Der verbotene Pass

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Der verbotene Pass

Beitragvon Der Schreiber » Freitag 25. Januar 2013, 17:46

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Der Verbotene Pass wurde deshalb so benannt, da es sich anscheinend um den Weg in das von den Pflanzenwesen bewohnte Gebiet handelte. Um die Bevölkerung davon abzuhalten dorthin zu wandern, wurde der Pass für jede Menschenseele gesperrt und als verboten erklärt. Diese Märchen haben die dort lebenden Clans vor Unheil bewahrt und sie konnten dort Jahrzehnte ein unbeschwertes Leben führen.

1. Verwunschene Mauer

Die Mauer wurde einst errichtet, damit die Menschen sich vom Tal fernhält und das mit Erfolg. Das massive Mauerwerk steht immer noch, auch wenn sie hier und da Löcher hat.

2. Wachturm zum See

Der einzigste Weg in das Land hinein führte am Ufer entlang und genau dort stand der erste Wachturm.

3. Wachtum des Dolparo

Der zweite Wachturm stand genau in der Furt, ein Vorbeikommen an diesen Bollwerken war kaum möglich.

4. Alte Anlegestelle

Früher gab es ein blühendes Dorf, bevor das Tal gesperrt wurde, davon ist nur noch die alte Anlegestelle für Boote übrig. Hier und da findet man noch die Ruinen der Häuser.

5. Gebirgswacht

Die Gebirgswacht datiert viel früher als die Mauer oder die Türme. Sie stammt noch aus den Zeiten um 502 v.Q., erbaut von Amodem I. Sie diente früher als Zollstation.

6. Heiliger Andilur

Der heilige Gral ist ein in Stein gehauenes Abbild von dem Druiden Andilur, der hoch wie breit war. Er galt als Heiliger, da er einen ganzen Clan vor dem Untergang rettete. Aus Dankbarkeit errichteten sie die Statue.
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Re: Der verbotene Pass

Beitragvon Taira » Donnerstag 7. März 2013, 15:37

Sie hatte einen halben Tag eingebüßt bei der Suche nach einer Lücke in dem Mauerwerk. Doch schließlich hatte sie sie gefunden. Unweit eines Sees betrat sie den Pass und fluchte. "Na schau mal. Ein schöner großer See und womit hast du dich abgegeben? Einem Rinnsal von einem Bach. Hier wäre es sicher viel schneller gegangen." Nicht das wirklich Eile geboten gewesen wäre. Es gab allerdings Dinge, die wollte sie erledigt wissen. Die Menschenfrau sog die kühle klare Bergluft tief in ihre Lungen und bemühte sich zu orientieren. In diesem Teil Auroraes war sie noch nie zuvor gewesen. Sie hatte wie alle ausgebildeten Kriegerinnen jede Menge Kartenmaterial studiert und wusste zumindest theoretisch, wo sie sich befand. Dennoch musste sie erst einmal herausfinden, wo sie war. Der See deutete darauf hin, dass sie weiter südöstlich den Pass betreten hatte, als erhofft. Ihr Weg würde sie also stramm nach Nordosten führen. Allerdings galt es noch diesen blöden See zu umrunden. Ärgerlich marschierte sie los als sie es hinter einem Stein rascheln hörte. Sofort hatte sie Rache und Tod bei der Hand.

Ein Grunzen folgte. Dann ein aufgeregtes Quieken. Wenig später folgte ein abartiger Geruch, den sie nun erst jetzt, wo sie sauber war so richtig wahrnehmen konnte. Angespannt wartete sie und lachte dann schallend als ein kleines Monstrum um den Stein gewatschelt war und sich ihr freudig und sehr zutraulich näherte. Sie hatte keine Ahnung, was ein Sakussi so weit oben verloren hatte. Vielleicht war es ja auch auf der Flucht wie sie? Entschieden steckte sie ihre beiden Tötungswerkzeuge wieder in ihre Scheiden zurück. Sie lockte das Sakussi, streichelte es sogar. "Na komm, Stinker. Du kannst mich ein Stück des Weges begleiten, wenn du willst." Und wie zu erwarten, folgte das Tier gutgelaunt. Auch ihre Laune besserte sich etwas. Es mochte zwar stinken, aber es quasselte einem nicht das Ohr ab.Und Sakussiduft hielt ja bekanntlich wilde Tiere fern. Die Frau passte sogar ihre Schritte dem watschelnden Gang des Tieres an und lockte es immer wieder mit zutraulichen Worten.

Und so erreichte das ungleiche Paar die Gebirgswacht, am nördlichen Ende des Passes. Diesmal ließ sie die Vorsicht fahren und betrat das alte Gebäude. Es bot Schutz vor der nun immer größeren Kälte und auch Schutz vor allzu neugierigen Augen. Und aufgrund seiner Beschaffenheit würde es relativ leicht zu verteidigen sein. Nicht dass sie alleine gegen eine Horde Namenloser ankommen würde. Nicht auf Dauer jedenfalls. Aber die Wacht hatte auch einen Kamin. Kurz wog sie das Risiko ab, beschloss aber, dass es den Nervenkitzel wert war. Gemeinsam mit 'Stinker' wie sie das Sakussi getauft hatte, machte sie sich auf die Suche nach Feuerholz. Sie fand genügend um ein kleines Feuer im Kamin zu entfachen. Das lockte ein beinahe seliges Lächeln auf ihr Gesicht. Das und der abgewaschene Dreck ließen sie nun recht gutaussehend erscheinen. Auch wenn sie wohl etwas abgemagert war. Sie breitete eines ihrer Felle vor dem Kamin aus und ließ sich darauf nieder. Stinker versuchte sogleich es sich neben ihr auf dem Fell bequem zu machen. Doch sie schob ihn ganz entschieden auf den Steinboden, wo er sich auch niederließ, nachdem sie ihm hinter den Ohren kraulte. Einen Moment blickte sie in die Flammen. Mit ihrer freien Hand fingerte sie an ihrem Gürtel herum, bis sie gefunden hatte, was sie suchte. Sie beugte sich über Stinker, als wolle sie ihm etwas ins Ohr flüstern. Dann ein Ruck ihrer Hand, eine Schnittbewegung und ein klägliches letztes Quieken und Zucken des Sakussis. "Lecker Abendessen!" jubelte sie.

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