Buch der Rassen

Kapitel 1
Der Mensch

mensch Der Mensch ist die vorherrschende Rasse auf Aurorae. Es wird erzählt, die Götter hätten sie nach ihrem Abbild erschaffen. Früher lebten sie friedlich zusammen, gründeten Familien und die Frauen gebaren Kinder. Doch nach Quendors Verrücktheit vertrieben die Frauen die Männer aus der Hauptstadt Patrias und es entstand der Amazonenorden. Ihr Bestand ist seit dem stark rückläufig. Ihre gute Anpassungsfähigkeit ermöglicht es ihnen mit den unterschiedlichsten klimatischen Bedingungen zurecht zu kommen.
Sie sind sowohl in den Bergen, in den Ebenen und auch in der Wüste zu Hause.Der Mensch hat aufgrund seiner Anlagen viele Möglichkeiten. Bei entsprechender Übung kann er ein guter Kämpfer werden oder aber mit Hilfe seiner mentalen Kraft ein Zauberer. Sein Erfolg hängt von seinem Willen ab. Und genau hier liegt der Schwachpunkt der Menschen. Es sind sehr gefühlsgesteuerte Wesen, die unberechenbar sind. Ideale ziehen sich durch ihr Leben, das sowohl das Gute als auch das Böse sein kann. Und natürlich gibt es auch solche, die sich treiben lassen, die ihr
Ideal und Ziel nicht gefunden haben.Ihr Wesen ist manchmal von Raffgier und Habsucht verseucht. Anerkennung und Macht sind ihnen wichtig. Nur selten findet man unter ihnen selbstlose Wesen, die ihr Leben für einen Fremden opfern.Die wenigen, die ihr Leben dem Guten verschrieben haben, sind Kämpfer des Lichts. Eigene Ideale werden zurückgestellt und
für die Allgemeinheit geopfert. Meist werden sie verspottet oder werden gar für zu weich gehalten.Man sollte einem Menschen nur mit Skepsis entgegentreten und herausfinden was seine Werte und Ziele sind, bevor man ihm vertraut oder gar sein Leben in seine Hände legt.

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Kapitel 2
Der Papilia

papiliaa Die Papilia gehören zu der Rasse der Feen. Niemand weiss so genau woher sie kamen. Es wird erzählt sie wurden aus ihrem ursprünglichen Lebensraum vertrieben und fanden in Aurorae ihr neues zu Hause. Sicherlich hatten sie dort das wahre Paradies gefunden, die Natur hatte ihr eigenes Leben und Wesen. Die Feen waren die natürliche Ergänzung dessen.
Als noch Frieden herrschte in Aurorae, lebten die Feen mit den anderen Rassen im Einklang und sie halfen den Menschen, die Natur zu verstehen und zu achten. Doch dann kam die große Umwälzung und sie zogen sich zurück. Viele von ihnen kamen dabei ums Leben, so dass ihr Bestand bedenklich schrumpfte. Sie waren gezwungen sich zum Menschen zu distanzieren. Ein Feenvolk wohnt im Wald der Stimmen, wo sie sich ein kleines Paradies geschaffen haben. Kaum ein Menschenauge hat es bis jetzt jemals gesehen. Eine andere kleine Gruppe wurde in den Wald der Lichter verschlagen. Er hat auch daher seinen Namen. Des Nachts kann man manchmal die Lichter tanzen sehen, zwischen den Bäumen.
Der Papilia ist nicht größer als eine Menschenhand. Er gleicht einem Schmetterling, mit zarten Flügeln, die in der Sonne wie ein Regenbogen glänzen. Seine Ohren sind spitz und gleichen denen von Elfen. Viele sagen sie stammen von ihnen ab.
Er ist in der Lage so schnell wie das Licht zu fliegen. Er besitzt meist einen Zauberstab, den er eigentlich für die Blumenpflege benutzt. Denn jeder Papilia hat eine ihm zugewiesene Blume, um die er sich kümmern muss.
Samenkörner bringt er zum wachsen. Es wird auch von Papilias berichtet, die ihren Schabernack mit Menschen treiben.
Sein Wesen ist zart, scheu und gutmütig. Doch fügt jemand seiner Blume Schaden zu, kann auch Papilia wütend werden und seinen Zauberstab gegen ein anderes Wesen richten.Papilias stehen ganz im Dienst der Natur, sie geht ihnen über alles. Ihre eignen Ziele und Empfindungen stellen sie zurück. Ungerechtigkeit ist für sie ein Gräuel und sie haben den natürlichen Instinkt jedes Unrecht zu verhindern.Das Böse wird immer präsenter in Aurora, das merken sogar die Papilias. Sie haben nach Jahrhunderten das erst Mal wieder
Menschen ihr Tal gelassen. Die ersten Papilias haben sich in den Wald der Lichter gewagt, um den Menschen zu helfen.

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Kapitel 3
Die Ohadu

entweihten Die Ohadu sind eine ganz eigene Rasse. Sie lebten einmal als Menschen, doch haben sie mit ihnen nicht mehr viel gemeinsam. Sie existieren zwischen
Leben und Tod.Es geht die Legende um, dass der große, aber dunkle Magier Zûl einst den Dolch der Schlange erschuf, auf dem ein mächtiger und böser Wandlungszauber liegt. Er wird dem lebenden Menschen anmgeblich mitten ins Herz gestoßen. Das Gift des Dolches tötet das Leben in ihm, wie es die Göttin erschuf und ersetzt es durch etwas Neues, bösartiges. Noch Tage nach dem Dolchstoß ist der Betroffene nicht ansprechbar, denn der Prozess der Verwandlung dauert eine Weile und ist mit höllischen Qualen verbunden.
Doch dies sind nur Gerüchte. Es kann stimmen, muss es aber nicht.Tatsache ist, die Haut der Ohadus ist grau bis weiß und die Augen haben weder Iris noch Pupille. Und es ist ebenfalls bewiesen, dass diese dunklen Wesen einmal Menschen waren. Menschen, die die Göttin für immer verloren hat.Sie sind treue Anhänger Zûl´s. Und er hat sich von dieser Rasse viel versprochen. Sie sollten all das ausgleichen, was den Menschen verletzlich macht: Sterblichkeit, geistige Schwäche, beschränkte Sinne und … ein Gewissen.Ohadu ist ein Wort der alten Sprache Aurorae´s. Übersetzt bedeutet es so viel wie der Entweihte oder der Geblendete. Ihren Namen erhielten sie durch ihr Äußeres. Auf den ersten Blick erscheinen die Ohadu blind. Ihre Augen sind weiß, manchmal kann man noch die Pupille darin erahnen. Sie benötigen ihre Augen nicht, da sie mit einem System ausgestattet sind, dass es ihnen ermöglicht im Hochfrequenzbereich Schwingungen wahrzunehmen. Ihre äußerst empfindliche Wahrnehmung ortet jede Bewegung in einem großen Umfeld. Mit diesem System ist es ihnen auch möglich sich über frequenzmodulierte Laute zu verständigen, die ein menschliches Ohr nicht hören kann. Doch sind sie auch zur normalen Kommunikation fähig, da sie über Stimmbänder verfügen.Sie wirken fast zerbrechlich. Ihr Körperbau ist zartgliedrig und ihre Gesichter erscheinen weich. Ihre Augen sind sehr lichtempfindlich und sie meiden daher, wenn möglich das Tageslicht. Die älteren können ihre Augen vor dem Sonnenlicht besser schützen. Bevorzugt leben Ohadus in geschlossenen Gebäuden oder aber in unterirdischen Bauten.Der Ohadu ist ein Meister der dunklen Zauberei, doch verbrauchen die Zaubersprüche viel
Energie. Einmal am Tag mussten sie meditieren und mit Zûl in Kontakt treten, um ihre verlorene Energie zurück zu gewinnen. Waffen trägt ein Ohadu für gewöhnlich nicht, seine Waffe ist die Zauberkunst. Er nutzt höchstens einen Dolch für die ein oder andere kleine Quälerei.Die Anhänger Zûl´s wachsen mit jedem Tag, vor 1000 Jahren fast vernichtet und heute beinahe vergessen, sind Zûl und seine Ohadus nun wieder zu großer Macht gelangt, die das Land Auroae zu überschwemmen droht.

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Kapitel 4
Die Zwerge

zwerg Die Zwerge kamen vor Tausenden von Jahren aus dem Norden, um neue Gebiete und Rohstoffe zu erobern. Diese fanden sie im Drakan Gebirgszug in Massen.Da die Handlungsbeziehungen in die alten Gebiete im Norden für die Zwerge umständlich und mühsam wurden, stiegen die ersten Zwerge, darunter König Bol Wyrwarf selbst und seine Gesandtschaft herab zu den Auroranern und zeigten ihnen ihre Diamanten und Schätze. Die Auroraner waren hingerissen davon und begannen zu kaufen was so hell funkelte und strahlte. Doch die alten und Weisen unter den Auroranern erkannten schnell den Fluch, der auf den Metallen lag, die aus Minen kamen, die der Unterwelt zu nahe waren. Streit und Eifersucht lag in den Schätzen der Zwerge.

 

Und so kam es, dass die Führer der Auroraner, die Handelsbeziehungen zu den Zwergen abbrachen, bevor sie erst richtig begonnen hatten. Nicht alle wollten mit diesem unreinen und habgierigen Volk zu tun haben.Die Zwerge erfüllte dies mit Unverständnis und Hass auf die anderen Völker Aurorae´s, wiesen diese doch drastisch all ihre Versuche sie mit den edlen
Gütern zu verführen zurück. Doch dann kam jemand zu den Zwerge, der ihnen eine Änderung dieses Zustandes versprach. Er hieß Zûl. Zûl ging einen Handel mit ihnen ein. Wenn sie ihm halfen die Herrschaft über das Reich der Menschen zu erlangen würde er im Gegenzug ein Schloss aus Gold und Diamant erbauen, das die Zwerge für ihn errichten sollten. Die Zwerge willigten ein und erschufen für Zûl eine Kugel aus reinem Gold und dem Staub der edelsten Diamanten, unwissend, was er damit genau im Schilde führte.Zûl nahm die Kugel und entschwand. Er hatte zwar vor, diese Zitadelle zu bauen von der er gesprochen hatte und auch den Zwergen die Arbeit dafür zu übergeben. Jedoch wollte er sie nie dafür entlohnen, er wollte sie gefangen nehmen und versklaven. Zu spät erkannten dies die Zwerge, erst als einige Zeit später bereits Scharen der Diener Zûl´s in den Hallen der Zwerge standen, bereit diese zu unterjochen. Nachdem Zûl besiegt worden war, konnten sich auch die Zwerge von seinen Schergen befreien, schworen danach jedoch nie wieder mit den Menschen zu tun haben zu wollen. Sie leben zwar immer noch im Gebirge, sind aber nie wieder herabgestiegen in die Täler, sondern haben erneut begonnen ihren, wenn auch beschwerlichen Handel, mit dem Norden zu treiben.
Die Zwerge sind ein recht rauer Haufen, denn jeder normale Zwerg floh vor dem Gebirge, in dem der ewige Schnee hauste und das Klima ein normales Leben fast unmöglich machte. Doch die, die blieben sind recht wohlhabend, wohl auch ein Grund das Gebirge zu ertragen.Öfter unternehmen die Zwerge Touren in die angrenzenden Gebiete, auf der Suche nach neuen Rohstoffvorkommen. Die Mienen des Drakan Gebirgszuges waren nahezu erschöpft und man brauche neue Quellen. Bis jetzt hatten sie entweder Glück oder es lag an ihrer Schläue, dass sie nur selten einem Menschen begegneten.Die Zwerge sind misstrauische Wesen, habgierig und auf ihren Vorteil bedacht. Nicht selten kommt es vor, dass sie sich gegenseitig den Gewinn absprechen, um noch reicher zu werden. Mit Reichtümern kann man einen Zwerg immer locken. Ihre Aggressionsschwelle liegt sehr niedrig und sie haben kein schlechtes Gewissen die Hand gegen den anderen zu erheben.
Obwohl sie ein raues Volk sind, haben auch sie ihre Tradition und Wertvorstellungen. Ihre Sippschaft geht ihnen über alles.

 

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