Orden der Ohadu

Die ersten Ohadu wurden vor über 2000 Jahren durch ein mächtiges Artefakt erschaffen: Den Schlangendolch. Menschen, die Zûl folgten, rammten sich diesen Dolch in ihr Herz und verwandelten sich für immer. Nicht länger lebendig, aber auch nicht tot, nicht fühlend, dafür mit erstaunlichen Instinkten und Sinnen ausgestattet und dem unbedingtem Willen ihrem Meister zu gehorchen. Es ist nicht überliefert, ob die Menschen wirklich wussten, worauf sie sich einließen, oder ob Zûl sie ebenso betrog wie er so viele andere täuschte, Fakt ist, dass sie all ihre Menschlichkeit einbüßten und sich in etwas völlig anderes verwandelten. Wesen mit großer Macht zwar, aber durch den Dolch auch in Zûls Knechtschaft gezwungen, in ihrer Existenz zwischen Leben und Tod gefangen und ihrer Seele beraubt. Auch wenn sie das wohl anders sehen würden. (siehe hierzu auch Sorius – der Lichmagier und die Unterwelt )

Die Ohadu repräsentieren das absolut Böse. Sie sind wie Raubtiere auf der Jagd nach Beute. Sie genießen es mit ihren Opfern zu spielen, wie die Katze bevor sie ihre Beute tötet. Ihre Rasse spiegelt Zûls Sinn nach Perfektion wieder. Frei von jeglichem menschlichen Gefühl, wie Freundschaft oder Liebe, die sie beeinflussen können, dienen sie ihrem Meister skrupel- und gewissenlos, durch die Magie des Dolches auf ewig an seinen Willen gebunden. Doch auch bei ihnen gibt es Unterschiede und Vorlieben, die sie im Sinne Zûls ausleben. Hat der Dolch einmal das Herz eines Menschen durchbohrt, so erkaltete es zusehends, zieht jegliche Menschlichkeit aus dem Wesen, bis nur noch der extremste und bezeichnenste Wesenszug übrig bleibt und an ein Zerrbild dessen erinnert, was den Menschen einmal ausgemacht hat.

Geschichte

Zûl einstmals ein Schüler der Lichtmagier strebte nach Macht und Ansehen. Er entdeckte das Geheimnis des vergessenen Gottes und erschuf ein Artefakt, die goldene Kugel, mit deren Hilfe er Kontakt zu dem Gott aufnehmen konnte. Und so geriet er unter dessen Einfluss und von der Macht verführt, wandte er sich mehr und mehr dem Dunklen zu. Er wandte sich von der Schule des Lichts ab, und zog anschließend durch Aurorae, sammelte Wissen und Anhänger für seine Sache und erschuf schließlich den Schlangendolch und brachte seine Anhänger dazu (möglicherweise durch das Versprechen von unendlicher Macht), sich den Dolch ins Herz zu stoßen. Der Schlangendolch wandelte sie zu den ersten Ohadu, machte sie mächtiger und befähigte sie ebenso wie ihr Meister dunkle Magie zu weben. Aber er nahm ihnen auch ihre Unabhängigkeit von Zûl und ihren freien Willen. Sie unterwarfen sich von nun ausschließlich seinem Willen und die wenigen, die dies nicht zu seiner Zufriedenheit taten wurden bald als unperfekt ausgemerzt. In der Schlacht von Mala Morta konnten sie jedoch letztendlich ihrem Meister nicht beschützen. Zûl wurde in eine Kugel aus Licht gebannt und die Ohadu verloren so ihre Verbindung zur dunklen Macht. Einige, die weniger Mächtigen, gingen daran zu Grunde. Andere wurden von den Annuyiaeé vernichtet. Nur eine Handvoll überlebte geschwächt. Ohne Zugang zur dunklen Macht ihrer Kräfte beraubt, versteckten sie sich viele Jahrhunderte lang und verfielen mit der Zeit in eine Art Starre, dem Tode oder einem sehr langen Schlaf nicht unähnlich. Alle, bis auf Rogon, den Erstgeborenen. Und die Menschen vergaßen ihre Existenz schließlich und verbannten die Geschichten um Zûl und die Ohadu ins Reich der Mythen und Legenden.

Im Jahr 1017 n. Q. wissen nur noch sehr wenige, dass die Entweihten keine Fantasiekreaturen aus Schauergeschichten sind. Man hält die Legenden um Zûl und den Lichtmagier und vielleicht sogar die Geschichten um Auror für Märchen. Doch sie irren. Mit Hilfe seiner wiedegeborenen Braut Brama und des Erstgeborenen gelingt es Zûl, sich aus seinem Gefängnis zu befreien. Brama bereits zur Ohadu gemacht, gelockt von Zûl und seinen falschen Versprechungen, opfert unwissentlich ihr Leben für den dunklen Magier. Nur dadurch, dass er seine Braut auf diese Weise wissentlich und willentlich opfert, gelingt ihm die Flucht. Mit der Befreiung Zûls kommen auch die Ohadu zu neuer Macht, die bisher in Starre verharrten. Und da ihre Körper älter und durch die lange Abgeschnittenheit von der Quelle ihrer Macht gestählt sind, wächst ihre Macht schnell und beträchtlich. Zûl schickt sie aus, neue Anhänger zu finden und ihm die Gegenstände zu bringen, die ihm zu alter Macht verhelfen sollen. Die goldene Kugel, das Buch der Entweihten und das Buch der Offenbarung (Bis auf das letzte befindet sich mittlerweile alles wieder in Zûls Besitz.). Den Menschen wird schnell klar, welch ein Alptraum sich über ihnen zusammenbraut. Entweihte, mit irislosen Augen tauchen auf, in ihrem Schlepptau übel aussehnde Kreaturen, die bald den Namen Namenlose erhalten. Sie verwüsteten große Landstriche und vernichten die dort lebenden Menschen oder zwingen sie zur Flucht. Als größten Triumph in jüngster Zeit kann wohl die Auslöschung Dunns angesehen werden. Damit ist Zûl und seinen Ohadu ein schmerzhafter Schlag gegen den alten Erzfeind gelungen. Nun bereiten sie sich auf einen Krieg vor. Sie schüchtern die Menschen ein und demonstrieren ihre Macht. So auch in der Versunkenen Stadt geschehen, als eine Gruppe von Menschen sich zur Pyramide Regus aufmacht, um mehr über ihren Feind zu erfahren oder in den Hügelgräbern, wo drei Ohadus ein Dutzend Zauberinnen in die Flucht schlagen. Denn sie wissen nur zu gut um die menschlichen Schwächen: Gefühle. Und so setzen sie alles daran, die Menschen vor Angst erzittern zu lassen, bevor sie zum wirklichen Schlag ausholen: Die Vernichtung aller Menschen, damit Zûl über ganz Aurorae herrschen kann.

Struktur

Das Oberhaupt der Ohadus ist unbestritten ihr Meister Zûl. Im folgen sie bedingungslos und treu und das nicht nur, weil sie durch die Magie des Schlangendolches an seine Weisungen gebunden sind, sondern auch weil er Vergehen stets sehr streng ahndet. Sie sehen in ihm ihren Meister, ihren Vater und ringen um seine Anerkennung. Untereinander üben sich daher in einem ewigen Konkurrenzkampf. Dieser geht jedoch niemals so weit, dass sie einander töten. Zûl sieht es nicht gerne, wenn sie einander auslöschen und bestraft dies in der Regel mit der Vernichtung des überlebenden Ohadus. Anders sieht dies jedoch aus, wenn Ohadu ihre Brüder oder Schwestern vernichten, die sich wissentlich und willentlich Zûls Befehlen widersetzen. Denn Kreaturen, die dies können, sind fehlerhaft und schwächen nur die eigenen Reihen. Die einzige Möglichkeit Zûls Wohlwollen zu erringen, ist unabdingbarer Gehorsam und die Mehrung von Macht. Und so baut die gesamte Hierarchie auf Macht auf. Je mächtiger ein Ohadu ist, desto höher steigt er in der Hierarchie auf. Er kann jedoch auch jederzeit tief fallen, wenn er einen Fehler begeht. Zûl ist kein geduldiger Mensch und der Ohadu muss sich dann von neuem beweisen.

Bekannte Ohadu

Spieler:
Rogon – der Erstgeborene (wurde sehr lange nicht mehr in der Burg gesehen und gilt bei Zûls Anhängern als verschollen)
Arkay – der Zweitgeborene

NSC:
Zûl – Dunkelmagier, Erschaffer und Meister der Ohadu (kein Ohadu, aber auch nicht länger wirklich Mensch)

Klassen-Besonderheiten

- Ohadu sind nur durch Magie, Klingenstäbe oder magische Waffen verletzbar. Einfache Waffe, schlagen zwar Wunden, doch diese schließen sich nach dem entfernen der Waffe unmittelbar wieder.

- Ohadu benötigen keinen Schlaf, dafür aber eine Verbindung zu Zûl, um ihre Energie wieder aufzufüllen.

- Da sie durch den Schlangendolch ihre Seele verloren haben, sind sie nicht von der Bösartigkeit ihres Tuns überzeugbar.

- Ohadu reagieren sehr empfindlich auf Sonnenlicht und selbst einfacher Fackelschein vermag vor allem die jüngeren Ohadu zu blenden.

- Ohadusinne sind schärfer als die der Menschen. Mit einer Art Sonar erleben sie ihre Umwelt. Denn ihre Augen sind blind.

- Ohadu sind widerstandsfähiger als Menschen und haben deshalb 150 LP.

- Prinzipiell ist ein Klassenwechsel aus allen menschlichen Klassen bis auf die Annuyiaeé möglich. Jedoch verliert der Charakter dann alle SP und Fähigkeiten und beginnt wieder bei 3 SP.

- Ein Mensch kann ingame sowohl freiwillig wie auch unfreiwillig zum Ohadu gemacht werden. (Natürlich nicht ohne vorherige OT-Absprachen). Dies hat jedoch unter Umständen Auswirkungen auf den Charakter eines Ohadu. Jemand der plötzlich und unerwartet gewandelt wird und z.B. ein gläubiger Anhänger der Göttin war, kann durch die unfreiwillige Wandlung verrückt werden.

Die Ränge der Ohadu:

- Schattenmagier
- Schattenzauberer
- Schattennovize
- Schattendiener

Besonderheit: Ohadus sind nicht als Erstcharakter spielbar. Prinzipiell ist ein Klassenwechsel von einer anderen Klasse möglich, jedoch verliert der Charakter dann alle seine Fähigkeiten. Er fängt als Ohadu wieder bei maximal 3 Sp an (Diese kann er allerdings nicht sofort verteilen, sondern muss das Erlernen seiner Fähigkeiten ausspielen). Spieler, die einen bereits verwandelten Ohadu spielen möchten, steigen in der Regel bei 3 SP ein.

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