Megaras Keller, Kellerräume von Megaras Haus-Ebene 1

Das Heim der Diebe und Streuner in Patria (Zutritt nur als Gildenmitglied).

Megaras Keller, Kellerräume von Megaras Haus-Ebene 1

Beitragvon Der Schreiber » Samstag 9. Februar 2013, 11:19

Vor der Zeit des Friedens, war Megara eine ausgezeichnete Spionin und Fälscherin im Dienste der Gilde. Durch ihre Tarnung bekam sie fast überall Einlass, gerade dort, wo Männer nicht hinkamen. Sie ist keine gewalttätige Frau und hatte oft ein Herz für misshandelte Sklaven und verhalf ihnen ohne Gegenleistung zur Flucht. Heute erzählt sie immer noch gerne Geschichten. Sie besitzt seit Learos Niedergang und Ashras Verschwinden Ashras Haus und entscheidet weise, wer Zutritt zu den geheimen Räumen der Gilde erhält. Ihre guten Kontakte zur patrianischen Obrigkeit schützen die Gilde außerdem vor der Entdeckung.

Der Eingang der Gilde (Stadt Patria):

Hier in diesem Keller nahe dem Marktplatz kommt jede hilfesuchende arme Person unter, welche Schutz vor der Dunkelheit und Kälte sucht.

In der Regel schlafen hier fünf oder sechs Frauen und Männer in schmuddelige Decken gehüllt, die andere Neuankömmlinge eher beargwöhnen.

Finden sie Aufnahme in die Gilde der Streuner, so werden sie mit erstaunen feststellen, wieviele von diesen Personen, die bei Megara nächtigen, von der Gilde sind. Und sie werden eine versteckte Tür finden, hinter der sich die gesamten Räumlichketen der Gilde offenbaren.

Hier unten herrscht ein rauher Ton, doch wird nur hinter vorgehaltener Hand von der Gilde und auch nur unter den Eingeschworenen gesprochen.


Eingang der Gilde (Wald der Lichter):

Aber nicht nur von der Stadt kann man Megaras Keller betreten. Gut versteckt im Wald der Lichter führt ein langer unterirdischer Gang in den Keller. Der Eingang von diesem Gang ist gut Versteckt in einem uralten hohlen Baum.
(Nur von Gildenmitgliedern nutzbar oder in deren Begleitung)
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Re: Megaras Keller, Kellerräume von Megaras Haus-Ebene 1

Beitragvon Ruby » Dienstag 26. März 2013, 20:55

Kommend von Streunerpfade, Wege der Stadt der Streuner - Ebene 2

Rubys Laune besserte sich mit jedem Augenblick der verstrich. Ahavan schien um einiges zugänglicher als noch am Vortag, obwohl sein spöttischer Ton blieb. Er gehörte zu Ahavan wie sein Perfektionismus und Ruby irritierte es nicht. Es gab viele Menschen, die hinter Spott anderes verbergen wollten, wenn nicht gar alles. Sie nahm das Tuch entgegen und war nicht sonderlich begeistert, dass sie es tragen sollte. Sie liebte ihre Haare offen und frei. Sie roch daran, grinste und band es sich um den Kopf. Es roch nach ihm! Ihr Grinsen wurde noch breiter und schelmischer. "Natürlich bete ich gern für dich und beichen kannst du immer!" Ihr Tonfall ließ keinen Zweifel daran, dass sie ihm nur zu gerne die Beichte abnahm.
"Seine Hoheit! Uhhh! Ich möchte nicht wissen was er mir beibringen könnte. Wahrscheinlich würde ich gar nicht seinen Erwartungen entsprechen, wenn ich schreiend aus dem Zimmer laufe.", frotzelte Ruby und rückte ihr Haartuch zurecht.

Das was er sagte, klang vernüftig. Gleich durch den Keller mitten rein und zur Not in den Wald ausweichen. Ruby war eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr oben gewesen und sie rekonstruierte den Weg aus dem Keller heraus. Sie mussten dann eigentlich nur die Straße überqueren und waren schon am Priesterinnenorden. Einmal ums Gebäude herum... zack. Na das sollte doch machbar sein.
Sie gingen die Treppen hinauf und mit jeder Stufe pochte Rubys Herz ein bisschen mehr. Nun verfluchte sie es doch, dass sie keine Waffe dabei hatte. Sie hielt anstatt einer Waffe, ihre Tasche fest. Vor ihnen war die Tür, die sie von Patria trennte. Endlich wieder frische Luft atmen, Tageslicht sehen, Patria wieder betreten!
"Immer nach euch, mein Herr!", sagte sie, verbeugte sich vor Ahavan und grinste frech. Sie hatte nicht vor die Tür zu öffnen, ohne Waffe! Vielleicht knarre sie oder kleine grüne Männchen waren in den ehemaligen Schlafräumen der Armen. Vielleicht stand das Gebäude auch gar nicht mehr! Alles konnte sein und passieren. Sie musterte Ahavan und gab sich keine Mühe das er es nicht merkte.
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Re: Megaras Keller, Kellerräume von Megaras Haus-Ebene 1

Beitragvon Ahavan n'a Riu » Mittwoch 27. März 2013, 11:19

Ahavans Augen glitzerten amüsiert auf, als sie ihn so über den Prinzen sprechen hörte. Es tat in gewisser Weise gut, dass noch jemand die offensichtlichen charakterlichen Fehler des Prinzen nicht gut zu heißen schien. Allerdings, Ahavan war auch kein Idiot. Schon viele Frauen hatten so reagiert wie Ruby, nur um letztendlich doch eine Nacht mit dem Barden zu verbringen. Verstand einer die Frauen! Er jedenfalls tat es nicht. Er hatte nicht die geringste Ahnung, wie wahr der Kern ihrer Aussage tatsächlich war. Man würde sehen.

Er ging nun voran durch den Tunnel und je höher sie kamen, desto leiser bewegte er sich. Immer wieder verharrte er lauschend. Hörte auf das, was draußen vor sich gehen mochte. Doch nur eine gespenstische Totenstille antwortete. Früher hatte man hier schon den Lärm einer lebendigen Stadt wahrgenommen, dumpf aber unverkennbar. Man, er hatte Patria und vor allem die Hexen wirklich gehasst, aber das ...! Nein, so hätte es mit ihnen nicht enden dürfen. Mit ihnen allen nicht. Kurz grübelte er darüber nach, was sie wohl oben erwarten würde. Er war schon einmal wieder in Patria gewesen und es war erschreckend für ihn gewesen, wie leer alles war. Zumindest die Teile, die von der einstmals stolzen Stadt noch standen. Der Stadtring mit seinen Toren zum Beispiel war nun durchlöchert wie ein Käse. Nicht mal die Leichen hatten sie zurückgelassen, die bewiesen hätten, dass die Stadt einmal bewohnt gewesen war. Es war selbst ihm unheimlich. Ein Grund mehr, sich zu beeilen. Teile der Orden standen noch, zumindest, als er das letzte Mal nachgesehen hatte. Doch der Priesterinnenorden sah schlimmer aus als der der Amazonen. Nur der Hexenorden war ebenso verwüstet worden. Ahavan nahm an, es hatte damit zu tun, dass die Priesterinnen einer Göttin gedient hatten, die Zûl verachtete und im Heerlager hatte er aufgeschnappt, dass seine schlimmsten Waffen, die Entweihten, anfällig für Magie wären. Vielleicht, hatten sie so ihre Überlegenheit demonstrieren wollen. Möglicherweise standen die Laboratorien der Hexen noch, weil sie unter der Erde gewesen waren. Da hatte er sich aus bekannten Gründen, bisher nicht heruntergetraut. Bei den Priesterinnen würden sie sehen müssen. Er hatte nur einen kurzen Blick auf die Orden geworfen, bei seiner letzten Erkundung, konnte aber mit Sicherheit sagen, dass dem Priesterinnenorden in jedem Fall ein paar Stockwerke abhanden gekommen waren.

"Immer nach euch, mein Herr," sagte sie schließlich riss ihn so aus seinen Überlegungen. Er strafte sie, mit einem weiteren spöttischen Lächeln und hochgezogenen Augenbrauen, sagte aber ansonsten nichts. Stattdessen lauschte er an der Tür. Alles still. Vorsichtig betätigte er den Mechanismus, der den Blick in Megaras Keller freigab, wo bis vor kurzem ein sogenanntes Flüchtlingsheim beherbergt gewesen war. Eine ihrer vielen Tarnungen, um ihre Existenz zu verschleiern. Jetzt jedoch ... er unterdrückte das Bedürfnis zu seufzen. Es war ganz einfach nicht angebracht. Er wartete, bis Ruby auch hindurch war und verschloss den Eingang zur Gilde wieder. Schnell schlüpfte er von Schatten zu Schatten Richtung Stiege und hoffte, Ruby würde ihm das gleich tun. Die Treppe hatte schon bessere Tage gesehen. Zûls Anhänger oder aber die Verteidiger waren auch hier mit brachialer Gewalt vorgegangen. Einige der Stufen waren zerbrochen, verkohlt oder fehlten. Noch dazu knarrten sie in der Totenstille fürchterlich laut. Ahavans Puls beschleunigte sich, seine Muskeln spannten sich an, wie bereit zum Kampf. Unweigerlich glitten seine Finger über die Halterung an seinem Handgelenk in der seine Waffe steckte. Er hatte gesehen, wie nutzlos Metall gegen gewisse Kreaturen Zûls war. Deswegen mussten sie schnell sein und sich in den Schatten aufhalten. Er gab Ruby ein Zeichen, sich unter eines der Fenster nach draußen abzuducken. Die Tür zum ehemaligen Marktplatz hing so windschief in den Angeln, dass er daran zweifelte, sie würden sie aufbekommen ohne ein Geräusch zu machen. Da jedoch auch das Glas in den Fenstern fehlte, würden sie eben diesen Weg nehmen. Mit einer schnellen Bewegung war er draußen und duckte sich hinter einem Trümmerteil ab, um die Straße sorgsam zu beobachten. Dann erst machte er Ruby ein Zeichen, ihm nachzukommen.
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