Die Sippen der Zwerge

Beschreibung

Die Zwerge sind eine eher gedrungene Rasse. Ihre Körpergröße überschreitet nie 6 Fuß (1,50 m). In der Regel sind sie sogar kleiner. Ihre Körper sind massig und muskulös. Ihr Wesen ist eher aggressiv und aufbrausend und für Entscheidungen brauchen sie nach menschlichen Maßstäben viel Zeit. Ihr besonderes Markenzeichen sind das lange feste Haar, sowie die geflochtenen Bärte, die sie der Legende nach niemals schneiden. Hier unterscheiden sich die weiblichen Zwerge nicht von den männlichen. Auch ihre Bärte sind üppig und lang. Es kann jedoch vorkommen, dass sich die ein oder andere Zwergenfrau mal einen besonders schönen Stein hinein flechtet. Doch diesen Unterschied vermag wohl nur ein äußerst scharfes Auge zu sehen.

Charakter / Hintergrund

Die Zwerge leben in Sippen unter den Bergen des Drakan Gebirgszugs und haben ihn mit ihren Stollen und Wohnhöhlen durchzogen. Die Stollen sind hauptsächlich deshalb in einer so enormen Fülle entstanden, weil die Zwerge ständig nach Metallen und Edelsteinen suchen. Sie sind Spezialisten nicht nur im Abbau dieser Kostbarkeiten, sondern auch in deren Verarbeitung. Früher trieben sie damit regen Handel mit den Menschen und arbeiteten auch mit deren Zauberkundigen zusammen um spezielle und sehr mächtige Waffen zu erschaffen. Man munkelt, dass die Erschaffung einiger Artefakte aus der Vergangenheit nur durch ihr Schmiedegeschick gelungen ist. Nach dem Verrat Zûls haben sie sich jedoch in ihre Höhlen zurückgezogen und meiden in der Regel den Kontakt zu den Menschen. Menschen, gerade wenn sie auch noch über Zauberkräfte verfügen, begegnen sie seitdem ohnehin meist mit offener Feindseligkeit oder zunmindest großem Misstrauen. Anders als die meisten Rassen Auroraes beten sie jedoch nicht die Göttin Aurorae oder Totemtiere an. Sie huldigen dem Gott Kathâr, der nicht nur Gott des Zorns, sondern auch Gott des Kampfes für sie ist. Sie opfern ihm regelmäßig, in dem sie die schönsten Edelsteine und wertvolle Gegenstände wie Rüstungen und Waffen in den Fluss des Zorns werfen. Sie hoffen, Kathâr so gnädig zu stimmen. Auch heldenhafte Taten können den Zorn ihres Gottes ihrem Glauben nach besänftigen.

Zwerge sind nach menschlichen Maßstäben häufig etwas langsam, wenn es darum geht, Entscheidungen zu treffen, die von ihrem üblichen Weg abweichen. Das hat damit zu tun, dass den Zwergen ihre Traditionen sehr wichtig sind und sie erst sehr lange darüber nachdenken und streiten müssen, bis sie sich zu Änderungen durchringen. Oft ist dies ein Prozess von Hunderten von Jahren, wenn nicht gar von Äonen. Veränderungen sind ihre Sache also nicht. Und wieso sollte man auch etwas verändern, wenn der Vater des Vaters des Vaters es schon immer so gehandhabt hat? Ihr Umgangston mag ruppig und ungehobelt erscheinen und oft ist er das gerade gegenüber Menschen auch. Sie sind im Allgemeinen eher aufbrausend und nachtragend und vertrauen nicht so leicht. Wenn man jedoch ihre Freundschaft errungen hat, so ist diese beinahe in Stein gemeißelt. Verrat ist jedoch eine Sache, die in ihrer Kultur undenkbar ist und schwer geahndet wird. Blutfehden wurden deshalb schon das ein oder andere Mal geführt und diese können Jahrhunderte anhalten. Außerdem erinnert man sich der Namen von Verrätern und deren Vergehen noch in Generationen, auf das alle Zwerge entsprechend handeln können, sollten sie dem Verräter oder einer seiner Nachkommen jemals begegnen. Ihre Sippe und ihr Begriff von Ehre stehen über all ihren Handlungen.

Geschichte

Etwa Tausend Jahre vor der quendorianischen Zeitrechnung tauchte ein Mann in den Zwergenhöhlen auf, der sich auf den Gott Kathâr berief. Die Zwerge, die bis dahin nur wenig Kontakt mit den Menschen gehabt hatten, nahmen ihn auf und hörten ihm zu. Sein Name war Zûl. Es gelang ihm schließlich über ein paar Jahre hinweg ihr Vertrauen zu erringen, zumal er an den selben Gott zu glauben schien wie sie. Dieser Mann verfügte über Zauberkräfte, die er im Sinne Kathârs, für den Ruhm und die Ehre des Gottes, einsetzen wollte. Doch er überzeugte die Zwerge davon, dass seine Kräfte zu schwach seien, um Kathâr zur Ehre zu gereichen und so erschuf das Volk Kathârs ein mächtiges magisches Artefakt, dass Magie bündeln konnte: Die goldene Kugel. Der Mann versprach den Zwergen im Gegenzug für das Artefakt große Reichtümer und das ewige Wohlwollen ihres Gottes. Das Unterfangen war alles andere als leicht. Die besten Handwerker der Zwerge kümmerten sich mehr als ein Jahr um die Herstellung. Doch schließlich gelang das Kunststück nach ein paar Rückschlägen. Die Zwerge waren stolz auf ihr Werk und waren dennoch gewillt, es dem Mann zu überlassen. Dieser jedoch betrog sie. Er brachte nicht Reichtümer mit, sondern beschwor mit Hilfe der goldenen Kugel zwei Dämonen herauf, die das Volk der Zwerge vernichten sollten und verschwand im entstandenen Tumult. Dunkeldämonen waren es, den anderen Völkern Auroraes auch als Sluaghs bekannt. Der ganze Clan der Gormata-Zwerge schien dem Untergang geweiht. Doch Zûl hatte nicht mit der Standhaftigkeit und dem eisernen Kampfeswillen der Zwerge gerechnet. Unter Einsatz ihres Lebens drängten sie die Dämonen immer weiter in ihre Stollen zurück, immer tiefer in den Berg hinein und es gelang ihnen schließlich die beiden Wesen zu verwunden und zu schwächen. Jedoch nicht annähernd genug. Schließlich blieb ihnen nichts anderes übrig, als einen Teil ihrer Truppen für das Wohl der ganzen Sippe zu opfern. Es waren Freiwillige. 10 Sprengmeister, die ihre Ladungen an empfindlichen Punkten der Stollen anbrachten und zündeten und 20 tapfere Streiter, die die Sprengmeister mit ihrem Leben verteidigen sollten, bis sie ihr Werk vollbracht hatten. Es gelang. Der Stollen stürzte ein und schloss neben den beiden Dämonen auch die 30 tapferen Zwerge ein. Die Sieg schmeckte bittersüß. Die Verluste waren hoch und man trauerte viele Jahre um die Gefallenen. Unter ihnen wähnte man auch die 30 Eingeschlossenen. Doch nicht alle von ihnen waren tot. Was ihnen widerfuhr, mag um vielfaches schlimmer gewesen sein. Doch wollen wir an dieser Stelle nicht näher auf ihr Martyrium eingehen. Nur soviel sei gesagt: Sie überlebten eine lange Zeit der Folter durch die Dunkeldämonen und machten sich ihre Zähigkeit zu nutze. Sie begannen von den Kreaturen zu lernen, einfach nur in dem sie beobachteten und nachahmten, was sie taten. Denn sie hatten nicht vor, hinter der Stollenwand auf ewig gefangen zu sein. Immer dann wenn die Kreaturen von ihnen abließen, arbeiteten sie an einem Fluchttunnel und wenn die Kreaturen wieder auf sie losgingen sahen sie zu und lernten. Und so gelang es ihnen schließlich für eine kurze Weile, die Dämonen mit ihren eigenen Waffen zu schlagen und sie zu bannen. Die Zeit reichte gerade, um durch den fertigen Fluchttunnel zu entkommen und diese wieder zu verschließen, damit die Dämonen gefangen blieben. Sie kehrten heim in eine veränderte Welt. Die Zwerge hatten sich aufgrund von Zûl von jeglicher Magie losgesagt und so beschlossen die Eingeschlossenen einen Geheimbund zu gründen und ihre Fähigkeiten geheim zu halten und auch nur im Geheimen weiterzugeben. Für das Wohle aller Zwerge, verstand sich. So entstand der Bund der Dunkelzwerge, der bis heute im Verborgenen bestand hat. Aufgrund des Verrates, schlossen sich die Zwerge dem Kampf gegen Zûl an, der mit Hilfe ihres Artefaktes einen Dolch erschaffen hatte, der Menschen zu seinen Dienern machte und ihnen die Seele entzog. Sie wussten, sie waren es den Menschen schuldig. Der Kampf währte in etwa 300 Jahre. Doch schließlich gelang es der Allianz aus Menschen und Zwergen, Zûl in eine Lichtkugel zu bannen und die dunklen Scharen aus Ohadus vernichtend zu schlagen. Ihre Schuld war damit gesühnt und sie sagten sich von den Menschen los, zogen zurück in ihre Berge und brachen jeglichen Kontakt zum Volke des Verräters ab. Bis …

Im Jahre 1018 n. Q. mehren sich die Zeichen, dass Zûl aus seinem Gefängnis aus Licht befreit wurde. Die Führerin der Verborgenen beruft ein Konzil ein um Frieden unter den Menschen auszuhandeln und neue Bündnisse zu schließen. Doch die Zwerge vergessen nicht so leicht. Sie erinnern sich noch gut an den Verrat und an das, was die menschliche Magie einst unter ihnen angerichtet hat. Jahrhunderte währendes Misstrauen legt man nicht so leicht ab. Anders als die anderen Parteien beschließt der König der Zwerge, dem Kampf gegen Zûl nicht beizutreten. Ihre Schuld ist gesühnt. Sie haben ihn einmal besiegt. Nun ist es an den Menschen, ihren Fehler gut zu machen. Doch der Zwergenkönig ringt sich immerhin wieder dazu durch vorsichtige Handelsbeziehungen aufzunehmen und die Höhlen wieder für die Menschen zu öffnen. Nicht zuletzt durch Dunns Bemühungen im Vorfeld der Verhandlungen.

Die Zustände vor den Toren der Zwergenhöhlen wurden immer schlimmer. Viele Gerüchte kamen den Zwergen zu Ohren, dass die Menschen immer mehr Boden an Zûls Armeen verloren. Der König der Zwerge ließ dem Fluß des Zorns Opfer darbringen, um Kâthar zu ehren und es dauerte nicht lange bis der dunkle Gott seine Kinder erhörte. Das Gebirge erzitterte und sämtliche Zugänge zu den Zwergenhöhlen wurden verschüttet und schnitten nun jedem den Weg ab, egal ob Freund oder Feind. Viele Zwergenfamilien wurden getrennt, die Zwerge die den Menschen helfen und jene, die daheim geblieben sind. Doch noch etwas geschah bei dem gewaltigen Beben, die alten Minen wurden verschüttet und Minen rutschten ab, in andere alten Minen…

Struktur

Die Zwerge werden durch ihren König Kel Burakara Kzan angeführt, der in der neuen Steinhalle seinen Herrschersitz hat. Er ist König aller Sippen die im Gormatagebirge ihr zu Hause haben und ist auch mit allen Sippen verwandt, wenn diese Verwandtschaft auch schon mal mehr als ein paar Generationen zurückliegt. Dies ist jedoch wichtig, damit sie ihm alle bedingungslos folgen. Innerhalb des Clans, sind die Zwerge in Sippen organisiert. Wir würden es wohl Großfamilien nennen, in denen immer der älteste und weiseste Zwerg bzw. die älteste und weiseste Zwergin das Sagen hat. Die Zwergenkultur folgt einer Hierarchie die sehr stark auf Alter und Wissen fußt. Alle Zwerge werden neben ihrem Hauptberuf (z.B. Minenarbeiter, Bierbrauer, Juwelenschleifer, Sprengmeister etc.) in Kampffähigkeiten ausgebildet, da das Kämpfen innerhalb ihrer Kultur einen hohen Stellenwert hat. So erhält ein jeder Zwerg einen militärischen Rang, der auf Können und Alter fußt. Dieser Rang gibt auch an, wo der Zwerg innerhalb der Zwergengesellschaft steht. So ist der Druk in den Augen der Zwerge, jemand, der gerade eben erst seinen Kinderschuhen entwachsen ist und den ersten Bartflaum zeigt, bis hin zum kurzen Vollbart. Ein San hat sich schon in dem ein oder anderen bewiesen und an Ansehen gewonnen, während ein Bara schon Befehle erteilen kann und eine Stimme in der großen Halle hat. Ein Kaz dagegen steht hoch im Ansehen, sein Wort findet selbst beim König direkt Gehör.

Bekannte Zwerge:

Gadon Mendras Gra’Barem – des Königs Schreiber

Kel Burakara Kzan – Zwergenkönig

OT-Besonderheiten

- ein Zwerg hat aufgrund seiner körperlichen Beschaffenheit und Zähigkeit mehr Lebenspunkte.

- über die Dunkelzwerge wissen nur die Dunkelzwerge selbst Bescheid. Sie treten im Verborgenen an ihre Schüler heran. Daher kann auch niemand, der nicht selbst ein Dunkelzwerg oder sein Schüler ist, von ihrer Existenz wissen.

Ränge der Zwerge:

- Kaz
- Bara
- San
- Druk

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