Chronik 1019 n.Q.

Der Krieg begann im ersten Monat des Jahres 1019 n.Q.

Symphonie wollte  Zûls Truppen im Süden halten, um den Norden zu schützen und richtete zwei unüberwindbare Verteidigungslinien ein. Die Erste verlief am südlichen Rand der Steppe der Verzweiflung und den Kirimthar Niederungen. Die Zweite direkt am nördlichen Ufer des Nigrantis. Alle verfügbaren Einheiten wurden aus dem Heerlager dorthin verlegt.

Am 20. Tag des Monats trafen die Feinde das erste Mal am Rande der Steppe der Verzweiflung aufeinander. Es sollte jedoch nur ein kurzes Antesten werden, als wollte Zûl sehen was die Menschen aufbieten können. Der nächste Angriff ließ ganze 4 Wochen auf sich warten. Es sollte für die Menschen und ihre Verbündeten zur Zerreißprobe werden. Ganze 7 Tagen stürmten die Ohadus mit ihren Namenlosen auf die Menschen ein. Sie zerrten ihre Kräfte auf, sie schliefen kaum noch, waren erschöpft und müde. Doch dies war erst der Beginn.

Nachdem die Ohadus merkten, dass sie mit großen Offensiven nicht weiter kamen und auf zu viel Gegenwehr trafen, begannen sie mit kleinen Truppen an unterschiedlichen Stellen zuzuschlagen. Die Menschen waren gezwungen ihr großes Heer aufzuteilen, um die Angriffe zurück zu schlagen und somit traf der große Angriff im Monat der Gebete sie besonders hart.
Die Ohadus preschten mit ihrem Heer südlich der heiligen Steine vor und überrannten die Menschen förmlich. Sie stürzten die heiligen Steine um und Furcht erfüllte die Menschen. Nicht wenige sprachen davon, dass an diesem Tag der Krieg entschieden worden war, denn wie sonst konnte es sein, dass die Ohadus die heilige Stätte der Göttin einfach so schänden konnten?!

Die Überlebenden zogen sich an die Linien am Nigrantis zurück. Sie leckten ihre Wunden, aber viel Zeit ließen die Ohadus ihnen nicht. Dieses Mal verfolgten sie eine andere Taktik. Sie kamen immer nachts und wieder in kleinen Gruppen, doch sie griffen nicht direkt an sondern schlichen sich an den Wachen vorbei und metzelten die Menschen im Schlaf nieder. Die Moral in den Lagern sank immer mehr, so dass sich niemand mehr traute die Augen zu schließen und einzuschlafen.

Monat um Monat verging. Die Reihen der Menschen lichtet sich immer mehr. Natürlich versuchten auch die Menschen einen Vorstoß zu wagen, aber jedes Mal waren die Ohadus schon vorher dort, fast so als hätten sie davon gewusst. Selbst Symphonie gelang es nicht mehr die anderen zu motivieren. Was auch immer sie taten, alles hatte sich gegen sie verschworen.
Und dann kam die Schlacht der Entscheidung. Es war ein verregneter Tag gewesen, die Erde war aufgeweicht, die Tage dunkel und die Hoffnung hatte die Menschen schon lange verlassen. Die Ohadus kamen mit Fackeln, als wollten sie die Menschen verhöhnen. Soweit das Augen nur blicken konnte, flackerte das Licht. Es waren mehr Ohadus als die Menschen je erblickt hatten. Zûl musste sie alle geschickt haben.
Was dann passierte ging so unglaublich schnell, dass es gar keiner wirklich fassen konnte. So viel Blut, so viel Sterben, Schreie… Die Erde färbte sich rot. Die Schlacht war verloren. Von der großen Armee der Menschen war nur noch ein Häufchen übrig.

Nun begann das große Treiben. Die Ohadus gaben nicht auf und suchten auch noch die letzten Überlebenden. Gruppe für Gruppe wurde von ihnen aufgespürt und getötet. Und die letzte große Gruppe fingen sie kurz vor den Zwergenhöhlen ab. An diesem Tag wurde die Nacht noch schwärzer und die Hoffnung starb mit der Führerin der Verborgenen, Symphonie.