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Thronsaal von Cendaria und Elvenil

BeitragVerfasst: Freitag 25. Januar 2013, 22:24
von Der Schreiber
Wenn man die Rinde des Erienbaumes berührte, öffnete sich ein Durchgang, der groß genug für einen Menschen war. Das innere des Baumes war ein grosser Raum, der auf natürliche Weise gewachsen zu sein schien. Die Wände waren so dünn, dass honiggelbes Sonnenlicht den ganzen Saal erhellte. Auf der einen Seite das Raumes stand ein Podest, und darauf zwei Throne, die von der Größe für einen Menschen geeignet gewesen wären.

Re: Thronsaal von Cendaria und Elvenil

BeitragVerfasst: Donnerstag 14. Februar 2013, 13:20
von Cendaria
Die Stille beherrschte das Feental, Stille und Trauer. Nur eine Handvoll Papilias kehrten aus dem Krieg zurück. Niemand sagte etwas, aber Cendaria sah die Anklage in den Augen manch anderer. Was hätte sie tun sollen? Sich weiterhin im Tal verstecken und den Menschen den Rücken zukehren? Der Friedensprozess und die Versöhnung zwischen den Männern und Frauen füllten Cendarias Zeit aus, so dass keine Zeit blieb für Zweifel oder Hadern. Vor ihnen hatte nur ein Weg gelegen, die Menschen zu unterstützen. Die Natur und auch die Göttin halfen ihnen dabei.
Heute sah Cendaria klarer als noch vor ein paar Monaten. Beide, die Göttin und die Natur, hatten Angst! Eine Niederlage kam nie in Frage und somit musste alles mobilisiert werden, auch die Papilias. Stünde Cendaria heute noch einmal vor der gleichen Wahl, vielleicht würde sie anders handeln. Sie trugen Verantwortung für die Natur, die Blumen dieser Welt. Der heiligste Ort der Feen, der Blütenzauber, glich einem Friedhof. Sehr vereinzelt fand man noch Blumen, die nicht verwelkt waren. Auch Elvenils Blume hatte den letzten Lebenssaft verloren und jeden Tag ging Cendaria zum Blütenzauber, um auf ein Wunder zu hoffen, aber es blieb aus. Elvenil hatte diese Welt verlassen.

Die Zukunft? Cendaria wusste nicht was die Zukunft bringen sollte. Erst einmal mussten sie sich hüten und erholen, die Blumen gesund pflegen und neue Samen ausbringen. Solange sie noch einen Funken Hoffnung in sich trugen, war das Licht noch nicht von dieser Welt gewichen.