Handelsplatz der Streuner, Stadt der Streuner - Ebene 2

Das Heim der Diebe und Streuner in Patria (Zutritt nur als Gildenmitglied).

Handelsplatz der Streuner, Stadt der Streuner - Ebene 2

Beitragvon Der Schreiber » Samstag 9. Februar 2013, 11:16

Ein Platz, gleich neben dem Eingang, ist mit Tischen versehen. Ware aus ganz Aurorae wechselt dort den Besitzer.

Seltenes, Schönes, Bizarres, Wertvolles und Alltägliches ist zu finden. Hier lassen sich die Streuner treiben. Sie suchen und finden, was sie gebrauchen können. Hier wird in den seltensten Fällen etwas verkauft, sondern hier geht es um's Feilschen und Tauschen.
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Re: Handelsplatz der Streuner, Stadt der Streuner - Ebene 2

Beitragvon Mahot » Sonntag 3. November 2013, 12:51

Zu dieser fortgeschrittenen Stunde waren nur noch einige Händler vor Ort und feilschten lautstark und hartnäckig um jede Münze. Langsam und fast unbemerkt versammelten sich immer mehr Nachtschwärmer. Aus allen Ecken und Winkeln strömten die Gestalten auf den Platz. Vor allem auf die weiblichen Schwärmerinnen hatte Mahot es abgesehen. Nicht lange fackeln. Alle bekannten Gesichter beiseiteschieben und nur aufs Neue fixiert, schlenderte er den Platz ab.

Wissend, dass er genau beobachtet wurde und siegessicher, dass er eine finden würde, zog er seine Runden. Mit Tade, seinem Kumpel, hatte er eine Wette laufen. Es ging um viel, um sehr viele Goldmünzen. Bis jetzt hatte er die Ärmel im Trumpf. Aber ein Fehler und sein Goldvorrat würde auf ein Nichts schrumpfen. Die Wette entstand vor Monden im Wirtshaus. Als Mahot das erste Mal Tade begegnete.
Dieser attraktive Halunke hatte ihn, dem absolutem Frauenversteher, doch glatt das Hirn verdreht. Mahot flirtete auf Teufel komm heraus. Kurz vor dem Ziel seiner Eroberung, entblößte Tade sein wahres Geschlecht. Diese herbe Täuschung, die einer der wenigen war, die man an einer Hand abzählen konnte, warf Mahot kurz aus der Bahn. Nur sein eigener Humor und der von Tade ließen dadurch eine Freundschaft wachsen. Tade und Mahot erkannten schnell, wie sie tickten und was sie verband. Nach unzähligen Gläsern Wein und offenherzigen Bekenntnissen eines jeden, wurde eine Wette geboren. Heute konnte Mahot beim besten Willen nicht mehr sagen, wer die Idee dazu hatte. Jedenfalls lautete sie: Mahot durfte höchstens 3mal mit einem Weib das Bett teilen. Kam es zum 4. Mal, so ging sein gesamter Goldschatz an Tade über bis auf 3 lächerliche Münzen. Die Idee war so bescheuert wie kindisch. Tja, für die meisten. Aber für die beiden Männer war das eine Frage der Ehre.

Mahot wunderte es nicht, dass nur er derjenige war, der in der Verpflichtung stand. Zu viele Weinhumpen, die daraus entstandene männliche Spielerlaune und auch die Tatsache, dass er noch vor einiger Zeit als Frischling zählte. Das aber könnte sich schnell ändern. Mahot schien siegessicher und die Blicke der Frauen bestätigten seine Gedanken. Die Wette verlangte ihm Einiges ab. Musste er doch alle Gesichter, Figuren und Gerüche der Frauen so tief in sich aufnehmen, dass es haften blieb, um dann die Akte zu schließen. Aber das gleiche galt ja auch für Tade, der ebenso seine Haken ziehen musste hinter jeder Weiblichkeit, die Mahot einmal beglückte. Es war ein Spiel, ja, aber es passte wie die Faust aufs Auge.

Keine neue Eroberung stand heute ins Haus. Jedenfalls nicht hier unten. Mahot machte kehrt und nahm den Ausgang Richtung Stadtmauer ins Vezier. Dort hatte er in letzter Zeit nicht wenige weibliche Begegnungen.

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....Und auf die gelernte Weise
Grub ich nach dem alten Schatze
Auf dem angezeigten Platze;
Schwarz und stürmisch war die Nacht.

(Auszug aus 'Der Schatzgräber' von Johann Wolfgang von Goethe)
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