Das verbotene Tal

Tauche ein in die Welt von Aurorae!

Re: Das verbotene Tal

Beitragvon Jouren » Freitag 15. März 2013, 22:02

Foxane ging auf Korgal los und das fand Jouren natürlich spannend. Und dann begann Freismer zu sprechen. So kannte Jouren ihn gar nicht. Früher war er mit den anderen immer ein Hitzkopf gewesen und nun wirkte er so erwachsen. Ja natürlich, er war erwachsen, aber so reif erwachsen. Sie hatte Gespräche mit angehört, wo man sich erzählte, dass Freismer der neue Führer der Falken sei. Alle haben gelacht, aber Jouren hatte sich damals gefreut. Und auch jetzt freute sie sich, dass er bei ihnen war. Sie würde wohl fast alles tun, was er vorschlug. Sie war nicht gerade das, was man neutral nannte!

Ein jeder von ihnen brachte nun seine Vorlieben vor, beziehungsweise seine Vorstellung von einer Zukunft. Jouren hörte ganz genau hin. Beim Zwerg kicherte Jouren leise. So ein Holzkopf aber auch! Essen... ja das konnte man sehen, dass er sehr gerne aß. Ihm hatte wohl noch niemand beigebracht, dass man mit so vollem Mund nicht sprach. Jouren beugte sich vor, als er zu Ende gesprochen hatte und flüsterte ihm leise zu: "Dich versteht doch keiner, wenn du den Mund so voll hast!"
Dann sagte die neue Frau etwas und Jouren begutachtete sie ganz genau. Sie schien eigentlich ganz nett zu sein. Sie war auch noch nicht so alt und trug auch Waffen, um genau zu sein Äxte. Jouren verglich die Äxte des Zwerges mit denen der jungen Frau und kam zu dem Entschluss, dass die vom Zwerg besser aussahen.
Foxane schien sich schon für den nächsten Krieg zu rüsten und Jouren grinste. Diese Frau hatte ein Temperament, da konnte sie sich noch eine Scheibe abschneiden und dann kam Ayla. Jouren lutschte auf ihren Trockenfleisch herum und dann sagte sie IHREN Namen. Jourens Kopf wurde sofort knallrot und sie blickte schnell zu Boden. Bei der Göttin war ihr das peinlich! War sie nun ein lästiges Anhängsel für die anderen? Sie biss sich auf die Lippe. Ayla entspannte jedoch die Lage, in dem sie doch noch fragte. Jouren überlegte einen Moment, ob sie nun beleidigt sein sollte oder nicht, aber da sie keinen wirklichen Grund dazu hatte, sagte sie ebenso leise: "Nein, soweit bin ich wohl noch nicht." Und das fiel ihr wirklich schwer! Aber so war es nun mal, vielleicht gab es für jeden einen Platz. Ihr Platz war nicht auf dem Schlachtfeld, sondern im Lager und solange sie ihren Dolch hatte, kam ihr kein Mann zu nahe! Zärtlich strich sie über ihre Waffe und sah in die Runde. Wer würde als Nächstes sprechen?
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Re: Das verbotene Tal

Beitragvon Kavita » Sonntag 17. März 2013, 13:22

Nach und nach trugen nun alle ihre Meinung und ihr Ziel vor. Ihre Ansichten ähnelten sich alle halbwegs und Kavita begann nachdenklich auf ihrer Lippe zu kaufen. Was wollte sie eigentlich? Darüber musste sie sich erstmal klar werden. Bis auf Ayla und Jouren klangen alle sehr kampfeslustig, aber Kavi teilte die Bedenken von Ayla. Während die anderen sprachen, besah sie sich nochmal unauffällig Freismer. Er kam ihr irgendwie bekannt vor und plötzlich dämmerte ihr, dass er auch in Symphonies Gruppe dabei war. Aber da er sie anscheinend nicht erkannt hatte, beschloss sie, ihn auch nicht darauf hinzuweisen. Es war auch nicht mehr wichtig.
Schließlich war die Runde bei ihr angekommen. Natürlich hing sie an ihrer Heimat und war prinzipiell bereit, dafür zu kämpfen, aber hatten sie wirklich eine Chance? Und hatten sie nicht eigentlich alle genug gesehen? Ihre Ansichten schwankten, aber andererseits, gerade weil sie nichts mehr hatten, hatten sie auch nicht mehr viel zu verlieren - naja, außer ihrem Leben… sie war sich nicht sicher, ob sie ihre Gedanken alle klar formulieren konnte.

„Ähm…“, begann sie unsicher und räusperte sich erstmal.
„Also, ich finde, wenn wir alle bereit sind, an einem Strang zu ziehen, sollten wir versuchen, zu kämpfen. Vielleicht wäre es leichter, weiterzuziehen, aber vielleicht haben wir auch wirklich eine Chance. Ich teile Aylas Bedenken – ein großes Heer hatten wir schon und das hat nichts gebracht. Zûl…“ – sie zögerte ein bisschen bei seinem Namen und erinnerte sich an das, was sie im Lager gehört hatte – „hat es eigentlich ganz geschickt angestellt. Sie haben kleine Gruppe ausgesandt und uns ebenfalls in Gruppen abgefangen. Wenn wir es versuchen, sollten wir es so probieren, wie Ayla schon gesagt hat, aber wo sollen wir anfangen? Wir wissen nicht, wo Zûls Leute überall sind.
Und als Rückzugsort, gerade auch für Jouren, könnten wir zur Not die Höhle nehmen, in der wir letzte Nacht waren. Also falls wir nichts besseres finden. Wenn wir das wirklich machen wollen, müssen wir gut überlegen und planen. Es wäre gut, wenn wir Karten hätten. Kennt sich hier jemand aus?“

Sie sah in die Gruppe und im nächsten Moment war sie erschrocken über sich selbst und lief knallrot an. So viel hatte sie gar nicht sagen wollen und sie hatte Angst, dass die anderen dachten, sie würde sich aufspielen. Aber andererseits war es einfach nicht mehr an der Zeit, still zu sein und den Mund zu halten. Es gab nicht mehr viele Leute, die irgendetwas für sie regeln konnten. Wenn ihr etwas wichtig war, würde sie sich künftig wohl selbst darum kümmern müssen. Also los!
„Ähm, ich bin übrigens Kavita.“, fügte sie dann noch hinzu.
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Re: Das verbotene Tal

Beitragvon Korgal » Montag 18. März 2013, 00:21

Korgal quittierte Foxanes Äußerungen ihm gegenüber mit einen freundlichen Lächeln und Kopfschütteln zugleich. Ihre Art, ihren Unmut direkt zu äußern gefiel ihm, da er sie dadurch besser einschätzen konnte. Ihm war diese Gattung Mensch, die einem direkt ins Gesicht schlug und beleidigte, lieber als die, die mit Intrigen und Heimlichtuerei arbeiteten. Er wusste lieber direkt woran er war, auch wenn es schmerzte. Es war immer noch besser, als wenn man erst ein falsches, freundliches Bild von jemanden aufbaute und dieses dann von eben diesen niedergerissen wurde. Der Hüne hörte den Ausführungen und Gedankengängen der anderen zu und schwieg. Er selbst hatte nie vor Auroae zu verlassen. Es war seine Heimat, egal wer gerade herrschte. Der Bärenkrieger würde Zûl niemals sein Zuhause überlassen, solang noch das Blut durch seine Adern floss. Die Bedenken und Befürchtungen der Geweihten verstand er, auch wenn er der Meinung war das Sicherheit heutzutage und Trugbild des eigenen Wunschdenkens war, man konnte Risiken minimieren aber Sicher war man nirgends mehr.

Als dann auch Kavita ihre Ansicht mitgeteilt hatte ergriff er das Wort. „Ich hatte nie vor meine Heimat zu verlassen, geschweige sie Zûl zu überlassen. Deswegen könnt ihr, egal was ihr vor habt, gegen den dunklen Magier zu unternehmen auf mich Zählen.“ Er machte eine kurze Pause und dachte an die grausamen Schlachten zurück bei denen er miterleben musste, wie viele tapfere aber chancenlose Seelen ihr Leben ausgehaucht hatten. „ Ich bezweifele, das wir Zûls Diener suchen müssen. Wenn es stimmt, was ich bisherig von ihnen gesehen habe, suchen sie bereits nach uns. Wie sie nach jeden überlebenden Menschen suchen.“ Er rieb sich über das bartlose Kinn und versuchte ihre Situation besser ein zu schätzen „Die Höhle ist zwar ein guter Platz zum übernachten, aber wir können uns dort nicht längerfristig einrichten. Sie liegt zu nah am Eingang des Tals und ist nahezu schutz- und ausweglos einen überraschenden Angriff ausgeliefert. Zumal das Gorsak hier keinen Platz findet und vor der Höhle bleiben müsste, was die verstecke Lage wider zunichte macht.“
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Re: Das verbotene Tal

Beitragvon Freismer » Montag 18. März 2013, 08:33

Freismer hörte den Ausführungen der anderen ganz genau zu und nickte ab und zu. Er konnte beide Seiten verstehen und Ayla hatte absolut Recht. Während Wort für Wort gesprochen wurde, fühlte Freismer wie ein alt bekanntes Gefühl mehr und mehr von ihm Besitz ergriff und es fühlte sich an, als würde er mit jedem Wort größer werden. Als hätte ihn der Krieg, die Erlebnisse zu einem Zwergen schrumpfen lassen und nun mit der Hoffnung, die ihm Kendra wiedergegeben hatte, begann er wieder der Alte zu werden. Mit jedem Wort wuchs ein Bild heran, das absolut machbar war. Etwas das ihm nicht nur Hoffnung gab, sondern das schon bald Wirklichkeit werden könnte. Er sah in das Gesicht von jedem der anwesend war und konnte ein schiefes Grinsen nicht unterdrücken. Eine kleine Gruppe mit 8 Leuten, davon ein Mädchen und er glaube tatsächlich, dass sie es schaffen könnten. Nur mit Mühe konnte er ein lautes Lachen unterdrücken. Er war verrückt!

"Gut! Sehr gut! All eure Wünsche und Ängste, Hoffnungen und Erwartungen können wir unter einen Hut bekommen. Und nein, keine große Armee, keine angreifbare Herde von Menschen. Diese Zeiten sind vorbei, nun kommen wir aus dem Nichts!
Aber lasst und von vorn anfangen, hier mein Vorschlag an euch, wenn ihr wirklich Interesse habt zusammen zu bleiben und gemeinsam etwas zu unternehmen. Zu allererst sollten wir uns tatsächlich einen sicheren Rückzugsort suchen. Ich kenne diese Höhle nicht von der ihr sprecht, aber wenn Korgal sagt sie wäre zu unsicher, sollten wir uns lieber nach etwas anderem umsehen.
Sobald wir etwas Sicheres gefunden haben, sollten wir uns aufrüsten. Unsere Rüstungen reparieren,"
, dabei sah Freismer zu dem Zwerg, "unsere Waffen, wir sollten uns Gedanken über Essen machen und und, also all das was wir zum normalen Alltag brauchen. Wenn das gesichert ist, werden wir aufbrechen und wir sollten uns vorher auf jeden Fall genau einen Plan ausarbeiten. So nützt es, nach meiner Meinung, sehr wenig die Namenlosen zu Tausenden zu töten, wir müssen an die Ohadus ran! Und das können wir natürlich nicht vor der Haustür tun! Wir sollten all unsere Erfahrung zusammen werfen, dann könnte es gehen."

Freismer sah in die Runde und hoffe inständig, dass er sie nicht damit überrumpelte. Für ihn war es eine Möglichkeit in dieser neuen Welt wieder Fuß zu fassen. Wenn andere das nicht wollten, konnte er das nur zu gut verstehen. Und es fehlten auch noch Leute, aber mit ein bisschen Glück trafen sie noch auf andere und wenn nicht, nun ja, dann würden sie reichen müssen.
"Was denkt ihr? Von der Karte von diesem Tal weiß ich noch, dass ganz tief drin ein alter Steinbruch ist und eine alte Festung. Vielleicht könnten wir uns das ansehen?" Und da grinste er wieder mutmachend in die Runde.
Wenn zwei Falken auf einem Baum sitzen und ein Schwarm Wildenten fliegt vorbei, dann sagt auch nicht ein Falke zum andern: "Schau, da fliegt die Mehrheit, das muss der richtige Weg sein, schließen wir uns an!" Sie werden weiterhin als Falken dem Weg der Falken folgen.

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Re: Das verbotene Tal

Beitragvon Foxane » Montag 18. März 2013, 21:08

Siehe einer an, dachte Foxane, als Korgal ihr zunickte. Obwohl sie ihrer Meinung nach nur einen kleinen Seitenhieb an die Männerwelt verteilt hatte, nahm er es hin und war sogar noch galant. Gut, seine Gedanken konnte sie nicht lesen. Aber sie schätzte diesen Krieger fair und offenherzig ein. Du wirst doch wohl nicht 'Mannstoll' werden?, polterte Gif sogleich. Ohne darauf zu achten, ob die anderen es mitbekamen, musste sie laut lachen. Nachdem alle ihre Meinungen kundgetan hatten, ergriff Freismer wieder das Wort. Was er von sich gab, klang logisch und stimmig.

Mit Eifer bot sie an, dass sie den anderen bei der Reparatur ihrer Waffen und Rüstungen oder sonstigem behilflich sein würde. Immerhin beherrschte sie außer ihrem kämpferischen Können die Kunst des Reparierens.

"Ja, der Steinbruch ist eine gute Wahl. Dort in der Nähe befindet sich auch die alte Erzmine. Ich kenne sie, weil wir vor Jahren eine Expedition dorthin unternahmen. Das Höhlensystem ist irrsinnig groß und verzweigt. Also als Versteck wäre das vielleicht auch eine Möglichkeit."

Dann sprach sie etwas leiser: "Wir sind vier Kriegerinnen und Krieger, ach ja und der Zwerg, wenn er mitzieht, dann fünf, die die unterschiedlichsten Waffenkünste beherrschen. Ayla, die Geweihte und Zauberin Kavita besitzen enorm wichtige Fähigkeiten. Kavita kann die Kraft des Feuers herbeirufen. Ayla, sowie ich es sehen konnte, besitzt die Heilkraft. Falls ich etwas vergessen habe, korrigiert mich.“
Und ob du etwas, ja jemand vergessen hast. Foxane schaute zu Jouren und zeigte lächelnd auf sie: "Natürlich kann auch Jouren viel bieten. Sie scheint eine Meisterin des Schleichens und des blitzschnellen Flitzens zu sein. Ja und bald auch eine, die sich mit dem Dolch behaupten kann. Stimmt's?"

Sie stand auf, ging zu Gorsi und klopfte auf die Panzerplatten. "Nein, dich vergessen wir doch nicht. Unser starkes Reit- und Lasttier.“
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Re: Das verbotene Tal

Beitragvon Kendra » Dienstag 19. März 2013, 08:24

Das Grinsen auf Kendras Gesicht verbreiterte sich. Langsam zeichnete sich ab, dass sie bleiben und kämpfen würden. Es war doch etwas verwunderlich wie schnell der Plan, den sie oder eher Freismer gestern Abend gefasst hatte, plötzlich umgesetzt wurde. Niemals hätte sich Kendra gedacht, dass sie innerhalb von zwei Tagen auf so viele Leute stossen würde, geschweige denn, dass diese Leute wohl ebenso an ihrer Heimat hingen wie sie selbst. Kurz schallte sie sich selbst für den Gedanken. Natürlich hingen alle an ihrer Heimat. Wie könnte es anders sein. Welcher Mensch – oder Zwerg – würde denn sein Heim freiwillig aufgeben?
“Dann gehen wir diese Miene anschauen und sehen ob sie immer noch taugt oder?“, platzte sie einfach in die Runde heraus. Sie war jung und unerfahren und vielleicht war es nicht angebracht, aber Kendra war es egal. Sie wollte etwas unternehmen und die Miene schien der erste Schritt zu sein.
“Dort können wir ja dann all die Pläne schmieden und die Rüstungen reparieren. Da kann ich auch helfen.“ Als zumindest mit allem was Leder war und das andere würde sie lernen. Jawohl.
“Zu lange hier rumstehen und reden sollten wir auf jeden Fall nicht, sonst finden uns die Geblendeten noch bevor wir einen Plan haben. Weiss eigentlich irgendjemand etwas mehr über diesen Zûl?“, sie hörte hier zum ersten Mal von ihm. Der ganze Krieg war Informationsmässig völlig an ihr vorbei gegangen, wenn auch nicht seine Auswirkungen. Kurzum sammelte sie ihre Axt wieder vom Boden auf und steckte sie zurück in die Halterung, bevor sie Erwartungsvoll in die Runde blickte.
Willst du die Göttin amüsieren? Erzähl ihr von deinen Plänen.
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Re: Das verbotene Tal

Beitragvon Grabul En´Ogrim » Mittwoch 20. März 2013, 09:06

Grabul hatte seinen Brei hinuntergeschluckt. Nun schielte er sehnsüchtig zu dem immer noch offenstehenden Sack mit Trockenfleisch. Als Freismer voller Begeisterung ergriffen seine Rede hielt, war dies sein Zeichen noch mal seine Hand hineinzustecken und sich den Mund zu füllen. Es war wie an einem Feiertag ehemals bei seiner Mutter, wenn diese die ganz fetten Maden in einem süßen Mantelteig ausgebacken hatte und er, Grabul immer ein paar noch Warme stiebitzt hatte. Seine großen Kulleraugen leuchteten, seine Wangen überzogen sich in einem Rotton. Selig seufzte er auf und setzte sich neben Jouren auf den Baumstamm. Ein wenig stubste er sie vergeblich rüber. Es wurde kuschlig eng.
"Also nur um dem großen Weibsbild in Erinnnerung zu bringen, weil sie mich vorhin schan fast in ihrer Aufzählung vergessen hätte, wer hat hier den Großen umgehaun?"
Der Zwerg war etwas beleidigt wegen dem, aber nicht nachtragend. Es ihr zeigen, wer von ihnen der 'große' Krieger sein würde, konnte er immer noch oder vielleicht doch lieber nicht. Er schmatzte nochmal laut und deutlich mit offenem Mund, um dann weiter zu sprechen.
"Für ein großes Höhlensystem bin ich immer zu haben, zumal man dort mehrere Ausweichmöglichkeiten hätte und diese auch mit diversen Fallen versehen könnte. Da kenne ich mich aus. Und Zûl, hmm..also das ist der dunkle Magier. Soweit ich weiß, ist Zûl nicht untot, wie seine erschaffenen Kinder. Am liebsten wohl die Ohadus. Die haben keine Augen mehr wie wir, sie orten uns anders. Wir Zwerge besitzen die geborene Nachtsicht, aber die Ohadu sind darin noch besser. Und wir wissen, dass man sie nicht herkömmlich besiegen kann mit Waffen, nur mit Magie, wo wohl unsere kleine Magierin ins Spiel kommt."
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Re: Das verbotene Tal

Beitragvon Ayla » Mittwoch 20. März 2013, 09:47

Ayla fiel ein ganzer Felsbrocken vom Herzen als Jouren ihr dies zuflüsterte. Neugierig besah sie sich die Kleine. Es war leicht sie einfach zu übergehen und sie als kleines schüchternes Kind zu sehen. Aber bei genauerem Betrachten sah man zwei kleine Wölbungen auf der Brust. Es war durch ihre abgemagerte Gestalt schwer ein Alter festzusetzen. Auf jeden Fall schien sie gewillt ihr Leben, durch den Drachenclan erst recht, selbst zu bestimmen. Voller Eifer blickte sie in die anderen Gesichter. Ayla wurde es warm ums Herz. Es war, wie wenn man erkennt, daß das eigene Kind erwachsen wurde. Ayla schüttelte verwirrt den Kopf. Sie kannte doch das Mädchen erst seit ein paar Sonnenumläufen. Jedenfalls hatte ihr Jouren durchaus gezeigt, dass sie sich richtig einschätzen konnte.
Ayla lauschte wieder dem Gesagten. Freismer war auch voller Begeisterung. Die Menschen hier hatten nun ein neues Ziel vor Augen, Lebengeister zeigte sich auf ihren Gesichtern. Ihr Plan von der neuen großen Höhle klang vernünftig und auch das sie sich zunächst um die alltäglichen Dinge kümmern mussten. Als der Zwerg von den Ohadus sprach, sackte die Geweihte in sich zusammen. Sie konnte man nur durch Magie auslöschen? Wie sollte das gehen? Ayla blickte zu Kavita, in ihrer Haut mochte sie nun nicht stecken. Da fiel ihr etwas ein.
"Ich könnte doch noch behilflich sein im Kampf gegen die Ohadus. Ich wusste nicht, daß sie nur magisch unschädlich gemacht werden können. Ich kann noch zweierlei Dinge, ein gleißendes Licht, welches stark blendet. Es wird von der Göttin hervorgerufen. Ich weiß aber nicht, ob das bei den Ohadus oder Untoten funktioniert wegen der ihrer Ortung, da kenne ich mich nicht aus. Und dann kann ich noch für eine sehr kurze Zeitspanne eine Art Glocke erschaffen, die uns einschließt und schützt gegen Schadenszauber. Sie lässt diese soger abprallen und gegen den Wirkenden entgegenschleudern. Das Problem ist nur, die Göttin ist geschwächt. Ich besitze beiweitem nicht mehr die selbe Kraft wie damals. Wenn ich dies einsetze, kann ich vermutlich für einen Tag nicht Heilen."
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Re: Das verbotene Tal

Beitragvon Korgal » Freitag 22. März 2013, 00:13

Die Zuversicht in den Stimmen der anderen wirkte befreiend und beflügelnd zu gleich auf den großen Bärenkrieger und nährte seine eigenen Hoffnungen und Wünsche, die ihn nie verlassen hatten. Ein lächeln zeichnetet sich auf seinen Gesicht ab und wurde selbst als das Thema auf den dunklen Zauberer gelenkt wurde nicht kleiner. Ja sie konnten es schaffen, wenn alle an einen Strang zogen, dachte er bei sich. Der große Bär würde ihnen helfen und mit seinen starken Pranken beschützen.

„Ayla, mach dir keine Sorgen. Ich bin mir sicher das die Göttin wieder erstarken wird und du auf deine volle Kraft zurückgreifen kannst sobald dies gefordert sein sollte.“ Eine feste, fast schon ansteckende Überzeugung schwang in seiner Stimme mit. Korgal würde seinen Geist nicht mit dunklen Gedanken belasten. Er war sich der Gefahr in der sie alle sich befanden durchaus bewusst, doch Trübsal ließ den Menschen träge und gleichgültig werden, weswegen der Bärenkrieger diese nie sein Herz erreichen lassen würde. Ohne mit den Worten Druck auf die anderen ausüben zu wollen sagte er freundlich „Ich denke es ist nun genug beredet, wir sollten aufbrechen. Sonst war das Auskundschaften des Weges vor uns umsonst gewesen und ich müsste dies erneut tun, da zu viel Zeit verstrichen ist.“ Er ging auf Kendra zu „Und um ehrlich zu sein, habe ich darauf keine Lust, nachdem ich endlich wieder ein anderen Bären gefunden habe.“ Mit den letzten Worten legte der Hüne herzhaft seine Hand auf die Schulter der Kriegerin.

„Und wir.“ sprach er leise zu ihr, um sie nicht bloß zu stellen „Werden wohl einige Zeit zum üben und verbessern deiner Kampfkunst und Kraft habe, denn ich bin schon ein wenig enttäuscht, dass du es nicht geschafft hast mich um zu werfen.“ Frotzelte er sie mit zwinkerndem Auge an. Auf die Geschehnisse des letzten Jahres wollte er noch nicht zu sprechen kommen, auch wenn es ihn unter den Fingernägeln brannte. Dazu hatten sie später sicherlich immer noch Zeit, wenn es etwas ruhiger geworden war.
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Re: Das verbotene Tal

Beitragvon Kavita » Freitag 22. März 2013, 14:52

Kavita lauschte Grabuls Ausführungen. Der kannte sich ja richtig aus.

„Ich bin den Geblendeten schon mehrmals begegnet.“, sagte sie dann und dachte etwas schaudernd an die Reise zur Pyramide zurück und an das erneute Zusammentreffen in den Hügelgräbern.
„Es stimmt, dass man sie nur durch Magie bezwingen kann, aber wie es der Zufall so will haben wir wenigstens damit Glück – am empfindlichsten reagieren sie auf Feuer und Licht und diese beiden Dinge sind in unserer Gruppe ja durchaus präsent.“ Sie nickte Ayla zu. Ihre nächsten Worte klangen ebenfalls einleuchtend – auch die Geweihte spürte anscheinend, dass ihre Kraft nicht mehr die gleiche war. Jetzt wusste Kavi wenigstens, warum. Aber sie war sicher, dass auch Aylas Kräfte zurückkommen würden. Leyana hatte den jungen Zauberinnen immer eingetrichtert, dass sie meditieren sollten und Kavi hatte sich meistens erfolgreich gedrückt. Doch wenn sie daran dachte, wieviele Zauberinnen sie jedes Mal gewesen waren und wie wenige Ohadus - was sie der Gruppe lieber verschwieg - würde sie jetzt wohl damit anfangen müssen. Sie musste ihre Kräfte ausbauen so schnell es nur ging und einen Versuch war es jedenfalls wert.

Korgal schlug schließlich vor, dass sie aufbrechen sollten und Kavi sprang sofort auf die Füße. Foxane stand mittlerweile wieder neben ihr und dem Gorsak und Kavi lächelte sie an. Es tat gut, zu sehen, wie alle plötzlich von neuem Schwung erfasst wurden und bereit waren, mitzuziehen. Und Steinbruch und Mine klangen gut.
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Re: Das verbotene Tal

Beitragvon Freismer » Freitag 22. März 2013, 15:27

Freismer runzelte kurz die Stirn bei Foxanes Erwähnung der Erzmiene und das sie in der gleichen Richtung wie der Steinbruch lag. Wenn er sich recht an die Karte erinnerte, dann lag sie eher am Anfang des Tals und nicht wie der Steinbruch ganz hinten. Aber Höhlensystem, groß und verzweigt klangt erstmal gut, deshalb sagte er nichts. Man könnte sich diese Erzmiene ja mal ansehen!
Die anderen schienen genauso begeistert wie er selbst und das freute ihn. Der Mensch war schon ein unzerstörbares Wesen. Man konnte ihm alles nehmen und er sah immer noch einen Hoffnungsschimmer am Horizont. Genau wie bei Korgal, wurde auch sein Grinsen breiter und er nickte dem großen Krieger zu.

"Korgal hat recht! Wir sollten hier nun keine Schlachtpläne ausarbeiten, sondern uns langsam weiter auf den Weg machen, der Tag hat nicht mehr so viele Stunden." Er drehte sich um und griff nach seinen Rucksäcken. Da hatte sich wohl jemand ordentlich bedient und Freismer grinste den Zwerg an, der immer noch Fleisch im Bart hängen hatte. "Wenn du so kämpfst, wie du isst, ist Zûl bald tot!", sagte er zu dem Zwerg, lachte über seine eigenen Worte und warf sich die Rucksäcke über. Im gleichen Moment blieb sein Blick auf dem Gorsak hängen und Foxanes Worte hallten durch seinen Kopf "Lasttier".
Freismer ging zu Foxane und zeigte auf den Gorsak. "Du sagtest Lasttier? Meinst du, ich könnte vielleicht meine Rucksäcke auf seinen Rücken schnallen? Sie sind voll mit Lebensmitteln, also wäre das ein Dienst an der Gruppe!" Freismer grinste breit und hoffte auf eine positive Antwort.
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Re: Das verbotene Tal

Beitragvon Foxane » Freitag 22. März 2013, 16:11

Es wurde auch Zeit, dass sie endlich aufbrachen. Nach ihrer Meinung hätte man diese langwierige Unterredung auch während des Marsches führen können. Aber sie fragte ja keiner. "Kein Humbug. Hat meine Schwester mal gelernt motzig zu sein?" frotzelte Gif. "Pah, im Gegenteil, ich bin bester Stimmung," flüsterte Foxane.

Sie zurrte gerade das Gepäck nochmal fester, da kam Freismer und bat um Tragehilfe. "Ja, stell es erst mal ab. Das Gepäck muss wieder neu verteilt werden." Sie konnte sich ein Augenrollen nicht verkneifen und zwinkerte zu Kavita. Typisch Mannswesen. Unorganisiert und ziemlich langsam von Begriff. Er hatte doch bestimmt genau gesehen, dass sie die ganze Zeit am Gepäck herum werkelte? Nein, sie wollte sich die gute Laune nicht verderben lassen und packte in Windeseile alles um. Den Rucksack von Freismer, der irre schwer war, platzierte sie in die Mitte. Gorsi wurde ein wenig unruhig, denn Druck auf seine Platten bedeutete, dass es gleich losgehen würde.

Als sie die Zügel um seinen Hals legte, war das Tier kaum zu halten. [i]"Ganz ruhig",
flüsterte sie. Als Gorsi gehorchte, ruhiger wurde, gab sie gleich darauf das Kommando zum Gehen. Ja und wie sie gingen. Es war fast wie in alten Zeiten. Sie und ihr Gorsak, ein Gespann und eine Einheit. In Sekunden strömte eine Wärme durch ihren Körper. Gerade wollte sie anfangen zu singen, zwei Worte waren ihren schon herausgerutscht.....Die Schwerter..... Sie räusperte sich und blickte verlegen umher. Sie war nicht alleine. Ob die anderen auf ihre Marschlieder standen? Also summte sie leise, denn die Freude wollte sich Ausdruck verschaffen.
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Re: Das verbotene Tal

Beitragvon Jouren » Freitag 22. März 2013, 20:57

Es folgte ein langes Blabla und Jouren musste ein Gähnen unterdrücken. Nur der schmatzende Zwerg neben ihr brauchte ein bisschen Abwechslung in die Geräuschkulisse. Ja, dass sie so bockig reagierte, war nicht fair, aber dieses Gerede über den dunklen Gott beziehungweise diesen Zûl oder die Ohadus interessierte sie nicht! Klar Jouren fand es toll, dass sie nun mit allen - gut vielleicht außer Korgal - zusammen bleiben würde. Es hatte ein bisschen was von einem Clan. Bald würden sie ein zu Hause haben. Die Amazone würde bei ihr bleiben, Ayla, auch der Zwerg und natürlich Freismer. Kavita und Kendra waren natürlich auch toll, vielleicht könnten sie Freunde werden. Jouren vertrieb sich die Zeit mit Gedankenschlössern, während die anderen redeten. Sie spielte mit einem Grashalm und ihr Gesicht zeigte einen verträumten Ausdruck.

Und dann fielen die Worte wie Donner auf sie herab: Ich denke es ist nun genug beredet, wir sollten aufbrechen. Aufbrechen?? Sie wollten noch weiter gehen?? Hatte sie vorhin nicht sehr deutlich zu verstehen gegeben, dass sie keinen Schritt mehr tun konnte? Vor lauter Selbstmitleid füllten sich Jourens Augen mit Tränen und sie quälte sich auf die Füße, nur damit sie sich vor dem Zwerg nicht blamierte! Bevor Freismer den Rucksack wegzog, nahm sie noch schnell ein Stück Fleisch, damit sie endlich etwas in den Bauch bekam. Mit dem Ärmel wischte sie über das Gesicht und schluckte ihren Frust hinunter. Wenn die anderen weiter gehen konnte, dann würde sie das auch!

Toll, alle waren zu irgendetwas zu gebrauchen! Nur sie nicht. Was konnte sie? Nix! Sie konnte mit einem Dolch rumfuchteln, sonst nichts. Wieder stiegen Tränen auf und Jouren kam einfach nicht aus dem Teufelskreis ihres Selbstmitleides heraus. Sie ließ sich zurück fallen, damit niemand sie beachtete. Am liebsten hätte sie einfach laut losgeweint, hätte allen Frust, der sich über die letzten Tage angesammelt hatte, raus gelassen. Und das alles, obwohl doch nun besser werden würde! Freismer war aufgetaucht, sie wollten zusammen bleiben und sie würde bald wieder ein zu Hause haben.
Ein leichter Schmerz zog sich durch Jourens Bauch und sie zuckte kurz zusammen.
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Re: Das verbotene Tal

Beitragvon Grabul En´Ogrim » Samstag 23. März 2013, 08:12

"Zwerge essen noch viel mehr und trinken noch viel mehr als sie essen, drum sind wir so widerstandsfähig!" murrte der Schmied in seinen Bart. Sehnsüchtig sah er dem davonziehenden Sack hinterher. Als Freismer erwähnte, daß dieser voller Lebensmitteln war, erstrahlte sein Gesicht. Den Dunkelhaarige, nicht ganz so Großen, mußte er sich warm halten. Er erhob sich als letzter von seiner Sitzgelegenheit und ruckelte an seiner Rüstung rum.
"Da werd ich wohl wieder Blasen an den Füßen bekommen so groß wie das Vieh da vorn. Ich hasse Laufen, elende Gorsakscheiße "
Dann erinnerte er sich wieder an den Ort, wohin sie wollten, einer großen Erzmine. Er rannte mit seinen kurzen Beinen nach vorn zu der Kriegerin.
"Hey da, kannst du mehr erzählen über die Mine? Gibt es dort noch Erz und Werkzeug, eine Schmiede? Wie groß ist sie?"
Der Zwerg hatte Mühe Schritt zu halten. Immer wieder mußte er die Beine schneller bewegen, um an der Großen dran bleiben zu können.
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Re: Das verbotene Tal

Beitragvon Ayla » Samstag 23. März 2013, 08:49

Ayla atmete erleichter auf als sie Kavitas Worte hörte. Zumindest gab es einen Schwachpunkt bei den Ohadus. Sie würde sich später etwas genauer mit der Zauberin auseinander setzen über dieses Thema. Es ging weiter. Freismer brachte sein Gepäck zu dem Gorsak. Bei ihnen befand sich auch Kavita. Vielleicht war es gar nicht so unklug sich gleich darüber zu unterhalten. Die Geweihte wußte nicht, wann sie den Ohadus begegneten und dann war es besser, sie würde so viel über die Geblendeten wissen wie es ging. Außerdem war sie dann auch in Freismers Nähe falls dieser bei der Gruppe dort blieb. Als sie nach vorn lief, rannte der Zwerg an ihr vorbei. Ayla mußte lächeln. Es sah irgendwie grotesk aus mit seinen Stummelbeinen. Alle waren nun dort bis auf sie und...wo war Jouren, suchend drehte sie sich um. Das Mädchen hatte sich zurückfallen lassen. Sie sah aus wie ein Schluck Wasser, die Schultern hingen herab und ihr Kopf ebenfalls. Was war los? Die Geweihte hatte gar nichts mitbekommen. Hin und hergerissen sah sie erst zu Kavita und dann wieder zu Jouren, die schlurfend näher kam und die anderen schwindend schnell verschwanden. Ayla brachte es nicht übers Herz Jouren so allein zu lassen. Vorhin war sie auch zu ihr gekommen und hatte ihr Trost gegeben Sie wartete auf das Mädchen und passte sich dann an deren Schritttempo an. Doch sie sagte nichts. Ayla suchte nach der passenden Frage. Jouren war sehr verletzlich. Was hatte sie nur? Fühlte sie sich bei den Erwachsenen ausgeschlossen? Foxane hatte ihr doch vorhin Mut zugesprochen. Ayla entschied sich erst mal gar nichts zu sagen und nur neben ihr herzulaufen. Sie umfasste nur Jourens Schulter und strich über deren Oberarm.
"Was bekümmert dich?"
Ayla ertrug es nicht mehr. Sie wollte ihr helfen.
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Re: Das verbotene Tal

Beitragvon Kendra » Sonntag 24. März 2013, 10:34

Allzu viel konnte die Gruppe ihr über Zûl nicht erzählen. Es schien ein mächtiger Magier zu sein und diese Ohadus zu schaffen. Einen Moment fragte sich Kendra ob diese Ohadus dieselben waren wie die Geblendeten, doch sie nahm es fast automatisch an. Allein die Ausführung vom Zwerg, dass sie zwar kein Augenlicht hatten, aber selbst im Dunkeln sich besser orientieren konnten als die Zwerge sprach dafür.
Dass man diese nur mit Magie besiegen konnte, erklang übel. Wollten die aller ernstes Sagen, dass ihre Axt keine Wirkung gegen diese Ohadus hatte? Der Gedanke führte ihr vor Augen wie sehr sie es dem Glück zu verdanken hatte, dass sie überhaupt noch lebte.
Es war Korgal, der ihr wohl ganz unbewusst die unangenehmen Gedanken vertrieb. Seine Bärenhafte Hand landete auf ihrer Schulter. Einen Moment lang fragte sie sich ob der Clan sie bereits wieder willkommen geheissen hätte und Korgal das wusste oder ob er niemals erfahren hatte, dass sie verstossen worden war. Wie auch immer, sie lachte auf als er meinte sie müssten trainieren.
"Ich, dich umschmeissen? Ich weiss nicht wie lange ich da üben muss? Aber noch so gerne. Seit ich nicht mehr beim Clan war, war das mit dem Üben nicht mehr so einfach. Schon gar nicht als dann diese Geblendeten plötzlich überall waren." Sie gab ihm einen Knuff in die Seite bevor sie sich dem Trupp anschloss um weiter zu gehen. Allerdings hielt sie sich weiter neben Korgal. Einesteils weil sie irgendwie hoffte etwas über den Clan zu erfahren, andererseits weil es ein gutes Gefühl war wieder neben ein Clanmitglied zu gehen.

Es schien als hätte die Gruppe sich durch die Fügung der Göttin zusammengesetzt. Sie hatte nicht nur Krieger hier und Kriegerinnen hier, sondern auch genau die Art Zauberinnen die es anscheinen brauchte um diesen Geblendeten den gar aus zu machen. Kendra musste zugeben, dass sie keine Ahnung hatte was sie sich unter dieser Zauberin vorstellen sollte. Natürlich erzählten die Geschichten das Clans von Frauen die Feuerwarfen oder den Windbeschworen. Aber auch davon hatte Kendra noch nie jemanden gesehen. Sie würde später fragen.
Willst du die Göttin amüsieren? Erzähl ihr von deinen Plänen.
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Re: Das verbotene Tal

Beitragvon Foxane » Sonntag 24. März 2013, 13:04

Ihr Summen wurde zuerst durch ein Trampeln vieler Schritte und dann von der Frage des Herrn Grabul unterbrochen. Seine Frage versetzte Foxane sofort zurück in die Vergangenheit. Sie sah die Erzmine förmlich vor sich. "Weißt du, es ist schon ein gefühltes halbes Leben her. Wir unternahmen damals eine Expedition zu dieser Mine. Sie liegt in fast direkter Luftlinie mit dem Steinbruch, mag aber noch mindestens 1 - 2 Tagesmärsche davon entfernt sein. Es ist schon so lange her, da vergisst man die Entfernungen." Bewusst ausführlich holte sie in ihrer Erzählung aus. Sie selbst wollte es noch einmal durchleben. Da Zwerge nicht die geduldigsten Wesen waren, erwartete Foxane ein Brummen oder ähnliches. Aber sie wollte ihn auch nicht überfordern und drosselte daher wenigstens das Marschtempo erheblich. Der Kurze hatte wirklich Mühe mitzuhalten. Und auf Dauer konnte er dies nicht durchhalten. Eilig hatten sie es ja eh nicht.

"Ja damals vor der Dunkelheit unternahmen wir von Patria aus viele Expeditionen. Diese eine hatte das Ziel, das Buch der Offenbarung zu finden. Zusammen mit Quendors Leichnam wurde es in dieser Mine versteckt und versiegelt. Natürlich fanden wir es und auch die Leiche Quendors. Ich kann dir sagen, dass es eine der abenteuerlichsten Reisen war. Schon damals trieben sich einzelne Kreaturen um und in der Mine herum. Die Kämpfe mit ihnen waren auf Leben und Tod. Aber wir metzelten sie alle nieder. Auch die Pflanzenwesen setzten uns arg zu. Als wir abreisten, bestand das Gebiet nur noch aus Pflanzensalat. So war unsere Reise erfolgreich und unsere Verluste hielten sich in Grenzen."

Sie zwinkerte dem Zwerg zu. "Nun zu deiner eigentlichen Frage: Ja und ob es dort noch Erzvorkommen gab. Auch die verschiedensten Werkzeuge lagen überall herum. Alte Karren gefüllt mit Steinen und anderem Zeugs. Ich habe damals nicht so genau hingeschaut, aber eine Schmiede könnte dort auch sein. Die Gänge sind endlos lang mit irre vielen Abzweigungen und mit kleinen sowie riesigen Höhlengewölben."

Foxane erwartete mindestens ein paar Freudensprünge oder ähnliches. Sie glaubte, dass ein echtes Zwergenherz die Mine lieben würde. Nur wusste niemand, in welchem Zustand sie sich heute befand.
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Re: Das verbotene Tal

Beitragvon Freismer » Sonntag 24. März 2013, 18:57

Die Amazone schien nicht sehr erfreut über seine Frage, denn sie musste dadurch die Lasten auf dem Tier neu verteilen. Das war Freismer doch ein bisschen unangenehm und er blieb bei ihr um zu schauen, ob er helfen konnte, aber diese Foxane schien es sehr gut im Griff zu haben. Sie marschierten los und Freismer sah sich nach Ayla um. Diese hatte sich zu Jouren gesellt und die beiden gingen am Gruppenende. Freismer wollte sich ebenfalls zurückfallen lassen, da begannen der Zwerg u. die Amazone ein sehr interessantes Gespräch, dass ihn davon abhielt. Er blieb und hörte zu.

Zum einen interessierte es ihn doch vorab zu erfahren was das für eine Mine war, die er nicht kannte und zum anderen erzählte die Amazone etwas von Quendor. Quendor! Bei der Göttin! Freismer musste tief durchatmen. Ein Buch von Quendor. Ein Relikt! Und seine Leiche war dort. Die Amazone erzählte davon, als würde sie von einer schönen Reise erzählen. Freismer war einfach buff! Er musste sie wohl einen Moment mit offenem Mund angestarrt haben, aber er merkte es noch schnell genug, um sich wieder in den Griff zu bekommen. Er räusperte sich, hustete und rang nach Worten.

"Quendor sagst du? Seine Leiche? Ein Buch? Bei der Göttin, wo ist dieses Buch jetzt? Warum habe ich davon noch nie etwas gehört? Haben die Damen aus Patria es ausversehen vergessen?" Freismer schlug sich mit der Hand an den Kopf. "Vielleicht wäre das für den Krieg wichtig gewesen?" Freismer war komplett fassungslos. "Bitte erzähle mir alles von dem Buch, was du weißt. Bitte, vielleicht ist es wichtig." Er wollte die Amazone nicht verärgern und lächelte ihr aufmunternd zu. Diese Mine war vielleicht wichtig. Verflucht, Freismers Gedanken flogen durch den Kopf. Er hatte Schwierigkeiten sich zu beruhigen.
Wenn zwei Falken auf einem Baum sitzen und ein Schwarm Wildenten fliegt vorbei, dann sagt auch nicht ein Falke zum andern: "Schau, da fliegt die Mehrheit, das muss der richtige Weg sein, schließen wir uns an!" Sie werden weiterhin als Falken dem Weg der Falken folgen.

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Re: Das verbotene Tal

Beitragvon Grabul En´Ogrim » Montag 25. März 2013, 08:43

Das langweilige Gelaber von diesem Quendor, hätte sich die Amazone auch sparen können. Aber so waren nun mal die Frauen, krankhafte Labertaschen! Doch dann merkte Grabul auf - Erz, Werkzeug und eine Schmiede! Des Zwergen Atmung hyperventlierte. Um noch eins drauf zu setzen, es gab ein wirklich großes Höhlensystem. Der Schmied wollte schon hoch erregt neue Fragen stellen, als Freismer dies übernehm in selbiger Erregung, nur über das falsche Thema.
"Was?!"
Grabul war fassungslos, aber auch wieder auf dem Boden der Tatsachen zurückgekehrt. Was soll's? Er klingte sich aus dem Gespräch aus und ging seinen eigenen Gedanken nach. Die Amazone weiter zu löschern, brachte vermutlich eh nichts weiter. Sie sagte ja selbst, sie hatte nicht richtig hingeschaut.
"WEIBER!"
Der Schmied flitzte nun vorraus. Er wollte endlich zur Erzmine. Es ging ihm alles viel zu langsam. Genervt blickte er immer wieder zu den anderen zurück. Für seine Umgebung und eventuellen Feinden hatte er gar keine Augen.
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Re: Das verbotene Tal

Beitragvon Jouren » Montag 25. März 2013, 20:10

Beim hässlichsten Gorsakfurz, Ayla war doch tatsächlich anhänglicher als es damals Bella bei den alten Falken! Jeder im Clan hatte Bella gefürchtet. Wenn man sah das sie kam, ging man. Einmal Bella am Rockzipfel, wurde man die "Frau" nicht mehr los und genau an diese Bella erinnerte Ayla sie nun. Aber Jouren zeigte es nicht und sagte nichts, sie schaute zu Boden. Man mochte Ayla jedoch zu Gute halten, dass sie den Mund nicht aufmachte. Sie ging schweigend neben ihr. Sie verhinderte, dass Jouren weiterhin im Selbstmitleid baden konnte, denn sie irritierte Jouren. Sie störte! Jouren atmete tief aus und zack... da sagte Ayla etwas. Bei der Göttin...

Was bekümmert dich? Was bekümmert dich? Äffte sie in Gedanken Ayla nach, schaute weg und rollte die Augen. "Nichts.", gab es zur Antwort. Was hatte sie auch erwartet? Das Jouren nun ihr Herz ausschüttete, ihr sagte wie wertlos sie ist? Dass das ganze Leben ein einziger Gorakmist war? Das ihre Kindheit ein einziger Schandfleck und ihre Mutter ... Nein.
Jouren schaute demonstrativ zur Seite. Wenn sie nun nichts sagte, wurde sie Ayla vielleicht gar nicht mehr los. "Mir tun nur ein bisschen die Füße weh. Bin froh, wenn wir da sind.", ergänzte sie nun noch in der Hoffnung Ayla würde zu ihrem Freismer gehen, wenn sie merkte, dass alles in bester Ordnung war.
Man wird am ehesten betrogen, wenn man sich für klüger als die anderen hält.
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