Gifte der Streuner

Hier findet ihr alle Gifte, die Streuner können. Vorraussetzung für die Herstellung von Giften sind die Fähigkeiten Giftkunde und Alchemie.

Anfänger: Balkenblitz (Abführmittel)
Anfänger: Drittes Auge (Halluzinationen)

Könner: Sommerhauch (Fieber)
Könner: Tavernenglück (Übelkeit und Erbrechen)
Könner: Feuertanz (Krämpfe)

Profi: Traumland (k.o. Tropfen)
Profi: Kaminfeuer (innere Verbrennungen)
Profi: Der letzte Tanz (Tod)

 

Balkenblitz (Abführmittel)

- 5 Beifußblätter
- 4 Bitterampferblüten
- 1 Löffel Sakussispeichel
- 2 Becher Wasser

Blätter und Blüten in einem Mörser zerstoßen, bis ein zäher Pflanzenbrei entsteht. Diesen mit dem Speichel eines Sakussi vermengen und zugedeckt zwei Tage ruhen lassen, bis die Masse getrocknet ist. Anschließend das Wasser zum Kochen bringen und das Breigemisch darin auflösen, bis eine gleichmässige
grünlich-braune Farbe entsteht. Noch warm in kleine Phiolen abfüllen, die nicht mehr als einen Teelöffel Flüssigkeit fassen.

Wirkung und Wirkungsdauer:
Dieses Gift kann unter Essen oder in Getränke gemischt werden und wirkt stark abführend. Binnnen einiger Minuten nach Einnahme, verspürt der Vergiftete den großen Drang das Stille Örtchen aufzusuchen. Die Wirkung hält etwa 20 Minuten an.

Drittes Auge (Halluzinationen)

- 1 Blatt Funffingerkraut
- 3 Nulukrautblätter
- 15 Blüten und Blätter des Vogelkrauts
- 1 Löffel Kasuspeichel
- 1 Tropfen Schlangengift

Blätter und Blüten trocknen und anschließend mit einem Mörser pulverisieren, so dass nur noch feines Pulver übrig bleibt. Das Schlangengift und den Speichel unterrühren und alles mehrere Tage trocknen lassen und noch einmal verrühren, damit sich keine Klumpen bilden. Das Pulver muss stets locker sein Alles in einen Leinensack abfüllen und vor Licht und Feuchtigkeit schützen, da es sonst seine Wirkung verliert.

Wirkung und Wirkungsdauer:
Eine Prise in Nahrungsmittel gemischt oder als Medizin verabreicht, verursacht größtenteils sehr angenehme Halluzinationen (nur in einem von zehn Fällen wurde von schrecklichen Halluzinationen berichtet), die bis zu 30 Minuten andauern. Der Vergiftete ist während dieser Zeit nicht ansprechbar und auch nicht handlungsfähig, es sei denn ihm werden Schmerzen zugefügt.

Sommerhauch (Fieber)

- 2 Cautushalme
- 2 gemeine Grünscher
- 2 Kibisbitterblätter
- 3 Schweißdrüsen eines Sakussis
- 1 Prise Schwefelpulver
- 3 Becher Wasser

Blätter, Pilze und Drüsen klein schneiden und in Wasser aufkochen, bis sich die Flüssigkeit um die Hälfte reduziert. Anschließend durch ein Tuch Filtern und das Schwefelpulver in dem noch warmen Sud auflösen. Die Reste der Blätter, Pilze und Drüsen pürieren und in die Flüssigkeit geben. 3 Tage zugedeckt an einem warmen Ort stehen lassen. Anschließend gut schütteln und in kleinen Trankflaschen abfüllen.

Wirkung und Wirkungsdauer:
Diesen Trank, kann man in Eintöpfe, Suppen oder intensiv schmeckende Getränke geben, ohne dass es der Vergiftete schmeckt (Bei milden oder geschmacklosen Nahrungsmitteln wie Wasser bemerkt der Vergiftete einen fauligen Geschmack). Innerhalb von 6 Stunden löst der Trank Fieber aus, dass drei Tage andauert und den Vergifteten ans Bett fesselt (Einbrechen ist bei ihm also leichter).

Tavernenglück (Übelkeit und Erbrechen)

- Schleim von 2 Schleimschnecken
- 1 Tropfen Magensaft einer Unersättlichen
- 1 Schweißdrüse eines Balathagosses
- 1 Blütenblatt einer Mondkerze
- 6 Induculablüten
- 1 Gemeiner Grünscher

Den Schleim und den Magensaft vorsichtig vermengen. Die Drüse, den Pilz und die Blüten in feine Streifen schneiden und anschließend mit dem Mörser zerdrücken, so dass ein Brei ensteht. Diesen vorsichtig unter das Schleim-Magensaft-Gemisch heben und unter dauerndem Rühren erhitzen. Vorsicht! Es darf niemals kochen, da
die Dämpfe sonst beim Herstellenden Übelkeit auslösen können! Das Gemisch in eine Holzschale geben und 5 Tage dem Sonnenlich aussetzen, bis sich der Schleim verhärtet hat. Anschließend kann man kleine handliche Würfel (2×2 Nîm) daraus schneiden und in Leinensäcken abfüllen. Diese Würfel lassen sich bei Berührung
mit Flüssigkeit auf. Also bis zum Einsatz vor Feuchtigkeit schützen.

Wirkung und Wirkungsdauer:
Wird einer dieser Würfel in Flüssigkeit gegeben, löst er sich umgehend auf und würzt jede Nahrung auf besondere Weise. Das Tavernenglück löst beim vergifteten im verlaufe des folgenden Tages Übelkeit und Erbrechen aus, ähnlich wie wenn er etwas Verdorbenes zu sich genommen hat. Dies hält 3-4 Tage an.

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Feuertanz (Krämpfe)

- 1 Caeruleuspilz
- 3 Kibisbitterblätter
- 2 Löffel Sakussispeichel
- 1 Tropfen Keronameisengift
- 2 Löffel Schwefelpulver
- 1 Becher Wasser

Den Pilz im Wasser kochen, bis er ganz weich ist. Ihn anschließend herausnehmen
und mit einer Gabel aus Metall zerdrücken. Dem kochenden Wasser Blätter, Speichel, Gift und Pulver hinzufügen und so lange kochen, bis sich ein zäher Brei gebildet hat. Den Pilz unterheben und die Masse in ein Sieb geben und mit der Gabel durch das Sieb in ein Metallgefäß drücken. Gut durchrühren und anschließend eine Woche bei offenem Deckel nah des Feuers stehen lassen, bis die Masse eingetrocknet ist. Anschließend in einem Mörser zu feinem Pulver zerstampfen und in Glasphiolen abfüllen, die nicht mehr als einen Löffel voll Pulver fassen.

Wirkung und Wirkungsdauer:
Das Pulver hat einen leicht bitteren Geschmack und wird deswegen am besten gut gewürztem Essen oder starken alkoholischen Getränken beigemischt. Innerhalb vopn 2-6 Stunden, verkrampft sich zunächst der Magen des Opfers schmerzhaft, bis hin zu den Gedärmen. Dem Vergifteten bleibt nichts übrig als sich in warme Decken zu hüllen und ins Bett zu legen, bis die extrem schmerzhaften Krämpfe nach 4 Tagen endlich aufhören.

Traumland (k.o.-Tropfen)

- 6 Schlafmohnsamen
- 2 Schuppenhäubling
- 1 Prise Traumpflanzenstaub
- 2 Tropfen Schlangengift
- 1 Prise Gesteinsstaub
- 2 Becher Wasser

Den Schuppenhäubling mit den Schlafmohnsamen in einem Mörser zerdrücken und anschließend mit dem Staub der Traumpflanze und des Gesteins vermischen. Wasser zum kochen bringen und alles hineingeben. Kochen lassen, bis sich die Flüssigkeit grau färbt. Danach sofort vom Feuer nehmen und in eine kalte Schüssel schütten. Das Schlangengift hinzugeben, gut umrühren und umgehend in lichtundurchlässige Phiolen abfüllen, die nicht mehr als einen Löffel Flüssigkeit aufnehmen können. Diese an einem dunklen Schrank unverschlossen eine Woche ziehen lassen. Anschließend die Phiolen verschließen.

Wirkung und Wirkungsdauer:
Nur wenig dieses Gebräus in einem Getränk reichen aus, um das Opfer binnen weniger Minuten, in einen fast ohnmächtigen Schlafzustand zu versetzen. Aus diesem erwacht er nach etwa 30 Minuten mit starken Kopfschmerzen von selbst. Lärm, Wachrütteln oder körperliche Angriffe können den Zustand nicht beenden. Das Traumland ist fast geschmacksneutral und fällt daher nicht weiter auf.

Kaminfeuer (innere Verbrennungen)

- 4 Löffel Kasuspeichel
- 1 Tropfen Kugelfischgift
- 1 Caeruleuspilz
- 1 Blatt vom Fünffingerkraut
- 3 Löffel Öl

Den Speichel vorsichtig mit dem Gift verrühren und 3 Tage luftdicht verschlossen an einem dunklen Ort aufbewahren. Das Fünffingerkraut und den Pilz klein schneiden und ihn Öl anbraten. Wenn die Blätter und der Pilz knusprig sind, die Pfanne vom Feuer nehmen und abkühlen lassen. Erst danach das Speichel-Gift-Gemisch öffnen und unterheben. Alles sofort zudecken und weitere drei Tage bei geschlossenem Deckel an einem kalten, dunklen Ort aufbewahren, bis sich grünliche Blasen auf der Oberfläche des Gemisch gebildet haben. Das zähflüssige Sekret in kleine Phiolen abfüllen und verschließen. Achtung! immer Handschuhe tragen und die Atemwege schützen!

Wirkung und Wirkungsdauer:
Niemals in heiße Speisen geben, da es sonst sofort zu einer Stichflamme und der Entwicklung giftiger Gase kommt, die auch demjenigen schaden, der das Sekret verabreicht. Das zähe Gemisch
lässt sich am besten mit kalten Getränken vermischen. Sobald das Kaminfeuer im Körper des Opfers landet, beginnt es seine Arbeit. Der Mundraum brennt wie Feuer, dann der Magen. Tatsächlich verursacht dieses Sekret innere Verbrennung. Bei der Einnahme erleidet der Vergiftete 10 SW, danach 5 SW/ pro Stunde, solange, bis er die Heilung durch eine Priesterin oder Geweihte erfahren hat. Die Wundheilung der Streuner nützt hier ebensowenig wie die Heilung der Schamanen.

Der letzte Tanz (Tod)

- 1 Mondkerzenblüte
- 9 Schlafmohnsamen
- 1 Veneni
- 30 Tropfen Keronameisengift
- 3 Tropfen Kugelfischgift
- 1 Prise Bleipulver
- 3 Becher Wasser

Den Veneni mit einem Becher kochendem Wasser übergießen und darin weich ziehen lassen, bis er das Wasser aufgesogen hat. Anschließend mit der Mondkerzenblüte und den Schlafmohnsamen zerstampfen und zwei Tage stehen lassen. Die tierischen Gifte miteinander vermischen und tröpfchenweise zu dem Veneni-Schlafmohnbrei geben. Gut verrühren und anschließen 2 weitere Tage zugedeckt an einem luftigen Ort stehen lassen, da sich sonst tödliche Gase entwickeln können. Das Bleipulver unterheben und einen weiteren Tag zugedeckt an einem luftigen Ort stehen lassen. Anschließend alles durch ein Sieb drücken und mit 2 Bechern kaltem Wasser auffüllen. Alles drei weitere Tage ruhen lassen. Der Trank sollte nun eine wunderschöne, rötliche Farbe angenommen haben. hat er das nicht, so sollte man sich seiner umgehend entledigen, da er unter Umständen explodieren kann und einen so selbst tötet. Den rötlichen Trank in Phiolen abfüllen und neben dem Korken noch zusätzlich mit Wachs versiegeln (zur eigenen Sicherheit). Die Phiolen sollten stets so getragen werden, dass sie nicht zerbrechen können.

Wirkung und Wirkungsdauer:

Der letzte Tanz ist das stärkste Gift der Streuner, aber auch das für sie selbst gefährlichste. Dieses Gift muss nicht zwingend der Nahrung beigemischt werden. Einfacher Hautkontakt genügt schon. Deshalb ist es sehr wichtig, dass der Streuner umsichtig mit diesem Gift umgeht. Innerhalb von 20 Minuten fällt das Opfer zunächst in einen tiefen Schlaf, nach 10 weiteren Minuten ist der Vergiftete nicht mehr zu retten. Er leidet kaum Schmerzen, sondern schläft einfach friedlich ein. Heilen kann man ein Opfer des letzten Tanzes nur innerhalb von 30 Minuten nach der Einnahme durch das Wirken von großer Heilung.

Nur in Rücksprache mit den Spielleitern anwendbar!

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