Das verbotene Tal

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Re: Das verbotene Tal

Beitragvon Ayla » Sonntag 24. Februar 2013, 13:08

Ayla lief in Richtung Wasser. Wenn sie dort nach essbaren Wurzel suchte, würde sie sicher in der Umgebung fündig werden. Die eiskalte Luft war noch immer schneidend. Aber es machte gleichzeitig ihr Sinne hellwach. Vorsichtig bewegte sie sich durch Gräser und Gestrüpp. Die Augen abwechselnd auf den Boden suchend gerichtet und immer wieder in die Ferne, um nach eventuellen Gefahren zu suchen. Schon nach kurzer Zeit fand sie eine Wurzel. Sie nahm ihren Dolch und kratzte das Erdreich vorsichtig weg bis sie tief genug war und diese vorsichtig herausdrehte. Nicht weit davon erkannte sie noch weitere diese Wurzeln. Innerlich jauchzte sie auf. Es gab nun einige Mäuler mehr zu stopfen und geduldig grub sie eine nach der anderen aus, befreite sie vom Erdreich und schob sie in ihre Tasche. Bei jeder Wurzel dankte sie der Göttin. Dann erschien es ihr genug. Der Morgen brach auch heran. Korgal hatte gesagt, er würde sie im Morgengrauen alle wecken. Es war Zeit zurück zu kehren.
Dann plötzlich hörte sie einen Schrei! Wie ein wundes Tier. Er hallte weit im Tal. Ayla sprang erschrocken auf und lief so schnell sie konnte zurück. Immer wieder angstvoll um sich blickend. Waren sie angegriffen worden? Ihr Herz schien schier zu zerspringen vor Angst. Sie sah Jouren vor ihrem geistigen Auge, wie ein Namenloser oder Ohadu sie zerfetzte. Ayla wurde noch schneller, nun nicht mehr darauf achtend, was in ihrer Umgebung passierte.
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Re: Das verbotene Tal

Beitragvon Kavita » Sonntag 24. Februar 2013, 20:30

„Von mir aus können wir das machen.“, antwortete sie Foxane und Korgal und zuckte mit den Schultern. Ihr war das recht, vielleicht würden sie sich hier sogar heimisch fühlen. Erstmal war es schön, einen festen Rückzugsort zu haben.
„Was, eine Baumstadt? Wirklich, sowas gibt es? Das klingt ja toll!“, war ihre nächste Reaktion auf Foxanes Erzählungen und sie bekam leuchtende Augen. Wie faszinierend! Direkt guckte sie nach oben, als ob zufällig so eine Baumstadt direkt vor ihnen errichtet worden wäre, aber natürlich war da nichts.

Dann schrie der Zwerg los – mal wieder, aber diesmal war etwas anders. Er klang wirklich panisch und kurz darauf erfuhren sie auch den Grund: Anscheinend hatte er sich an ihrem Feuer verbrannt. Kavi verstand es nicht so ganz, denn als sie das Feuer entfacht hatte, hatte Grabul weit genug weg gelegen. Das ganze musste innerhalb einer sehr kurzen Zeitspanne passiert sein. Glücklicherweise reagierte Foxane sehr schnell und schüttete Wasser über den kleinen Mann. Leider machte das die Situation in keinster Weise besser, da er jetzt anfing auf Foxane zu schimpfen. Ja, was hatte sie nur getan? Vielleicht sein Leben gerettet?
Unwillkürlich wich Kavi ein bisschen zurück. Der Zwerg war ihr zu aggressiv, da sagte sie lieber nichts zu, dabei sah sein Rücken wirklich schlimm aus. Wenn Ayla zurück kam konnte sie das hoffentlich schnell beheben.
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Re: Das verbotene Tal

Beitragvon Korgal » Sonntag 24. Februar 2013, 21:28

Korgal lauschte der Geschichte von Foxane, von Städten, die Angeblich in den Wipfeln von Bäumen errichtet worden waren und schüttelte den Kopf. Was für Hirngespinste es doch gab. Wie massiv mussten den die Kronen dieser Bäume sein um dies mit allen Menschen, Hab und Gut tragen zu können. Neben bei, wurde ihm bei diesen Gedanken, in den Wipfeln der Bäume zu Leben, schlecht. Er hatte nichts gegen die Höhe. Türme aus massiven Stein die so Hoch ragten wären etwas anderes gewesen aber sein Leben einen Ast anzuvertrauen auf den er saß, dass war zu viel des Guten. Auch sich in irgend einen Untergrund zu begeben war ihm zu wider, er hielt sich lieber in freien auf wo er nur den Himmel über sich hatte. Selbst wenn es regnete, war ihm dies lieber als in Gebäuden eingesperrt zu sein.

Dann fing auch schon der Zwerg an zu schreien und dies donnerte fast im ganzen Tal. Korgal machte sich genau so schnell auf den Weg zu in die Höhle wie die anderen. Auch wenn Foxane gedankenschnell als erste reagierte und den Zwerg samt Rüstung eine kalte Dusche verpasste. Dieser darüber alles andere als glücklich war. Korgal ging auf ihn zu, die Hände beschwichtigend erhoben. „Beruhige dich.“ meinte er mit seinen selbst sehr ruhigen Tonfall „Hätte sie warten sollen bis du gebacken bist bevor sie handelt? Wie kann man überhaupt darin schlafen.“sagte der Hüne und deutete auf die Rüstung. Er blickte auf das brennende Feuer und zog die Stirn faltig. Warum brennt das Feuer überhaupt wieder fragte er sich. Ich hatte es doch ausgehen lassen. Anschließend warf er noch einen Blick auf Kavita. Hatte sie? Wenn der Zwerg dies erfahren sollte würde ihr ohnehin nicht besonders gutes Verhältnis noch mehr in Mitleidenschaft gezogen oder gar zu Hass werden, dass konnte er nicht zulassen.

„Ich habe die Flammen heute morgen neu entzündet. Da lagst du jedoch nicht so nah an dem Feuerstelle.“ log Korgal. Doch die Wahrheit konnte nur die Zauberin wissen.
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Re: Das verbotene Tal

Beitragvon Kavita » Sonntag 24. Februar 2013, 22:05

Nachdem alle in die Höhle gestürmt waren, ergriff Korgal das Wort. Er hatte so eine ruhige beschwichtigende Art, irgendwie wirkte seine Anwesenheit in jedem Konflikt ausgleichend, Kavi war richtig begeistert. Auch hier würde er bestimmt eine Wirkung erzielen, vorallem, da er doppelt so groß wie Grabul war.

Im nächsten Moment behauptete er jedoch, er hätte das Feuer entzündet. Erst dachte Kavi, dass er es vor ihr entzündet hatte und es einfach wieder ausgegangen sein musste, aber nein, das konnte gar nicht sein. Sie hatte ja erst neue Holzscheite hinlegen müssen. Sie starrte Korgal an. Wieso log er? Wollte er, dass alle dachten, er hätte Feuer gemacht, damit sie alle sahen, wie toll er Feuer machen konnte? Sie öffnete den Mund, um etwas zu sagen, aber schloss ihn schnell wieder, als der Krieger ihr noch einen Blick zuwarf. Mit dem würde sie sich besser nicht anlegen! Er sagte, er hatte Feuer gemacht – gut, von ihr aus. Trotzdem war das alles höchst sonderbar. Warum behauptete er einfach etwas unwahres? Oder glaubte er tatsächlich, er hätte das Feuer entzündet? Kavis Blick wurde ein bisschen argwöhnisch. Vielleicht war der Krieger nicht ganz normal. Vielleicht bildete er sich etwas ein. Sie hatte schonmal gehört, dass es Menschen geben sollte, die regelmäßig logen und wirklich glaubten, das, was sie sagten, wäre die Wahrheit. Manchmal sahen sie sogar Dinge, die sonst niemand sah. Verdächtig! Hatte er einen Knacks abbekommen?

Sie würde das Ganze im Auge behalten, aber vorerst war sein kleines Geheimnis bei ihr sicher. Sie beschloss, ein möglichst neutrales Gesicht zu machen und sich weiterhin rauszuhalten. Bloßstellen würde sie bestimmt niemanden.
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Re: Das verbotene Tal

Beitragvon Grabul En´Ogrim » Sonntag 24. Februar 2013, 23:00

Der Zwerg schnappte vor Erregung nach Luft. Dieser Muskelprotz mit seinen ruhigen Worten stachelte ihn nur noch mehr an. Was glaubte er hier, wen er vor sich hatte? War der Große die Schlange und er die Ratte oder was? Grabuls Kopf wurde knallrot, seine Atmung schrill und pfeifend wie ein erhitzter Teekessel. Und Korgal sollte das Ventil werden, vergessen war seine Rüstung, vergessen die Kriegerin. Nun gab es nur noch diesen dahergelaufenen Riesen und ihn den Zwerg. Grabul schnaufte durch und rannte mit vollem Thempo auf Korgal zu. Er überlegte nicht wirklich. Die Knie des Großen waren ein hervorragendes Ziel. Der Schmied schob seinen Kopf nach vorn, stemmte seine Schultern und wappnete sich auf den kommenden Aufprall.
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Re: Das verbotene Tal

Beitragvon Korgal » Sonntag 24. Februar 2013, 23:44

Korgal hatte es geahnt, dennoch überraschte ihn die schnelle und starke Reaktion des Zwerges, so sehr das der kaum mehr Zeit hatte sich an zu spannen, bevor Grabul ihn erreichte. Seine Körperspannung reichte gerade in so fern aus, dass der Zwerg ihn nicht das Knie zertrümmerte als er mit voller Wucht dagegen knallte. Ihm war so als hätte ihn ein rollender Baumstamm getroffen und der große Bärenkrieger stürzte nach vorne über. Genau über den Zwerg. Den er Ihm fallen mit sich riss. Er landete Zwar nicht auf ihn aber verpasste den aufgebrachten Halbling einen kräftigen tritt mit den Knie gegen den Kopf.

Korgal konnte den Sturz nicht komplett abfangen und er landete der Länge nach auf den Boden, so das ihm die Luft aus der Lunge gepresst wurde. Er stöhnte. Seine Knie schmerzten und das würden sie an mindestens den ganzen Tag, wenn nicht sogar noch länger. Vor allen das welches Grabul noch am Kopf erwischt hatte. Aus was bestand dieser Zwerg eigentlich? Granit? Korgal fluchte. „Sag mal besteht dein Schädel aus Stein?.“ - „Der ist ja noch härter als dein Schlag“. Adrenalin flutete seine Blutbahnen und verdrängten den Schmerz. Der Krieger richtete sich wieder auf. Wenn der Zwerg ihn erneut attackieren sollte, würde er dieses mal seine Faust schmecken.
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Re: Das verbotene Tal

Beitragvon Jouren » Montag 25. Februar 2013, 10:35

Am allerliebsten mochte Jouren die frühen Stunden des Tages. Dieser Moment wo man noch ein bisschen im Traum hing und schon aufwachte. Wenn der Tag noch jung und unverdorben war. Alles war in so einem Moment noch möglich, alles machbar. Erst wenn man sich aufrichtete und ganz im Hier und Jetzt war, wurde einem klar, dass dieser unbefleckte Moment vorüber zog. Da waren wieder die Probleme, die altbekannten bösen Menschen... So war es auch an diesem Morgen. Natürlich bemerkte Jouren das Treiben um sie herum. Das Gerede, der Krieger, ihre geliebte Amazone. Jouren blieb dennoch regungslos liegen und zog den Augenblick in die Länge. Es war ungewöhnlich warm unter ihrem Umhang! Nicht so wie sonst. Sie empfand fast etwas wie Geborgenheit.
Foxane war es, die ihr an diesem Morgen zeigte, WIE wertvoll diese Momente waren und wie vergänglich. Ihr Umhang wurde mit einem Ruck hochgezogen und sie hörte Foxanes Gelache. Jouren selbst brummte nur und grinste schief. Ihrer Amazone konnte sie nicht böse sein. Nun sah sie auch was sie so gewärmt hatte: Moos! Irgendjemand musste ihr gestern Abend das Moos untergeschoben haben. Jouren blickte zu Foxane, aber nein! Foxane war nicht der fürsorgliche Muttertyp. Sie war eher der Haudegen, die mit ihrer direkten Art gute Laune verbreitete. Kavita wirkte noch zu jung für so ein umsichtiges und mütterliches Verhalten. Blieb nur noch Ayla. Jouren sah sich um, aber konnte sie nirgendwo entdecken und da erinnerte sie sich an die früheren Tage. Ayla war immer schon im Dunkeln aufgebrochen und hatte nach Essbarem gesucht, diese ekligen Wurzeln, die sie nicht mochte.

Jouren setzte sich auf und da begann schon ein heilloses Durcheinander. Irgendetwas roch komisch, dann ein Schrei, allgemeine Unruhe, ein Wasserschwall, noch mehr laute Worte und ein Zwerg, der auf den Riesen zustürmte. Hätte sich Jouren den Namen des Zwerges gemerkt, hätte sie ihn jetzt lauthals angefeuert, aber so begann sie nur laut und herzlich zu lachen. Der Riese kippte um, wie eine Statue und Jouren musste sich den Bauch vor Lachen halten. Sie konnte nur hoffen, dass dies noch nicht das Ende war.

"Los Herr Zwerg, zeigs ihm!", rief Jouren ihm zu und sprang nun selbst auf die Beine.
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Re: Das verbotene Tal

Beitragvon Grabul En´Ogrim » Montag 25. Februar 2013, 16:47

Grabul lag auf dem Rücken und kleine Erzbrocken flimmerten in einer Kreisbahn um seinen Kopf. Das war ihm jedoch vertraut. Nach einer Raufertei in der Schenke sah er die häufiger. Er rieb sich die Stirn und erfühlte schon jetzt eine Erhebung.
"Ja, da frisst mich ein Feuerdämon. Das gibt aber eine ordentliche Beule!° Und dann lachte er lauthals los. Der ganze Zwerg wackelte.
"Wenn das nicht ein ordentliches Gerangel war."
Nun suchter er den Großen, der schon wieder auf den Beinen stand und ihn fixierte. Abwehrend hob er die Hände.
"Du hast einen guten Haken, selbst mit dem Knie will ich meinen. Los hilf mir auf! Normal würde ich jetzt mit dir gern einen Saufen."
Beträufelt sah er drein.
"Aber hier gibts ja kein Bier, nicht eine Winzigkeit an Vergorenem"
Versöhnlich klopfte der Zwerg dem Riesen auf den unteren Rücken, höher kam er auch nicht. Dann drehte er sich zu der Kleinen um.
"Na hat Dir der Kampf gefallen, Kleine? Auf jeden Falll hast du die überlegenere Seite angefeuert. Das will schon was heißen. Du hast ein gutes Auge dafür."
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Re: Das verbotene Tal

Beitragvon Korgal » Mittwoch 27. Februar 2013, 16:02

So schnell der Zwerg aufgebracht war, kam er auch wieder runter. Der große Bärenkrieger war erleichtert das dieses Gerangel nicht länger als notwendig gedauerte hatte. Das Jouren sich auf die Seite des Halblings geschlagen hatte verwunderte ihn nicht. Ihre Abneigung gegenüber Korgal schien nicht schwächer zu werden. Er würde sie im Auge behalten, vor allem nachdem Foxane ihr den Dolch zurückgegeben hatte. Der Hüne half Grabul auf die Beine. Es wurde Zeit das Ayla zurückkehrte und sich seiner Wunden besah. Vielleicht würde dann auch die ganzen fast schon weibischen Gemütsschwankungen des Zwerges aufhören.

Als der Zwerg sich selbst auch noch als ‘überlegenere Seite’ bezeichtete konnte der große Bärenkrieger sich nicht mehr halten und lachte laut. “Ohh, es scheint, als hätte ich dich härter am Kopf getroffen als es der erste Anscheint hatte. Du fängst an zu Fantasieren.” Er klopfte den Halbling freundlich auf die Schulter. “Aber gegen einen Humpen Gerstensaft hätte ich nichts einzuwenden, auch wenn ich die Beschaffung des ganzen für sehr schwierig halte.”Korgal gab sich betont locker um nicht wieder die angespannte Grundstimmung vor ein paar Minuten wieder aufkommen zu lassen.
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Re: Das verbotene Tal

Beitragvon Ayla » Donnerstag 28. Februar 2013, 18:54

Mit gehetztem Blick rauschte sie um den letzten Strauch, die Höhle endlich in Sichtweite. Doch dort war alles friedlich. Erstaunt sah sie von Gesicht zu Gesicht. Der Zwerg stand ohne Rüstung da, Jourens Wangen waren etwas gerötet, was sie aber eher gesünder aussehen ließ und Korgal wie immer. Bei der Amazone und der Zauberin gab es gar keine anderen Auffälligkeiten.
"Was ist los? Ich hörte einen Schrei. Ich dachte ihr seit angegriffen worden."
Ayla schüttelte immer noch verwirrt den Kopf. Ihre Atmung ging immer noch schnell und tief nach dem Lauf. Und wieso hatte der Zwerg keine Rüstung mehr an. Er sah irgendwie lächerlich so aus. Das Leinen hing feucht an seiner Haut. So kam er Ayla total dürr vor. Aber vielelicht lag dies wirklich nur an der Rüstung, die doch einiges auftrug.
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Re: Das verbotene Tal

Beitragvon Foxane » Freitag 1. März 2013, 18:47

Die Amazone lehnte entspannt am Höhleneingang, genoss die köstliche Darbietung und lachte. Ein Zwerg und aus dessen Sicht wohl ein Riese, kabbelten sich so herrlich. Leider war das Kämpfchen viel zu schnell vorbei. Auch amüsierte sich Foxane über Jouren, die in Anfeuerungsrufe ausbrach. Natürlich stand sie auf Seiten des Zwerges. Sie selbst hätte auf den Krieger gewettet. Aber man wusste ja, dass so winzige Männleins enorme Kräfte freisetzen konnten.

Ayla war mittlerweile eingetroffen und würde die Verbrennungen gewiss lindern und gar heilen. Dann fiel das Wort Bier, sie leckte sich über die Lippen und dachte wieder sehnsüchtig an die Taverne in Patria. Was würde sie jetzt für ein kühles Amazonenbier geben? Ganz gewiss nicht ihren Gorsak! Sie nahm ein Stück Trockenfleisch aus ihrem Beutel und legte ihn geöffnet, für jedermann zugänglich, auf den Rücken des Tieres. Ihr Magen knurrte jämmerlich. Etwas neidvoll beobachtete sie Gorsi. Das Tier graste seelenruhig und schmatzte dabei noch genüsslich. Bin halt kein Grünfutterer, leider.

"Ja, ein kühles Bier das wäre fein", sprach sie sehnsüchtig. "Wenn Herr Zwerg wieder hergestellt ist, dann könnten wir weiterziehen. Oder bedarf der ein oder andere noch Schonung?", dabei schaute sie beide Mannswesen an und zwinkerte ihnen zu. Es war ja allgemein bekannt, dass Männer weniger wegstecken konnten als Frauen.

Die Kleine schien auch enttäuscht darüber zu sein, dass das Gerangel viel zu kurz war. Sie wollte sie aufmuntern: "He Jouren, hast du Lust mal zu reiten?" Foxane musste unbedingt erfahren und ausprobieren, ob das Tier auch andere auf sich sitzen ließ außer Amazonen. Davon ging sie stark aus, denn ein Lastgorsak war es nicht. Also bestand die hohe Wahrscheinlichkeit, dass das Tier versuchen würde, jeden anderen abzuwerfen.
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Re: Das verbotene Tal

Beitragvon Jouren » Samstag 2. März 2013, 09:49

Jourens Körperspannung sank rapide, als ihr klar wurde, dass dem Gerangel nichts mehr folgen würde. Und auf die Worte des Zwerges nickte sie eifrig und bekam leicht rote Wangen. Sie mochte diesen kleinen Mann! Da stand er, hatte einen völlig kaputten Rücken und machte sich Gedanken über ein gutes Bier. Jourens Blick glitt zu Korgal und sie konnte es sich nicht verkneifen leise, aber gut hörbar zu sagen: "Überall macht der Große nur Probleme."

Zu mehr Bosheiten kam sie nicht, denn Foxane lenkte sie ab. Reiten? Sie sollte auf Foxanes Gorsak reiten? Jouren bekam große Augen und sah von der Amazone zum Gorsak und wieder zurück. "Aber nur, wenn du mich festhältst!", antwortete sie und ging auf den Gorsak zu. Je näher sie dem Tier kam, desto größer wurde es und Jouren wunderte sich. Am Tag davor schien er noch viel kleiner zu sein. Nun stand sie vor dem Tier und sah hilfesuchend zu Foxane. Und was galt es nun zu tun? Wie kam man auf den Rücken hinauf?

Erst jetzt entdeckte Jouren Ayla, die im Eingang stand. Im jungen Licht des Tages sah Jouren die Frau das erste Mal richtig an und bemerkte wie schön sie eigentlich war. Jouren seufzte leise, sie würde auf ewig ein kleines hässliches Ding bleiben.
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Re: Das verbotene Tal

Beitragvon Pero » Samstag 2. März 2013, 13:30

Pero war danach laut und ausgiebig zu gähnen. Er vermisste sein weiches warmes Bett auf White Hall, das gute Essen, die interessanten Gespräche und Menschen. Hier gabs nichts als Kälte, Dunkelheit und ... nun ja, um es nett auszudrücken geistig zurückgebliebene Menschen. Mitleidig blickte er zu dem abgebrochenen Zwerg, der nicht nur mitleiderregend klein war, sondern nun auch noch verbrannt. Er kannte nicht die Ursache, aber er hatte den Schrei gehört und genauso wie diese andere Frau, war er neugierig und war gekommen!
Natürlich benutzte er wieder sein Schattenwandern, damit die anderen ihn nicht sehen konnten! Vielleicht war es ein guter Zeitpunkt sich den Leuten zu zeigen? Pero war sich noch unsicher. Noch hatte er seine Ruhe, wenn er sich erst einmal zu erkennen gegeben hatte, dann war diese Ruhe vorbei. Vorerst.

Und wieder war dieser Drang da, ausgiebig zu gähnen. Ob noch mal irgendwann anständige Leute finden würde, die er nach White Hall locken konnte? Gelehrte Leute? Gab es die gar nicht mehr? Waren alle ausgestorben? Welch dramatischer Gedanke! Ob Yazre so etwas auch in Betracht gezogen hatte? War das besser oder schlechter? Pero ließ den Kopf auf seinem Hals kreisen. Nein, zu viele Gedanken, die er nicht denken musste. Das war schließlich nicht seine Aufgabe. Immer schön eins nach dem anderen.

Er beschloss noch ein bisschen Spaß zu haben und er ließ nicht nicht unweit des Eingangs nieder um alles zu beobachten! Dann konnte er immer noch entscheiden was zu tun war.
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Re: Das verbotene Tal

Beitragvon Grabul En´Ogrim » Samstag 2. März 2013, 16:35

Grabul ließ nur seine Schultern hüpfen. Es war unter seiner Würde dieser Frau seine Leiden zu berichten. Nicht dass er dies unter anderen Umständen fortwährend tun würde, aber nach einem Gerangel sollte ein jeder alles wegstecken und heldenhaft schweigend alles ertragen.
"Der Große hat sich mit mir angelegt, da hab ich es ihm gezeigt. Wir Zwerge mögen etwas kleiner sein, aber kräftemäßig können wir es mit jeden aufnehmen. Schließlich war es unser Volk, dass ehemals Zûl besiegt hatte."
Langsam drang der Schmerz der Verbrennung wieder in sein Bewusstsein. Mit verzogenem Gesicht blickte er der Frau in die Augen. Was sollte die auch schon tun können? Nichts! Nur viel Starkbier könnte hier helfen.
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Re: Das verbotene Tal

Beitragvon Foxane » Samstag 2. März 2013, 16:43

Noch bevor Jouren sich auf den Gorsak zubewegte, züngelte das Tier aufgeregt und schüttelte den Kopf. Foxane vollführte ihren Rundum-Adlerblick, konnte ab nichts entdecken. Schon beruhigte sich das Tier und graste weiter. Sollte etwa ein Raubtier umherschleichen? Nein, es würde nichts zum Fressen finden, hm außer uns. Dass die Kleine so zielstrebig und mutig auf das Tier zuging, imponierte ihr. "Halt. Ich hebe dich und du halte dich an den Panzerplatten fest. Es kann sein, dass das Tier bockt. Aber ich bleibe hier ganz dicht dabei."
Sie fasste Jouren in die Taille und hob das Fliegengewicht auf den Gorsak. Schon der Sitz und die Haltung der Kleinen zeigten, dass sie ein Ausnahmetalent war. Augenblicklich hob das Tier den Kopf und versteifte sich. Es dribbelte unruhig mit den Beinen und scherte leicht nach beiden Seiten aus.

"Ganz ruhig", flüsterte Foxane dem Tier ins Ohr, streichelte es am Hals, drückte mit ihrem Gewicht gegen den Rumpf des Tieres und zog den Kopf nach unten. Die Zügel hielt sie so stramm, dass es kaum Kopffreiheit hatte. Bis kurz vor die Schmerzgrenze, dann lief sie neben dem Tier her und lockerte ganz leicht nach und nach den Druck. Gorsi ging den langsamen Trab und schien bis auf ein paar Ausweicher gelehrig zu sein. "Klasse macht ihr zwei das. Nach ein paar Runden kann mach euch fast alleine lassen." Später wollte sie der Kleinen die Handhabung des Zügels und die Beinarbeit erklären. Es würde sich allemal lohnen. Wenn sie gemeinsam weiterreisen und der oder andere verletzt werden sollte, war es nötig ein gehorsames Lasttier zu haben, dass aber ebenso im Kampf eingesetzt werden konnte.
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Re: Das verbotene Tal

Beitragvon Ayla » Samstag 2. März 2013, 16:52

Ayla runzelte die Stirn. Korgal hat sich mit dem viel unterlegenerem Zwerg angelegt? Sie hatte ihn wohl falsch eingeschätzt. Aber anscheinend waren alle schon wieder friedlich. Irgendwie roch es hier verbrannt nach Fleisch, war das der Zwerg? Sie besah ihn sich genauer. Das Leinenhemd war am Rücken klatschnass und klebte an seiner Haut. Sie ging einfach auf ihn zu und stellte sich hinter ihm. Da der Zwerg keine Einwände erhob und auch nicht wegging, schob sie vorsichtig sein Hemd nach oben. Sie musste vorsichtig sein, es klebte direkt an seiner Haut. Leichte Brandblasen hatten sich gebildet, welche zusätzlich wässerten. Ayla schüttelte den Kopf und blickte ungläubig zu Korgal. Was hatte der dem Zwergen angetan? Langsam streifte sie das Hemd vom Zwergen ab. Legte ihre Hände leicht über dessen Wunde, schloss die Augen und konzentrierte sich ganz auf ihre Kräfte. Das bekannte Gefühl von Wärme durchflutete ihren Körper und sie ging über zu Grabuls Schmerzherd. Sie kühlte das Gewebe etwas herunter und begann mit deren Heilung am Rücken. Als sie dort fertig war, wurde ihr noch eine wunde Stelle an den Füßen gewahr. Ihre Hände wanderterte hinab und auch dort schloß sie die offenen Stellen und heilte die Haut. Dannach erhob sie sich wieder. Ihr schwindelte etwas, sie hatte noch nichts gegessen oder getrunken. Als sie wieder etwas zu sich fand, hob sie mahnend den Finger.
"Lasst sowas sein! Ich habe nur begrenzt Kraft hierfür. Wer weiß, was der Tag bringt und welche Verletzungen auf uns zu kommen, da solltest du nicht so leichtsinnig sein, Korgal! Wie konntest du nur?!"
Sie hatte gar keine Lust seine möglichen Ausreden sich an zu hören und ging zu ihrem Lager, holte die Trinkflasche hervor und nahm einen großen Schluck von dem kühlen Nass. Das tat gut.
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Re: Das verbotene Tal

Beitragvon Korgal » Sonntag 3. März 2013, 03:02

Endlich traf auch Ayla in der Höhle ein und fragte nach dem was vorgefallen war. Doch ehe er eine Antwort geben konnte ergriff auch schon der Zwerg das Wort und erzählt ihr - in lieben Worten ausgedrückt - ausgegorenen Gorsakmist und das schlimmst daran war auch noch, das Ayla das Ganze glaubte. Der Hüne schwankte zwischen Wut und Enttäuschung, wobei letzteres überwog. Die Geweihte war, wie ein läufiges Sakussi dem erstbesten Eber, der erstbesten Antwort aufgesessen. Korgal hatte sie intelligenter und differenzierender denkend eingeschätzt. Mehr wie seine eigene Mutter, die alles stets mehrfach hinterfragte, mehrere Antworten zulassend und sich erst anschließend eine Meinung bildend. Doch dies schien auf sie nicht zu zutreffen. Dumm und einfältig waren die ersten beiden Wörter die ihm auf der Zunge lagen und die er ihr am liebsten an den Kopf geworfen hätte aber er hatte aus den Streit mit seinen Onkel vor eineinhalb Jahren gelernt und sagte dazu nichts weiter. Was zurück blieb war das tiefe Gefühl sich in Ayla schwer getäuscht zu haben und zu Unrecht an den Pranger gestellt worden zu sein.

Korgal packte in Wut seine Sachen, auf ihren erhobenen Finger gar nicht reagierend und verließ die Höhle, mit dem Bärenfell als Mantel um die Schultern. Sie hatte nicht den Eindruck bei ihm erweckt, das eine Erwiderung auf ihre Mahnung Gehör finden würde. So wie gutes Zureden auch nicht bei einen störrischen Lasttier halft. Er benötigte nun erst einmal frische Luft, auch wenn ihm die Knie dank des Zwerges immer noch schmerzten. Sonst hätte es dazu kommen können das er etwas sagte was ihm später noch Leid tat. Der Bärenkrieger schüttelte den Kopf und trat ins freie.

Der Hüne ging kurz zu Foxane und sagte zu ihr „Ich prüfe die Lage vor uns, folgt mir einfach dem Bergmassiv entlang. Wenn nichts Außergewöhnliches ist stoße ich in etwa zwei Stunden wieder zu euch.“ Auch wenn er sich deutlich bemühte, das dies nicht so war, klangen seine Worte Zorn untermalt. Korgal benötigte Abstand und frische Luft in Kopf und Gliedern um wieder einen klagen Gedankengang fassen zu können. So sehr er eine Gruppe schätzen mochte, stellte er sich ungewollt die Frage, ob der nicht sogar alleine besser gestellt gewesen wäre. Doch dies waren unausgereifte Gedanken und Korgals Ehrgefühl und Verantwortungsbewusstsein ließen es nicht zu, dass er die Gruppe im Stich ließ. Mit schnellen Schritten verließ er die nähere Umgebung der Höhle und war bald darauf außer Sichtweite.
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Re: Das verbotene Tal

Beitragvon Foxane » Sonntag 3. März 2013, 14:30

Mit Jouren auf dem Gorsak ging Foxane immer wieder am Höhleneingang vorbei und schaute hinein. Als die Geweihte anfing, den Zwerg zu untersuchen und zu heilen, sagte sie zu der Kleinen: "Ich lass dich jetzt allein. Mach keine Dummheiten." Sie lehnte sich gegen den Höhleneingang und beobachtete den Heilvorgang. Es war immer wieder faszinierend mitzuerleben, was man allein durch Gedankenkraft so alles bewirken konnte. Aber es kam ihr auch immer etwas unheimlich vor. Sie selbst schätzte und vertraute da lieber auf ihre Kraft mit den Waffen. Man haute einfach drauf und basta. Nun ja nicht ganz, entweder beherrschte man die Hohe Kunst des Kämpfens oder man brauchte dann diese heilenden Frauen.

Die Geweihte erledigte ihre Arbeit. Dann aber beschimpfte sie auf einmal Korgal und ließ ihm keine Chance zu antworten. Als er zu ihr kam, spürte sie seine Wut, er vibrierte förmlich vor Zorn. Sie klopfte ihm auf die Schulter und rief dem davon eilenden Krieger nach: "Ja, das klingt vernünftig. Eine gute Vorhut braucht man in diesen Tagen." Sie hatte volles Verständnis, dass er sich aus dem Staub machte bevor er die Beherrschung verlieren würde.

Sie näherte sich der Geweihten, stemmte die Hände in die Hüften und zeigte auf den Zwerg.
"Dieses abgebrochene Etwas von einem Mannswesen hat seine Verbrennungen selbst zu verantworten. Er schlief wohl mit seinen hinteren Kugeln zu dicht am Feuer und hatte seine explosiven Gase nicht im Griff! Der Krieger versuchte den hysterischen Zwerg zu beruhigen." Foxane drehte sich um und verließ die Höhle.
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Re: Das verbotene Tal

Beitragvon Kavita » Sonntag 3. März 2013, 16:12

Plötzlich lief alles aus dem Ruder: Grabul griff Korgal an, im nächsten Moment lagen die beiden Männer auf dem Boden und kurz danach scherzten sie schon wieder. Mannswesen!

Glücklicherweise kam Ayla zurück und konnte Grabul schnell heilen. Während Foxane und Jouren sich mit dem Gorsak beschäftigten, pflaumte Ayla Korgal an, woraufhin dieser – offensichtlich entzürnt – mit einer Ausrede die Höhle verließ. Wenigstens hatte er im Gegensatz zu Grabul keinen Wutanfall bekommen. Kavita wollte der Heilerin gerade erklären, was vorgefallen war, als Foxane dies schon tat. Also begnügte sie sich damit, ihre Sachen zusammen zu packen und ihre Tasche zu schultern. Sie fühlte sich ein bisschen schuldig. Wenn sie das Feuer nicht wieder angezündet hätte, wäre das alles gar nicht passiert. Dabei hatte sie nur gewollt, dass es gemütlich für die anderen war. Was sie auch machte, es war verkehrt.
Sie seufzte und warf einen Blick auf Ayla, die ihr mittlerweile ebenfalls leidtat. Für sie hatte es ja so aussehen müssen, als sie zurückkam.

„Mach dir nichts draus.“, sagte sie und lächelte die Frau an.
„Die sind alle ein bisschen angespannt. Ich finde es sehr nett, dass du Grabul geheilt hast und ich kann gut verstehen, dass du keinen Nerv hast, dich mit diesen Reibereien auseinander zu setzen.“ Den hatte sie selber nicht. Eigentlich wollte sie nur ihre Ruhe und alleine diese seltsame Sache, wer jetzt angeblich welches Feuer angezündet hatte, lastete sie aktuell schon vollkommen aus.

„Außerdem sind die anderen keine Magiekundigen. Die wissen gar nicht, wie anstrengend das für dich sein muss.“, fügte sie ein bisschen leiser hinzu und zuckte mit den Schultern. Wie sollten die anderen auch!
„So, sollen wir auch raus?“
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Re: Das verbotene Tal

Beitragvon Ayla » Sonntag 3. März 2013, 18:41

Als die Kriegerin ihr mitteilte, dass der Zwerg sich seine Wunden selbst zugefügte hatte, sah Ayla zu genau jenem hinüber und hob irritiert die Augenbraue. So ein kleiner Kerl und verursacht schon so viel Aufregung. Sie hätte fast schmunzeln müssen. Natürlich hatte sie nun Korgal fälschlich verdächtigt. Letztendlich war es jedoch egal, Kindereien unter Männern. Sie waren nicht in einer Kindergruppe.
Die Zauberin war ganz ihrer Meinung und Ayla nickte ihr zu. Vielleicht stimmte es und die Magie verband sie zueinander. Die Geweihte stopfte alles Notwendige in ihre Tasche.
"Ja, lass uns auch hinausgehen bevor sie wieder Dummheiten machen."
Auch wenn es durchaus scherzhaft klang, Ayla meinte es ernst. Sie traten aus der Höhle heraus und sie suchte nach Jouren.
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