Der Orden der Papilias

Beschreibung

Die Papilias sind kleine Feenwesen. Durchschnittlich sind sie in etwa so groß wie die Hand eines Menschen und ihrem Rücken entspringen riesige Flügel, sodass sie von weitem aussehen wie ein Schmetterling. Die Statur eines Papilia gleicht der eines Menschen, nur dass er in der Regel feingliedriger und schlanker ist. Die Augen sind proportional zum Gesicht überdurchschnittlich groß und weisen manchmal außergewöhnliche Farben auf. Zudem haben Papilias nach oben spitz zulaufende Ohren. Papilias bewegen sich nur fliegend fort und sind dabei etwa doppelt so schnell wie ein Mensch. Sie haben ein sehr gutes Gehör, eine feine Nase und können in der Dämmerung wesentlich besser sehen als ein Mensch. Papilias ernähren sich fast ausschließlich von Blütennektar und Wasser.

Charakter / Hintergrund

Papilias sind Kreaturen der Göttin Aurora, das heißt sie sind Wesen des Lichts und kennen das Böse nicht. Selbst wenn sie Streiche spielen, sind diese niemals bösartig und werden auch nicht mit dem Willen ausgeführt, jemandem Schaden zufügen zu wollen. Papilias sind Hüter der Natur … sie werden aus einer Blüte geboren, die nach ihrer Geburt verwelkt und nur ihre Samen zurücklässt. Diese Blütensamen werden dem Papilia anvertraut, wenn er alt genug ist – er ist nun dafür verantwortlich, seine Blume zum Erblühen zu bringen. Den ersten Samen pflanzt er auf der Wiese der Lichter im Feental. Diese Blume symbolisiert den Lebensfaden des Papilia und der Papilia ist sein Leben lang für die Pflege „seiner Blume“ verantwortlich. Die übrigen Blütensamen kann er an anderen Orten pflanzen, um seine Blume in Aurorae zu verbreiten. Jeder Papilia ist einzigartig, ebenso wie seine Blume. Erst wenn der Papilia stirbt und seine Blume auf der Wiese der Lichter verwelkt, kann wieder ein Papilia aus dieser Blume geboren werden. Papilias sind sehr langlebig … sie können mehrere tausend Jahre alt werden. Allerdings fallen viele vorher den Gefahren der Natur zum Opfer. Papilias entwickeln sich langsamer als Menschen. Bis zu ihrem fünfzigsten Lebensjahr dürfen sie das sichere Feental nicht verlassen und stehen unter dem Schutz älterer Papilias, die sie schützen und ihnen alles beibringen, was sie wissen müssen. Anschließend sind sie für sich selbst verantwortlich und werden auch mit der Pflege ihrer Blume beauftragt. Allerdings gelten Papilias erst im Alter von 300 bis 400 Jahren als wirklich erwachsen.

Image11Papilias sind meistens quirlig, fröhlich und verspielt. Sie nehmen viele Dinge nicht ernst und spielen sich gegenseitig gern Streiche. Allerdings sind diese Streiche niemals darauf ausgelegt, dem Gegenüber ernsthaft Schaden zuzufügen. Papilias wirken auf Menschen oft kindlich und naiv. Das liegt daran, dass sie viele Dinge nicht kennen und manche Sachen ihnen einfach unverständlich bleiben. Sie haben einfach eine ganz andere Sicht der Welt … für sie ist es eine lichte, gute Welt, in der das Böse ein Fremdkörper ist, den sie einfach nicht verstehen.

Geschichte

Woher die Papilias genau stammen, ist nicht bekannt, aber es wird vermutet, dass sie zu den ersten Bewohnern Auroraes zählen. Sie waren zumindest schon dort, bevor die ersten Menschen das Land bevölkerten. Damals lebten sie überall im Land verteilt … beziehungsweise überall dort, wo es viele Pflanzen und Blumen gab. Der Großteil besiedelt den Wald der Lichter, der seinen Namen deshalb trägt, weil die ersten Menschen die Papilias Nachts tanzen und feiern sehen, sie für das Auge eines Menschen jedoch nur wie winzige schwebende Lichtpunkte aussehen. Die Papilias leben in größeren Gemeinschaften, die sich jeweils an einem bestimmten Ort niederlassen, der ihnen gefällt, beispielsweise in den Ästen eines großen Baumes, in einem Tal, an einer Quelle oder auf einer Wiese. Wichtig ist, dass es ein Ort sein muss, an dem ihre Seelenblume gepflanzt werden und erblühen kann. Zudem sind die Orte meist versteckt, da den Papilias aufgrund ihrer geringen Größe selbst von kleineren Raubtieren schon Gefahr drohen kann. Ihre Wohnorte sind zudem meist mit Magie geschützt. Nachdem die Menschen sich in Aurorae niedergelassen haben, begegnen die Papilias ihnen mit Freundschaft … von vielen wird dieses Geschenk entgegen genommen und erwidert, aber andere nutzten die Naivität und Friedfertigkeit der kleinen Wesen aus. Zudem besiedeln auch Kreaturen Kathârs das Land, die für die Papilias ebenfalls eine große Gefahr darstellen. Die Papilias sind zudem nicht so anpassungsfähig wie die Menschen und so wird ihre Anzahl mehr und mehr dezimiert. Nach dem Krieg der Menschen gegen Zûl und seine Ohadus distanzieren sich die Papilias erst einmal völlig von den Menschen. Sie ziehen sich in ein Tal im Wald der Stimmen zurück, dessen Tor sie magisch sichern, sodass niemand außer ihnen das Tal betreten kann. Einige Papilias suchen sich in anderen Teilen des Landes eine neue Heimat, doch sind sie sehr wenige und auch sie meiden fortan den Kontakt zu den Menschen.

Im Jahr 1017 n.Q. ändert sich dies, als die Papilia Dicentra – eine allein lebende Papilia, die keinen Kontakt zum Feental hat – sich mit der Stimme Tala anfreundet. Dicentra lebt eine Weile unter Menschen, ehe sie im Jahre 1018 n.Q. von dem Annuyiaée Dunn vom Feental erfährt. Da Dunn ohnehin auf dem Weg dorthin ist, schließt sich Dicentra an und trifft zum ersten Mal auf ihresgleichen. Dunn und seine Begleiter sind die ersten Menschen, die das Feental betreten dürfen. Danach halten die Papilias regelmäßigen Kontakt zu den Verborgenen und erlauben hin und wieder ausgesuchten Menschen, ihre Heimat betreten zu dürfen. Sie knüpfen auch erste Kontakte zu den Patrianerinnen, als sich die Anzeichen mehren, dass Zûl wieder aktiv wird. Die Papilia Faeras wird sogar für längere Zeit nach Patria geschickt, um das Bündnis zu festigen – sie tut dies, indem sie sich mit Talas Beraterin und Vertrauten Pareika anfreundet. Unterdessen tritt der Druide Tullaris als erster Mensch in Kontakt mit den Alten, die im Feental stehen. Die Papilias greifen erstmals aktiv in die Belange der Menschen ein, als die Feenkönigin Cendaria und die Papilia Niniel die Zauberin Gana Soraya auf einer gefährlichen persönlichen Expedition begleiten. Dadurch wird das Bündnis zwischen Papilias und Verborgenen weiter gefestigt. Als im nördlichen Wald der Lichter die Bäume und anderen Pflanzen absterben, werden die Papilias Laura, Llynya und Faeras dorthin entsandt, um gemeinsam mit einigen Druiden diese Wunde im Herzen des Waldes zu heilen. Mit der Unterstützung einiger Zauberinnen der Verborgenen gelingt es schließlich, das Problem zu erörtern – und der Druide Tullaris ruft einen Alten herbei, der den toten Boden wieder mit Leben füllt.

Durch die Bemühungen der Verborgenen und der Stimme beschließen die einstmals verfeindeten Parteien, sich an einen Tisch zu setzen und einen Frieden auszuhandeln. Die Göttin Aurora vergießt daraufhin dreizehn Tränen, die alle im Wald der Stimmen auf die Erde treffen. Cendaria erfährt davon und schickt ihre Papilias aus, um die Tränen zu suchen. Sie können allerdings nur zwölf Tränen bergen, die dreizehnte bleibt verschollen. Die restlichen zwölf Tränen werden unter den Mitgliedern des neuen Bündnisses aufgeteilt: Symphonie (Führerin der Verborgenen), Manya (Kriegsherrin; mittlerweile Zeruja), Vaera (Zathra), Tala (Stimme; mittlerweile Fálbaļa), Freismer (Clanführer der Falken), Mahkah (Clanführer der Luchse), Belgron (Clanführer der Katzen), Bidrim (Clanführer der Bären), Iaen (Clanführer der Eulen), Dunn (Anführer der Annuyiaée; mittlerweile Nemene), Cendaria (Feenkönigin), Kel Burakara Kzan (Zwergenkönig).

Struktur

Die Papilias haben keine strenge Struktur in dem Sinne. Jeder hat das Recht, zu sprechen und jeder Papilia wird als gleich wertvoll und wichtig für die Gemeinschaft erachtet. Angeführt werden sie von der Feenkönigin, die die Belange ihres Volkes nach außen hin vertritt. Sie trägt auch die Verantwortung für ihr Volk, d.h. sie weiß in der Regel mehr über die Geschichte der Papilias und die des Landes Aurorae, um im Zweifelsfall Entscheidungen treffen zu können. Das Oberhaupt der Feen ist immer weiblich. Zwar kann der Gefährte einer Königin gemeinsam mit ihr regieren, aber sie hat die alleinige Entscheidungsgewalt und repräsentiert ihr Volk auch allein. Eine Königin wählt ihre Nachfolgerin selbst aus, indem sie eine geeignete Papilia „zur Tochter nimmt“, d.h. sie nimmt sie unter ihre Fittiche und bringt ihr bei, was sie wissen muss. Generell werden bei den Papilias die Älteren sehr geachtet, da sie in ihrem langen Leben Erfahrung und Weisheit sammeln konnten. Auch die Königin sucht gelegentlich ihren Rat. Ebenfalls eine gewisse Sonderstellung nehmen die Wächter der Alten ein. Die Alten sind Bäume, die schon sehr lange leben und das Wissen Auroraes in sich tragen. Die Wächter dienen ihnen, das heißt, sie wachen über sie, umsorgen sie und schützen sie. Dafür sind sie in der Lage, gelegentlich mit ihnen zu kommunizieren. Die Papilias verehren die Alten, da sie für sie das Sprachrohr der Göttin Aurora darstellen … sie respektieren sie für ihre Weisheit und von persönlichen Belangen losgelöste Sicht der Welt.

Bekannte Papilias
- Cendaria – Feenkönigin
- Elvenil – Cendarias Gefährte:
- Fayala – Cendarias Tochter

OT-Besonderheiten

- Papilias haben aufgrund ihrer geringen Größe weniger Lebenspunkte. Jeder Papilia erhält aber zu Beginn den Skill “Ausweichen” der einen permanenten Rüstungsskill. Diesen Skill bekommen sie, weil sie fliegen können, sich doppelt so schnell wie ein Mensch bewegen können und einfach aufgrund ihrer geringen Größe schwerer zu treffen sind. Der RW gilt nicht, wenn eine Papilia nicht die Möglichkeit hat, sich zu bewegen oder auszuweichen (z.B., wenn sie gefangen wurde oder bei Flächenzaubern).

- Papilias bewegen sich doppelt so schnell wie ein Mensch.

- Papilias können nicht in Ohadus verwandelt werden.

- Papilias verwenden kein Gold.

- Papilias können bei Dämmerlicht besser sehen als Menschen.

Besonderheit: Die Papilias sind nicht als Erstcharakter spielbar.

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