Das verbotene Tal

Tauche ein in die Welt von Aurorae!

Re: Das verbotene Tal

Beitragvon Kavita » Dienstag 26. März 2013, 08:51

Und schon brachen sie auf! Kavita lief neben der fröhlichen summenden Foxane und Gorsi und befand sich plötzlich ziemlich weit vorne in dem Zug. Nachdem Grabul erst am Meckern war, folgte er ihnen schnell und fragte sie über die Mine aus. Anscheinend vermutete er dort eine kleine Schmiede und bei diesem Gedanken blühte er sichtlich auf, wie Kavi grinsend bemerkte. Er sah gar nicht mehr so mürrisch aus. Die Amazone erzählte von ihrer Expedition, aber Grabul schien schon nicht mehr sonderlich interessiert.

Dafür aber Freismer. Was machte der denn hier vorne? Kavi sah sich suchend nach Ayla um, die zu ihrer Überraschung hinten neben Jouren lief. Diese schien wenig begeistert von ihrem erneuten Marsch. Eigentlich hatte sie fest damit gerechnet, dass Freismer und Ayla nun genauso zusammen kleben würden, wie Korgal und Kendra. Die beiden hatten sich doch bestimmt viel zu erzählen? Am liebsten hätte sie eine Bemerkung zu Foxane gemacht, aber da Freismer direkt neben ihnen lief, ging das ja schlecht. Dafür hörte sie nun ganz deutlich Nicnevins Stimme in dem für sie typischen Ton: „Sehr verdächtig.“

Freismer schien jedenfalls sehr aufgeregt zu sein, was Kavi nicht ganz verstand. Anscheinend hatten die Amazonen das Buch gefunden und sie waren alle auf der gleichen Seite. War doch gut, oder?
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Re: Das verbotene Tal

Beitragvon Pero » Dienstag 26. März 2013, 10:12

Er hätte niemals gedacht, dass es so anstrengend ist Leute zu verfolgen. Er war schon ein paar Mal drauf und dran wieder den Rückweg anzutreten. Aber irgendetwas hielt ihn bei dieser Gruppe. Es gab kaum noch Überlebende in diesem Land und hier trafen sich auf einmal gleich so viele. Das ging doch nicht mit rechten Dingen zu! Kâthar selbst schien seine Finger im Spiel zu haben und das konnte er nicht ignorieren. Aber eins war ihm schmerzlich bewusst: Er hatte zu lange gewartet! Nun hatte die Gruppe ein Ziel, sie war voller Hoffnung und Zuversicht. Nicht gerade der richtige Moment für ihn und sein Vorhaben.
Wie er es auch drehte und wendete, es wurde einfach nicht besser. Der dunkle Gott stellte ihn hier wirklich vor eine schwierige Aufgabe!

Sie wollten zu einer Erzmine und sie marschierten ziemlich zielstrebig in eine Richtung. Vielleicht zeigte sich hier seine Chance! Länger warten durfte er nicht mehr, das wurde ihm klar. Es konnte nur noch schwieriger werden und je eher er sich zeigte, desto schneller konnte er wieder verschwinden, in der Hoffnung kein lebendes Wesen mehr zu treffen und somit den direkten Heimweg anzutreten! Zu Hause... Pero verdrehte die Augen, ein warmer Schauer lief ihm über den Rücken und er stöhnte leise. Regale voller Bücher, warme Zimmer, knisternde Feuer, der heulende Wind. White Hall musste leider noch ein bisschen warten.

Pero begann langsam zu laufen und überholte die Gruppe. Er war weit genug entfernt, dass ihn niemand sah und er lief auf diesen imaginären Punkt zu, den auch die anderen ansteuerten.

____
Weiter gehts hier: Die Erzmine
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Re: Das verbotene Tal

Beitragvon Ayla » Dienstag 26. März 2013, 11:26

Ayla nickte Jouren zu. Das konnte sie nur zu gut verstehen. Vermutlich waren die schmerzenden Füße auch gar nicht so wild, sondern eher ihre Unlust schon wieder laufen zu müssen. Das hatte sie ja vorhin sehr deutlich zum Ausdruck gebracht. Die Geweihte kramte in ihrer Tasche und brachte die Wasserflasche zum Vorschein. Zum anderen kannte sie die Kondition der Kleinen nicht. Vielleicht war sie ja auch nie so weit gelaufen und dies überforderte sie. Die Gruppe vor ihnen entfernte sich zunehmend und niemand nahm davon Notiz. Ayla machte sich etwas Sorgen. Sie kannte den Weg nicht! Selbst Freismer, der sonst immer ein Auge auf die Seinen hatte, blickte nicht einmal zurück. Ayla wollte aber auch nicht das Mädchen zum schneller Laufen antreiben. Wenn es so weiter ging, würde sie vorlaufen und um Rücksicht bitten. Doch nun öffnete sie erst mal die Flasche und hielt sie Jouren hin.
"Hier trink etwas. Das belebt wieder."
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Re: Das verbotene Tal

Beitragvon Foxane » Dienstag 26. März 2013, 15:26

Dem Zwerg konnte sie wenigstens etwas Freude bereiten. Diese Hoffnung zerstört zu wissen, wäre traurig. Auch verriet sie ihm nicht, dass sie dort unten noch einige Fässer Amazonenbier zurückgelassen hatten. Falls die noch da waren, dann würde es ein berauschendes Fest geben. Freismer, der alles mitgehört hatte, war natürlich am Buch interessiert. Foxane lächelte ihn an:

"Ja, das Buch wurde von der Kriegsherrin in den Orden der Priesterinnen gebracht. Seit dem Krieg ist es wohl verschollen. Wie du sicherlich weißt, ist Patria dem Erdboden gleichgemacht worden. Ich glaube, dass vorher alles getan wurde, um zu verhindern, dass das Buch in die falschen Hände geraten konnte.
Das reicht, erzähl nicht mehr. polterte Gif in ihrem Kopf. "Ja ja, mehr kann ich auch nicht berichten."


Sie blickte nach hinten, um zu sehen, wie weit die anderen waren. "Halt! Wo sind Ayla und Jouren?" Sie hielt sich die Hände über die Augen, da die Sonne blendete. Nur schemenhafte Umrisse, die sich in ihre Richtung bewegten, konnte man noch ausmachen. Dann waren die beiden klar zu erkennen.

Ärgerlich auch über sich selbst, da keine Nachhut gebildet wurde, stellte sie die Frage an die beiden Manns-Krieger: "Wer von euch sichert mal bitte das Ende?"
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Re: Das verbotene Tal

Beitragvon Freismer » Dienstag 26. März 2013, 19:45

Die anderen schienen seine Begeisterung wegen diesem Buch nicht zu teilen, aber das merkte Freismer gar nicht. Sein Kopf rauchte. Was hatte es zu bedeuten, dass es dieses Buch gab. Was hatte Quendor mit ins Grab genommen oder besser gesagt was hatten die anderen ihm mit ins Grab gelegt? Ein Grab, das mit Sicherheit niemals gefunden werden sollte. Wer konnte schon ahnen, dass die Amazonen so tief schürfen würden? "Danke dir, für die Informationen!", sagte er noch zu der Amazone und ging weiter seinen Gedankengängen nach, bis Foxane plötzlich Ayla und Jouren erwähnte. Freismer drehte sich auch um und sah sie in einiger Entfernung. Es war ihm peinlich, dass er sie wegen diesem Buch ganz vergessen hatte. "Ich mach schon.", murmelte er und ging den beiden entgegen. Es war einfach unverantwortlich, dass sie so weit von der Gruppe entfernt gingen. Als er das Gesicht von Jouren sah, ahnte er aber schon warum.

"Na ihr zwei Damen!", begrüßte er sie und legte Ayla sofort den Arm um die Schulter. "Ich hätte gleich bei euch bleiben sollen, aber die Amazone hat da gerade Ungeheuerliches erzählt! Und ich musste es genau wissen, deshalb bin ich aufgehalten worden."
Er überlegte kurz ob er es vor Jouren ansprechen sollte, aber eigentlich gab es keinen Grund dagegen. Sie war kein Kind mehr und genauso ein Teil der Gruppe wie jeder andere auch. Er sah kurz zu ihr und sah ihren Schmollmund, was ihn grinsen ließ. Es war schön, dass sie da war! Er umschloß Ayla noch ein bisschen fester, genoss das wunderbare Gefühl und hoffte es würde so bleiben, auch nach ihrem Gespräch. "Sagt dir der Name Quendor etwas?", fragte er Ayla.
Wenn zwei Falken auf einem Baum sitzen und ein Schwarm Wildenten fliegt vorbei, dann sagt auch nicht ein Falke zum andern: "Schau, da fliegt die Mehrheit, das muss der richtige Weg sein, schließen wir uns an!" Sie werden weiterhin als Falken dem Weg der Falken folgen.

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Re: Das verbotene Tal

Beitragvon Omando » Mittwoch 27. März 2013, 08:37

Der Waldläufer stromerte schon eine Zeit lang durch das Tal. Abwechselnd lief er mal schneller, dann wieder schlenderte er. Ein schönes Plätzchen war schnell gefunden und er zog seine Holzpfeife heraus. Das Tabaksäckchen wurde immer leerer. Er seufzte. "Wenn ich nicht bald Tabakpflanzen finde, dann wird's mau." In einem anderen Säckchen hatte er getrocknete Kräuter. Schon lange streckte er den Tabak mit diesen Kräutern. Nur musste er aufpassen, dass er mit den Kräutern nicht übertrieb, denn sie machten ein wenig schummerig. Gut, das Gefühl war super und entspannend. Aber in dieser unsicheren Zeit, wollte er doch meistens einen klaren Kopf behalten. Warum eigentlich? tönte Ton. Dröhn dich doch zu, dann geht's uns beiden noch besser.

Omando hatte gerade keine Lust auf eine Unterhaltung. Als die Pfeife gestopft war, genoss er den ersten Zug. Entspannt lehnte er an einem Stamm. Als er die Augen wieder öffnete, blitzten ihn im Moos des anderen Baumes essbare Kräuter an. Die Blätter hatten noch nicht die volle Größe. Doch das schadete dem Geschmack nicht im Geringsten. Schnell zupfte er diese ab, band die Stängel fest zusammen und befestigte das Bündel kopfüber an seinen Rucksack. Wenn die Kräuter sprießen, dann ging es aufwärts. Die Aussicht auf Tabakblätter wuchs. Ja was waren das noch für Zeiten, als die Händler ihre festen Plätze im Wald aufsuchten? Omando liebte es mit ihnen zu feilschen. Oft tauschte er einen Fasan oder mehrere Hasen gegen Tabak. Goldmünzen besaß er nie viele. Pah und die fünf, die er in der Tasche hatte, nützten ihm jetzt auch nichts. Wo bitte gibt es hier etwas zu kaufen? Er zog genüsslich an seiner Pfeife und die Tabakmischung wirkte. Omando grinste breit. Hach, wie wohl ist mir. Ton, geht es dir auch so gut? Wunnebar ist's, so leicht wie eine Feder.............
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Re: Das verbotene Tal

Beitragvon Jouren » Donnerstag 28. März 2013, 08:41

Jouren musste schon dankbar sein, dass Ayla ihr nur Wasser reichte und nicht schon wieder eine bitter schmeckende Wurzel. Deshalb nahm Jouren auch das Wasser und trank. Es tat gut die Kehle zu befeuchten. Als sie wieder aufblickte, entdeckte sie Freismer, der auf sie zukam. Er nannte sie Dame!! Jouren drehte den Kopf zur Seite und lächelte verstohlen. Er war früher schon eine Frohnatur, der immer guter Laune verbreitete! Jouren wollte sich davon aber nicht beeinflussen lassen und sie hatte recht schnell ihre Gesichtszüge wieder unter Kontrolle. Der ewig genervte, frustrierte Ausdruck war wieder zu sehen.

Freismer rechtfertigte sich, weil er nicht bei ihnen gewesen war. Jouren kannte dieses Verhalten von ihrer Mutter. Sie tat den ganzen Tag nichts anderes, als sich bei irgendwem für irgendwas zu rechtfertigen. Jouren hatte sich geschworen, dass sie niemals so werden würde. Es schockierte sie, dass Freismer dieses Verhalten an den Tag legte und sie musterte ihn von der Seite, so dass er es nicht sah. Er wirkte zumindest nicht wie ihre Mutter, sie hatte dann immer auf den Boden geblickt und gebuckelt. Freismer lief kerzengerade, Ayla im Arm geradeaus.

Er begann eine Geschichte zu erzählen, jedenfalls kam es Jouren so vor. So begannen doch alle Geschichten oder nicht? Es gab einmal einen Mann namens Quendor...

"Natürlich kenne ich Quendor! Wer kennt diesen Namen nicht in den Clans? Er ist doch schuld daran, dass wir uns viele hundert Jahre im Wald verstecken mussten. Er war ein Magier oder nicht? Und er stürzte alle Männer ins Verderben." Jouren machte eine Handbewegung, die andeutete wie man einem Menschen die Kehle durchschnitt. Jouren liebte Geschichten und wenn der alte Estemar abends am Feuer saß, setzte sie sich als Kind immer dazu und lauschte ihm. Er erzählte von Drachen und Dämonen, von dunklen Magier und dem Lichtmagier Sorius oder wie der hieß. Diese Geschichten waren großartig!
Erst jetzt wurde Jouren klar, dass sie ganz schön viel gesprochen hatte und dabei war sie sich eigentlich sicher, dass Freismer Ayla angepsrochen hatte und nicht sie. Sie hatte noch mehr auf der Zunge, aber sie schwieg, peinlich berührt.
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Re: Das verbotene Tal

Beitragvon Kavita » Freitag 29. März 2013, 10:20

Anscheinend war das Buch seit dem Krieg verschollen, was leider etwas ungünstig war. Aber Foxane klang so gelassen, dass Kavi sicher war, dass die Amazonen alles bedacht hatten, um das Buch zu schützen. Dann bemerkte sie ebenfalls, dass Ayla und Jouren ganz am Ende gingen und schickte gleich eine Nachhut aus. Freismer lief sofort ans Ende der Gruppe und sie warteten, bis Ayla und Jouren ein Stück näher waren, eher sie wieder losliefen.

Kavi nutzte die Chance, dass sie mit Foxane mehr oder weniger alleine lief – die anderen waren alle miteinander beschäftigt und Grabul lief vor ihnen – und begann gleich wieder ein Gespräch. Die ganze Zeit brannte ihr schon die Frage nach Shanna auf den Lippen, aber irgendwie traute sie sich doch nicht. Solange sie die Antwort nicht kannte, konnte sie sich alles mögliche einreden, aber wenn sie erstmal gefragt hatte, würde sie vielleicht etwas hören, was sie nicht hören wollte. Andererseits war es so ja auch kein Zustand.

„Meine Schwester ist auch eine Amazone.“, erklärte sie daher mit Blick auf Gorsi. „Sie heißt Shanna. Sie ist auch eine Reiterin.“ Eigentlich hatte sie noch sagen wollen, dass sie selbst ebenfalls aus Patria kam, aber dann würde sie erklären müssen, wie sie bei den Verborgenen gelandet war. Also war sie lieber still und sagte erstmal nichts mehr. Vielleicht kannte Foxane Shanna auch gar nicht – wobei das natürlich unwahrscheinlich war.
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Re: Das verbotene Tal

Beitragvon Foxane » Freitag 29. März 2013, 12:46

Foxane schmunzelte zuerst über den Zwerg, der eifrig vor ihr herlief. Er hatte so eine Art von Turbo-Schrittgang eingelegt und watschelte förmlich. Dann lächelte sie über Freismer und nickte ihm zu als er zu Ayla und Jouren lief. Da sind ja die richtigen drei zusammen.
Sie überlegte, ob ihr noch irgend etwas einfiel über den Verbleib des Buches. Aber sie konnte sich beim besten Willen an nichts mehr erinnern.

Kavita schloss dichter auf. Kaum hatte die Zauberin ihre Frage gestellt, da antwortete die Amazone voller Freude. "Was? Shanna ist deine Schwester? Und ob ich sie kenne. Sie war….ist eine der besten Reiterinnen unseres Ordens gewesen." Diesmal sollte sie lieber nicht so weit ausholen, denn Kavita litt bei jedem weiteren Wort. "Ich glaube, dass Shanna noch lebt. Das letzte Mal als ich sie sah, waren wir gemeinsam, wenn auch in getrennten Truppen, auf dem Schlachtfeld. Es war wohl die letzte Truppenschlacht der Amazonen, Kriegerinnen und Krieger. An diesem verdammten Tag rückten von allen Seiten Hundertschaften der Schergen Zúls heran. Wir wurden total umzingelt und die Lage war schier aussichtslos. Wer es erkannte und konnte, trat blitzschnell den Rückzug an, der für fast alle tödlich endete. Ich schätze, dass nur zirka eine Handvoll von uns, wenn überhaupt, überlebt hat.
Ja und ich sah auch Shanna, wie sie in den Wald rannte. Wir alle rannten um unser Leben in verschiedene Richtungen, um die Verfolger zu irritieren und abzulenken. Das war meine letzte strategische Tat in dieser Schlacht."


Sie holte tief Luft und klopfte Kavita leicht auf die Schulter. "Hör mal. Deine Schwester, die wesentlich jünger als ich ist, wird es bestimmt auch geschafft haben."
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Re: Das verbotene Tal

Beitragvon Grabul En´Ogrim » Samstag 30. März 2013, 11:26

Diese lahmen Höhlenschnecken. Das war doch nicht zu fassen. Jetzt blieben sie gänzlich stehen und warum, weil diese Gören da hinten die Zeit aller Welt hatten. Zum Barte ausreißen war das! Grabul blickte sehnsuchtsvoll zu der Gesteinswand vor ihm und lief weiter in genau diese Richtung.
"Kann es jetzt mal weiter gehen?!"
Genervt rollte er seine braunen Kulleraugen. Die Sonne brannte, zumnindest für Zwergenaugen, qualvoll stark. Er kniff sie zusammen und begutachtete einmal mehr die Steinwand vor ihm. Und da erblickte er ein schwarz klaffendes Loch. Waren sie schon da? War dies der Eingang zur Erzmine. Grabul war nicht mehr zu bremsen. Sein Herz hüpfte aufgebracht.
"Da, du wilde Amazone, ist es dort? Sind wir schon da? Ist dies die Erzmine?"
Der Schmied begann ungeduldig von einem Bein zum anderen zu hüpfen. Man musste schon genau hinsehen. Als Zwerg hatte er sowieso ein Gespür für Höhlenzugänge und dessen Wege. Er war eben ein Zwerg durch und durch. Und dieser wollte endlich hinein.
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Re: Das verbotene Tal

Beitragvon Kavita » Samstag 30. März 2013, 13:40

Wie erwartet kannte Foxane Shanna tatsächlich und bei ihren Worten lief Kavita dunkelrot an vor Stolz. Sie schien richtig zu wachsen und es freute sie, als hätte Foxane sie selbst gelobt. Ja, schon als Kind war Shanna begeistert von Gorsaks gewesen und hatte – im Gegensatz zu Kavi - Reittalent gezeigt.
Auch die nächsten Worte der Amazone taten gut, auch wenn Kavi bei ihrer Schilderung die Tränen in die Augen schossen.

„Oh, wirklich, du hast sie gesehen?“, hauchte sie. Gut, Sha war in den Wald gerannt, soweit hatte sie sich das schon gedacht. Aber sie war nicht unter denen gewesen, die sich hinter den Fluss zurück gezogen hatten. Also entweder war sie unterwegs aufgehalten worden (sie wollte es sich gar nicht ausmalen!) oder sie hatte irgendwie die Orientierung verloren und war in die falsche Richtung gelaufen. Wenn Kavi ehrlich war, wusste sie, dass das nicht allzu wahrscheinlich war, immerhin kannte Shanna sich aus. Aber andererseits war es schwer, in einer Schlacht den Überblick zu behalten. Die Chancen standen nach wie vor nicht so gut, aber trotzdem war sie erleichtert, dass sie gefragt hatte. Immerhin wusste sie nun mit Sicherheit, dass sie zu einem gewissen Zeitpunkt noch gelebt hatte und nicht schon niedergemetzelt worden war. Und auch Foxane schien überzeugt zu sein, dass Sha es geschafft hatte.

„Ja.“, sagte Kavi und schniefte ein bisschen, aber trotzdem war ihre Stimme fest. „Sie ist eine Kämpferin und Amazone durch und durch. Wenn sie es bis in den Wald geschafft hat, hat sie es bestimmt geschafft, sich durchzuschlagen. Danke, Foxane.“ Plötzlich war ihre Laune um einiges besser.
Sie wischte sich schnell über die Augen und drehte sich um. Hinter ihnen gingen Korgal und diese Kendra. Mit Korgal würde sie wegen der komischen Feuersache nochmal reden müssen, aber nicht jetzt. Das wollte sie lieber machen, wenn sie alleine waren. Trotzdem wandte sie sich an den Krieger und seine Freundin und lächelte ihn herzlich an.

„Es tut gut, dass wir jetzt einen Plan haben, nicht? Bestimmt sind wir gleich da. Ich bin gespannt, wie die Mine ist. Hoffentlich bietet sie einen guten Schutz und hoffentlich gibt es eine Feuerstelle, dann können wir es uns ein bisschen gemütlich machen.“, redete sie drauf los und gerade, als sie es gesagt hatte, hopste Grabul auf sie zu. Vor ihnen war eine Steinwand aufgetaucht und so wie es aussah, waren sie angekommen.
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Re: Das verbotene Tal

Beitragvon Ayla » Samstag 30. März 2013, 16:18

Ayla öffnete soeben den Mund zur Antwort als es aus der Kleinen regelrecht hinaussprudelte. Die Geweihte sah zu Freismer auf und schmunzelte. Es hatte irgendwie etwas von einer kleinen Familie, so wie sie zusammen liefen, volllkommen entspannt. Ayla war genau in diesem Moment glücklich.
"Du bist klug Jouren, mehr hätte ich auch nicht über ihn sagen können."
Sie lobte das Mädchen und um dies zu unterstreichen, drückte sie sie seitlich an sich. Natürlich hätte sie noch Kleinigkeiten anfügen können, aber sie wollte Jourens Leistung in nichts schmälern.
In diesem Moment polterte es von vorn. Ayla zuckte etwas zusammen bei dieser Lautstärke. Diese permanente Vorsicht vor Gefahren war definitiv nicht an der Geweihten vorüber gegangen.
"Gute Göttin, wie kann so ein kleiner Kerl so eine tiefe, laute Mannsstimme besitzen?!" Dennoch liefen nun auch die drei Nachzügler etwas schneller in Vorfreude endlich da zu sein.
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Re: Das verbotene Tal

Beitragvon Omando » Sonntag 31. März 2013, 21:51

Omandos Sinne sahen bunte Nebelschwaden vorbeiziehen. Hellblau, Kupferrot, Lindgrün - wie die Regenbogenfarben. Er wusste nicht, ob er ein wenig geschlummert hatte. Auf jeden Fall hatte er zu viele Kräuter unter den Tabak gemischt. Der Tiefstand der Sonne zeigte die baldige Nacht an. "Das ist alleine deine Schuld", motzte er Ton an. Dieser blieb stumm. War wohl noch zugedröhnt.
Der Himmel war fast wolkenlos. Gute Aussichten, dass heute Nacht der Mond leuchten könnte. Der Waldläufer fühlte sich ausgeruht und voller Tatendrang. So können wir die Nacht durchlaufen. Ja du, ich ruh mich noch aus, tönte Ton. Die Bassstimme lachte. Träum weiter Ton.

Nach einer Weile verlangsamte Omando sein Tempo. Da waren Spuren. Oh Mann! Eindeutig von Personen und zwar von mehreren. Sie waren unterschiedlich in Größe und Gewicht. Er schätzte, dass es sechs bis sieben sein mussten und von Frauen und Männern. Was war das? Kot! Er kniete nieder, berührte den Kot und zerrieb es zwischen den Fingern. Dass es Gorsakmist war, erkannte er auf den ersten Blick. Die Hinterlassenschaft war noch nicht gänzlich ausgekühlt. Bedeutet, dass sie nicht weit entfernt sein konnten. Omando lief das Gebiet großflächig ab. Ah noch eine Fährte. Aber diese führte bis kurz vor den anderen und endete an einem großen Baum. Der Waldläufer kombinierte: Diese eine Person beobachtete die Gruppe und die Spuren führten wieder zurück in den Wald.

Sein Herz hüpfte, sein Puls beschleunigte so stark, dass er schwitzte. "Ton, siehst du das da? Es müssen Menschen sein. Wer außer diesen führen einen Gorsak? Ohadus, Namenlosen oder wie man die Kreaturen sonst noch nennt bestimmt nicht."
Einen großen Schluck aus seinem Trinkschlauch nehmend, seine Schuhe fester schnürend rannte er los. "Ton, wir werden auf unseresgleichen treffen. Ich hoffe, nein ich weiß, dass es die Guten sind."
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Re: Das verbotene Tal

Beitragvon Omando » Donnerstag 4. April 2013, 16:30

Es konnte ihm gar nicht schnell genug gehen. Flink wie ein Wiesel huschte er dahin. Die Spuren der Gruppe waren deutlich zu erkennen. Nein, jetzt machen wir noch lange keine Rast, prustete er zu Ton. Der beschwerte sich und wollte doch nur blödes Zeug babbeln. Schon wurde er wieder von Ton abgelenkt und es kam wie es kommen musste. Omando trat direkt in einen großen Moospilz, der Pilzschleim ploppte laut und schoss nach allen Richtungen. Omando rutschte, verlor den Halt, ruderte wie wild und fiel bäuchlings hin. "Aua! Mist, das kommt davon, wenn du laufend quasselst, Ton."

Als er sich erhob, klebte es überall am Körper. Er war nicht nur auf einem dieser Pilze ausgerutscht, sondern in ein ganzes Feld davon hineingefallen. Seine ganze Vorderseite war mit klebrigem Schleim überzogen. "Sieh dir das nur an. Jetzt müssen wir uns erst waschen. Halte Ausschau nach einer Quelle." Nach einer Weile fand er einen kleinen Tümpel und wusch zuerst seine Kleidung und dann sich selbst. Die Kleidungsstücke hängte er über einen Ast und sich selbst parkte er ebenfalls auf einen dicken Ast. Nun kommst du doch noch zu deiner Pause, du Nörgler.
Von ganz weit entfernt vernahm er Stimmen.
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Re: Das verbotene Tal

Beitragvon Drakan » Sonntag 7. April 2013, 19:43

Kommend vom Supra Silva

Der Morgen kam und Drakan erwachte mit einem Lächeln auf den Lippen. Er hatte geträumt. Die Lichter haben wieder getanzt und er war mittendrin, mit all den anderen Papilias. Sie haben gelacht, sich geneckt und bis in die Nacht hinein getanzt. So einen schönen Traum hatte er schon seit dem Beginn des Krieges nicht mehr gehabt. Ihm war, als hätte die Göttin ihm ein Zeichen gesandt, dass er das Richtige tat. Der Tag war plötzlich heller, als alle davor, er lud ihn ein die Flügel zu spreizen und die Welt zu erkunden. Drakan schloss die Augen und atmete tief durch. Der Geruch der kalten Erde stieg ihm in die Nase, er hörte die Blätter im Wind rauschen und das leise Lied des Lebens.
Er musste schlucken, als er die Augen wieder öffnete. Es tat so unendlich weh, diese absolute Schönheit mit der Gewissheit des vergangenen Krieges in Einklang zu bringen. Vielleicht würde er eines Tages den Schrecken vergessen können!

Er aß ein bisschen was und flog so schnell wie möglich weiter. Er konnte es nun kaum abwarten in das Tal zu kommen und die Samen auszubringen. Die Landschaft flog unter ihm vorüber und er nahm jedes Detail in sich auf. Jeder Stein, jeder Baum, alles schien ein bisschen grüner, ein bisschen lebendiger. War es möglich, dass Zûls Verderbnis nicht bis hierher gereicht hatte?
Der Tag flog dahin wie die Bäume unter ihm. Er machte ein paar kleine Pausen, kundschaftete einige Teiche und Bäche aus und hielt schon Ausschau nach den richtigen Plätzen für seine Drakanblümchen. Für sie kam nur das Beste in Frage! Und dann sah er ihn! Einen wunderschönen Stein, in der richtigen Lage und Neigung. Er flog einen kleinen Bogen, denn so schnell hätte er nicht abbremsen können. Er landete vor dem Stein, lief einmal herum und tatsächlich, alles war perfekt. Das Blümchen hätte genügend Platz, um unter dem Schutz des Steins zu gedeihen und es würde dabei noch genug Licht bekommen und auch nicht zu viel im Sommer.

Drakan nahm sein Samensäckchen und legte es beiseite. dann zog er seine Waffen aus, krempelte die Ärmel hoch und ging feierlich zu dem Platz, den er auserkoren hatte! Mit den bloßen Händen begann er kniend eine kleine Kuhle auszuheben. Hand für Hand schaufelte er feierlich die Erde beiseite und sprach leise mit ihr.
"Ich vertraue dir heute meinen Samen an! Du musst ihn gut nähren und dich immer gut um ihn kümmern. Hörst du!" Dann ging er zu dem Säckchen, putze sich die Finger ab und zog einen Samen aus seinem Beutel. Feierlich trug er ihn auf zwei Händen zu dem Erdloch. Er küsste ihn noch einmal und legte ihn mit der Wurzelanlage seitlich in das Loch. Liebevoll sah er eine ganze zeitlang auf ihn herab, bis er ihn mit der Erde bedeckte, eine kleine Wasserflasche herauszog und ihn noch einmal wässerte. Dann flatterte er auf den Stein und schlemmte ein bisschen von seinem Nektar! Das war ein sehr erfolgreicher Tag gewesen. Schade, dass Cendaria nicht hier war!
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Re: Das verbotene Tal

Beitragvon Omando » Dienstag 9. April 2013, 20:45

Der Eingedöste zuckte kurz und konnte sich gerade noch auf dem Ast halten. Da war er doch tatsächlich nackt eingenickt. War da gerade ein Summen oder eine Stimme? Der Nackedei ist wach, hurra tönte Ton. Nö, die Stimme von Ton war es nicht. Egal. Er fror. Brrr und zwar ganz gewaltig. Seine Sachen waren fast getrocknet. Schnell schlüpfte er hinein. Sein Magen fing an zu meckern. Das war ja nix Neues. Hach, was würde er jetzt für einen Spießbraten alles tun. ALLES. Der Rest vom Trockenfisch, ein paar Erdkugeln mit getrockneten Kräutern, das war sein karges Mahl. Und als Nachtisch gönnen wir uns ein kleines Kräuterpfeifchen, nicht wahr? Oha, der nun wieder. Da sein Tabakvorrat gefährlich abnahm, verkniff Om sich das Vergnügen. Der Fisch forderte sein ihm zustehendes Wasser. Om setzte den Wasserschlauch an und ließ das Nass die Kehle hinunterlaufen bis er merkte, dass die Flüssigkeit warm und nicht mehr frisch schmeckte. In einem hohen Bogen prustete er das Wasser wieder aus, hob den Schlauch an und ließ das Wasser den Baum hinunter plätschern. Wie konnte einem Waldläufer das passieren? fragte Ton vorwurfsvoll. Klappe zu und aus, war die Antwort. Verdammt, er hatte einen riesigen Brand, höllischen Durst. Er hüpfte und hangelte sich von Ast zu Ast bis er die letzten Nims mit einem sportlichen Sprung nahm.

Pech nur, dass er mit dem linken nackten Vorderfußballen direkt auf einen spitzkantigen Stein traf. "Uuuuuaaaaaaa"….. Oha, das tat aber weh. Mein armer, du, war Tons trockener Ton. Omando rollte auf dem Rücken mit dem linken Fuß zwischen seinen Händen hin und her. Tapfer versuchte er den Schmerz zu unterdrücken. Nein, er schrie nicht, sondern wimmerte leise, fast stumm, wie tapfere Krieger das tun. So viel Unglück. Das war nicht normal. Seit ich nur mit dir zusammen bin, passiert mir das. Das muss ein Ende haben. Wenn ich die richtige Maid, die einzige und absolute endlich finden werde, dann säge ich dich ab. Ton, ja dich, wie einen toten Ast. Säg, Zack, Knirsch, Krach und ab. Kaputt, tot, umfall und aus. Du tot und meine Pechsträhne verfällt zu Asche.

Wer auch immer sich ein Bild von einem Waldläufer machte, eines lag auf der Hand: Waldläufer bedeutet gut zu Fuß zu sein = flinke, gesunde Füße. Also war dies hier eine fast mittlere Katastrophe. Der Stein hatte eine tiefe Wunde in den Fußballen gerissen. Es blutete stark.

"Zwangspause!" verordnete die Bassstimme, der Meister, also Om und begutachtete seine Verletzung.
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Re: Das verbotene Tal

Beitragvon Omando » Mittwoch 10. April 2013, 16:36

Das ist deine Schuld. Hättest mich daran erinnern sollen, dass ich die Schuhe am Baum liegen ließ. Egal. Nun war es eben passiert. Er humpelte zum Tümpel, tunkte das Stück Leinen ins Wasser und reinigte so gut es ging die Wunde. Jetzt hatte er aber Glück. Die Jahreszeit war auf seiner Seite. Er entdeckte das heilende Moos während er zurückhumpelte und trennte mit dem Messer ein passendes Stück heraus. Gut, dass ich bei meinem Ziehvater, dem alten Druiden, aufgepasst habe. Wie oft kam er als kleiner Junge mit aufgeschürften Stellen zur Hütte zurück. Der Alte versorgte damals seine Wunden. Er erklärte ihm damals, welches Moos für welche Wunde half und wo es zu finden war. Bevor er das Moos umband, kontrollierte er ganz genau, ob auch kein Krabbeltierchen drin war. Er war nämlich höllisch kitzelig. Als er die Schuhe überzog und einige Probeschritte wagte, schmerzte es zwar aber ein harter Kerl wie er steckte das weg.

Om überlegte, ob er hier rasten oder doch weiterziehen sollte. Die Spuren der Gruppe zeigten an, dass sie nicht mehr weit entfernt sein konnten. Also entschied er lieber einen qualvollen Weg zu gehen als hier die Zeit zu vergeuden. Du bist wahrlich ein ganzer Mann, ein starker Om-Mann. Ja aber wegen meiner Schmerzen habe ich mir auf jeden Fall ein Pfeifchen verdient. Das ist eine rein medizinische Maßnahme, wenn du verstehst? Klar mach nur. Ich kann es auch kaum erwarten.
So stopfte er das Pfeifchen mit ordentlich viel Kräuter und wenig Tabak. Nach einer Weile wirkte das Kraut und Om zog tapfer, humpelnd und ein wenig schwankend davon.

= weiter 'Die Erzmine'
Bäume, Pflanzen und Getier.
Solang sie da sind, bleib ich hier.
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Re: Das verbotene Tal

Beitragvon Drakan » Mittwoch 17. April 2013, 18:51

Drakan saß immer noch dort und der Abend war fast herein gebrochen. Das Licht wurde dämmrig und die Kälte kroch schon wieder ins Land. Drakan hatte einen verträumten Gesichtsausdruck. Das war das Schönste was er seit langer Zeit getan hatte. Und es war nicht nur schön gewesen, sondern auch bedeutend. Andere, vor allem Menschen, würden das niemals verstehen können. Diesen Moment konnte man niemandem näher bringen, der nicht selbst Papilia war. Nicht nur der Samen in der Erde würde gedeihen und wachsen, sondern auch der Samen, den er in seinem Herzen geplanzt hatte.

Im Heerlager hatte er ein langes Gespräch mit einer Priesterin geführt und es hatte sehr erstaunliche Ähnlichkeiten zwischen dem Heilen und dem Sähen von Samen gegeben. Auch eine Priesterin wurde von einem Gefühl der Glückseligkeit und Frieden erfüllt, wenn sie die Kraft der Göttin anrief.
Er war sich ganz sicher, dass dies hier der beste Platz für den Samen war, den er finden konnte. Die Erde roch gut und nährreich. Sie war nicht vom Blut durchtränkt.

Nicht mehr lange und das letzte Tageslicht würde auch noch schwinden! Drakan hüpfte auf seine Füße, streckte sich und seine Flügel. Was für ein herrlicher Tag! Und nun galt es in der Nähe ein Nachtlager zu finden, damit er morgen seinen Samen wieder wässern konnte, um danach weiter zu ziehen und ein Plätzchen für die Restlichen zu finden. Es gab immerhin noch einiges zu tun.
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