Sonstiges


Du nimmst das Buch der gesammleten Werke in die Hand, dort findest du ergänzende Informationen.

Kapitel 1
Maßeinheiten auf Aurorae

Längeneinheiten:

- Nim
- Finger
- Fuß
- Tagesmarsch

1 Finger = ~ 8 Nim
1 Fuß = ~ 3 Finger
1 Tagesmarsch = ~ 45.000 Fuß

8 Nim = ~8 cm
13 Finger = ~1 Meter
4 Fuß = ~1 Meter
4000 Fuß = ~1 Kilometer
1 Tagesmarsch = ~15 Kilometer

Volumen:

- Becher
- Krüge
- Fass

1 Krug = ~ 5 Becher
1 Fass = ~ 10 Krüge

5 Becher = ~1 Liter
1 Krug = ~1 Liter
1 Fass = ~10 Liter

Gewichte

- Rur
- Uhm
- Lef
- Lem

1 Uhm = ~ 1000 Rur
1 Lef = ~10 Uhm
1 Lem = ~10 Lef

1 Rur = ~1 g
1 Uhm = ~1 kg
1 Lef = ~10 kg
1 Lem = ~100 kg

 

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Kapitel 2
Das Haus der Joor

Die Joor lebte vor vielen Jahrhunderten, es sind nur noch Legenden von ihr übrig. Sie war eine Priesterin, die ihr Leben den Kindern verschrieben hatte. Sie gründete für die Mutterlosen Kinder des frühen Aurorae ein Haus der Heimatlosen. Die Gebäude haben im Wandel der Zeit ihre Form gewechselt, doch der Name blieb.
>Das Haus der Joor liegt im Herzen von Patria, gleich neben dem Orden der Priesterinnen. Es besteht insgesamt aus drei unscheinbaren Gebäuden. In einem Gebäude sind die Schlafräume untergebracht, in dem anderen die Schulungsräume und im dritten wird gegessen, gelesen und die Freizeit sinnvoll genutzt.Im Haus der Joor sind alle Mädchen untergebracht, die ohne Mutter aufwachsen müssen. Dies kann in Patria verschiedenen Gründe haben. Zum einen kann es vorkommen das die Mädchen verstossen werden, oder die Mütter sterben bei einer Jagd. Es soll auch schon vorgekommen sein, dass Mädchen im Wald gefunden wurden, die völlig verwildert waren.
Man möchte den Mädchen im Haus der Joor ein zu Hause geben, es wird versucht ihnen ein stabiles Fundament zu bieten, damit der Einstieg in den Orden besonders leicht fällt. Meist gelingt das auch, die Mädchen haben oft gegenüber den anderen einen bedeutenden Wissensvorsprung.Die Stimme kümmert sich liebevoll um die Mädchen und opfert jede freie Minute für sie. Für sie ist das Haus der Joor wie ein Diamant… ein ungeschliffener, der veredelt werden muss.

 

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Kapitel 3
Die Bestrafungen Patria´s

1. Leichte Zuwiderhandlungen
Art der Vergehen:
- Beschimpfen Vorgesetzter
- Ungehorsam im schweren Fall
- Fernbleiben im Orden
- leichte Körperverletzung
- Diebstahl von minderwertigen Gütern
- Geringe SachbeschädigungStrafe:
Strafdienst, der Rat entscheidet über das Ausmaß.
Bis zu 1 Jahr Gefängnis.2. Schwere ZuwiderhandlungenArt der Vergehen:- Körperverletzung gegenüber einem Vorgesetzten
- Nichterfüllen einer Strafe, wegen leichter Zuwiderhandlung
- mittlere bis schwere Körperverletzung
- Diebstahl von Gütern
- Sachbeschädigung
Strafe:
Strafdienst, der Rat entscheidet über das Ausmaß.
Bis zu 10 Jahre Gefängnis.3. Straftaten

Art der Vergehen:

- vorsätzlicher Mord oder Körperverletzung mit tötlichen Folgen
- Abtrünnigkeit
- Verrat an den Orden
Strafe:
Bis zu lebenslänglich Gefängnis oder die Todesstrafe.

 

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Kapitel 4
Buch der Unterwelt

Mala Morta, ein Mythos im Land von Aurorae. Viele Geschichten werden darüber erzählt, ausgeschmückt mit vielen Grausamkeiten, die dort auf einen warten. Doch mit Sicherheit behaupten kann es niemand, denn kaum einer kehrte vom Ort der Dunkelheit zurück. In alten Büchern ist überliefert, dass es vor der Rechnung der Zeit einen Fürsten der Unterwelt gab. Dieser versuchte mit Hilfe der dunklen Mächte und seiner enormen Zauberkraft die Welt in großes Unheil zu stürzen. Doch er konnte gestoppt werden von Sorius, dem Herren der Sonne. Er wurde verbannt und eingeschlossen in einen magischen Kreis aus Licht, welcher sich unter der Erde befinden
soll, in Mala Morta.Mala Morta liegt im Herzen von Umbra, der Eingang ist eingelassen in ein Tal, ein Tal aus Stufen, Stufen in die Dunkelheit. Es wird
erzählt, dass dort der Geist der Dunkelheit wohnt und sein Unwesen treibt. In den unterirdischen Gängen sollen Untote und andere schreckliche Kreaturen ihr zu Hause haben. Ständig auf ein Opfer wartend. Riesige Spinnen sollen ihr Tageswerk verrichten, sie spinnen die Netze der Zeit.
Duch die enorme Tiefe der Höhlen ist es bitter kalt, dass einem der Atem gefriert. Die Gänge verlieren sich in der Unendlichkeit der Dunkelheit. Überreste von Getier und Mensch säumt den Boden, auf dem es von gefräßigen Käfern nur so wimmelt, die begierig auf das nächste Opfer warten….

 

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Kapitel 5
Auror und die Annuiyaeé

Dies ist eine Geschichte, die nur die weisesten der Weisen kennen. Sie ist nur in uralten Büchern festgehalten, die aber auch nur Abschriften älterer Texte sind. Heute sind diese Texte nur noch den Führerinnen der Orden zugänglich, denn sie enthalten die reine Wahrheit über die Götter, die Männer und die Dämonen der Höllen. Ich habe einst als Sklave in der Bibliothek Patrias gearbeitet und als eine der Führerinnen unaufmerksam das Buch liegen liess konnte ich lesen, was da geschrieben stand. Deshalb solltet ihr mir besser zuhören was ich zu erzählen habe, denn es ist wichtig, dass die Wahrheit bekannt wird!Diese Geschichte beginnt zu uralten Zeiten, noch bevor Patria oder Aurorae gegründet wurden. In den langen Zeiten nach der Schöpfung war die Göttin oft einsam; ihr Gemahl interessierte sich nicht für die Welt und befand sich ständig auf der Suche nach neuen Schöpfungen. So durchwanderte sie häufig auf der Suche nach Unterhaltung die von ihnen geschaffene Welt. Eines Tages begegnete sie einem Mann vom Volk der Menschen, der sich in einer Notlage befand. Sie erbarmte sich seiner und rettete ihn und aus dieser Tat wurde eine feste Freundschaft, die sich allmählich zu einer tiefen, innigen Liebe wandelte. Nach einiger Zeit stellte sie fest, dass sie den nur allzubald sichtbaren Beweis ihrer Liebe in ihrem Leib trug. Sie gebar einen Knaben, den sie Auror, den Goldenen, nannte.Der Knabe wuchs heran und reifte zu einem Mann. Die Göttin erkannte, dass sie ihn nicht bei sich behalten konnte und schickte ihn zurück zu den anderen Menschen, mit dem Auftrag, diese in das Gebiet zu führen, das wir heute als Aurorae kennen. Auror ging zu den vielen verstreuten Sippen der Menschen und sprach zu ihnen. Die Menschen waren damals arm und hungrig, sie irrten führungslos durch die Wildnis und hausten in Höhlen und Erdgruben. Auror hingegen war ein Halbgott, groß gewachsen, jung und stark. Die Menschen wollten ihm folgen, sie wollten sich seiner Führung als würdig erweisen, denn er war so, wie sie sein wollten.So führte Auror sein Volk in das Gebiet, das seine Mutter ihm zugewiesen hatte und liess sich dort nieder. Er brachte seinem Volk eine einheitliche Sprache und Schrift, er lehrte sie die Bearbeitung der Metalle und die Landwirtschaft. Sein Reich blühte auf, die Menschen waren glücklich und zufrieden. Die Göttin besuchte ihren Sohn immer wieder in verschiedenen Gestalten und sie war stolz auf ihn. Er war ein weiser und gerechter Herrscher, der seine Untertanen mit Güte und Barmherzigkeit regierte. Als Dank errichtete ihm sein Volk einen Turm, in dem Auror wohnen sollte. Hoch war dieses Gebäude, kreisrund im Grundriss und über und über mit Bernstein überzogen, so dass es im Licht der Sonne wie Gold glänzte.Doch die Göttin ahnte das Unheil, das kommen würde, wenn ihr Gemahl von Auror erfuhr. Deshalb wies sie ihren Sohn an, die besten vier Krieger um sich zu scharen und zu ihr zu kommen. Auror wählte die besten Krieger seines Stammes und gemeinsam mit ihnen verliess er sein Land und ging zu den Gefilden der Göttin. Ehrfurchtsvoll knieten sie am Thron der Göttin nieder und die Göttin berührte das Haupt eines jeden von ihnen mit der Hand und segnete sie. Dann sprach sie zu ihnen und ihre Stimme war wie der Wind in den Bäumen, sie klang wie das Plätschern eines Wasserfalles in ihren Ohren.

“Mein Sohn hat euch hierher gebracht, weil ihr neben ihm die besten Kämpen eures Volkes seid. Ihr seid der Rückhalt eures Stammes und mein Sohn wird eure Stärke in der Zukunft brauchen. Ihr fünf Männer, die ihr hier vor mit steht, weiht eure Familien mir! Stellt eure Söhne und alle männlichen Nachkommen eures Blutes in meinen Dienst, denn sie sollen die Schutzgarde eures Landes sein. Zusammen mit meinem Blut, das in den Adern meines Sohnes fließt, wird euer Blut über euer Volk wachen und es behüten. Tut dies und eure Familien werden für immer in meiner Gunst stehen.”

Einer nach dem anderen warfen sie sich zu Boden und verschworen ihr Blut der Göttin, und sie segnete sie erneut und hieß sie aufzustehen. Sie gab ihnen den Namen Annuiyaée, die Kriegergarde, und gab ihnen ein Banner, das ihr Feldzeichen sein sollte. Auror nahm das Banner von seiner Mutter entgegen und entrollte es, so dass es jeder der Männer sehen konnte. Es zeigte einen Raben auf blutrotem Feld, den Vogel der Weisheit und des alten Wissens, denn dies sollte sie in den düsteren Zeiten, die kommen würden, behüten.

Nachdem sie in ihr Land zurückgekehrt waren begannen sie damit, ihre Söhne an den heiligen Waffen, die von den Priesterinnen der Göttin hergestellt wurden, auszubilden. Lange Stäbe aus schwarzem Eschenholz trugen sie, mit halbrunden Klingen an ihren Enden. Sie wurden allesamt zu Meistern im Umgang mit diesen Waffen, doch hatten sie außer den Pflanzenwesen keinen Feind, gegen den sie kämpfen konnten. Auror spürte, dass sich die Krieger langweilten und hielt deswegen mit seiner Mutter Rat. Diese warnte ihn, dass die Krieger weiterüben sollten, denn der Gott des Zorns sei auf ihn aufmerksam geworden. Dieser würde nicht akzeptieren, dass seine Gemahlin ein Kind habe, dass nicht von ihm stammte, und würde ihm nach dem Leben trachten. Also kehrte Auror zurück und lies seine Krieger weiterüben. Lange Jahre strichen über sein Land und alle seine ehemaligen Waffengefährten waren verstorben, doch Auror war dank seines halbgöttlichen Blutes noch immer ein Mann mittleren Alters. Die Annuiyaeé waren gewachsen, doch noch immer entstammte jedes Mitglied einer der fünf Blutlinien Aurors, Mandaraks, Kelenius´, Cannvachs oder Tannanari. Auch Aurors Sohn, AurorII, genoss die Ausbildung der Annuiyaée und wurde zu einem ebenso großen Krieger wie sein Vater.
Dann kam der Tag, als der Gott des Zorns zuschlug. Er erschuf mächtige Dämonen und hieß sie, die Welt an sich zu reißen. Jahre des Krieges folgten und die Welt lag in Trümmern, als die Dämonen schließlich an den Grenzen von Aurors Reich standen. Ihnen gegenüber standen die Annuiyaeé, gerüstet in ihre goldenen Panzer, die in der Morgensonne gleißten und bewaffnet mit den Waffen der Göttin. Als die Heere aufeinander prallten verdunkelte sich der Himmel und der Gott des Zorns stieg herab, um den unehelichen Sohn seiner Frau auszulöschen. Doch die Göttin, die ihren Sohn liebte, konnte dies nicht zulassen und bot ihrem Gemahl die Stirn. So wogte der Kampf zwischen den Annuiyaeé und den Dämonen hin und her, je nachdem, welcher Gott gerade die Oberhand in ihrem Zwist hatte. Schliesslich gelang es der Göttin, ihren Gemahl niederzuwerfen und durch Magie unter die Erde zu verbannen. In diesem Moment entfalteten die Waffen der Göttin ihre ganze Macht und die Annuiyaeé fegten wie ein goldener Feuersturm zwischen die Dämonen und vernichteten sie. Jedoch war der Sieg der Göttin nicht ohne folgen. Bevor der Gott des Zorns in die Unterwelt hinabfuhr legte er einen Fluch über die Männer des Landes. Nun konnten nur noch die stärksten im Geiste die Magie der Männer benutzen, jeder schwache Geist, der dies versuchte, würde dem Irrsinn anheimfallen. Nach diesen düsteren Ereignissen streute die Göttin Vergessen in alle Menschen, nur die Annuiyaeé nahm sie davon aus. Sie sollten sich für alle Zeiten erinnern, dass es neben ihr noch einen zweiten Gott gab, den sie auf ewig bekämpfen mussten.Weitere Jahre des Friedens folgten und Auror war ein alter Mann, als die Macht des Gottes zurückkehrte. Ein mächtiger Magier namens Zûl entdeckte das Geheimnis des vergessenen Gottes und erschuf ein Artefakt, mit Hilfe dessen er Kontakt zu dem Gott aufnehmen konnte. Unter Anleitung des Gottes erschuf Zûl die Ohadu, mächtige Wesen des Bösen. Die Göttin wurde auf dieses lästerliche Tun aufmerksam und informierte Auror über die erneute Gefahr. Zusammen mit dem Magier Sorius führte er die Annuiyaeé erneut in die Schlacht nach Mala Morta. Herrlich waren sie anzusehen, wie sie mit ernsten Mienen auf ihren gepanzerten Gorsaks durch den Morgen ritten, die Banner und die Köpfe hoch erhoben, dem Feind furchtlos entgegeneilend. Als sie das Schlachtfeld betraten stockte ihnen jedoch der Atem. Denn wie die Annuiyaée die Macht des Guten darstellten, so stellten die Ohadu das Böse dar. Dunkel waren sie, mit weissen, blicklosen Augen. Ein ewiger Schatten schien sie zu umschmiegen. Als die Annuiyaeé sich ihnen näherten erhoben einige der Geblendeten die Arme und eisige Furcht frass sich in die Knochen des Heeres. Nur der Standhaftigkeit der Annuiyaeé und ihrer unabdingbaren Treue zu Auror I war es zu verdanken, dass das Heer des Guten sich nicht zerstreute. Dann erhoben weitere Ohadu die Arme und die erste Schlachtreihe der Kriegergarde fiel, von offenen Wunden übersät, obwohl keine sichtbare Waffe gegen die Annuiyaeé erhoben worden war. Auror sprach seinen Mannen Mut zu und trieb sie weiter auf den Feind, während er an ihrer Spitze ritt und jeden Ohadu tötete, der in seine Reichweite kam. Denn so machtvoll die Ohadu auch waren, so war ihre Macht doch nicht derer gewachsen, die von den Waffen der Göttin ausging. So kam es zu einem blutigen Kampf, der auf beiden Seiten viele Opfer forderte, bis ein helles Licht auf dem Gipfel des Berges erschien. In diesem Moment verloren die Ohadu ihre Magie und ein wahres Schlachtfest begann. Die Annuiyaeé kämpften nun gegen einen wehrlosen Feind, doch kannten sie keine Gnade. Kaum ein Ohadu verließ das Schlachtfeld von Mala Morta lebend.

Die Annuiyaée errangen einen großen Sieg, doch mussten sie einen weit höheren Preis bezahlen. König AurorI, der Goldene, trug Wunden davon, die kein Heiler dieser Welt versorgen konnte und schliesslich, nach langem Todeskampf, starb er. An seinem Totenbett versprach ihm sein Urenkel, Auror V, der sein Nachfolger als König Auroraes war, dass kein Mann jemals wieder Magie benutzen dürfe und erließ im Namen Aurors I ein Edikt, das viele Jahrhunderte lang eingehalten wurde. Jegliche Schrift, die einen Hinweis auf die Magie der Männer enthielt, wurde im Keller des Goldenen Turms eingemauert und das Geheimnis dieser Verbotenen Bibliothek wurde sehr streng gewahrt.

Jahrhunderte lang herrschte nun Frieden nun Frieden in Aurorae, bis Quendor V an die Macht kam. Er entstammte nur entfernt der Familie Aurors und kam nur durch heimtückischen Mord auf den Thron. Um dies zu verschleiern beschloss er, alle Erinnerungen an Auror und seine Blutlinie verschwinden zu lassen. Er nannte sein Land nun offiziell Quendoria und als erste Tat nach seiner Thronbesteigung löste er die Kriegergarde auf und verbannte sie aus seinem Reich. Die Annuiyaée zogen sich daraufhin in den Wald zurück und versteckten sich, denn sie hatten bei ihrem Leben geschworen, ihr Land, Aurorae, nie zu verlassen.

Quendor indessen hatte noch nicht genug. Er ließ den goldenen Turm Aurors niederreißen und fand so Zugang zu der Geheimen Bibliothek. Er war eine hinterlistige und geheimnisvolle Person und so interessierte er sich seinem Wesen entsprechend auch für alles, was nicht bekannt werden sollte. Er ließ sich die alten Folianten und Bücher der verbotenen Bibliothek bringen und begann sie zu lesen. So kam er schließlich auf die Spur Zûls, welche ihn schließlich zu dem Artefakt führte, mit Hilfe dessen der Magier damals den Vergessenen Gott beschworen hatte. Dem Wahnsinn schon nahe barg Quendor das Artefakt und beschäftigte sich eingehend mit der alten Magie. Als er sich bereit fühlte, versuchte er den Ritus durchzuführen und den Gott zu beschwören. Doch sein Geist war zu schwach und anstatt den Gott beschwören zu können versank er endgültig im Wahnsinn. Mit Hilfe der Magie ließ er Feuer vom Himmel regnen und rief Blitze herbei, die Patria zerstören und somit die letzten Spuren Aurors auslöschen sollten. Auf dem Gipfel seines Wahns jedoch, als Patria bereits lichterloh brannte, erinnerte er sich daran, dass er selbst noch eine Spur des Blutes Aurors in sich trug und so stieg er auf den hohen Turm der Burg und sprang hinab in die Finsternis des Todes. Nun waren alle greifbaren Hinweise auf Auror scheinbar ausgelöscht, doch eines hatte Quendor nicht erreichen können: Die Erinnerung an das Goldene Zeitalter unter Auror lebte in den Köpfen des Volkes weiter.

Jedoch hatten seine Untaten schlimme Folgen. Die Frauen begannen, den Taten der Männer zu misstrauen und jagten sie schließlich aus den Städten und Siedlungen. Später begannen die Frauen dann, die Männer, die sie fanden, zu versklaven. So kam es zu dem Zustand, der heute Wirklichkeit ist…

 

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Kapitel 6

Sorius – Der Lichtmagier

Sorius ging ein in die Geschichte Auroraes, er ist der Inbegriff des Guten und der Hoffnung, die es selbst in den dunklen Tagen noch gibt!Über seine Herkunft ist wenig bekannt, es heißt er wurde im Ebbland geboren und zog als Zwanzigjähriger gen Norden. Im Wald der Lichter fand er was er suchte. Eine große Schule des Lichts, direkt am Torrentis gelegen. Die hohen Mauern waren aus hellem Stein erbaut, die das Licht der Sonne widerspiegelten und es in den Farben des Regenbogens brachen. Kilometerweit konnte man das Farbenspiel bewundern. Große Meister lehrten dort ihren Schülern das Licht zu bündeln und für das Gute einzusetzen. Heilige Männer wurden sie im damaligen Aurorae genannt, denn sie schienen die Abgesandten der Göttin zu sein. Ihre Körper waren in Lichtkleidung gehüllt, nichts konnte den magischen Stoff beschmutzen, so wie ihre Seelen rein waren und nach außen strahlten.Sorius bat um Aufnahme in der hohen Schule, wurde jedoch vom großen Meister Shemus abgewiesen, mit der Begründung, er wäre noch zu unerfahren und wüsste die Ehre nicht zu schätzen. Sorius stand vor verschlossener Tür, kaum den Weg gefunden wurde er ihm wieder geraubt. Mit gesenktem Haupt verließ er das Haus des Lichts. Unsicher im Herzen und verzweifelt die Gedanken. Was sollte er tun? Wohin sollte er ziehen? War nicht hier sein Ziel?Sorius ging nicht sehr weit nach Norden bis er eine verlassene Hütte fand. Idyllisch lag sie am Fluss, auf einer kleinen Anhöhe, von Gras eingerahmt. Sorius lächelte dankbar und setzte sich in das noch nasse Grün und blickte auf den Fluss. Seine Gedanken zogen dahin und kamen wieder zurück. Sie blieben eine Weile, veränderten sich und zogen wieder mit dem Fluss. Sein Atem wurde in ihm groß und Sorius ließ ihn gehen – nach außen strömen -, bis er leer wurde. Und wieder kam der Atem zu ihm zurück und ging … Der Tag neigte sich dem Ende zu und Sorius saß immer noch im Gras, dass mittlerweile getrocknet war. Schleichend kam die Nacht und benässte das Gras auf ein Neues. Die Sonne wurde aus den letzten Atemzügen der Nacht geboren und die Sonnenstrahlen trockneten das Gras. Sorius Atem kam und ging, das Wasser des Flusses wollte kein Ende nehmen, unaufhörlich strömte es Richtung Süden.
Wieder verging ein Tag und die Nacht kam, immer noch floss das Wasser und sein Atem kam und ging. Irgendwann lernte er den Atem zu verringern, ja ihn ganz abzustellen, bis er den Rhythmus wieder auf nahm. Es begann zu regnen und die Tropfen vereinten sich zu kleinen Rinnsälen, die sich im Fluss trafen, ihn speisten und anschwellen ließen. Tosend brauste er dahin, alles mit sich reisend, um dann am nächsten Tag wieder den gewohnten Kreislauf aufzunehmen.Sorius spürte in sich den Schmerz, den Hunger, den Durst, das Leerwerden, die Völle, das Ende, den Beginn, das Sein, das Nichtsein, das Licht, das Dunkel, die Sehnsucht, die Erfüllung, die Trauer, die Freude, die Liebe und den Hass. Er war alles, er war nichts, er war der Fisch im Wasser, der Falke in der Luft, der Hase in Todesangst, der Luchs während der Jagd. Er fand sich und verlor sich, in sich, in der Welt, im Himmel, im Licht, im Dunklen. Er hob sich auf und vereinte sich wieder.
Tage vergingen, ja vielleicht sogar Wochen! Sein Körper war abgemagert, die Haut eingefallen und vertrocknet. Es war als hätte er sich verloren, war bereit aufzugeben, als er plötzlich eine Stimme vernahm…

“Sorius, was tust du hier?”, fragte sie sanft.

Erst hörte er sie nicht und nahm an es wäre das Rauschen des Flusses, als sie wieder die Stille durchbrach.

“Sorius?”

Nun schreckte er auf und sah sich um, doch dort war niemand. Er rieb sich die Augen und schüttelte den Kopf, um wach zu werden.

“Wer spricht mit mir?”, fragte er in das Nichts.

“Ist es wichtig, wer spricht? Ist das wichtiger, als die Worte, die du hören könntest?”, fragte die Stimme.

“Nein, nein entschuldigt meine Neugier. Ihr fragtet was ich hier tue?! Nun, ich sitze hier.”, antwortete er unschuldig.

“Was suchst du Sorius?”

“Meinen Weg!”

“Hier, sitzend?”

Sorius wurde unsicher und rückte seine Beine etwas zurecht. “Nun, ich glaube ja.”
br>Die Stimme begann zu lachen, doch war es kein Spott, sondern wirkliche Belustigung.

“Warum lachst du?”, fragte Sorius nun noch unsicherer.

“Weil du sehr lustig bist. Du sitzt hier und wartest, dass der Weg zu dir kommt?” Die Stimme war sehr leise und sanft.

“Ich glaube schon…”

“Hier kannst du nur dich selbst verlieren, verlieren in der Zeit, in deinen Gedanken. Du bist auf der Flucht, ohne es zu merken. Wenn du noch länger hier sitzt wirst du höchstens die ewige Ruhe finden!” man hörte der Stimme an, dass sie immer noch ein Lächeln auf den Lippen trug.

“Ich… ich… ich…” stammelte Sorius vor sich hin.

“Stehe auf, esse, trinke, gehe in die Welt und lerne endlich das Leben kennen! Und nutze deine Erfahrungen, die du hier sammeln durftest. Und vergesse nie was du suchst, doch verliere das Ziel aus den Augen!”

Sorius war sichtlich verwirrt. Wie sollte er vergessen, wovon er gar nicht wusste was es war? Und wie konnte er etwas erreichen, wenn er das Ziel aus den Augen verlor? Was war überhaupt sein Ziel?

Sorius öffnete die Augen und sah auf das Wasser. Es war immer im Fluss, aber ohne sich selbst zu verlieren oder zu verausgaben. Ein Lächeln trat auf sein Gesicht und das Strahlen seiner Augen erwachte wieder. Er stand auf, aß, trank und schlief…

Tage vergingen und als er genügend Kraft geschöpft hatte, machte er sich auf den Weiterweg Richtung Osten. Nach drei Tagen konnte er die Stadtmauern Patrias erahnen. Kaum das er die Stadt betreten hatte, wurde er überwältigt von den Eindrücken, die sich ihm boten. Menschen liefen geschäftig umher, große Karren wurden durch die Straßen gezogen, Krieger patrouillierten, Schreie tönten durch die Straßen und eine junge Frau machte ihm schöne Augen.
Unsicher wohin er gehen sollte, trat er in die Stadt und entschied sich seinem Herz zu folgen, also ging er nach links. Er schritt vorbei an großen Bauwerken aus Stein errichtet, mit seltsam anmutenden Dächern und Vorgärten. Ein Gebäude fesselte seine Aufmerksamkeit. Es war eine große Festung innerhalb der eigentlichen Stadt. Er hörte Kampfrufe und das Klingen von Schwertern. Er kam an einer Schmiede vorüber und anderen Geschäften.

Sorius wurde bei den Hohepriester aufgenommen und wurde in der Kunst des Betens und der Versenkung unterwiesen. Er erlernte die Magie der Göttin und lernte ansatzweise mit dem Licht umzugehen. Er spielte mit dem Licht, ließ es tanzen, sich drehen und hüpfen, sich verstreuen und sammeln. Das Licht glitt durch seine Finger und manchmal schien es, dass Licht spiele mit ihm und nicht umgekehrt.

Sorius war glücklich, doch er verspürte stets den Wunsch weiter zu ziehen und noch mehr zu lernen. Er hörte in sich ein Flüstern, dessen Worte er nicht verstehen konnte. Was blieb war ein Gefühl der Unruhe.
Er zählte mittlerweile 30 Jahre und oft saß er spät Abends auf der Bank vor dem Orden. Er sah den Menschen zu wie sie gingen, liefen, redeten, sich stritten, versöhnten oder ihn ansahen. Es gab Tage da dachte er an das Wasser zurück, wie es floss immer und immer weiter floss. Die Menschen in der Straße unterschieden sich nicht viel vom Wasser. Auch sie gingen jeden Tag am Orden vorbei, sie veränderten ihr Äußeres, doch innerlich blieben sie immer die Gleichen.

Eines Tages packte er seinen Beutel und verabschiedete sich von seinen Freunden und seinen Lehrern. Er zog in das Land, ohne festes Ziel. Er lief tagelang durch den Wald und nahm von ihm Speis und Trank, um zu überleben. Er sprach mit den Tieren und sang mit dem Wind. Er beobachtete die Wolken, die am Himmel vorbei schwebten.

Es war ein regnerischer Tag als er durch die Wolken Licht blitzen sah. Erst nahm er an, es wäre ein Blitz, doch das Licht war zu konstant. Er lief auf das Licht zu und nach einiger Zeit stand er vor dem Tempel des Lichts. Und wieder war er verzaubert von dessen Kraft und Aura.

Ohne nachzudenken klopfte er zum zweiten Mal an das große hölzerne Tor. Er wurde eingelassen und vor den großen Magier Shemus geführt.
Shemus saß auf dem Boden, unter sich eine dünne Decke. Er deutete Sorius sich zu setzen und blickte ihn an. Die Sonne zog am Fenster vorbei, tauchte beide in wärmendes Licht, bis sie weiter wanderte und der Schatten die beiden Männer bedeckte. Die Nacht kam und die Monde zogen vorüber. Unverwandt blickten sich die Männer in die Augen.
Als der Morgen dämmerte schlug Shemus das erst Mal seine Lider kurz zu. Ein kaum sichtbares Lächeln trat auf sein Gesicht und er nickte.

“Du bist bereit in den äußeren Kreis einzutreten!” Mehr sagte er nicht zu Sorius.

Sorius erhob sich und wurde von einem Schüler empfangen. Er wurde eingewiesen in die Macht des Lichts, das Wissen um das Licht und die Liebe für das Licht. Er lernte die mächtige Magie des Lichts kennen und achten.

Sein Geist wurde groß und seine Seele weit. Er spürte wie die Energie durch seinen Körper floss, ohne sich zu verbrauchen. Manchmal rauschte sie dahin, wie ein reißender Fluss. Und an anderen Tagen war sie sanft, wie ein Bächlein. Aber nie endete sie oder verbrauchte sich.
Sorius war eins mit sich und seiner Welt, mit Achtsamkeit schritt er durch sein kostbares Leben.

An einem dieser Tage, an denen man meint die Welt müsse einem zu Füßen liegen und man weinen könnte vor Glück, suchten Sorius in der Meditation Visionen heim. Er sah Dunkelheit, die langsam auf ihn zu kam, immer näher, unaufhaltsam. Schweißgebadet fand er ins Jetzt zurück.
Von diesem Tag an, kamen diese Visionen in regelmäßigen Abständen. Sorius glaubte nicht mehr an Zufälle und deutete die Bilder als eine Botschaft der Göttin.

Er besprach sich mit Shemus, der über die Visionen sehr besorgt schien, Sorius aber zur Ruhe zwang.
“Wenn die Göttin dir noch keinen Weg offenbart, übe dich in Beharrlichkeit und warte auf ihre Zeichen.”, sprach er zu Sorius.
So vergingen Jahre, ohne dass etwas passierte. Bis im Jahre 1567 v.Q. – natürlich nach heutiger Zeitrechnung – eine große Flucht aus dem Süden einsetzte und auch die Magier des Lichts davon erfuhren. Die Dunkelheit wäre über sie gekommen, klagten die Leute und in manchen Gesichtern konnte man Angst und Schrecken sehen. Sie sprachen von widerwärtigen Wesen, die ihre Dörfer vernichtet hätten, von einem Magier so groß und dunkel, dass er ganze Landstriche mit seinem Schatten bedecke.
Doch Sorius verharrte weiterhin, er hatte noch kein Zeichen der Göttin erhalten. Doch in seinem Inneren loderte die Flamme der Gerechtigkeit. Sein Herz zog es vor Schmerz zusammen, wenn er die Flüchtlinge hilfesuchend in die Tore einziehen sah. Er opferte sich auf und gab sein letztes Hemd. Er schenkte sein Brot den Bedürftigen und zauberte ein Lächeln auf so manches Kindergesicht.

Der Krieg hatte das Land schon überzogen und junge Männer gingen, um für das Gute zu kämpfen, doch Shemus schüttelte nur den Kopf, als auch Sorius an ihn heran trat, mit der Bitte gehen zu dürfen.
“Deine Zeit ist noch nicht gekommen Sorius! Setze dich und bete…”, war seine Antwort. Sorius tat wie man ihm sagte und betete, übte sich in der Versenkung, bis er eins wurde mit dem Licht.

Eines Morgens weckte ihn unsanft ein Schüler.
“Herr, Herr, wacht auf Herr! Wir haben Besuch! Hohen Besuch!”, stammelte der Schüler und deutete mit der Hand nach draußen. Sorius kleidete sich in festliche Kleider und empfing den unbekannten Gast.
Es war niemand Geringeres als der König von Aurorae selbst, Auror I. Er bat für sich und sein Heer Unterkunft und Verpflegung, bevor es weiterzog Richtung Süden.
Auror und Sorius sahen sich in die Augen und erkannten sich. Ohne viele Worte zu wechseln ging Sorius und bereitete sich auf die Abreise vor.
So zog er aus, um an Aurors Seite zu kämpfen. Shemus sah ihm nach und sein Kopf wippte leicht vor und zurück. “Das Schicksal wird sich erfüllen….”, sprach er leise und verließ erst das Fenster, als Aurors Armee nicht mehr zu sehen war.

So zog Sorius in den Krieg. Er sah Tode, Verletzte, schreiende Kinder. Sein Herz blutete vor Kummer über das Elend, dass über dem Land lag. Bäume waren verbrannt, die Erde schwarz vom Russ und alles war in eine unergründliche Dunkelheit gehüllt.
Sorius fiel es mit jedem Tag schwerer das Leid abzuschütteln und zu meditieren. Viele Nächte lag er wach und sah den Feind vor sich, dessen Name er nun kannte Zûl… sein Gegenstück! Er war zu einem großen Magier der Dunkelheit geworden, es gab fast nichts, was er nicht in seinen Bann ziehen konnte. Seine Macht schien unerschöpflich. Es wurde gemunkelt er hätte das Tor zur Unterwelt aufgestoßen und die Dämonen der Nacht würden wieder auf dem heiligen Boden der Göttin wandeln.
Die Befürchtungen ließ nicht lange auf sich warten und Sorius stand dem ersten Dämon gegenüber. Seine Teufelsfratze grinste ihm entgegen und Sorius hatte Mühe ihn in Schach zu halten. Mit der Kraft der Göttin siegte er und trieb ihn zurück ins Schattenreich.

Und dann rüsteten sich beide Seiten zum entgültigen, großen Schlag. Die Vorbereitungen dauerten Monate. Die Luft vibrierte durch den Schrecken, den Zûl verbreitete. Sorius spürte die Macht, die Zûl ausstrahlte. Manchmal schien es ihm, als würde er seine Hände nach ihm ausstrecken, als hätte er ihn gesehen und würde ihn beobachten. Träume quälten Sorius und raubte ihn den Schlaf. Es gab Momente in denen er zweifelte, Momente in denen er nicht mehr den Fluss des Lebens spürte. Ja, er spürte wie Zûl den Fluss der Energie stoppte, ihn unterbrach, um den Menschen den Mut zu nehmen. Das Lachen war aus ihren Gesichtern verschwunden und statt dessen hatte dort der Schrecken seinen Platz gefunden.
Dann war es endlich so weit, eine Armee von Tausenden Kriegern zog Richtung Süden, an ihrer Spitze Auror und Sorius. Auror hielt den Banner der Annuiyaeé in den Wind…. Als sich Zûl offenbarte, ging ein Schauern ging durch das Heer. Nur ihr Glaube an die Göttin ließ sie weiter gehen, dem Feind entgegen. Eine Schlachtreihe nach der nächsten wurden von den Dunkelmagier dahingerafft.

Sorius spürte in sich wieder das Flüstern, es wurde lauter und lauter, bis die Stimme fast schrie:
“Gehe und suche dein Ziel, Sorius!” Es war kein Bitten und kein Fragen, es war ein Befehl. Sorius zuckte zusammen. Welches Ziel sollte er suchen?
Er wechselte kurze Blicke mit Auror und entfernte sich vom Kampfgeschehen. Er ging so weit, bis sich endlich wieder die Ruhe über sein Herz legte. Dann spürte er es, die gewaltige Macht des Bösen. Wieder gaffte sie ihn an und griff nach ihm. Sein Blick glitt über die Berge und dann sah er Zûl.
Er kämpfte sich den Berg hinauf, in den Händen trug er ein Buch und eine goldene Kugel.

Ohne weiter zu überlegen folgte Sorius ihm, so schnell ihn seine Beine trugen. Als Zûl den Gipfel erklommen hatte, war Sorius nicht weit hinter ihm. Zûl sah im direkt in die Augen und hob die Kugel zum Himmel.
“Was willst du hier? DU kannst das Schicksal nicht verändern. Es steht in den Büchern der Götter geschrieben!”, donnerte er Sorius entgegen, mit seinen Worten flog geballter Hass auf ihn nieder.

Zûl feuerte ein Zauber auf Sorius ab, doch Sorius hatte damit gerechnet, er reflektierte ihn und der Zauber fiel auf Zûl zurück. Dieser krümmte sich vor Schmerz und die Kugel glitt aus seiner Hand. Die Erde begann zu beben und Zûls Wut stieg ins Unermessliche. Es folgte eine Salve von Angriffen, die Sorius geschickt abwendete. Ein Duell der Mächte begann, dass die Elemente erzitterten ließ.

Sorius spürte trotz der verloren Macht, durch die Zauberei, wie er innerlich immer größer wurde und wuchs. Er war angefüllt mit Liebe und Licht. Es durchdrang seinen Körper, schien durch seine Haut, seine Augen, seinen Mund zu strahlen. Im Moment der größten inneren Einigkeit, immaterialisierte sich Sorius Körper und eine riesige Kugel aus Licht umhüllte den Berg. Wir ein Kartenhaus fiel der Berg in sich zusammen und riss den Dunkelmagier mit in die Tiefe. Ein großes Donnern ging durch die Welt und der Magier wurde eingeschlossen in eine Kugel aus Licht… einem Gefängnis, dem er nicht mehr entrinnen konnte…. “

 

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