Die Streunergilde

Hintergrund/ Geschichte

Die Streuner leben in der unterirdischen Stadt, die sich unter Patria befindet. Nun, sie nennen es Stadt, andere würden es möglicherweise eher als die Ausläufer der Kanalisation bezeichnen. Doch dir Streuner haben sich dort gut eingerichtet und fühlen sich wohl. Vor allem zu der Zeit, wo Patria eine recht strikte Politik in Bezug auf Männer verfolgte, war die Streunergilde, der einzige Zufluchstort innerhalb Patrias für Männer, die frei sein wollten. Und so mischten sich unter den Verurteilten, die hierher flohen auch der ein oder andere entlaufene Sklave. So entstand eine bunte Mischung, die bis heute Bestand hat. Mörder, Diebe, Betrüger, Tagelöhner und andere Überlebenskünstler arrangieren sich bis heute in der Schattenwelt miteinander. Ihre Charaktere sind so unterschiedlich wie es ihre Professionen sind. Doch ihnen ist allen gemein, dass sie eher mit List und Tücke, als mit offener Gewalt agieren, um ihre Ziele zu erreichen, das Gold sehr zu schätzen wissen und sie im Grunde eine Hierarchie ablehnen, wie sie z.B. in Patria bestand hat.

frau14Im Jahr 1018 n. Q. ermorden die Streuner die Kriegsherrin Jaret. Kurz darauf, findet Salimones, der bisherige Streunerprinz, selbst durch einen überdosierten Sklavenrausch sein Ende und in der Gilde bricht das Chaos aus. Ashra, die die Führung für sich beansprucht, wird von vielen nicht akzeptiert und so hat Learos Schattenhand leichtes Spiel und übernimmt in der Gilde mit seinen Schlägern für eine Weile die Herrschaft. Die Streuner, die klug und vermögend genug sind, suchen sich andere Wege und bleiben der Gilde fern. Ein paar von ihnen planen unter der Führung von Marcello, bereits zu Ashras Zeiten, eine neue Diebesgilde in den Katakomben der Verborgenen aufzubaue, mit Marcello als Gildenoberhaupt. Sie scheuen sich nicht davor Aufträge sogar von Zûl selbst anzunehmen und ihre Profite dadurch zu steigern, dass sie auch gleich die Gegenseite mit Informationen bedienen. Diese Gruppierung löst sich jedoch durch den Unfalltod Marcellos (der verirrte Pfeil eines Jägers) schließlich auf. Und auch für die restlichen Streuner werden die Geschäfte zunehmend schlechter, da Learos und seine Schläger hohen Tribut verlangen und darüber hinaus ziemlich unvorsichtig sind und die Gilde mehrmals kurz vor der Entdeckung steht. Leaors und seine Männer werden von den Patrianerinnen bereits steckbrieflich gesucht und es scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis sie bei ihren Durchsuchungen den geheimen Zugang zur Gilde entdecken. Um dem ein Ende zu machen, formiert sich unter Tesios, Olin und Damon Arcanus ein Widerstand. Dieser schlägt im Monat des Besinnens zu und entmachtet Learos und seine Männer. Learos wird als gut verschnürtes Paket vor dem patrianischen Gefängnis abgeliefert und seine Männer getötet. Nach ein paar Tagen voller hitziger Diskussionen wird Damon Arcanus zum neuen Streunerprinzen ernannt. Dieser macht sich nun auf ins Heerlager, um von neuem die einträglichen Geschäfte der Streuner zu initiieren und die leeren Kassen der Gilde zu füllen.

Struktur

Die Streuner sind ein bunt zusammengewüfelter Haufen, die eine Hierarchie, wie sie in Patria bekannt ist, ablehnen. Sie sind in der Regel Individualisten, die sich um ihre eigenen Geschäfte kümmern und sich aus den Belangen anderer heraushalten, sofern diese nicht ihre eigenen Interessen schneiden oder ein gutes Geschäft versprechen. Leider kommt es aufgrund der unterschiedlichen Professionen innerhalb der Gilde ziemlich oft zu Interessenskonflikten. Deshalb steht der Gilde der Streunerprinz vor, der unter anderem dafür zuständig ist, die Streitereien innerhalb der Gilde zu schlichten und die Menschen zu einer funktionierenden Einheit zu machen, um den Fortbestand der Gilde zu sichern. Dafür muss er jedoch von allem Mitgliedern in seiner Position akzeptiert werden. Dies ist ebenfalls nicht einfach zu erreichen und erfordert vom Streunerprinzen entweder ein besonderes diplomatisches Geschick oder eine harte Hand.

Bekannte Streuner – Ihr Verbleiben ist unbekannt, es muss jedoch davon ausgegangen werden, dass die folgenden Charaktere Opfer des Krieges sind:

Salimones – ehemaliger Streunerprinz – verstorben
Ashra – kurzzeitige Steunerprinzessin – verschollen
Damon Arcanus – amtierender Streunerprinz
Riyalia Arcanus – rechte Hand des Streunerprinzen

Learos Schattenhand – selbsternannter Streunerprinz – kürzlich entmachtet und eingekerkert in Patria
Megara – Geschichtenerzählerin & neue Besitzerin des Hauses, unter dem der Eingang zur Diesebgilde liegt
Olin – Händler und Anführer einer Gruppe von Auftragsmördern
Tesios – Händler und Anführer einer großen Diebesgruppe

Besonderheiten der Streuner:

- Streuner gehen nicht offen mit ihrer tatsächlichen Profession und Herkunft um. Im Zusammenspiel mit den anderen Orden und Fraktionen gehen sie gerne zur Tarnung einem harmlos anmutenderen Beruf nach, wie Barde, Geschichtenerzähler, Gaukler, Händler, Tavernenwirt usw.

- Zwar ist es erlaubt, andere auszubeuten, doch Mitglieder der Diebesgilde bestehlen sich untereinander nicht. Siehe hierzu auch die Regeln der Streuner weiter unten.

- In die unterirdische Streunergilde haben nur Streuner Zutritt, oder die wenigen, die von einem Mitglied der Gilde dort hinunter begleitet werden.

Das Oberhaupt der Streuner ist der Streunerprinz. Die Ränge der Streuner unterteilen sich wie folgt:

• Vagant
• Scharlatan
• Strauchdieb
• Herumtreiber

Die ehernen Regeln der Streuner, Was man als Streuner wissen sollte:

Auch wenn die Gesellschaft der Streuner von einem nicht geringen Maß an Anarchie, Hinterlist und Gesetzlosigkeit geprägt ist, haben sich in der Gilde über die Jahre dennoch gewisse Grundsätze gebildet, die das Zusammenleben erleichtern sollen bzw. erst möglich machen. Diese wurden unter Learos zwar für eine Weile außer Kraft gesetzt, doch der neue Streunerprinz Damon Arcanus hat veranlasst, dass diese wieder eingehalten werden sollen. Dieser Beschluss wurde von allen Anführern der einzelnen Gruppierungen unterzeichnet und wird nötigenfalls auch durch sie durchgesetzt werden.

Folgende eherne Regeln gelten für die Streuner untereinander:

1. Einem Gildenmitglied darf kein Gold oder sonstige Gegenstände von Wert entwendet werden.

2. Zum Schutze aller (vor allem zu deinem Schutze) übe Verschwiegenheit über die Geschäfte anderer und über alle Belange der Gilde. Hülle auch über deine Auftraggeber stets den Mantel des Schweigens, selbst wenn der Zweck deines Auftrages bekannt ist.

3. Schenke nicht leichtfertig einem Außenstehenden sein Vertrauen. Prüfe ihn lange, bevor du ihm Einblicke in die Geheimnisse der Gilde gewährst. Verrate unter keinem Umstand den Standort der Gilde. Fremde dürfen nur mit Augenbinde hinab geführt werden.

4. Halte Freund und Feind die Treue, also auch kein Betrug an deinen Geschäftspartnern solange ihr euch in ebensolcher Beziehung befindet.

5. Ein Gildenmitglied darf nicht aufgrund von Profit durch ein anderes Gildenmitglied getötet werden. Bei Meinungsverschiedenheiten, Betrügereien oder anderen Verstößen gegen die Regeln, ist das was anderes.

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