Die wahre Geschichte Auroraes

Die wahre Geschichte Auroraes, Erkenntnisse aus dem “Buch der Götter”

Im Anbeginn der Zeit waren zwei göttliche Urprinzipien existent: das Weibliche und das Männliche. Sie lagen beieinander und zeugten gemeinsam die Welt Aurorae. Dort waren alle Wesen und Dinge mit den Attributen ihrer göttlichen Eltern unterschiedlich stark gesegnet. Dem männlichen Gott war dies jedoch nicht genug, denn er wollte Wesen, die wahrhaft zur Herrschaft bestimmt waren. Und so schuf er unaussprechliche Dämonen, welche die Menschen und Pflanzenwesen terrorisierten. Dies jedoch verärgerte die Göttin der Reinheit, es kam zu einem Streit der beiden Götter. Die Göttin gewann diesen Kampf und vertrieb den männlichen Gott aus dem Himmel. Der männliche Gott übernahm die Herrschaft über die finstere Unterwelt und seine Geschöpfe. Die Dämonen wurden zum Gott des Zorns, wie er sich nun nannte, in die Unterwelt verbannt. Die Welt war nun wieder friedlich und harmonisch, doch in allen männlichen Wesen lebte ein Funke jenes zornigen Gottes weiter.

frau10Nun also hatten die Männer Auroraes die Fähigkeit, magisch über die Natur zu herrschen, während den Frauen die Macht gegeben ward, an der Schöpfung durch die Elemente selbst teilzunehmen. Ein mächtiger männlicher Magier namens Zûl fand Hinweise auf den vergessenen Gott und versuchte Kontakt zu dessen Reich aufzunehmen.
Er erschuf unter Aufwand all seiner Kraft ein Artefakt, eine güldene Kugel, um die Macht des Bösen zu bündeln. Er öffnete das Tor in die Unterwelt und ließ die dunklen Geister des Bösen in die Welt treten. Dies tat er in der Pyramide Regus, die eigens dafür geschaffen wurde.

Zûl gelang es mit Hilfe der Magie einen Dolch der Schlange zu erschaffen, wie er ihn nannte. Jeder seiner Anhänger rammte sich diesen Dolch ins Herz. Das Dunkle zog in den Körper ein und erreichte jede Faser. Es waren ganz außergewöhnliche Wesen, durch ihre sensible Wahrnehmung waren sie fähig große Zauber zu sprechen. Die Entweihten oder auch die Geblendeten, so nannte man die Anhänger Zûls, halfen ihm bei Lebzeiten ein Buch zu verfassen. Auf diesem Vermächtnis Zûls (Buch der Offenbarung) lag ein großer Zauber, der jeden der es berührte in Versuchung führte.

Zûl wusste genau das seine Zeit noch nicht gekommen war, so versteckte er Rogon den Entweihten, seinen treusten Anhänger in der Pyramide, um dort auf die Wiedererweckung durch die Königin zu warten.
Um den Gott des Zornes zu huldigen, bestieg einen hohen Berg, reckte die Kugel empor und begann den Herren der Dämonen und der Finsternis in all seiner schrecklichen Pracht und Herrlichkeit herabzurufen.

Doch gab es in jenen Zeiten auch einen mächtigen Magier des Lichts, Sorius, der das Übel beenden wollte und auch auf jenen Berg stieg. Er forderte Zûl zum magischen Duell und erneut prallten die Mächte aufeinander. Unter Zûl tat sich ein bodenloser Abgrund auf und er wurde in die Tiefe gerissen. Jene Stelle, heute bekannt als Mala Morta, der Ort an dem Böse begraben liegt, wurde Zûl von Sorius in einem Kreis aus Licht versiegelt… und vergessen. Die magische Kugel jedoch brachte Sorius in die Pyramide Regus. Die Entweihten waren mittlerweile in alle Himmelsrichtungen verstreut worden. Durch den Manaentzug von Zûl waren sie zum Tode verurteilt. Jene, die nicht an dem Manaentzug starben, wurden nach und nach aufgespürt und getötet.

Zûl hatte vor die Göttin mit ihren eigenen Waffen zu schlagen. Das Buch der Entweihten, das erst nach Zûls Tod geschrieben wurde, prophezeite das eine Frau die Befreierin des Bösen sein solle.

Auror I. erließ nach jenen Ereignissen ein Gesetz, das den Männern untersagte, Magie anzuwenden. Doch nicht alle beugten sich seinem Willen und so lebt die Magie der Männer bis heute fort. Auror I. war das Buch der Entweihten unbekannt und er sah in den Frauen keine Gefahr.

Quendor V. setzte sich darüber hinweg und erforsche die alte, finstere Magie. Er fand alte Schriften, welche jene Goldkugel beschrieben, die in der Pyramide lag. Er fand die Kugel in der Pyramide und brachte es nach Patria, wo er mit seinen finsteren Riten begann. Doch war er der Macht der Kugel nicht gewachsen und Irrsinn ergriff seinen Geist, wie auch den seiner männlichen Gefährten. In seinem Wahn stürzte er sich vom Turm der Burg auf die zackenbewehrten Zinnen. Aus Angst vor dem Treiben der Männer verbannten die Frauen die Überlebenden, ließen den Leichnam Quendors verschwinden und brachten die Kugel zurück zur Pyramide. Doch sie verschwand in den Weiten Umbras… Auch das Buch der Entweihten und der Offenbarung verschwanden und waren nie mehr gefunden.

Im Jahre 998 n.Q. spaltet sich eine Gruppe Frauen von den Patrianerinnen ab und flieht in den Wald der Lichter, unter der Führung von Dalia und Symphonie. Sie verstecken sich in einer riesigen Höhle und kämpfen fortan für den Frieden zwischen Männern und Frauen. Symphonie übernimmt die Führerschaft und beweist, dass man nicht nur mit Strenge und Disziplin weiterkommt, sondern vor allem mit Liebe. Man nennt sie die Verborgenen.

Image5Diese neue Ordnung der Gesellschaft hat 1018 Jahre Bestand, solange bis Zûl erneut seine Macht zurück gewinnt und die ersten Ohadus ihn aus der Lichtkugel befreien. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt und zwingt die Menschen zu einem Bündnis und Frieden. Im Jahre 1018 n.Q. findet das erste große Konzil der Führer statt, es wird von allen ein Pergament unterzeichnet, dass den Frieden gewährleistet und den gemeinsamen Kampf gegen Zûl und seine Armee. Patria öffnet seine Stadttore wieder für die Männer und die Verborgenen geben die Lage ihres Aufenthalts bekannt.

Mehr zur Geschichte Auroraes findest du in der Bibliothek. Dort gibt es noch die Legenden der Annuyiaeé und von Sorius, dem Lichtmagier.

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