Das Buch der Verborgenen

Hintergrund / Geschichte

Im Jahre 995 n.Q. sammeln die Priesterin Symphonie und die Amazone Dalia eine Gruppe Gleichgesinnter um sich, die die Lebensumstände und gesellschaftlichen Strukturen in Patria ablehnen. Sie wollen ein Leben in einer Gemeinschaft führen, in der Männer und Frauen gleichberechtigt miteinander leben können. Teil der Gruppe sind sowohl Frauen, denen die Strukturen Patrias missfallen, als auch männliche Sklaven, die sich nach Freiheit sehnen. Dalia führt die Gruppe zu einem riesigen Höhlensystem im Wald der Lichter, das genug Platz für eine neue Siedlung bietet. Sie hat es bei einem ihrer Streifzüge entdeckt und es als perfekten Ort für die Zukunft erkannt, die sie und Symphonie sich ausmalen. Mit Fleiß und Enthusiasmus wird eine unterirdische Stadt gebaut, die von allen als „Die frau10Katakomben“ bezeichnet wird. Der Eingang der Katakomben ist versteckt und nur Eingeweihte kennen die geheime Pforte und das Klopfzeichen, auf das hin sich die Pforte öffnet. Diese Geheimniskrämerei ist deshalb notwendig, da die Gruppe von den Patrianerinnen des Hochverrats für schuldig befunden wurde und man nach ihnen jagt. Die Gruppe nennt sich aufgrund ihrer versteckten neuen Heimat „Die Verborgenen“. Während der Jahre wird die unterirdische Stadt größer und größer – immer mehr Menschen schließen sich den Verborgenen an. Die meisten sind unzufriedene Patrianerinnen oder entflohene Sklaven, aber auch andere Menschen aus den umliegenden Dörfern oder von den Clans finden in den Katakomben eine neue Heimat. Die treusten Verbündeten der Verborgenen sind die Mitglieder des Rabenclans, der ebenso eine Gleichberechtigung der Geschlechter und ein Leben innerhalb normaler Familienstrukturen für alle Menschen Auroraes anstrebt. Sowohl die Verborgenen als auch die Raben wollen dieses Ziel vorzugsweise friedlich erreichen, aber sie sind auch bereit, für ihre Träume mit Waffengewalt zu kämpfen. Im Jahr 1017 n.Q. wird der Rabenclan von den Patrianerinnen aufgespürt und fast komplett ausgelöscht. Der rechtmäßige Clanführer der Raben, Dunn, will die Überlebenden um sich scharen, doch die Göttin hat anderes mit ihm vor. Dunn erfährt, dass er ein Nachfahre Aurors, des Sohnes der Göttin, ist – er soll die ebenfalls ausgelöschten Annuyiaée, die legendären Krieger der Göttin, wieder aufbauen. Dunn verlässt das Lager seines Clans und quartiert sich mit einigen anderen Überlebenden in den Katakomben ein. Gemeinsam mit Dunn knüpfen die Verborgenen auch Kontakte zu den seit Jahrhunderten abgeschottet lebenden Papilias – hier erfährt Dunn unter anderem von seiner Herkunft und der Geschichte der Annuyiaée. Die Verborgenen versuchen auch, Handelsbeziehungen zu den Zwergen aufzubauen.

Im Jahr 1018 n.Q. vereitelt Dunn den Übergriff eines Ohadus auf die Amazone Manya und den Falkenkrieger Kalian. Manya trägt ein Buch bei sich, das Buch der Offenbarung, das die Ohadus unbedingt in ihren Besitz bringen wollen. Dies entpuppt sich als ein in einer unbekannten Sprache geschriebenes Werk, das eine ungeheure Bosheit ausstrahlt. Offenbar enthält es Informationen über Zûls Magie. Dies und das verstärkte Auftauchen der Ohadus führt dazu, dass Symphonie durch Manya um eine Audienz bei der Stimme Tala bittet, die sie noch von ihrer Zeit als patrianische Priesterin kennt und mit der sie damals freundschaftlich verbunden war, und somit wieder erste Kontakte nach Patria knüpft. Von dort an treffen sich die beiden wieder regelmäßiger. Tala erlaubt auch einer Zauberin der Verborgenen, inkognito in Patria zu leben und somit für die Verborgenen zu spionieren. Schließlich beginnen die Verborgenen – unterstützt von Dunn, Tala und der Feenkönigin Cendaria – ihre von Anfang an verfolgten Pläne nach Frieden zwischen den einzelnen Völkern voranzutreiben: Symphonie verschickt Briefe an die Anführer Patrias, der Clans, der Papilias und Zwerge und ruft zu einem Konzil auf, in dem über ein dauerhaftes Bündnis zwischen den Völkern und einer Kriegsstrategie gegen die Ohadus gesprochen werden soll. Der Traum scheint sich zu erfüllen, als das Konzil nicht nur stattfindet, sondern alle auch den Friedensvertrag unterzeichnen. Die Verborgenen geben den Forderungen der Patrianerinnen nach, ihren Standort preiszugeben, sodass die Katakomben schließlich für alle offen stehen. Gemeinsam mit den Druiden wird vor dem ursprünglich geheimen Eingang eine Stadt an der Oberfläche mit Wohnhäusern, diversen Tempeln und einem großen Marktplatz gebaut. Die Stadt wird Maryenhain genannt. Gemeinsam mit dem Katzenclan planen die Verborgenen eine Expedition in den Süden, um Zûls Aktivitäten, von denen man bisher fast noch nichts weiß, herauszufinden. Auch Patrianerinnen nehmen teil. Die Expedition endet mehr oder weniger in einem Desaster, als die Gruppe in eine Falle läuft und einige Mitglieder – unter ihnen auch die Lehrmeisterin der Zauberei, Leyana – sterben. Die Verborgenen und ihre Verbündeten beschließen nach einem weiteren Konzil, sich in einem großen Heerlager im Wald der Lichter zu sammeln und sich auf der Krieg gegen den dunklen Magier vorzubereiten.

Struktur

Die meisten Verborgenen stammen ursprünglich aus Patria, deshalb ist die Struktur der patrianischen relativ ähnlich – auch wenn es leichte Unterschiede gibt. Anführerin der Verborgenen ist die ehemalige Geweihte und jetzige Annuyiaée Symphonie. Ihre Freundin Dalia, die mit ihr zusammen die Verborgenen gegründet hat, ist Anführerin der Verborgenen Garde, d.h. allen Kriegern und Waldläufern, die in dieser militärähnlichen Gruppierung organisiert sind. Theoretisch ist Symphonie allein weisungsbefugt und ist in politischen Beratungen meist die Wortführerin, doch treffen die beiden alle wichtigen Entscheidungen stets gemeinsam. Es gibt ähnlich strukturierte Orden wie in Patria: Die Kämpfer, die Elementarmagierinnen und die Dienerinnen der Göttin. Zudem gibt es seit kurzem noch kleinere Gruppierungen von Druiden und Schamanen, die allerdings weniger streng strukturiert sind. Die Kämpfer sind die Verborgene Garde, sie sind unterteilt in Krieger und Waldläufer. Die Anführerin, Dalia, trägt den Titel „Meisterin der Kriegskunst“. Die Elementarmagierinnen werden bei den Verborgenen Zauberinnen genannt und ebenso wie die Hexen in den vier Elementen unterrichtet. Sie unterstanden ursprünglich einer Lehrmeisterin. Nach der Gründung der Verborgenen war das Cania, die allerdings nur kurz in dieser Position verblieb und stattdessen den Clanführer der Raben zum Mann nahm. Ihre Nachfolgerin war Leyana, die aufgrund ihrer Strenge auch „Der Drache“ genannt wurde. Seitdem Leyana verstorben ist, gibt es keine alleinige Anführerin der Zauberinnen mehr, stattdessen teilen sich mehrere hochrangige Lehrmeisterinnen diesen Posten. Die Geweihten unterstanden ehemals Symphonie – seitdem diese jedoch eine Annuyiaée ist, obliegt die Hauptverantwortung den Lehrmeisterinnen Elise und Zedina. Die Druiden und Schamanen sind eher lose organisiert und haben keinen eigenen Anführer in dem Sinne.

Bekannte Verborgene – Ihr Verbleiben ist unbekannt, es muss jedoch davon ausgegangen werden, dass die folgenden Charaktere Opfer des Krieges sind:

• Symphonie (Annuyiaée) – Anführerin der Verborgenen
• Dalia (Kriegerin, Meisterin der Kriegskunst) – Anführerin der Verborgenen Garde
• Alastair (Krieger, Veteran) – Stellvertretender Anführer der Verborgenen Garde
• Varya (Zauberin, Meisterin der Zauberei) – Lehrmeisterin der Erd- und Feuermagie
• Dhina (Geweihte, Meisterin der Energie) – Ordonanz von Symphonie
• Elise (Geweihte, Meisterin der Energie) – derzeitige Anführerin der Geweihten
• Zedina (Geweihte, Meisterin der Energie) – derzeitige Anführerin der Geweihten
• Cora (Zauberin, Meisterin der Zauberei) – organisiert derzeit die Zauberinnen in Maryenhain
• Ava (Kriegerin, Veteranin) – Ausbilderin der Gardisten
• Reya (Kriegerin, Veteranin) – organisiert derzeit die Garde in Maryenhain
• Kimtarion (Krieger, Hoher Krieger) – Ausbilder der Jungkrieger

Verstorbene Charaktere:

• Leyana (Zauberin, Meisterin der Zauberei) – Lehrmeisterin der Zauberinnen

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