Wald der Lichter

Tauche ein in die Welt von Aurorae!

Re: Wald der Lichter

Beitragvon Marathona » Freitag 19. April 2013, 10:55

Der Dolch ritzte in ihre Haut, schmerzhaft versenkte er es. Als würde ihr Fleisch vor der Klinge zurückweichen wollen. Sie blieb stehen und ließ ihn gewähren. Sie ging sogar noch einen Schritt weiter. Geschmeidig suchte ihr Körper seine Nähe und sie schmiegte sich an ihn. Es war nichts aufdringliches dabei. Tief nahm sie des Menschen Geruch in sich auf. Das Raubtier in ihr untersuchte jede Nuance und merkte ihn sich für immer.
"Du kannst ihn dir auch selbst in deine Eingeweide rammen, so habe ich es auch getan."
Der Hinweis zu ihre Abhängigkeit zu Zûl ließ ihren Zorn erneut entflammen. Marathona kämpfte nun schon ihr ganzes Leben um Unabhängigkeit. Damals in Patria hatte sie es geglaubt. Bis der großes Brand alles zu Nichte machte und ihr ihre Grenzen deutlich aufzeigte, niemand hatte ihr geholfen, niemand ihre lebendes Gut aus den Zellen befreit. Vergangenheit, lästige Vergangenheit! Und heute war sie ein mächtiges Wesen, stärker denn je, aber nur wenn es dem dunklen Meister gefiel und sie mit dunkler Magie versorgte. Was war sie denn jetzt? Ein Mensch, dazu noch ein Mann, es gab nichts nutzloseres auf Erden, stieß sie herum und drohte ihr.
"Du verspürst also Lust am töten. Ich bevorzuge mehr den langsamen Weg dahin. Die Angst in den Augen, ihre Pein, der Schmerz und ganz zum Schluß ihr vergebliches Flehen sterben zu dürfen. Irgendwann verenden sie dann doch an ihrer Schwäche. Menschen sind zu schwach. Es gibt natürlich feine Unterschiede. Bist du ein starker Mann? Kannst du Schmerzen ertragen?"
Sie näherten sich der ehemaligen Goldmine von Patria. Marathona war schon hier gewesen. Damals als Inhaftierte hatte sie hart arbeiten müssen. Diese ewige Vergangenheit, wann würde sie sie verschonen?
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Beitragvon Imril » Donnerstag 25. April 2013, 16:28

Imril spürte nicht, dass sich die Ohadu an ihn schmiegte. Er hatte den Dolch ertastet und zog ihn heraus. Kurz überlegt er, ob er ihn behalten sollte, entschied sich aber dagegen. Sie würde sich sicherlich ärgern, wenn ihr ach so wertvolles Relikt, dass sie zu diesem - wie sie meinte - edlen Wesen machte, einfach wegwarf. Das tat er dann auch, natürlich so, dass sie es sehen konnte.

"Nur weil du so dämlich bist dir dieses Ding ins Herz zu rammen, heißt das noch lange nicht, dass auch andere so dumm sein müssen.", sagte er trocken und stieß sie ein bisschen von sich weg. "Nun weiter! Ich hab nicht töten gesagt, Weib, sondern abschlachten. Töten wäre für euch ein viel zu edler Begriff. Aber mit dir, keine Angst, hab ich weitaus Amüsanteres vor."
Imril hatte noch keinen Plan. Alles war viel zu schnell passiert. Er wusste jedoch, dass er diese Ohadu leiden lassen würde für das was sie getan hatte. Zudem erhielt er die Möglichkeit sie weiter zu studieren und wie man so etwas machte, wusste er ja zu gut.
Ein starker Mann, Schmerzen ertragen. Imril musste schräg grinsen. Diese Ohadu hatte nicht den leisesten Schimmer auf wen sie sich hier eingelassen hatte. Gut so! Was sie nicht wusste, machte ihn stärker.

Sie hatten nun die Goldmine erreicht und Imril machte sich Gedanken wie er die Ohadu sichern wollte. Soweit er das wusste, besaßen sie keine magischen Fähigkeiten, die Fesseln sprengten. Also ging er mit ihr hinein, holte ein stabiles Seil und stieß sie wieder nach draußen. "Du liebst doch bestimmt den frischen Ostwind um diese Jahreszeit!", brummte er vor sich hin, während er sie gleich am Eingang der Mine an einen Baum band. "Kennst du diese Gepflogenheit der Clans die Köpfe der Feinde vor dem Lager auf Pfähle zu stecken? Hat irgendwie Ähnlichkeit, findest du nicht?" Imril lachte dunkel und setzte sich ein paar Meter von ihr entfernt an einen anderen Baum. Er lehnte sich gemütlich an und genoß es kurz zur Ruhe zu kommen, während dessen beobachtete er sie aufmerksam.
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Beitragvon Marathona » Mittwoch 1. Mai 2013, 12:12

Er warf den Dolch achtlos weg. Marathona konnte nicht fassen, was sie da sah. Hatte er einen Knall?! Er bekam so etwas wertvolles in die Hände und warf es weg. Schnell prägte sich die Ohadu die Umgebung ein. Den musste sie wieder holen. Nun war dies schon das zweite Relikt, was sie zurück erlangen musste. Die Ohadu konnte sich ein Seuftzen nicht ganz verkneifen. Auf jeden Fall war hiermit klar, daß dieser Mann nicht ganz das war, was sie bisher als Mann vor sich hatte. Er war null berechenbar, geschweige denn zurechnungs fähig. Marathonas Gedanken rasten. Sie gelangten zu der Goldmine und er knebelte sie an einen Baum. Dann setzte sich Imril ihr gegenüber ebenfalls an einen Baum gelehnt und schloss seine Augen.
Marathona sondierte die Umgebung ohne den Kopf zu drehen. Die Fesseln saßen leider fest. So konnte sie sich nicht befreien. Die Ohadu musste auf ihre Gelegenheit warten, um ihn zu überwältigen. Bisher war er zu vorsichtig mit ihr umgegangen. Die meisten Männer wurden nachlässiger, wenn man brav tat, was sie verlangten. Aber dieser hier, war nicht so wie die 'meisten' Männer. Sie durfte ihn nicht unterschätzen. Sie brauchte mehr Zeit, um ihn besser einschätzen zu können. Aber sie wusste nicht, ob sie genau diese zur Verfügung hatte. Er sprach von Abschlachten und amüsanteres Vorhaben. Bisher hatte er jedoch wenig davon gezeigt. Was also hatte er vor? Die Ohadu zog etwas die Knie nach oben. So erleichterte sie ihre Sitzpositon. Ihre Beine waren leicht auseinander gestellt. Es war mehr die Position eines Mannes. Sie hatte noch nie von zu viel damenhaftiger Haltung und dem züchtigen zusammengepressten Beinen gehalten. Die Ohadu trug dazu auch die passende Kleidung, eine bequeme enganliegende schwarze Lederhose.
So verstrich die Zeit. Marathona wurde quälend langweilig. Ihr Kopf veränderte nun doch die Richtung, mal blickte sie dorthin, dann nach oben zum Baum, dann wieder rüber zu ihm. Sie verzog demonstrativ ihre Gesichtszüge. Nicht mahr lange und sie würde laut Stöhnen und Seuftzen, um ihm auf den Keks zu gehen und irgendetwas herauszukitzeln. Sollte er sie doch endlich Foltern, alles war besser als hier nur dumm rumzusitzen! Sie ließ gerade ihre Schultern rollen als sie mitten in der Bewegung verebbte. Zûl! Sie spührte seine Verbindung und deren dunkle Energie, die sie speiste. Ein gefährlich wölfisches Grinsen machte sich breit. Mit schräggestelltem Kopf fixierte sie ihren Gegner.
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Re: Wald der Lichter

Beitragvon Imril » Donnerstag 9. Mai 2013, 19:05

Die Ohadu merkte wohl gar nicht, dass er sie beobachtete und er hatte seinen wahren Spaß dabei. Was gab es Schlimmeres als einfach beiseite gelegt zu werden? Was war schlimmer als wochenlange Dunkelheit, Isolation, Stille, Feuchtigkeit, nur das Schreien anderer Kinder? Imril ärgerte sich über seine Gedanken und schob sie schnell zur Seite und ergötzte sich wieder am Anblick der Gefangenen. Sie war ungewöhnlich passiv. Eigentlich war er davon ausgegangen, dass sie sich wehrt, ihn verletzt. Irgendetwas, aber nichts passierte. Entweder war sie ein kleines Mäuschen oder sie wartete ungeduldig darauf das ihre Macht wieder zurück kehrte. Sollte das wirklich so lange dauern? Das war jedenfalls gut zu wissen. Er selbst hätte noch Tage dort so sitzen können. Die Gefangenschaft bei den Hexen hatte ihn Geduld und Stille gelehrt. Zeit war unwichtig, sie war nur die Herrscherin über Müdigkeit und Wachsein, mehr nicht.
Dann ganz plötzlich gab es eine Veränderung. Sie grinste mit ihrer hässlichen Fratze und Imril wusste ganz genau, dass sie nun bereit war. Sehr clever war sie schon mal nicht, stellte er mit einem leichten Bedauern fest. Jeder andere hätte nun aus reinem Instinkt das Weite gesucht, aber Imril tat genau das Gegenteil. Er stand auf und ging zu der Ohadu. Er kniete vor ihr nieder, zwischen ihre Beine und sah ihr in die toten Augen.

"Na mein kleiner Schmetterling! Schön zu sehen, dass du so gut gelaunt bist. Wie ist das eigentlich wenn ein Schäfchen plötzlich verschwindet? Fängt Papa dann an euch zu suchen oder seid ihr ihm völlig egal? Ich glaube ja eher Zweites. Wahrscheinlich wirst du ganz einfach durch jemand anderen ersetzt. Bestimmt denkt er gar nicht mehr an dich und wir zwei haben alle Zeit der Welt, um Spaß miteinander zu haben." Nun grinste auch er und blieb dort hocken. Was weiter geschehen würde, hing nun ganz von der Ohadu ab.
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Beitragvon Marathona » Sonntag 12. Mai 2013, 15:30

Langsam zehrte sie Zûls dunkle Energie. Sie spürte die Kraft wie sie durch ihr Blut rann und sich zäh wie dickflüssiger Sirub Besitz von ihr einnahm. Es war ein berauschendes Gefühl. Nun war sie nicht mehr das kleine Kaninchen. Das Blatt hatte sich gewandelt, wenngleich noch immer Fesseln sie bändigten und sie mit Geschick vorgehen musste.
Der Kerl erhob sich und kniete vor ihr nieder. Sie roch seinen warmen Atem. Welcher nicht, wie bei den meisten Männern, säuerlich stank. Ihr Grinsen wurde breiter.
"Schmetterlling, Schäfchen?!"
Demonstrativ blickte sie mit ihren dunklen Augen an sich hinab und dann wieder zu ihm. Ihr Gesicht näherte sich dem seinen noch mehr, soweit dies die Fesseln ermöglichten. Zärtlich flüsterte sie in sein Ohr.
"Du hast einen seltsamen Humor. Solche Assozationen würden mir nicht mal im Traume einfallen."
Dann wurde sie ernster. Auch ihre Stimmlage kühlte deutlich ab.
"Und was unseren 'Papa' anbelangt, wir haben alle Zeit der Welt füreinander, um Spaß zu haben. Du kennst doch das Gesetz der Wildnis, nur der Starke gewinnt. Natürliche Auslese nennt man das. Nur so wurden die Ohadus so stark."
Blitzschnell überwandt sie die wenigen Nim, welche sie trennten und mit der Zungenspitze strich sie über seine Wange.
"Köstlich, meine kleine Raupe."
Es wurde Zeit, dass endlich etwas passierte und er seine Geduld mit ihr verlor.
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Re: Wald der Lichter

Beitragvon Imril » Montag 13. Mai 2013, 18:15

Jeder andere wäre wohl bei der Nähe der Ohadu zurückgezuckt, aber nicht Imril. Er begann laut zu lachen und tätschelte die Wange der Ohadu, wie man es bei einem kleinen Kind getan hätte. Einen Vorteil hatte diese Untote ja, sie hatte keinen eigenen Geruch! Und eigentlich hörte er genau das, was er gehofft hatte, nämlich das dieser Zûl sich einen feuchten Dreck um seine Ohadus kümmerte. Sie war also auf sich allein gestellt.

"Natürliche Auslese? Du meinst also genau das was nun mit dir passiert? Ja gut, das klingt einleuchtend. So ist es ja auch bei uns Menschen, nur die Schlauen haben überlebt!" Der Gedanke das die fauligen Knochen aller Hexen, die ihn einst gequält hatten, nun im Dreck lagen, fand er äußerst befriedigend. In dieser Hinsicht durfte er den Ohadus und dem anderen Zeug dankbar sein. Mit Sicherheit haben sie den Tod gefunden, den sie verdienten. Und sollten noch welche überlebt haben, würde er sie finden! Außer kleinen Wortspielchen tat die Ohadu nichts. Sie hatte es genauso wenig eilig wie er selbst, das war ihm nur recht, bot sie ihm doch einen netten Zeitvertreib.

"Es wird langsam dunkel.", murmelte er gedankenverloren und sah in den Himmel. "Da werde ich dir mal ein Feuerchen machen, damit du nachts nicht frieren musst. Jetzt wo Papa so weit weg ist, muss ich ja ein bisschen auf dich schauen." Imril stand auf und ging in die Mine hinein, hier hatten sie eine Menge Holz angehäuft. Er brachte einen ganzen Arm voll Holz nach draußen und stapelte es neben dem Oberschenkel der Ohadu auf. Dann kniete er sich daneben, holte seinen Feuerstein heraus und innerhalb kürzester Zeit hatte er mit seinen geschickten Fingern einige Funken geschlagen, die das trockene Holz gierig aufnahmen. Kleine Rauchfäden stiegen auf und schon bald sah man die erste Flamme. Imril setzte sich auf die andere Seite des Feuers und grinste die Ohadu an. "Wie ist das eigentlich mit Feuer? Kann euch Feuer auch nichts anhaben?", fragte er beiläufig, während er mit einem kleinen Ast das Feuer weiter anfachte. "Es ist ziemlich einsam in der Welt für die Menschen geworden. Umso schöner ist es doch, dass wir zwei uns gefunden haben, findest du nicht! Wir können abends am Lagerfeuer zusammen sitzen, wie ein Liebespärchen und uns Geschichten erzählen. Ach halt, du weißt ja gar nichts mehr von früher. Wie ärgerlich..."
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Re: Goldmine

Beitragvon Marathona » Donnerstag 23. Mai 2013, 07:08

Marathonas Mundwinkel verzog sich leicht überheblich, spöttisch nach unten. Er hielt sich also selbst für schlau. Da hatten wir also doch die erste kleine Selbstverliebtheit des Mannes.
Er zündete direkt bneben ihr flink ein Feuer an. Die Ohadu hielt es aus. Zum Anfang war die Flamme klein, frass sich aber rasend schnell durchs Holz und wurde größer. Das dunkle Leder an ihrem Oberschenkel erhitzte sich. Doch bevor es begann sich aufzulösen und unschöne Löcher zu hinterlassen, schob sich Marathona etwas weg. Da er die Fesseln um den Baum gelegt hatte, war dies keine Meisterleistung.
"Feuer kann uns nichts anhaben mein kleiner Freund außer er ist magisch. Bist du magisch begabt?"
Die Ohadu begutachtete ihn in gewohnter Art.
"Nein, sicherlich nicht, ansonsten hättest du vorhin deinen Kumpanen sicherlich geholfen und dich nicht versteckt wie eine verschreckte Maus. Zumindest diese Auslese hast du heute noch überlebt."
Es wurde Nacht. Es war die Zeit der Raubtiere und der Kinder von Zûl. Marathona genoss die kühle klare Luft. Nur das knisternde Feuer störte für ihren Geschmack. Es erinnerte sie an jene verhängnisvolle Nacht damals in Patria. Sie hatte keine Angst, verbandt nur nichts Gutes damit. Vollkommene Dunkelheit und die wilden Geräusche waren vielmehr das, was ihr zusagte.
"Wie ist das mit dir meine kleine Raupe, was kannst du mir über deine Vergangenheit erzählen?"
Komischerweise genoss sie diese Unterhaltung. Sie hoffte wirklich mehr zu erfahren. Aber vermutlich würde er ein großes Geheimnis daraus machen, um Überlegenheit ihr zu demonstrieren.
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Re: Wald der Lichter

Beitragvon Mahot » Samstag 22. März 2014, 17:58

Am nächsten Tag wanderte er im strammen Tempo und rastete nur, um sich zu stärken. Kein bisschen vermisste Mahot das turbulente Gewimmel der Gilde. Im Gegenteil. Diese Ruhe des Waldes stimmte ihn fröhlich und er fühlte sich fast so frei wie ein Vogel.

Je tiefer er in den Wald eintauchte, umso lebendiger wurden einige Stimmen der selten gewordenen Tiere. Eigentlich hörte und sah er nur Vögel, fliegende und krabbelnde Insekten. Nein, ab und zu raschelte es auch in Büschen und Gestrüpp. Er stellte sich vor, dass darunter vielleicht kleine Feenwesen sein könnten. Diese flinken Flieger haben bestimmt überlebt. Er wünschte es ihnen und hoffte schon sein Leben lang, dass er einem dieser zauberhaften Wesen mal begegnen würde.

Er schlug den Weg so zielstrebig ein, wie er ihn schon so oft zuvor gegangen war. Den Weg zum Lusciana-See. Das letzte Mal im Herbst hatte er kaum etwas gefischt. Als ob die schleimigen Bewohner des Wassers die Gefahr spürten und sich in die Untiefen des Sees zurückgezogen hätten. Das hoffte er.
Aber jetzt im Frühling glaubte er stark auf einen guten Fang. Es gab nichts Aufregenderes und zugleich doch so Entspannendes wie mit der Angel zusammen auf einen dicken Anbiss zu warten. Ja, das bleibt ein reines Männerding. Jedenfalls hatte er noch nie eine Frau vom Angeln schwärmen hören. Nur ein Mann war in der Lage einen kapitalen Brocken an Land zu ziehen. Dafür brauchte man nicht nur Muskelkraft. Nein. Vor allem musste man die Klappe halten können und das für längere Zeit. Für ein Weib quasi unmöglich.

Mahot grinste über seine Gedankengänge. Es beflügelte ihn so sehr, dass er eine enorme Strecke zurückgelegt hatte. Die Sonne stand schon im Zenit als er nach einem Nachtlager Ausschau hielt.
....Und auf die gelernte Weise
Grub ich nach dem alten Schatze
Auf dem angezeigten Platze;
Schwarz und stürmisch war die Nacht.

(Auszug aus 'Der Schatzgräber' von Johann Wolfgang von Goethe)
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