete: "Ja, ich komm runter!"
Nun würde sie wenigstens nicht alleine auf die Suche nach den Fackelbestandteilen gehen. Hoffentlich war Kavita nicht sauer auf sie... Sie hatte noch ein bisschen Zeit sich eine gute Ausrede für ihre dumme Tat einfallen zu lassen. Sie konnte die junge Frau nun schon unten stehen sehen und winkte ihr zu. "Tut mir leid wegen der Sachen vorhin.", rief sie ihr entgegen. Aus dieser Entfernung war eine Entschuldigung wesentlich leichter, als wenn man dem anderen in die Augen sah.
Man wird am ehesten betrogen, wenn man sich für klüger als die anderen hält.
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Omando » Dienstag 9. Juli 2013, 17:00

Nachdem die Amazone ihn angeraunzt hatte, grübelte Omando. In Gedanken versunken, trottete er bis zur Mine hinter den Frauen her. "Was ist ein Poltergeist, Ton? Nie davon gehört. Nun, es wird so eine Art Gott für die Amazonen sein und wohl kein netter. Pah, da schätze ich doch unseren holden Waldgeist."
Om dachte nicht weiter nach. Der Tag war einfach viel zu schön. Überall spross das junge Grün hervor und vereinzelt entdeckte man schon Blütenknospen. Sein Tabak- und Kräutervorrat war gesichert.

An der Mine hielt er lieber noch etwas Abstand. Ja, das war ihm gleich aufgefallen, dass zwei Krieger fehlten. Der große starke Korgal und die Kriegerin waren also unterwegs. Kluge Entscheidung. Schade, denn er hätte diesen Mann gern begleitet. Korgal war bestimmt einer der besten Späher. Darauf wettete Om. Nicht nur von ihm wollte der junge Waldläufer noch viel lernen.

Mit Foxane und Kavita wollte er nicht gehen. Nein. Nach der ‚Mit-den-donnernden-Worten‘ war ihm nicht. Obwohl er sich natürlich auch sorgte. Ein junges Wesen so ganz allein im Wald. Er bekam mit, dass die herumliegenden Fässer als Wasserspender gebraucht wurden. Er begutachtete die Fässer, konnte einige kleinen Risse im Holz entdecken. Om ging mutig und auch mit Stolz zu Freismer: "Ich..ich kann die Fässer hier schon prüfen, ob sie dicht sind. Mit dem Quarzsand, den ich in der Mine gesehen habe und mit etwas Baumharz kriegt man fast alles wieder dicht. Oder hast du sonst eine Aufgabe für mich?" Währenddessen hob er die Wasserschläuche auf und hörte den Ruf des Waldkauzes. Es war natürlich ein amazonischer Waldkauz und ganz nah bei der Mine. Sie haben sie gefunden. Gut.
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Freismer » Mittwoch 10. Juli 2013, 12:08

Bevor sich Freismer noch an den Zwerg wenden konnte, stand der Waldläufer nehme ihm, in einer gewohnten Pose. Er vermittelte immer den Eindruck, dass der Junge nicht so recht wusste wie er sich verständigen sollte, dennoch stand er dort mit gewollener Brust und ein bisschen vorgerecktem Kinn. Er bot sich an die Fässer zu prüfen und Freismer konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen.

"Das hört sich sehr gut an und damit ersparst du Foxane eine Menge Arbeit. Sie wird sich freuen!" Er traute dem jungen Mann diese Aufgabe auch zu, wo er doch mit der Natur so verbunden war. Baumharz zu finden, sollte für in kein Problem darstellen. Nachdem das nun geklärt war, wandte sich Freismer wieder dem Zwerg zu und ging hinüber. "Ich störe die Unterhaltung nur sehr ungern, was was macht der Draht?" Der Zwerg schob ein bisschen trotzig die Unterlippe vor, murmelte dann aber etwas davon, dass er sich darum kümmern würde. Freismer ging erst, als der Zwerg aufstand und in der Mine verschwand. Mit diesem Pero wusste er nichts anzufangen. Einen Tisch zu bauen traute er ihm nicht zu, ebensowenig eine andere handwerkliche Tätigkeit.
Er selbst ging ebenfalls in die Mine und widtmete sich wieder seinem Tisch. Korgal hatte ihm einige gute Tipps gegeben, die er nun umsetzen wollte. Ob es ihm auch tatsächlich gelingen würde, stand auf einem anderen Blatt.
Gerade als er den Eingang der Mine erreichte, hörte er Foxanes Ruf und war beruhigt. Sie hatten die Kleine gefunden, eine Sorge weniger!
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Kavita » Donnerstag 11. Juli 2013, 09:22

Korgal und Kendra waren damit wohl erstmal beschäftigt. Schade, eigentlich hatte Kavita noch ein bisschen mit dem großen Krieger plaudern wollen, aber das würde sie wohl erstmal verschieben müssen. Wenigstens war Pero noch da, den würde sie nachher noch ausquetschen. Sie wollte immer noch wissen, was White Hall sein sollte.
Foxane und sie machten sich gemeinsam auf den Weg zu Jouren und bei den Worten der Amazone nickte Kavi bestätigend.
„Ja, ich rede mal mit ihr.“, sagte sie, allerdings hatte sie nicht vor, Jouren groß zu tadeln oder ähnliches. Sie wusste noch genau, wie sie bei ihrer ersten Reise zur Pyramide zwar nicht unbedingt die jüngste, aber die unerfahrenste war und da hatte sie sich auch ewig tollpatschig und ein bisschen dumm gefühlt. Und so ein Gefühl wollte sie Jouren nicht geben – außerdem war sie sich sicher, dass das Mädchen es kein Stück böse gemeint hatte.

Und schon hatten sie sie gefunden. Foxane zog sich sogleich zurück und Kavi grinste ihr zum Abschied zu, während Jouren den Berg runterkraxelte. Wie sie da wohl hinauf gekommen war? Die junge Zauberin wollte sich gar nicht vorstellen, wie sie sich beim Klettern angestellt hätte. Im nächsten Moment kam auch schon eine Entschuldigung. Ha! Sie hatte es genau gewusst, die arme Jouren fühlte sich schon ganz schlecht wegen der Sache. Ja, das kannte sie von sich selbst.
„Ach, macht doch nichts. Sei bitte vorsichtig!“, rief sie daher zurück und kurze Zeit später stand Jouren auch schon neben ihr.
„Weißt du, wegen den Kleidern war niemand sauer, eher besorgt, weil du danach so alleine unterwegs warst. Wer weiß schon, wer oder was noch alles mit uns hier ist.“, erklärte sie danach, allerdings eher in einem Ton, in dem sie auch über das Wetter hätte sprechen können. Sie wollte nicht schulmeisterlich klingen, aber trotzdem wollte sie auch Foxanes Verhalten erklären.
Dann zuckte sie mit den Schultern. Themenwechsel!
„So, was brauchen wir alles? Du sagst, ich suche. Ich kann nämlich keine Fackeln bauen.“, fuhr sie dann fort.
„Achso, wie alt bist du eigentlich, Jouren?“, fügte sie dann noch hinzu, weil ihr die Frage schon die ganze Zeit auf den Lippen lag. Sie schätzte Jouren ein bisschen jünger ein als sie es selbst war, aber sicher war sie sich nicht.
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Foxane » Donnerstag 11. Juli 2013, 16:17

Jouren gab sofort ein Lebenszeichen von sich. Ein Punkt für den Wildfang. Auch die Entschuldigung, die gar nicht nötig war, bekam Foxane noch mit und musste grinsen. Ein zweiter Pluspunkt für diesen Tag. Sie stellte sich vor, dass Kavita und Jouren ihren Spaß beim Bauen haben werden.

Kaum erblickte sie den Minengang, da wollte sie schon loswettern. Dieser Omando machte sich an den Fässern zu schaffen? Sie hielt sich aber zurück und schlich von hinten heran. Das war gut in diesem Fall. Als sie erkannte, dass der Waldbursche geschickt einige Risse abdichtete, war sie begeistert.
"Junge, du bist spitzenmäßig. Dann können wir los zur Quelle ziehen, um festzustellen, ob du gute Arbeit geleistet hast." Den etwas ängstlichen Blick des Jünglings genoss sie sichtlich. Dieser Bursche ist ja doch zu etwas nütze, dachte die Amazone.

Freismer war nicht zu sehen, aber zu hören. Er werkelte in der Mine. Auch der Zwerg war nicht mehr da. Nur dieser Pero hing arbeitslos am Eingang herum. Sollte der Krieger sich darum kümmern, denn ein Mannswesen in Schach zu halten reichte ihr vorerst. Sie ging zum Gorsak und verknotete die Tragevorrichtungen für die Fässer. "Mach hin, du Waldläufer von Om, der Tag dauert nicht ewig."

Und so zogen eine Amazone, ein Waldläufer und ein Gorsak zur Quelle und das in einträchtiger Stille.
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Jouren » Freitag 12. Juli 2013, 09:35

Die Amazone war nirgendwo mehr zu sehen, was Jouren erleichterte, nicht dass sie Foxane nicht mehr mochte, aber es war ihr so lieber. Ganz bestimmt hätte sie von ihr etwas zu hören bekommen, woraufhin sie am liebsten wieder geflüchtet wäre. Kavita hingegen begrüßte sie freundlich und tat ihren Streich als belanglos ab. Jouren lächelte sie an und entspannte sich wieder. Jouren wollte ihr schon erklären, dass sie ja alt genug sei, um auf sich selbst aufzupassen, aber dazu kam es nicht, denn Kavita erinnerte sie an ihre Aufgabe. Eine Sekunde lang fuhr wieder der Schreck in ihre Glieder. Ja, was hatte Freismer noch mal gesagt? Sie führchtete schon es vergessen zu haben, als es ihr plötzlich wieder einfiel.

"Freismer sagte: stabile Stöcke, Baumharz von Nadelbäumen,große Blätter und Baumrinde. Das ist ja eigentlich nicht viel, natürlich brauchen wir einiges davon, denn es sollen ja mehr Fackeln werden!" Jouren sah sich um. Überall in der Nähe standen Bäume, hier würde sicherlich die richtige Stelle sein, um mit der Such zu beginnen. War nur die Frage worin sie das Baumharz sammeln sollten. "Hast du etwas, womit wir das Baumharz auffangen können?" Und schon hörte sie Kavitas Frage nach ihrem Alter. Jouren war das sehr unangehmen und sie sah zu Boden. "Ich weiß nicht wie alt ich bin, meine Mutter hat die Jahre nicht gezählt. Vielleicht ein bisschen jünger wie du?" Jouren sah wieder auf und suchte mit unruhigem Blick die Bäume ab.
Man wird am ehesten betrogen, wenn man sich für klüger als die anderen hält.
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Omando » Sonntag 14. Juli 2013, 09:45

Ich bin spitzenmäßig, ich bin……. Ton, hast du das gehört? Immer wieder hallten die lieblichen Worte durch seinen Kopf. Ein solches Lob von einer Amazone ließ Om fast bis zur Quelle schweben. Er hatte gute Arbeit geleistet, denn alle Fässer schienen dicht zu sein. Nach dem Befüllen half er eifrig vier der Fässer auf den Gorsak zu laden und zu verschnüren. Ein Fass würden sie zurücklassen müssen.

Om streichelte den Hals des Tieres, worauf dieses sich näher an ihn drückte und mit einem Vorderhuf im Ufersand scharrte. "Ja, das gefällt dir", flüsterte Om dem Tier ins Ohr und streichelte wild weiter. Er musste eine besonders empfindliche Stelle des Gorsaks getroffen haben, denn das Tier drängte den Körper von Om immer weiter zum Ufer. Ein Zuschauer würde sagen, dass das Tier mit dem Mann kuscheln wollte.
Und so kam es, wie es kommen musste. Om rutschte mit den Füßen ins seichte Ufermoos ab und versuchte noch am Gorsak Halt zu finden. Das Tier aber suchte noch mehr Körperkontakt zu ihm und rutschte ebenfalls weiter dem Wasser entgegen. Erst als die Ladung sich gefährlich verschob, rappelte sich das Tier auf und dribbelte zurück auf festem Boden. Den Waldläufer aber hatte diese Schmuseaktion voll und der Länge nach ins Wasser platschen lassen. Seinem entsetzten Gesichtsausdruck beim Auftauchen folgte ein breites Grienen. Die Amazone, die den Gorsak jetzt am Zügel hielt, lachte dermaßen laut, hielt sich dabei den Bauch und wollte gar nicht mehr aufhören zu lachen. Du bist mir einer, tönte Ton. Om aber hechtete fröhlich ans Ufer und lachte einfach mit.

So zogen ein pitschnasser Waldläufer, eine lachende Amazone und ein vollbeladener Gorsak zurück zur Mine.
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Solang sie da sind, bleib ich hier.
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Foxane » Dienstag 16. Juli 2013, 17:20

Foxane konnte es kaum glauben, was sie da sah. Ihr Gorsakmädchen und der Waldläufer waren ein Herz und eine Seele. Wie dieser Junge mit dem Tier umging? Normalerweise wurden Gorsaks nur von Amazonen ausgebildet und geritten. Also waren sie naturgemäß Mannswesen gegenüber sehr skeptisch, störrisch und oft auch aggressiv. Aber was sich da gerade abgespielt hatte, war einfach unglaublich und urkomisch. Natürlich war das Tier wesentlich klüger als dieser Omando. Der fiel wie ein Stein ins Wasser. Das Tier ahnte die Gefahr und zog sich rechtzeitig zurück. Oder hatte es dies sogar forciert? Unglaublich. Erst wollte sie loswettern, aber konnte ihre Bauchmuskeln nicht mehr kontrollieren. Seit langer Zeit lachte sie lauthals und herzhaft.

Den ganzen Weg bis zur Mine quälten sie immer wieder Lachanfälle. Der Waldläufer schaute schon irritiert, sagte aber nichts. Das war sein Glück. Bisher hatte er sich als nützlich erwiesen. Die Fässer waren perfekt präpariert. Auch die schwere Arbeit des Beladens hatte er ohne Murren gemeistert. Also für das Grobe und Naturverbundene scheint dieser Bursche gemacht zu sein. So konnte man ihn gezielt sowie ordentlich schuften lassen.
Die Amazone freute sich schon auf eine ausgiebige Rast an der Mine. Für heute wollte sie die Arbeit mal ruhen lassen. Sie half noch die Fässer zu entladen, befestigte Gorsi locker am Baum und setzte sich in den Schatten. Fleischliche Gelüste überfielen sie schlagartig. Das lag am gestrigen üppigen Mahl. Fleisch! Ihr lief das Wasser im Munde zusammen. Sie nahm ihren Wasserschlauch und stillte zuerst den Durst. Sie schloss die Augen und rutschte dabei in eine liegende Position.
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Re: Die Erzmine [Verbotenen Tal]

Beitragvon Kavita » Dienstag 16. Juli 2013, 19:12

Gut, die vier Dinge klangen logisch, allerdings musste Kavita sich eingestehen, dass sie irgendwie keine Ahnung hatte, wie sie diesen Kram finden sollte. Besen bauen, ja, das kannte sie noch von früher, aber Fackeln? Darum hatte sie sich noch nie kümmern müssen, in Patria und in den Katakomben waren einfach immer welche da gewesen. Wer die wohl gebaut hatte? Bestimmt die Dienerschaft.
Dass Jouren nicht wusste, wie alt sie war, fand Kavi ein bisschen komisch, aber es war nunmal so.
„Achso.“, war daher das einzige, was sie dazu sagte. Dann runzelte sie die Stirn.
„Nein, ich hab leider kein Gefäß, ich hab meine Tasche auch in der Höhle gelassen.“ Das war nicht besonders geschickt von ihr gewesen, da sie die anderen nach wie vor kaum kannte. Andererseits, was sollte man ihr schon klauen. Freismer oder Pero würden wohl kaum ihr Ersatzkleid anziehen wollen.
Sie musste sich ein Lachen verkneifen. Wie könnten sie das mit dem Harz nur machen?
„Vielleicht können wir das irgendwie in einem von den großen Blättern auffangen oder so. Oder vielleicht finden wir einen ausgehöhlten Stein?“, sagte sie nachdenklich und ließ ihren Blick schweifen. Leider konnte sie auf Anhieb keinen solchen Stein erkennen. Sie wusste nichtmal, wie sie das Harz vom Baum abbekommen sollte. Oh je, sie war anscheinend keine große Hilfe beim Fackelbauen.
„Naja, sollen wir einfach mal los? Uns fällt bestimmt noch was ein."
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